WordPress & Webwork

WordPress-Backups automatisiert erstellen, Teil II

Gestern hatte ich schon kurz das Plugin WordPress Backup to Dropbox vorgestellt, mit dem man sehr einfach ein Backup seiner WordPress-Installation automatisiert erstellen kann. Die Dateien werden dabei in der Dropbox gespeichert.

Es geht natürlich auch in der Funktionalität deutlich umfangreicher.

Das Plugin BackWPup bietet neben dem Backup in die Dropbox auch die folgenden Möglichkeiten:

Dabei kann man sich aussuchen wie die gesicherten Dateien gepackt werden sollen (zip, tar, tar.gz, tar.bz2), wann das Backup erstellt werden soll und in welcher Regelmäßigkeit (monatlich, wöchentlich, stündlich).

Bei der Auswahl der zu sichernden Daten kann man folgende Optionen auswählen, die sich nicht gegenseitig ausschließen. Es gibt also kein "entweder oder":

  • WP XML Export
  • Datenbank-Sicherung
  • Dateien-Sicherung

Gleichzeitig kann man auch die Datenbank optimieren oder checken.

Um nun ein Backup zu erstellen legt man sich einen Auftrag an, dem man einen möglichst einprägsamen Namen gibt, wählt alle Optionen aus und vor allen Dingen den Ort an dem das Backup gespeichert werden soll.

Wählt man die Datenbank-Sicherung kann man einzelne Datenbanktabellen ein- und ausschließen. Wählt man die Dateien-Sicherung kann man auch hier auswählen, ob Dateien oder Ordner mitgesichert werden sollen oder eben nicht.

Ein so erstellter Auftrag erscheint dann in der Auftragsliste. Es ist also möglich sich montags ein Backup der Datenbank an die Dropbox senden zu lassen, mittwochs ein Backup der Dateien an eine E-Mail-Adresse, monatlich am 1. ein Backup der Datenbank und der Dateien an sein Google Storage-Konto schicken usw.

Auftragsliste der WordPress-Backups

Auftragsliste der WordPress-Backups

Eine weitere schöne Option ist, dass man angeben kann wie viele Sicherungsdateien behalten werden sollen und sich die Sicherungen somit nicht immer selbst überschreiben, wie dies beim gestern vorgestellten PluginWordPress Backup to Dropbox der Fall ist.

11 Reaktion(en)

  1. Frank

    Schlüssel liegt unterm Blumentopf
    Diesen Bericht gestern gelesen, gleich mal installiert – gerade mal nachgeschaut und keine Sicherungen gefunden. Vielleicht habe ich ja eine Einstellung übersehen, und siehe da, gefunden:

    Unter Einstellungen / HTTP-Basis-Authentifizierung
    "Liegt Ihre Webseite/ Ihr Blog hinter einer HTTP-Basis-Authentifizierung (.htaccess)? Dann müssen Sie den Benutzername und das Passwort für die Authentifizierung hier angeben."

    Ja nee, is klar!

    Das Login-Fenster von WP ist nicht gerade sehr Angriffssicher trotz captcha, also baue ich mir eine htaccess.
    Und das teile ich dann irgend einem Plugin mit?

    Das erinnert mich an:
    Ich habe meinen Schlüssel vergessen, Schatz muss auch weg und legt ihren unter einem verabredeten Blumentopf im Garten. Danach hängt Schatz noch einen Zettel an die Tür auf dem steht:
    "Der Schlüssel liegt unterm blauen Topf mit den Osterblumen"

    Frohe Ostern wünsche ich.

    Gruß Frank

  2. Pingback: Backups lassen einen ruhiger schlafen » WordPress-Buch

  3. Frank

    Ein einfacher Cronjob tut es auch.
    Wer bei all-incl.com ist bekommt hier eine Anleitung und wer dort nicht ist, bekommt dort auch weitere Links.

    Ich bin wahrlich kein Paranoiker, doch kam mir einst ein bekanntes SEO Plugin komisch vor, habe darauf einen Freund angesetzt (da er viel besser ist als ich) der fassungslos gut 2 Tage damit verbracht hatte und sich wunderte wie oft das ding nach Hause telefoniert.
    SEO? und nach Hause telefonieren?

    Ich vertraue meinem Hoster und WP. Jedoch nicht allem was es noch für WP gibt. Liegt halt an der SEO analyse.

    Und wenn ich meine Passwörter veröffentlichen muss um ein Plugin nutzen zu können, dann kann ich es ja gleich bei Facebook online stellen. Klingt jetzt ein bisschen übertrieben, doch was ist, wenn dort eingebrochen wird?

    Ein einfacher Cronjob und meine Daten sind gesichert.
    Einfach nur ein Cronjob.

    Gruß Frank

    Gruß Frank

  4. Henning

    Ich verwende seit Jahren das Tool MySqlDumper zur Sicherung meiner Webseiten. Es kann auch mit riesengroßen Tabellen/Datenbanken umgehen – im Gegensatz zu PHPMyAdmin, das bei gehosteten Seiten oft nicht genügend Skript-Laufzeit bekommt.

