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Mit Flattr die Blog-Kaffeekasse auffüllen

Flattr-Button Vor ein paar Tagen habe ich mich bei Flattr.com angemeldet, danke an Caschy für die Einladung.

Bei Flattr handelt es sich um einen neuen Micropayment-Dienst, der den Lesern die Möglichkeit bietet eine kleine Geldsumme dem Autor zu spenden und den Autoren bzw. Bloggern bietet der Dienst eine zusätzliche Möglichkeit etwas Geld einzunehmen. Das neue an dem Dienst, im Gegensatz zu einem einfachen PayPal-Spende-Button ist die soziale Komponente dabei.

Wie funktioniert Flattr

Momentan befindet sich der Dienst in der geschlossenen Beta-Phase, man kommt nur durch Einladungen rein: entweder man bekommt sie von einem Kollegen oder man registriert sich auf der Website des Projektes für eine Einladung. Nach etwa zwei bis drei Tagen kamen zwei Einladungen bei mir rein.

Dann geht es darum das man sein Account mit Geld auffüllt – momentan geht das lediglich über PayPal – dann setzt man die Summe fest, die man im Monat ausgeben möchte (mind. 2 Euro) und anschließend verteilt man die Monatssumme durch Klicks (hier z. B. in der Info-Box unter den Artikeln), zu gleichen Teilen an die Autoren.

Flattr-Dashboard

Flattr-Dashboard: Übersicht über Ausgaben und Einnahmen

Nehmen wir mal an, ich klicke mit meinem Monatsbudget von 2 Euro auf zehn Flattr-Buttons bei verschiedenen Bloggern, dann bekommt jeder Blogger von mir 20 Eurocent.

Habe ich allerdings ein Budget von 20 Euro und klicke bei einem Blogger auf zehn seiner Artikel auf den Button und bei zehn weiteren Bloggern auf lediglich einen Button, dann bekommt in diesem Beispiel der erste Blogger am Ende des Monats 10 Euro von mir und die anderen jeweils 1 Euro.

Auf You Tube kann man sich ein Video anschauen, dass dies alles zusätzlich erklärt.

Wird sich Flattr durchsetzen können

Ob sich Flattr auch im deutschsprachigen Raum durchsetzen wird ist eine schwere Frage. Ich bin vergleichsweise optimistisch, auch wenn die Erfahrungen vieler Programmierer und Autoren mit dem PayPal-Spende-Button bzw. mit Spende-Buttons im Allgemeinen sehr ernüchternd und viele Blogger skeptisch sind (siehe u. a. 1, 2 und 3).

Man darf von diesem Dienst aber nicht allzu viel erwarten. Das jemand von Einnahmen durch Flattr seinen Lebensunterhalt bestreiten wird, dass bezweifle ich auch. OK, kann sein das irgendwann jemand im englischsprachigen Raum das kann. Aber ich sehe in Flattr, eher die Möglichkeit um seine Einnahmen aufzustocken also ein zusätzlichen kleinen Posten der zum Einkommen beiträgt

Mal schauen wie sich das entwickelt. Falls es was zu berichten gibt, werde ich dies hier tun. Was meinst du dazu?

25 Reaktion(en)

  1. Pingback: Tweets that mention Peruns Weblog -- Topsy.com

  2. Sergej Müller

    Vielleicht irgendwann in ein paar Jahren, wo Flattr hierzulande an Bedeutung und Bekanntheit gewinnt. Bis dahin müsste auch die Zahlungsbereitschaft der deutschen Nutzer steigen, sonst wird es eh nichts. Bis dato können wir mit dem letzteren nicht wirklich glänzen, selbst bei gezielten Hinweisen nicht.

    Bis dahin setze ich auf das Altbekannte: PayPal. Dazu http://twitter.com/wpSEO/status/14350376816

  3. Karl-Heinz Wenzlaff

    Flattr, Kachingle und ähnliche Web Services nennt man im Englischen inzwischen "Crowd Funding Services", und das trifft es wohl eher als der Micropayment-Begriff. Es sind digitale Sammelbüchsen, die wohl eine ähnliche Verbreitung finden werden, wie die Opferstöcke an der Kirchenpforte. Manche Onlinejournalisten erhoffen sich davon schon jetzt Wunderdinge – ich selbst bin diesbezüglich eher skeptisch. Für die Kaffekasse mag es wohl aber reichen.

    1. Perun

      Hallo Karl-Heinz,

      wie sagte das Franz so schön: "Schau mer mal" :-)

      Btw. wegen deines Anrufs: am 25./.26 ist bei uns der Umzug … aber ich bin zuversichtlich, dass wir einen Termin finden werden an dem ich auch wirklich kann. :-)

  4. Torsten

    Hallo Perun,

    ich habe dazu auch schon etwas in Cachys Blog geschrieben. Ich finde es im Allgemeinen schwierig die Entwicklung abzuschätzen. Ich denke zuerst werden die gut frequentierten und bekannten Blogs etwas davon haben. Ich teile deine Einschätzung, dass es eher im englischsprachigen Bereich mehr genutzt wird. Ich würde es mir wünschen, wenn auch die deutschen Blogger und alle anderen Produzenten von Content, Programmen, Bildern, Musik usw. davon profitieren könnten. Ich glaube die Wenigsten wünschen sich damit reich zu werden, sondern lediglich etwas Anerkennung für die geleistete Arbeit zu bekommen. Da kann man nur abwarten und Kaffee trinken … apropos, meine Tasse ist leer :wink:

  5. Matthias Griesbach

    Ich hatte seiner Zeit auch einige Hoffnung in Paypal gesetzt. Inzwischen habe ich das Konto aber wieder Aufgelöst. So denke ich auch über diesen Dienst. Es bringt nicht.

