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Amazon Kindle: 33 Wochen später

Amazon Kindle im Einsatz Es ist heute genau 33 Wochen her, wie ich mein Kindle bekommen habe. Mein positives Fazit, welches ich damals nach einer knappen Woche gezogen habe, hat sich nicht geändert sondern gefestigt.

Sicherlich, auch hier gibt es ein paar Sachen, die mir nicht ganz gefallen und mich sogar stören, dazu gehe ich weiter unten ein, aber für mich persönlich überwiegen die Vorteile … nicht zu Letzt deswegen, weil ich versuche mich dem Thema von der pragmatischen Seite zu nähern.

Mittlerweile habe ich auf dem Kindle 22 Bücher und weit über 120 Webartikel gelesen. Das hat mich überrascht. Ich habe den Kindle damals gekauft, weil ich mehr lesen wollte, aber dass es dann so viel mehr wird, habe ich nicht erwartet.

Noch mehr hat mich der Konsum von längeren Webartikeln überrascht. Dank den Erweiterungen, kann ich entweder über den Browser oder Google-Reader einzelne Artikel an den Kindle schicken, damit ich sie später lesen kann.

Sicherlich, ich lese auch weiterhin gedruckte Bücher und werde dies auch in Zukunft tun, ich bin kein Dogmatiker und das eine schließt ja bekannterweise das andere nicht aus. Dennoch hat das Gerät für mich ein paar Vorteile, die ich mittlerweile nicht mehr missen möchte: ich kann alle Bücher mit mit mir tragen, kann schnell nachblättern z. B. was ein Decurio macht :-) und ich kann das gekaufte Buch innerhalb von wenigen Minuten nach dem Kauf lesen … besonders spannend ist dies z. B. Samstag Abends um 22:30.

Das Gerät ist vergleichsweise robust. Es ist mir bis jetzt vier mal aus den Händen auf den Boden gefallen: 2x von ca. 40cm, 1x von ca. 60cm und 1x von über einem Meter und bis jetzt funktioniert alles bestens. Aber in der Tatsache, dass ein Gerät durch einen Unfall kaputt gehen kann, liegt in meinen Augen nicht das Hauptargument pro/contra ein Gerät.

Ich kenne auch schließlich keinen der auf einen Fernseher verzichtet, weil dieser bei einem Umzug kaputt gehen und ich kenne auch keinen, der auf einen Rechner verzichtet, weil dieser durch einen Blitzeinschlag oder Kurzschluss beschädigt werden kann.

Amazon Kindle aus der Sicht der Autoren

Aus Sicht der Autoren ist die Kindle-Plattform eine sehr gute Sache. Dokumente und E-Books zu erstellen ist vergleichsweise einfach und man braucht nicht einmal eine teure Entwicklungsumgebung. Wie man E-Books und Dokumente für Kindle erstellt habe ich in einer vierteiligen Artikelserie ausführlich beschrieben.

In einem weitere Artikel habe ich beschrieben, wie man dann die erstellten E-Books bei Amazon oder besser gesagt bei der Kindle Direct Publishing veröffentlicht.

Allgemein sind die E-Books für die Autoren vorteilhafter, weil man schneller veröffentlichen kann – sehr wichtig bei Themen, die sich schnell ändern – und weil die Verdienstspanne fairer ist. Aber das nur am Rande.

Was ich weniger gut finde

Mich ärgern ein paar Sachen. Zum einen wäre dies die Auswahl an digitalen Büchern. Mittlerweile zählt Amazon knapp 52.000 deutschsprachige E-Books, aber das ist nur ein recht kleiner Teil an verfügbaren Büchern. Ich verstehe hier die Verlage nicht wirklich. Die können doch E-Books in .mobi-Format erstellen und diese dann entweder auf anderen Plattformen oder im eigenen Shop anbieten, wenn ihnen die Konditionen von Amazon nicht gefallen.

So macht es mein Verlag übergangsweise. Die Kindle-Version von WordPress-Einsteigerseminar kann man auf der Verlagsseite erwerben. Wie ich schon oben erwähnte bzw. verlinkte: das erstellen von E-Books im Kindle-Format ist kein Hexenwerk.

