Ist das private Weblog von Vladimir Simovic mit Berichten zum Thema WordPress, Webwork, und Internet. Ich wohne in Köln und arbeite als freier Webworker, Blogger und Autor.
Ich habe in den letzten zwei bis drei Wochen zum wiederholten Male einige deutschsprachige Plattformen getestet, die es einem ermöglichen mit eigener Website Geld zu verdienen. Ich habe das schon paar Mal getan. Zuletzt vor einem guten Jahr in der Vorbereitung auf das Buch "Geld 2.0" (Partnerlink).
Ursprünglich hatte ich vor einen etwas längeren Artikel zu schreiben, aber das Ergebnis ist für mich persönlich so ernüchternd, dass ich es in Kurzform niederschreiben werde, damit es nicht nachher heißt "Guck mal, der alte Mann meckert wieder zu viel".
Ich habe zwar einige getestet und lediglich zanox, AdShopping und AdScale in die engere Auswahl genommen u.a. weil ich von zanox und AdScale persönlich kontaktiert wurde.
Ich wollte auch SponsorAds.de testen, aber weder die Registrierung noch meine E-Mail-Anfrage wurde beantwortet.
Persönlich kann ich sagen, dass es bei AdScale an Werbekunden oder zumindest an Zahlungskräftigen Kunden fehlt. Ich hatte einige Tage lang, mehrere Plätze auf verschiedenen Websites angeboten und die Resonanz war sehr bescheiden. Ich habe zuerst den Preis gewählt, welchen ich im Schnitt auch mit Adsense erreiche und es kam nichts. Erst als ich testweise den Preis viel tiefer angesetzt habe kamen ganze sieben Banner-Einblendungen zu Stande
und das war's dann. Ich hätte noch tiefer gehen müssen, aber ehrlich gesagt habe ich keine Lust für 1.000 Bannereinblendungen lediglich 30 Cent zu bekommen.
Hier war ich doch etwas enttäuscht, weil ich immerhin von AdScale angerufen wurde und daher dachte ich dass sich hier etwas interessantes getan hat. Auf jeden Fall kann ich euch eine Empfehlung geben. Wenn ihr auf der Suche nach günstigen Werbeplätzen seid. Dann schaut auch mal bei AdScale vorbei. Ich sah dort einige interessante Werbeplätze für weit unter 50 Cent pro 1.000 Einblendungen. Hier ein weiterer Blog-Beitrag, der meine Beobachtungen bestätigt.
Bei AdShopping kann ich mehr oder weniger das gleiche Fazit ziehen, hier kamen allerdings gar keine Buchungen. Zanox hat in diesem Segment kein Problem, weil man schon länger auf dem Markt ist und als Affiliate-Netzwerk eh einen etwas anderen Stand hat.
Oder: ich möchte Werbeplätze anbieten und keine Doktor-Arbeit schreiben. Alle drei Anbieter haben für meinen Geschmack einen zu komplizierten Ansatz, dass fängt schon bei der Einrichtung von Werbeplätzen an.
Wobei man sagen muss dass hierbei zanox leicht die Nase vorn hat. Sorry Leute, aber ich blicke nicht durch und das ist zu viel an Infos auf einmal. Hier könnte man sich eine ganz große Scheibe am Amazon-Partnerprogramm abschneiden.
Ich habe immer gedacht, dass die starke Position von Google Adsense daran liegt, weil die Leute nichts anderes kennen oder weil sie zu gemütlich sind, sich mit den anderen Systeme auseinander zu setzen. Aber momentan braucht Google die Konkurrenz … zumindest hier in Deutschland … nicht zu fürchten. Auch AdSense ist nicht perfekt, es ist einiges Verbesserungsbedürftig und man muss sich für mein Geschmack zu sehr mit dem System auseinandersetzen.
Aber wenn man Werbung schalten will die eine hohe Relevanz zum Inhalt hat und nicht mehr als moderate Einarbeitungszeit in Kauf nehmen will, dann kommt man leider an AdSense nicht vorbei.
Hier ein paar ernsthafte Wünsche und Tipps an die verschiedenen Anbieter:
1. – Holger
Kommentar vom 12. Oktober 2008 um 12:30
Den Wünschen und Tipps an die verschiedenen Anbieter kann ich mich nur anschließen. Weshalb zum Beispiel global agierende Unternehmen für das selbe Produkt in den USA deutlich mehr für TKP und CPC zahlen als in Deutschland ist nur schwer nachvollziehbar, leider jedoch üblich.
Ich würde mir auch wünschen, dass Unternehmen den Wert von Werbeplätzen nachhaltig überdenken.
2. – nastorseriessix
Kommentar vom 12. Oktober 2008 um 13:37
Habe Zanox, AdShopping und Co. auch mal geteste vor etwa einem halben Jahr. Aber die Einnahmen die man damit erreichen kann sind einfach nur ein Witz für mich als kleiner Blogger. Von daher bleibe ich dann doch lieber bei Contaxe und deren Text-Highlighter welcher mir pro Monat wesentlich mehr bringt.

3. – John
Kommentar vom 12. Oktober 2008 um 14:22
Irgendwie drehen sich 90% Deiner Artikel nur noch um Internet-Werbung und ums Kohle verdienen.
War früher interessanter. :lametta:
4. – Perun
Kommentar vom 12. Oktober 2008 um 14:30
@John,
nur zu Info: 90% meint 90 von 100, ich liste mal kurz die letzten 25 Artikel auf:
Zehn Beiträge wenden sich dem Thema WordPress und ganze fünf Beiträge wenden sich dem Thema Geld verdienen zu, wobei man einen nicht ganz dazu zählen kann.
Manchmal sieht man das, was man sehen möchte, nicht wahr?
5. – nastorseriessix
Kommentar vom 12. Oktober 2008 um 14:34
Manchmal, wohl eher bei ein paar besonderen Zeitgenossen ist das wohl eher immer so das Die sehe was Sie wollen.
6. – John
Kommentar vom 12. Oktober 2008 um 17:13
Okay, sagen wir gefühlt 90%. Trotzdem hat dieser Aspekt über die Jahre zugenommen. Ist auch kein Drama, Interessen verschieben sich.
Sagen wirs so: Dein Blog hatte in der Vergangenheit für mich - der sich z.B. für AdSense nicht interssiert - mehr Nutzwert.
7. – Stefan Johne
Kommentar vom 12. Oktober 2008 um 17:52
Von SponsorAds kann ich nur abraten - zahlen zwar aus, aber sind doch einzig und allein daran interessiert sich selbst zu bereichern. Vor allem mit dubiosen Kampagnen, Internet Abzocken und solchen Nettigkeiten wie nicht schließbaren Werbemitteln :p.
Hängt halt auch immer vom Thema der jeweiligen Website ab - gerade durch den Fokus auf Wordpress dürfte sich das Interesse der Advertiser relativ gering halten.
Für Golf Seiten zahlt VCM locker mal $8 - pro Klick!
8. – Perun
Kommentar vom 12. Oktober 2008 um 18:28
@John,
Das kann sein, deinem Gefühl will ich nicht widersprechen.
Einiges habe ich natürlich auch an die beiden neuen bzw. wiederbelebte Projekte – Webwork-Tools und WordPress-Buch.de – auch ausgelagert.
9. – AdJug.de - neue Einnahmequelle für Blogger? » Geld verdienen » Selbständig im Netz
Pingback vom 13. Oktober 2008 um 21:37
[...] Perun erst letztens in seinem Blog treffend bemerkte, muss mehr als 40 Cent pro 1.000 PageViews [...]