    Warum für einen Klick Geld ausgeben ? Wenn mir ein Blogartikel gefällt, verlasse ich diesen gerne mit einem Klick auf eine Werbung. Das kommt dem Autor zugute, und kostet mich nichts.

    1. Perun

      Hallo Matthias,

      Wenn mir ein Blogartikel gefällt, verlasse ich diesen gerne mit einem Klick auf eine Werbung. Das kommt dem Autor zugute, und kostet mich nichts.

      das funktioniert nur wenn der Blogger auch Pay-Per-Click-Werbung (z. B. AdSense) anbietet. Ein Klick auf z. B. einen Amazon-Partner-Link bringt bekannter weise nix, so wie bei allen Pay-Per-Sale oder Pay-Per-Lead-Programmen.

  6. Benni

    Ich bin nicht so optimistisch, da ich die Zahlungsmoral oder die generelle Bereitschaft finanziell Unterstützung, selbst im Kleinstrahmen, zu geben für zu niedrig halte.

    Hab auch irgendwie keine Hoffnung, dass sich das ändert.

    Ich find die PayPal-Buttons eigentlich ganz cool … hab zwar selbst keinen eingebaut, aber so kann ich zumidest relativ fix mal 2 EUro hier oder 5 Euro da hin überweisen.

    Tut mir nich weh und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist bombastisch!

  7. icongito01

    Hmm das klingt auf jeden Fall sehr interessant. Also ich persönlich könnte mir schon vorstellen immer eine kleine Summe zu Spenden, wenn ich einen Artikel gut finde bzw. wenn dieser mir weterhelfen kann. Doch ob so eine Zahlungsmoral auch bei anderen bestehen würde oder sich noch entwickelt ist fragwürdig. Ich kann nur für mich sprechen und ich würde bei guten Artikeln, wo man sieht, dass der Autor sich dafür wirklich angestrengt hat, kleine Beträge schon mal spenden. :)

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  9. Tanja

    Ich bin diesbezüglich auch ziemlich skeptisch, vor allem auch wegen dem von Dir erwähnten PayPal Grund. Warten wir mal ein halbes Jahr ab und sehen dann weiter. Grundsätzlich denke ich, dass wenn überhaupt, dann wird es auf großen Blogs mit vielen Besuchern wie bei Dir, Caschy etc. laufen. Lassen wir uns überraschen. Ich hoffe du gibst nach ner Weile mal einen Erfahrungsbericht dazu ab?

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  11. Pingback: In eigener Sache: flattr | egoo

  12. Kretzer

    Also, ich hätte ja gerne einen Beitrag hier geflattert, aber da, wo der Button sein sollte, sehe ich nur einen Teile einer durchgestrichenen Erdkugel … (mit IE 7)

    Ich denke, die Geschichte hat schon Potential, ich zB bin "nur-Leser", aber es gefällt mir, bei Dingen, die mir gefaellen, auf den Knopf zu drücken und mich so ein bisschen zu bedanken bei den Leuten, die die Inhalte produzieren,.

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  14. Pingback: Social Payment und Flattr: Digitalen Inhalten einen reellen Wert verschaffen | PorNoKratie

  15. Andy

    Nette Idee anstatt den Beitrag zu pushen einfach für einen guten Beitrag zu spenden. Ist denn hier auch eine übersichtliche Statistik dabei, wo man die Spenden den Beiträgen zuordnen kann? Wenn ka dann wäre es sehr toll, da man nicht nur anhand der Kommentare sehen kann was für einen Erfolg ein Beitrag hat, sondern auch direkt wie ein Bewertungstool übersichtlich eine Spendenliste hat. :wink:

  16. Pingback: Flattr – geht es wirklich ums Geld? | blogger, content, flattr, micropayment, sharing | der Webarchitekt

  17. Pingback: Flattr: offene Beta-Phase | Geld verdienen im Web 2.0

  18. Michael

    Im Microkosmus der Bloggerszene wird Flattr vielleicht Anklang finden, die Lösung für das Problem der Kostenlos-Kultur im Netz ist das System schwerlich geeignet.

    Faire Einnahmen für gute Inhalte werden auch mit Flattr ein wunschtraum bleiben.

  19. Marcus

    Sorry, dass ich diesen alten Beitrag nochmal raus krame, doch ich finde nicht wirklich Informationen zu diesem Thema und meiner Frage.

    Wie sieht es bei Flattr mit der Rechnung etc aus. Als nicht Verein darf man an sich ja keinerlei Spenden sammeln. Hatte das Thema auch schon mit meinem Steuerberater besprochen, weiß jedoch nicht, ob ich da richtig Verstanden wurde. Stellt Flattr Rechnungen aus, wenn es zu einer Auszahlung kommt? Bei PayPal ist es ja das selbe Thema, jedoch gibt es da keine Rechnung. Wie wird das Geld von Flattr für die Buchhaltung festgehalten? Wie handhabst du es @Perun?

    Eventuell hat hier ja jemand eine Antwort dazu. Würde mich zumindest freuen :)

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