Ist das private Weblog von Vladimir Simovic mit Berichten zum Thema Webwork und Internet. Ich wohne in Köln und arbeite als freier Webworker, Blogger und Autor.
Als ich letztens wieder unter einer Spamwelle zu leiden hatte ist mir wieder die heisse Diskussion um "nofollow" eingefallen. Was ist eigentlich in der Summe davon geblieben? Ich kann mich noch an die Argumente der Befürworter für "nofollow" erinnern ("Effektive Waffe gegen Weblog-Spam") und auch wie einige der Befürworter den "nofollow"-Gegnern saftige Vorwürfe ("du bist PR-Geil" oder "Blog als Penisersatz") an den Kopf geworfen haben.
Aber ich frage mich warum ist es so ruhig um die "nofollow"-Initiative geworden? Gibt es dadurch weniger Spam? OK, in meinem Weblog ist es etwas ruhiger geworden (Betonung liegt auf etwas), aber das führe ich mehr auf meine schon sehr lange schwarze Liste als auf "nofollow", denn der Blick in die Datenbank zeigt mir das die Spackos weiterhin fleissig spamen, aber das Wordpress die fleißig kickt.
Auf der anderen Seite, wenn "nofollow" wirklich erfolgreich ist, dann würden die Initiatoren (Google, MSN und Yahoo) doch damit werben: "Look Ma, we killed Blog Spam!". Aber es ist irgendwie total ruhig: Befürworter wie Gegner schweigen.
1. – Boris
Kommentar vom 14. September 2005 um 07:21
Ich schätze mal, der Hype darum war kurz und ist vorbei. Refererspam hat übrigens bei mir in der letzten Zeit wieder etwas zugenommen und tut das im Moment auch weiterhin.
»nofollow« hat damit sicher nichts zu tun, und ich bin wahrscheinlich nicht der Einzige, der es sowieso von Beginn an abgeschaltet hatte, weil es nur eine interessante Funktionalität sperrt, nicht aber irgendeinen Spammer…
2. – SteBu
Kommentar vom 14. September 2005 um 10:08
Ich habe ja von Anfang an nichts davon gehalten, war auch einer der ersten die bei Follow me mitgemacht haben. Komme aber zu dem Schluß, daß es weniger Spam ist als in den "heißen Tagen". Das ist aber nicht auf nofollow zurückzuführen. Eher schon darauf, dass die Spammer halt nicht mehr so einfach durchkommen und sich daher das Aufwand-Nutzen-Verhältnis für sie in eine ungünstige Richtung verschiebt.
3. – AndreasB
Kommentar vom 14. September 2005 um 10:21
Wie heißt es so passend bei Nonofollow.net:
FIGHT SPAM, NOT BLOGS!
Hoffe ich doch, das das DoFollow (WP Plugin) etwas taugt.
4. – Christoph Hörl
Kommentar vom 14. September 2005 um 12:51
Jörg Petermann von einfach-persönlich hat änlässlich des halbjährigen Jubiläums von nofollow einen kleinen Rückblick geschrieben, der eigentlich die breite Meinung widerspiegelt.
In meinem Weblog habe ich sofort DoFollow installiert und damit werden alle Links beachtet. Es funktioniert.
5. – Gerald
Kommentar vom 16. September 2005 um 15:00
habe vor kurzem meine meinung dazu in meinem noch ganz frischen blog kund getan. als echte bremse sehe ich das nicht, gespammt wird wie eh und je. vielleicht hat man so ein kleines stueck weniger arbeit, aber unter umständen auch weniger besucher und freunde in seinem blog
ich sage das mal hier, obwohl rel="external nofollow" die links in diesem blog hier ziert. für mich gehört geben und nehmen halt zusammen. ein guter kommentar wertet u.u. einen artikel erst so richtig auf, sorgt für neue gedanken, spannende diskussionen usw. so möchte ich das haben, schrott wird dann halt rausgeschmissen, man kann auch darüber schreiben oder diskutieren, aber die guten dinge bringen einen selber und das blog voran. das zählt, das kostet mehr arbeitet, aber das ist es mir auch wert.
6. – Perun
Kommentar vom 17. September 2005 um 07:26
Hi Gerald,
ich habe nofollow zuerst gelassen um zu testen ob sich tatsächlich etwas am Spamaufkommen ändert. Allerdings hatte ich in der Version 1.5-1.5.1.2 den nofollow-Link zu der Website des Kommentators manuell im Code entfernt, was ich beim letzten Update schlicht vergessen habe.
Nun habe ich nach langem zieren den DoFollow-Plugin installiert.
7. – einfach persoenlich Weblog
Trackback vom 17. September 2005 um 11:50
nofollow - 6 Monate danach
Im Januar 2005 sollte ein neues HTML-Attribut das Internet revolutionieren und Spam-frei machen. Google verkündete seine strategische Allianz mit Blog-Herstellern und Suchmachinen-Konkurrenten gegen Spamer. Was hat nun »nofollow« nach…
8. – Mathias
Kommentar vom 23. September 2005 um 00:58
Ich behaupte einmal, dass nur ein Bruchteil der Blogger überhaupt wissen, wovon wir hier sprechen. Die meisten meiner Bekannten heben noch heute fragend die Augenbrauen, wenn ich "Weblog" auch nur ausspreche. Ich kämpfe mit ihnen dann genauso noch um Begriffe, wie RSS, Podcast oder Feedreader.
Hat einer mal endlich seinen Hintern hochbekommen und sich ein Weblog eingerichtet, ringt er in erster Linie noch mit Begriffen, wie FTP und Trackback und weniger mit den Feinheiten, wie wir. Nofollow ist so ein Begriff und das wissen die Buben bei Google genauso, wie die Herren "Softwarehersteller".
Was passieren wird?
Das liebe grüne Gras wird darüberwachsen. Auch wenn ich von Anfang an, das Gegen-Plugin installiert habe und ich mir auch weiterhin den Mund fusselig reden werde.
Mir ist es allerdings auch unbegreiflich, wie sich die Blogautoren von Google & Co. überreden lassen konnten, dieses Attribut so gnadenlos einzubauen, dass man das nicht einmal als Option deaktivieren kann.
Ein Schelm, der böses dabei denkt, nicht Matt?
9. – webgreenhorn
Kommentar vom 21. Januar 2006 um 09:15
Hier übrigens (besser spät als nie!) mein eigens für die Sache 'no-nofollow' erstellten Button: http://www.webgreenhorn.com/blog/i-do-follow/84/
10. – Mike\'s Blog => Say No To Nofollows!
Trackback vom 30. Juni 2006 um 23:26
I also agree that nofollows are not helping…
[...] So I think if people contribute to my blog by adding a comment they deserve a link, a real link without a nofollow! [...]…