WordPress & Webwork

Tipps für Autoren: höhere Umsätze und Reichweite

Tastatur Im folgenden Artikel gebe ich meine Erfahrungen als Autor weiter. Diese Tipps richten sich an Leute die Bücher, E-Books und Artikel für die Fachzeitschriften schreiben. Es wird hier nicht das Prinzip der kalten Kernfusion verraten :-) sondern einfach umzusetzende Tipps, die leider viele Kollegen nicht nutzen. Im einzelnen wären dies folgende Tipps:

  • eigene Website ist vom Vorteil
  • melde dich bei VG Wort an
  • melde dich beim Amazon-Partnerprogramm an
  • richte dir ein Autoren-Profil bei Amazon ein
  • Klassifiziere deine Werke in den Online-Shops und
  • verwerte deine Texte nach Möglichkeit auch ein zweites Mal

Tipp 1: Du brauchst eine Website

WordPress-Logo Viele Autoren haben bereits eine, aber leider sehr viele nicht. Viele begnügen sich mit einem Profil bei Xing, Facebook & Co. Klar, bei den Plattformen kann man auch seine Werke und Referenzen vorstellen. Aber nur auf der eigenen Präsenz kann man bestimmen welche Inhalte reinkommen und nur dort kannst du einige der folgenden Tipps umsetzen.

Nur auf der eigenen Website kannst du Probekapitel oder Auszüge aus dem Buch oder dem Zeitschriftenartikel einbinden.

Mache dir am Anfang nicht so viele Sorgen um das Layout und die Kosten. Heutzutage bekommt man einen kleinen aber ordentlichen Platz auf dem Server schon ab 4-5 Euro. Das reicht für viele Belange, außer du schreibst gerade an deinem dritten Topseller und erwartest demnächst mehrere tausend Besucher täglich auf deiner Website. Aber da kümmert sich entweder der Verlag um das ganze oder du hast das nötige Kleingeld um eine Agentur zu engagieren. :-)

Um Layout würde ich mir, falls du noch keine Website hast, auch keine großen Gedanken machen. Für WordPress existieren mehr als 1.400 fertige Layouts (Themes) im offiziellen Verzeichnis. Darunter befinden sich auf jeden Fall einige sehr gute.

Für ca. 20-80 Euro bekommst du schon sehr ansprechende Premium Layouts für WordPress. Es macht nichts das sowohl die freien als auch die kostenpflichtigen Layouts auf anderen Websites benutzt werden. Suche dir eines womit du klar kommst und was dir zusagt. Die Besucher kommen wegen deinen Texten und nicht wegen des Designs auf die Website.

Weitere Tipps zu diesem Thema kannst du auf WordPress: Websites für kleine Budgets lesen.

Tipp 2: Melde dich bei VG Wort an

Logo von VG Wort Erstaunlich viele Kollegen kennen VG Wort nicht und noch viel mehr haben zwar was davon gehört, aber sich nicht dafür interessiert. Kurz gesagt ist VG Wort das, was Gema für die Musiker ist. VG Wort bekommt u.a. von den Bibliotheken und den Geräteherstellern (Kopierer, Scanner etc.) Geld und diese leitet sie an die Autoren weiter. Je nach der Verbreitung deiner Werke bekommst du von VG Wort eine entsprechende Summe.

Das Gute an VG Wort ist, dass dort auch Autoren von Webtexten – also auch Blogger – die Texte von Ihren Websites einreichen können. Mehr Infos von mir zum Thema VG Wort findest du hier: Geld verdienen mit den Tantiemen der VG Wort.

Dieser Artikel von mir ist aktueller als die alten VG-Wort-Artikel hier auf perun.net.

Nachtrag 01. März 2012: es gibt einen aktuellen Artikel zum Thema VG Wort und wie man die Zählpixel auf Webseiten einbaut (inkl. Video).

Tipp 3: Melde dich bei Amazon-Partnerprogramm an

Amazon-Partnernet Falls du eine eigene Website hast und deine Werke bei Amazon gelistet sind, dann würde ich dir empfehlen dich beim Amazon-Partnerprogramm anzumelden und deine Bücher auch per Partnerlink zu verlinken. So bekommst du bei jedem Verkauf über diesen Partnerlink einen Teil des Geldes, den sonst die Händler bekommen.