Eine weitere Sache die mich stört ist die Preispolitik. Ich bin der Meinung, dass E-Books ca. 20% günstiger sein sollten als die Taschenbücher. Das ist afaik ungefähr der Anteil den die Druck-, Lager- und Transportkosten ausmachen. Dennoch gibt es da einige Verlage, die Taschenbücher und E-Books preislich gleichsetzen oder lediglich um ein paar Eurocent günstiger machen.

Ich habe das Gefühl, dass manche Verlage denken, die könnten mit solchen und ähnlichen Schritten die Entwicklung aufhalten. Wie wir das bereits aus der Vergangenheit wissen – Stichwort Musikbranche – wird dies nicht der Fall sein.

Glücklicherweise gibt es einige Verlage, deren E-Books 20% und mehr günstiger als die Taschenbücher sind. So konnte ich bei drei letzten Büchern 12 Euro sparen: 3x die Differenz von 13 zu 9 Euro.

Ein weiterer Punkt, denn ich nicht so gut finde ist der Kopierschutz. Allerdings haben es hier zumindest die selbst-publizierenden Autoren selber in der Hand. Man kann auf Amazon sehr wohl auch E-Books ohne Kopierschutz (DRM) veröffentlichen.

Amazon: E-Books ohne Kopierschutz

In der oberen Abbildung sieht man, woran man ein Kindle-E-Book ohne Kopierschutz erkennen kann.

Das hat den Vorteil, dass man als Käufer solche Bücher auch legal in andere Formate umwandeln kann und somit ist man dann nicht mehr an Amazon gebunden und kann dann diese E-Books mitnehmen, wenn man die Plattform wechselt.

Weitere Informationen zu Amazon Kindle findet man auf der Kindle-Seite.

21 Reaktion(en)

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  2. Maike

    Ich habe jetzt auch beinahe 1 Jahr meinen Kindle und bin hoch zufrieden. Was mich aber auch stört- neben dem immer noch geringen Angebot und den unverschämten Preisen für eBooks- ist die fehlende Möglichkeit, Bücher auch zu verleihen. Meine Papierbücher gehen nach dem Lesen auf Wanderschaft (und werden dann leider oft nicht mehr gesehen) und das würde ich gerne auch mit dem einen oder anderen eBook tun können (mit automatischer Rückholung vielleicht?).

  3. Ralf Koenig

    Hallo perun,

    Ja, das sehe ich ziemlich ähnlich :-)

    Erfahrungsbericht Amazon Kindle auf meinem Blog

    Was die Sache mit dem DRM angeht, hast Du selbst ja schon geschrieben, dass es da auch andere Möglichkeiten gibt. Es gibt Shops, die bieten Dateien auch ohne DRM an. Z.B. finde ich auf http://www.beam-ebooks.de/ jede Menge Bücher, die amazon auch im Shop hat. Nachteil dort ist halt, dass es epub ist, das ist aber nicht wirklich ein Nachteil, wenn die Dateien dort ohne DRM angeboten werden. Denn in dem Moment kann ich umwandeln und es mir direkt auf meinen kindle beamen lassen. Funktioniert ohne weiteres.

    Was mir übrigens ebenfalls nicht so gefällt ist, dass ich beim ebook leider keine vergleichbare Kontrolle drüber habe, wie viel ich noch lesen darf (man kann mit Druck auf den "Menü"-Button unten allerdings einblenden, auf Seite wie viel von wie vielen man ist). Und ebenfalls schade ist, dass es eben nicht so einfach ist, in einem ebook mal vorzublättern, um zu schauen, wie lange das Kapitel noch ist. Aber so hat halt jeder seine Lesegewohnheiten :-). Ist jetzt für mich auf jeden Fall kein Grund, auf den kindle zu verzichten. Im Gegenteil, die Vorteile wie das praktisch unbegrenzte Mitnehmen von Büchern und dass der kindle halt leicht ist, obwohl man eine ganze Bücherei mit rumschleppt, was vor allem auf Reisen ein Riesenvorteil ist, die sollte man nicht unterschätzen. Wir fliegen nächste Woche in Urlaub und da bin ich schon mal gespannt, wie viel ich auf meinem kindle lesen werde … :-)

    Viele Grüße
    Ralf

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