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Amazon Kindle: Schul- & Lehrbücher günstig mieten

Von am 20. 07. 2011 um 10:11 – Aktualisiert am 20. 08. 2012 um 23:35

Amazon hat in USA ein Programm vorgestellt mit dem es möglich sei Schul- und Lehrbücher für einen begrenzten Zeitraum günstig zu mieten.

Gestern las ich auf Golem.de, dass Amazon eine Möglichkeit vorgestellt hat Lehr- und Schulbücher günstig zu mieten. Eltern, Schüler und Studenten können nun den Lesestoff auf Kindle laden und einen Mietzeitraum von 30 bis 360 Tagen wählen. Dabei soll man angeblich bis zu 80% gegenüber dem Buchkauf sparen.

Amazon Kindle: Schul- und Lehrbücher ausleihen (Screenshot Website)

Amazon Kindle: Schul- und Lehrbücher ausleihen (Screenshot Website)

Wie üblich ist man hierbei nicht an Kindle-Reader gebunden sondern man kann die Bücher ausleihen und auf einem Gerät lesen auf dem die Kindle-App installiert ist: PC, Mac, iPad, iPod, iPhone, Windows Phone, Blackberry und Android-Geräte.

Momentan ist dieses Programm zum Ausleihen der Schul- und Lehrbücher – wie üblich – nur auf die USA beschränkt.

Die Vor- und die Nachteile

Ich persönlich finde die Idee sehr gut. Klar, wer E-Books nicht mag und darin den Untergang des Abendlandes sieht, der ist zu nichts gezwungen. Aber auch wenn, zumindest hierzulande, das ganze noch lange Zukunftsmusik sein wird, so sehe ich hier dennoch einige Vorteile, wenn die Schüler und Studenten, die Möglichkeit bekommen könnten auf so ein oder ähnliches Programm zugreifen zu können.

Die elende Schlepperei, die schon bei den ganz Kleinen anfängt, würde zumindest zum Teil beseitigt sein. Nicht nur mir ist es in der Schulzeit passiert, dass man vergessen hat die richtigen Bücher für den nächsten Tag einzupacken.

Oder eine Stunde fällt aus. Man könnte die Zeit dafür nutzen um die Hausaufgaben für morgen zu lösen. Blöd nur wenn keiner das Mathebuch dabei hat. Hätte man ein Gerät auf dem die relevanten Schulbücher drin sind, hätte man die Probleme nicht.

Blöd fand ich es auch, als ich so 3-4 Bücher für meine Ausbildung kaufen musste, die ich wirklich nur für ein paar Wochen gebraucht habe. Klar, zum Teil kann man die dann weiter verkaufen, aber das ist auch nicht immer möglich, weil das Buch zum Beispiel nicht im Top-Zustand ist, weil es schon eine neue Auflage des Buches gibt oder weil es viel mehr gebrauchte Bücher als Teilnehmer des Kurses gibt. :-) So eine Mietfunktion für ein paar Wochen hätte damals meinen schmalen Geldbeutel gut getan. Zumal die Fachbücher nicht billig sind.

Sicher, es gibt Nachteile bei den digitalen Lehr- und Schulbüchern. Man braucht ein funktionierendes Lesegerät … logisch. Aber dadurch, dass Kindle an sich ein recht robustes und ausdauerndes Gerät ist und da man auch auf die Kindle-Apps zurückgreifen kann relativiert sich das Problem ein Stück weit und unter dem Strich überwiegen meiner Meinung nach die Vorteile.

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7 Kommentare

  1. 1.zonebattler

    Kommentar vom 20.07.2011 um 10:51

    Eine interessante Diskussion zu diesem Thema gibt es bei lesen.net. Ich selbst bezweifle dort in einem Kommentar, daß Kindle & Co. in ihrer derzeitigen Ausprägung hinreichend robust für den Schulalltag sind…

  2. 2.Perun

    Kommentar vom 20.07.2011 um 11:37

    @zonebattler,

    also meine Schulbücher (Grundschule) mussten alle in robuste Hüllen. Sonst hätten Sie nicht länger als ein paar Tage durchgehalten. Es spricht daher nichts gegen eine Hülle für den Reader. Wer weiß, evtl. gibt es in 1-2 Jahren auch eine robustere Kinder-Variante. :-)

  3. 3.Lars

    Kommentar vom 20.07.2011 um 12:19

    Ist für mich die Zukunft der Schulbücher und sollte definitiv unterstützt würden. Statt ewig viele Bücher zu schleppen (und zu vergessen), reicht dann ein leichtes, handliches Gerät. Das würde nicht nur die Lebensqualität der Kinder enorm erhöhen, sondern sicherlich auch dem Unterricht zu Gute kommen, da sichergestellt ist, dass die Lehrbücher immer vorhanden sind.
    Eine robustere Unterrichtsvariante eines Ebookreaders ist mit Sicherheit eine gute Idee.