Wie ich schon im Artikel IT-Fachbücher schreiben: lohnt sich das? beschrieben habe, geht knapp die Hälfte des Buchpreises an die Händler. Die restliche Hälfte verbleibt beim Verlag und von dieser Hälfte bekommt dann der Autor so 7-12% Honorar … somit bekommt der Ersteller des Werkes am wenigsten von dem Kuchen, daher ist es in meinen Augen mehr als legitim, dass man sich einen Teil der üppigen Händler-Rabatte zurückholt.

Im übrigen: wenn ich ein Buch über Amazon-Partnernet verkaufe, dann bekomme ich von Amazon eine Provision, die höher ist als das Pro-Buch-Honorar, die mir mein Verlag überweist.

Für Kunden die bei Amazon nicht einkaufen können oder möchten, würde ich noch 1-2 weitere Anbieter auflisten, z. B. Buch.de oder Bol.de. Damit das ganze nicht in eine Anmelde-Orgie bei diversen Partnerprogrammen ausartet, würde ich mich nur bei Amazon anmelden und die restlichen Shops über die Meteanetzwerke abwickeln.

Diese Metanetzwerke bündeln mehrere Tausend Partnerprogamme und Shops unter einem Hut. Einige der Metanetzwerke wären Bee5.de, adgoal.de oder YieldKit. Somit kannst du mit einer Anmeldung bei einem Metanetzwerk an mehreren Partnerprogrammen gleichzeitig teilnehmen und sparst dir damit Anmeldungen bei einzelnen Netzwerken und Bewerbungen bei den einzelnen Partnerprogrammen.

Amazon-Partnerprogramm vs. Bonus vom Verlag

Bei paar Kollegen weiß ich, dass Sie vom Verlag einen Teil des Händlerrabatts bekommen, wenn die Besucher der Autoren-Website, das Buch direkt auf der Website kaufen. Ich wollte das meinem Verlag auch vorschlagen, habe mich dann aber dennoch für Amazon entschieden. Warum?

Zum einen genießt Amazon ein hohes Vertrauen, die Leute kennen sich auf der Plattform aus und das Buch ist in den meisten Fällen schon am nächsten Tag da. Ich weiß, viele Verlage sind mittlerweile auch recht schnell, aber halt nicht alle. Allerdings hat die Teilnahme am Amazon-Partnerprogramm einen weiteren Vorteil und das nennt sich Cross-Selling (Querverkauf).

Was ist das? Durch die sehr breite Palette von Amazon kaufen sehr viele Besucher auch noch zusätzliche Artikel ("Wo ich schon mal hier bin…") oder kaufen nicht einmal den verlinkten Artikel sondern andere Sachen: "Ach ne, doch kein Buch, aber ein neuer Monitor wäre toll".

Tipp 4: Erstelle ein Autoren-Profil bei Amazon

Seit einigen Monaten bietet Amazon auch ein kostenloses Profil für die Autoren. Man kann dort ein Profilbild hochladen, ein paar Sätze über sich selbst verfassen und die eigenen Werke als solche kennzeichnen. Das ganze ist schnell umgesetzt und ist auf jeden Fall zu empfehlen, da unter allen deinen Büchern auf Amazon.de auf dein Profil verwiesen wird.

Vladimir Simovic auf Amazon.de

Mein Autoren-Profil auf Amazon.de

Manchmal listet das Autoren-Profil nicht alle Bücher des Autors auf. Woran das liegt kann ich nicht sagen, auf jeden Fall werden in meinem Fall bei der Suche mehr Buchtitel aufgelistet als im Profil.

Tipp 5: Klassifiziere deine Werke in den Online-Shops

Zumindest Amazon bietet die Möglichkeit die Produkte zu verschlagworten (zu taggen). Als Autor solltest du daher auf jeden Fall deine Werke auf Amazon taggen. Natürlich solltest du die Sachen auch so taggen, wie die auch gesucht werden. Ein CSS-Buch würde ich z. B. nicht als "Super Buch" sondern mit "CSS" und "CSS3" taggen.

