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Konkurenz belebt die Entwicklung

Von am 30. 05. 2006 um 13:26

Konkurenz belebt das Geschäft, sagt man. Im Fall von Internet Explorer auch die Aufnahme der Weiterentwicklung bzw. eine Wiederbelebung. Ich kann mich an die Aussagen von MS erinnern in denen gesagt wurde, dass es keine neuen Versionen von IE mehr geben wird. Nun steht Internet Explorer 7 vor der Vollendung und MS sagte nun auch, dass es jährlich neue Versionen des Browser geben sollte. Ob das jetzt nur Aussagen sind um weiter im Gespräch zu bleiben und kurzfristig den Aktienwert etwas hozupushen oder ob das ernst ist werden wir dann sehen … auf jeden Fall tut sich etwas.

Dieses Jahr wird Opera 9 und wenn nicht alles schief läuft auch Firefox 2 veröffentlicht. Die Entwickler von SeaMonkey planen für dieses Jahr die Version 1.1. Und irgendwo im Raum schwirrt noch der Netscape 8. Ich habe das Gefühl, dass es zu Jahreswende so viele Browser auf dem Markt geben, wie schon lange nicht mehr. Und einige davon sind sehr gut. Safari und Konqueror, beides imho sehr gute Produkte, lasse ich mal aussen vor, da sie auf einem Windows-System bekanntlich nicht die große Rolle spielen ;-).

Ich persönlich glaube nicht, dass nur Firefox die gedankliche Kehrtwende bei MS ausgelöst hat. Gewiss, Mozillas Vorzeigeprodukt arbeitet sich langsam aber sicher voran und nimmt weitere Prozentpunkte des "Browsermarktes" von IE weg, aber ich denke das auch Web 2.0 damit etwas zu tun hat. Man hat einfach bemerkt, dass Online-Anwendungen immer mehr Akzeptanz finden und das Dank Techniken wie Ajax, diese auch nicht mehr so schwerfällig wirken. Und im diesen Segment mitzumischen, braucht man einen zeitgemäßen Browser und Internet Explorer 6 ist nun wirklich nicht mehr zeitgemäß und das nicht nur in Bezug auf Themen wie CSS und PNG. Ob dies der IE 7, IE 7+ und Nachfolger sein werden, wird sich mit der Zeit herausstellen.

Auf jeden Fall denke ich, dass es einen Gewinner geben wird und das sind wir die Nutzer und daher ist in unserem ureigenen Interesse, dass es auf dem Browsermarkt (und nicht nur dort) keine Monopol-Stellung gibt.

Via golem.de

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6 Kommentare

  1. 1. – der_simon

    Kommentar vom 30.05.2006 um 16:16

    Web 2.0 gibt es meiner Meinung nach nicht, und das, was man gemeinhin dafür hält (AJAX) wurde mit dem IE 5 möglich…

    Zum Thema: Die neue Taktik erinnert mich eher an Fire & Motion von Joel.

    Der Simon

  2. 2.Perun

    Kommentar vom 30.05.2006 um 16:54

    Das die "Ajax-Technik" ein alter Hut ist, ist mir bekannt. Aber es gibt viele Beispiele, wo Techniken erst nach Jahren anfangen sich zu verbreiten.

    Ob jetzt das sog. "Web 2.0" einen sehr starken, starken oder relativ kleinen Einfluß hat ist imho eine philosophische Frage. Und ob wirklich alles so toll ist, was das Label 2.0 trägt, darüber kann man auch diskutieren. Aber das es ein "Web 2.0" gibt steht für mich ausser Frage.

  3. 3.SilentWarrior

    Kommentar vom 30.05.2006 um 18:21

    Ich will ja all den Optimismus nicht trüben, aber eine alljährlich neu erscheinende Version des IE halte ich für absolut utopisch. Microsoft wird bestimmt nicht dermassen viele Resourcen in ein Programm investieren, an dem sie kein Geld verdienen. Lieber bauen sie das GUI der Office-Suite noch etwas um.

    Auch glaube ich nicht, dass sich Microsoft insgesamt gesehen jemals unter 50% wird drücken lassen. Klar, der Firefox ist so erfolgreich wie kein anderer Browser (ausser eben dem IE), aber dass er dem Redmonder Produkt ernsthaft die Führungsposition abkaufen wird (und für dieses Monopol wäre zumindest meine Wenigkeit durchaus zu haben), halte ich für äusserst unwahrscheinlich.

  4. 4.Benedikt

    Kommentar vom 30.05.2006 um 20:09

    Auch glaube ich nicht, dass sich Microsoft insgesamt gesehen jemals unter 50% wird drücken lassen.

    Das sehe ich auch so. Die meisten Durchschnittsverbraucher kaufen sich einen fertigen PC mit alles drum und dran. Dort ist der IE vorinstalliert und das wars. Für viele gilt das Zeichen des IEs auch als Internet. Habe das letztens noch eine lustige Seite gefunden, aber ich weiß nicht mehr wie sie genau heißt. Zumindest diese Benutzer werden wohl nicht so schnell wechseln und bleiben bei dem IE. Wenn sie dann hören, dass er Schwachstellen hat, aber weiterentwickelt wird und verbessert wird, bleiben sie dabei.
    Obwohl es ja nun auch schon auf fast jeder Website Werbung für den FF gibt. Bleibt abzuwarten inwiefern sich das ganze entwickelt.

    mfg
    Benedikt

  5. 5.Perun

    Kommentar vom 30.05.2006 um 21:51

    @SilentWarrior, @Benedikt,

    Monopol hat nichts mit einer bestimmten Prozentzahl zu tun. Mir fällt es auch schwer daran zu glauben, dass man den IE noch weiter runterdrücken kann, zumal er im Gegensatz zu Geckos ein Betriebssystem im Rücken hat. Aber hättet ihr vor 2-2,5 jahren geglaubt hätte euch jemand gesagt, dass Geckos je nach Land zwischen 20-25% haben werden. Im Grundegenommen ist es mir egal ob IE nur 55 oder 70% des "Browsermarktes" beherrscht, hauptsache MS nimmt die Konkurenz ernst und versucht das Produkt weiterzuentwickeln.

    Ein bißchen Optimsmus kann nicht schaden, beklagen können wir uns im nachhinein immer noch :-).

  6. 6.Benedikt

    Kommentar vom 31.05.2006 um 14:54

    [...] hauptsache MS nimmt die Konkurenz ernst und versucht das Produkt weiterzuentwickeln.

    Da hast du natürlich recht. Konkurrenz belebt das Geschäft und vielleicht kommen beide Browser doch mal auf den gleichen Stand und interpretieren die Seiten gleich. Hm, wo wir wieder bei dem Stichwort Optimismus wären :D

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