  4. 4.zonebattler

    Kommentar vom 20.07.2011 um 12:45

    Ich bin mal so frei und zitiere mich selbst aus der bereits in Kommentar #1 verlinkten Diskussion:

    "… Von der Unfallverhütungs-Problematik fange ich erst gar nicht an, aber meine Erfahrungen als Fachtrainer in der Erwachsenenbildung (wo abgescherte Maus- und Tastaturkabel und andere Hardware-Ausfälle durch Bediener-Doofheit weit weniger selten sind als man meinen sollte) lassen mich befürchten, daß der theoretische Nutzen von eBooks in der Schule in keinem rechten Verhältnis zum (als Zeitansatz gar nicht vorhandenen) Aufwand für das Herstellen der Einsatzbereitschaft und das Erhalten der Betriebsfähigkeit steht.

    Wer schon mal 10 Leute am PC geschult hat, der weiß, wie schnell die Zeit (und der eigene Schweiß) dahinrinnen, wenn bei einem was nicht so geht, wie es gehen soll. Bei Kindern kommt dürfte es noch schwieriger sein, die von einer Störung nicht Betroffenen ruhig und diszipliniert zu halten, während man sich um die Problembehebung bei einem kümmert. Und daß bei irgendeinem von 30 Kids der Apparillo nicht so tut, wie er tun soll, scheint mir kein konstruiertes, sondern sehr realistisches Szenario zu sein: Beim einen hat der große Bruder einen Hack eingespielt, beim anderen klemmt die Blättern-Taste aufgrund reingelaufener Cola, bei der dritten ist das benötigte Buch nicht aufzufinden und alle anderen haben aufgrund unterschiedlicher Schriftgrößen auf Seite 32 ganz was anderes auf dem Schirm stehen als die Lehrerin…

    Das alles soll kein Plädoyer gegen den technischen Fortschritt an Schulen sein, aber doch ein Hinweis darauf, daß an sich nahelie­gende Ideen in der Implementierungs-Praxis diverse Probleme mit sich bringen, die idealerweise vorher, mindestens aber zeitgleich mit der Einführung zufriedenstellend gelöst werden müssen."

    Die Schwierigkeiten mögen (jede für sich) lösbar sein, aber so ganz blauäugig kann man an sowas sicher nicht herangehen…

  5. 5.Perun

    Kommentar vom 20.07.2011 um 15:57

    @zonebattler,

    logisch, je mehr Technik um so anfälliger ist das ganze.

    Aber wenn man immer nur vom negativen ausgeht, dann dürfte man in der Schule keine Hilfsmittel einsetzen. Sogar Kreide kann ausgehen und dann muss jemand neue holen. Das unterbricht auch den Unterricht und auch Overheadprojektoren funktionieren nicht auf Anhieb … manchmal auch nach 15 Minuten nicht. :-)

    Ich kann mich auch ein paar Szenen erinnern wo die Lehrer für uns Unterlagen kopiert/ausgedruckt haben und dann waren darin Fehler bzw. es wurden falsche Passagen kopiert. Da musste der Lehrer/Lehrerin dann auch improvisieren.

  6. 6. – Laura

    Kommentar vom 22.07.2011 um 11:36

    Ich bin absolut dafür.

    Ich kann mich noch genau errinnern, wie ich als Kind täglich einen 12kg schweren Rucksack mit mir herumgeschleppt habe und mir damit meinen Rücken so verkrampft und kaputt gemacht habe, dass ich lange Zeit physiotherapeutische Hilfe brauchte.

    Tendentiell bevorzuge ich Bücher und Hefte, in denen Kinder Notizen machen können – etwas zum Anfassen – denn je mehr Sinne gebraucht werden, desdo größer ist der Lerneffekt.

    Ich bin mir jedoch nahzu 100%ig sicher, dass in naher Zukunft das E-Book das traditionelle Buch ersetzen wird.

  7. 7. – Nadine

    Kommentar vom 22.07.2011 um 11:43

    Gerade für Fachbücher in der Ausbildung oder im Studium ist das eine tolle Sache. Ich habe mir so viele empfohlene, immer recht teure Bücher gekauft, die dann zu 90% doch irrelevant waren, oder sie doch zu veraltet waren für meine Zwecke…

    Gab es nicht auch Probeläufe in den USA, bei denen ganze Klassen mit Tablet-Devices ausgestattet wurden?

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