Tipp 6: Zweitverwertung ist nichts schlimmes, im Gegenteil

akademie.de Von einigen freien Journalisten weiß ich, dass es sich für die häufiger eher lohnt den selben Text bei 3-4 regionalen Zeitungen anzubieten, als es an einen großen überregionalen Anbieter (z. B. Stern oder Spiegel) abzugeben. Warum sollte man dieses Prinzip der Mehrfachverwertung nicht auch im Web oder bei IT-Fachautoren anwenden?

Nehmen wir mal an du hast ein Buch, E-Book oder Zeitschriftenartikel veröffentlicht. Es spricht nichts dagegen, vorausgesetzt es gibt keine vertraglichen Hindernisse, Auszüge aus dem Buch oder den Artikel auf eigener Website oder als Gastartikel auf einer externen Website zu veröffentlichen.

Es spricht nichts dagegen, dass du mehrere lose Artikel von deinem Weblog zusammenfasst, aktualisierst, polierst und diesen dann als Zeitschriftenartikel, Gastartikel auf einer Website oder als einen Gastbeitrag in einem Fachbuch veröffentlichst. Das einzige worauf du achten musst, dass du das im Vorfeld klar kommunizierst, da manche Zeitschriften-Verlage exklusiven Inhalt und exklusive Verwertungsrechte haben möchten.

Hier wäre z. B. die Frage ob du eher für einen großen Zeitschriftenverlag schreibst, dafür mehr Geld bekommst und die kompletten Verwertungsrechte abgibst oder ob du lieber für eine kleinere Zeitschrift schreibst, weniger Honorar bekommst, aber nur ein einfaches Nutzungsrecht einräumst und den gleichen Artikel dann bei einem Webportal wie akademie.de veröffentlichst.

Ich bin seit mehreren Jahren auf akademie.de tätig. Zum einen als Leiter für WordPress-Workshops und zum anderen als Autor. Bei akademie.de gibt es zwei Autorenmodelle. Zum einen kannst du für die Artikel schreiben und denen die Verwertungsrechte übertragen, dafür bekommst du ein gewisses Honorar oder du räumst denen lediglich das einfache Verwertungsrecht ein und kannst den gleichen Artikel in einer Zeitschrift, Buch, E-Book etc. unterbringen. Bezahlt wird bei dem zweiten Modell nach dem Erfolgsprinzip: Anzahl der Aufrufe und der Anmeldungen zum kostenpflichtigen Bereichen.

Bei diesem zweiten Modell ist von Seiten von akademie.de auch der umgekehrte Weg möglich. Du kannst Teile deines Buchs, E-Books oder einen Zeitschriftenartikel bei denen veröffentlichen. Wer ähnliche Portale kennt bitte her mit den Links. :-) Aber ich bitte darum um seriöse Links, nicht um irgendwelche "Artikelverzeichnisse" mit fragwürdiger Qualität.

So, das waren die Tipps und ich hoffe das die Einem oder Anderem von euch euch helfen können.

Die drei Links zu den Metanetzwerken sind Partnerlinks. Wenn du dich dort anmeldest und auch Umsatz generierst, dann bekomme ich vom Anbieter eine kleine Provision. Wenn du das nicht möchtest, dann einfach die Domainnamen abtippen.

10 Reaktion(en)

  1. Kerstin

    Schöner Artikel. Erstaunlich ist tatsächlich, dass einige dieser Möglichkeiten nicht stärker genutzt werden.

    Mich würde interessieren, wie Du bzw. Deine Steuerberatung die Einnahmen aus dem Amazon-Partnerprogramm einschätzt und ob sich daraus / und ab wann Konsequenzen für den Status ergeben (Freiberufler oder nicht mehr?).

    Ergänzend zum Amazon Autorenprofil: Amazon wird diese Profile ohnehin nach und nach einrichten und jeder/jede sollte schauen, ob er/sie schon eines hat. Falls ja, empfiehlt es sich besonders dort Inhalte zu hinterlegen. Sonst sieht es etwas traurig aus….Ein Einrichten auf Probe gibt es bei Amazon nicht. Standardmäßig wird in jedem Profil ein Diskussionsforum eingerichtet. Wer das – aus welchen Gründen auch immer – nicht möchte, der sollte wohl erstmal kein Profil einrichten. Man kann die selber eingetragenen Inhalte wieder löschen und natürlich ändern usw. Man kann jedoch nicht das Profil als solches löschen.

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