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Linux: von Ubuntu zu Xubuntu

Vladimir am 16. 08. 2010 um 09:15 Uhr
Linux: Xubuntu mit dem Xfce-Desktop

Xubuntu: Xfce im Einsatz

Ich habe im letzten Blog-Artikel beschrieben, wie ich auf meinen alten Amilo-Notebook Ubuntu installiert habe. Ubuntu kommt mit dem GNOME-Desktop daher. Es ist zwar einerseits ein sehr verbreitetes Desktop-System, benötigt aber dafür logischerweise etwas mehr an Ressourcen als die schlankeren Alternativen.

Zur Auswahl standen zwei schlankere Desktop-Alternativen: Xubuntu mit dem Xfce- und lubuntu mit dem LXDE-Desktop. Zum einen weil mir Xfce eher zusagt hat und zum anderen weil Xubuntu zu der offiziellen Ubuntu-Familie gehört, habe ich mich für Xfce entschieden.

Der Wechsel von Ubuntu auf Xubuntu oder besser gesagt von GNOME auf Xfce gestaltete sich sehr einfach, schnell und unkompliziert. Auf Ubuntuusers.de gibt es eine Anleitung, wie man Xfce installiert. Im Grunde genommen muss man auf einem Rechner mit Ubuntu nur diesen Link im Browser aufrufen und die Installation von Xfce und die Deinstallation von GNOME wird automatisch erledigt.

Ich bin mit dem Wechsel sehr zufrieden. Mir sagt das Xfce mehr zu und auch der alte Schlepptop bedankt sich mit flüssigerer Arbeit. Daher würde ich aus meiner Erfahrung sagen, dass falls man einen Notebook hat, der älter als 3-4 Jahre und eine Desktop-PC der älter als 4-5 Jahre ist, es vielleicht direkt mit Xubuntu anstatt mit Ubuntu oder Kubuntu (KDE als Desktop) probieren soll. Zumindest hat man dann auf jeden Fall mehr Reserven um ein bis zwei Anwendungen zusätzlich zu betreiben.

Was mit an Xfce besser gefällt ist die gesamte Farbgebung, ist angenehmer und freundlicher, und die Fenster-Knöpfe sind an der richtigen Stelle: rechts oben … so wie bei Windows. :-) Bei GNOME sind die standardmäßig links oben und das hat regelmäßig dazu geführt, dass ich ins Leere geklickt habe.

Damit man nicht dem Missverständnis verfällt, dass die Desktop-Systeme auf Linux sich nur über ein paar Farben, Hintergrundbilder und Icons unterscheiden, gibt es auf Ubuntuusers.de einen Vergleich zwischen den vier Desktopumgebungen und der Auflistung der Anwendungen, die sie mitbringen.

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6 Kommentare »»

  1. 1. – Dirk Schulze

    Kommentar vom 16. August 2010 um 09:36

    Die Fensterelemente links oben kann man auch nach rechts oben verschieben.
    alt+f2 -> gconf-edit(regedit von gnome) -> app/metacity/general button_layout
    Das musste ich umstellen weil ich immer noch Windows benutze und da kann man ja nichts anpassen.
    In allen anderen Punkten kann ich dir nur zustimmen.

  2. 2. – roland

    Kommentar vom 16. August 2010 um 09:51

    Der Performance-Unterschied zwischen XFCE und Gnome in der Ubuntu-Ausprägung ist aber nicht mehr so groß, vgl. http://www.phoronix.com/scan.php?page=article&item=650&num=1

    …trotzdem ist Xubuntu ne gute Wahl (ich selbst finde Gnome zwar genau richtig für meine Bedürfnisse was Usability usw. betrifft, aber natürlich jeder wie er mag).

  3. 3.Florian Bäthge

    Kommentar vom 16. August 2010 um 12:17

    wenn du wirklich Schnelligkeit möchtest und ein sehr schlankes und individuelles System, kann ich nur Fluxbox empfehlen.

    Natürlich erfordert es auch einiges mehr an Kenntnis…

    Aber ein schöner Beitrag… :D

    Gruß.
    -Flori-

  4. 4.Christoph

    Kommentar vom 16. August 2010 um 16:11

    Zum Thema Fensterbuttons…

    Wie angesprochen kannst du die Anordnung ja in Ubuntu ändern. Wenn du ein anderes Theme ausser Radiance und Ambiance wählst, dann wandern die Fensterbuttons automatisch an ihre "richtige" Position. Alternativ kannsu du via gconf-editor (aufwändig) oder Ubuntu-Tweak (simple) die Ausrichtung der Buttons anpassen.

    Zum Thema Design…

    Es gibt tausende von GNOME (und natürlich Xfce) Themes auf gnome-look.org bzw. xfce-look.org. Du musst nicht mit dem Theme des Distributors arbeiten. Aktuell finde ich das Equinox-Theme mit Faenza-Icons für GNOME richtig gut. Siehe linuxundich.de

    Zum Thema Xubuntu…

    Generell würde ich für (X/K)Ubuntu-Einsteiger Ubuntu – also GNOME – empfehlen. (X/K)Ubuntu als Distributuist ziemlich auf GNOME fokusiert, mit GNOME passiert am meisten in Ubuntu. Das wirkt sich auch auf die Informations-/Support-Quellen aus. Die meisten Anwender/Supporter/Blogger nutzen GNOME. Auch solltest du bedenken dass XFCE nicht so schickt mit entfernten Dateisystemen umgehen kann wie GNOME. Gibt noch ein paar andere Punkte, aber das würde hier den Kommentar in die Länge ziehen.

  5. 5.Markus

    Kommentar vom 17. August 2010 um 11:41

    WTF, ich hab mir gedacht, dass du Windows Vista benutzt, wie du in "The Setup" schreibst?

  6. 6.Perun

    Kommentar vom 17. August 2010 um 20:55

    @Markus,

    WTF, ich hab mir gedacht, dass du Windows Vista benutzt, wie du in "The Setup" schreibst?

    In Setup schrieb ich folgendes:

    Mein momentaner Desktop-Rechner ist knapp zwei Jahre alt und besteht aus folgenden Komponenten: Intel Core2 Duo (E8200), 4 GByte Arbeitsspeicher und einer NVIDIA GeForce 8800 GTS 512.

    Und die beiden Linux-Artikeln bezogen sich auf:

    Daher habe ich es jetzt mit meinem alten Amilo-Notebook und einer "normalen" Ubuntu-Distribution versucht. Die eigentliche Installation verlief vergleichsweise schnell: ca. 30 Minuten. Bis ich dann alles eingerichtet und die Updates eingespielt habe, vergingen allerdings etwas mehr als 1,5 Stunden.

    Konnte ich für Klarheit sorgen?

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