    Die Sicherungen werden per Cronjob angestoßen und ich habe jeden Tag/jede Woche (wie's beliebt) eine aktuelle Sicherung im Postkasten.

    Sicherungen können also als E-Mails versendet werden oder auch per FTP auf einen Webspace übertragen. Dropbox geht wahrscheinlich nicht, aber einen E-Mail-Anhang kann ich ja automatisiert dahin speichern lassen.

    Ich bin ein großer Fan von der Erweiterbarkeit von WordPress durch Plugins aller Art, aber manche Aufgaben sind extern besser gelöst.
    Aber wo wir schon dabei sind: Eine zufriedenstellende Terminbuchungslösung habe ich bisher in den Plugin-Repositories nicht finden können. Vielleicht mal eine Recherche und einen Artikel wert :-?

  5. Bernd

    Frank, welches SEO-Plugin?
    Und – man verzeihe mir die vielleicht dumme Frage – aber MUSS ein Plugin, das Daten sichert, nicht Zugriff auf die Dateien bekommen und ist somit dann nicht zwangsläufig auch das Passwort erforderlich?

  6. Daniel Hüsken

    Hallo Frank,

    Zum Thema Schlüssel liegt unterm Blumentopf:
    Wenn du deinen Blog hinter einer .htaccess mit Authentifizierung verbirgst wird auch wp-cron Probleme machen (arbeitet mit der selben Methode). Für mich ist es bisher die einzige Methode, in diesem Fall, dennoch Sicherungen machen zu können, da sie in einem eigenen "Prozess" gestartet werden.

    In der kommenden Version wird es auch eine Möglichkeit geben, über den Hoster Cron den Job zu starten (Per Webseite oder Kommandozeile).
    Bei All-Inkl kannst du per Cron nur eine Webseite hinterlegen die dann aufgerufen wird und dort kann keine Authentifizierung eingetragen werden.

    All-Inkl macht im übrigen selber Sicherungen gibt aber keine granite drauf.

    Ich verstehe deine bedenken, aber es wir ja keiner gezwungen die Daten dort einzutragen. Außerdem könnte man ja einen zusätzlichen Backup Benutzer anlegen.

    Gruß
    Daniel

  7. Frank

    @all
    ich wollte nur mal aufzeigen, dass man nicht überall seine PWter und sensible Daten verteilen sollte. Warum sollte ich meine (Sensible) Daten auf Dropbox und Co. sichern und nicht auf meinem Server? Weil ich von jedem Rechner aus auf Dropbox zugreifen kann, komisch, ich kann auch von jedem Rechner aus auf meinen Server zugreifen. Gab es nicht vor kurzen geglückte Angriffe auf Dropbox und Amazon? Komisch, von Dropbox wurde ich nicht informiert, musste dies auf Heise erfahren. Wenn bei meinem Hoster eingebrochen wird, werde ich sofort informiert und er ändert sofort alle Zugangsdaten.

    Für Sensible Daten kann ich den Halbsatz von Henning nur unterstreichen: "aber manche Aufgaben sind extern besser gelöst"

    @Henning
    Deine Seite sieht gerade kaputt aus, schau mal hin.
    Auf MySQLDumper bin ich auch schon gekommen, guter Tipp an dieser Stelle.
    Ich war auch mal ein Fan von Plugins, nach der Analyse eines Plugins gehe ich jedoch vorsichtiger damit um. Nebenbei, ich hatte einige Plugins installiert, die bei einer Validierung bei der W3C Massen an Fehler in sich hatten.

    @Bernd
    Ich werde meinen Freund noch einmal bemühen sich den Quelltext anzusehen, sollte es immer noch der Fall sein, Poste ich das auch.
    Es gibt keine dumme Fragen – wenn etwas deine PWter braucht, einfach mal die Frage stellen, ob es nicht auch andere Lösungen gibt. Die Zugangsdaten einfach in eigener Hand lässt.

    @Daniel Hüsken
    Ich benutze kein wp-cron
    Mein Script liegt in einem .htaccess geschützten Ordner und dort werden auch die Daten abgelegt. Jede Nacht macht das Script eine Datensicherung und ich bekomme jeden Tag eine Mail ob es geklappt hat. Das geht auch bei All-inkl. Und wenn meine Datenbank zu groß ist, schaue ich mir MySQLDumper mal näher an.

    @all
    Ich bin kein Paranoiker doch verstehe ich nicht, wie leichtfertig mit sensiblen Daten umgegangen wird. Wir alle kennen die Bedenken und Probleme mit Facebook und Co., wir hören immer mehr, das APP's auf unseren Smartphones…
    Ich lese regelmäßig auf Heise und ich bin im CCC und ich kann wirklich nur empfehlen, behaltet Eure Passwörter im Kopf oder auf einem Zettel auf dem Schreibtisch und verteilt Eure sensible Daten nicht in der ganzen Welt.
    Auch bei z.B. Dropbox werden Festplatten ausgetauscht, und was geschieht dann damit? Bei deinem Hoster kannst du nachfragen.

    Gruß Frank

  8. Frank

    Keine Backups auf Clouds mit Plugins
    Dieser Bericht auf Heise dürfte ja jetzt wohl jeden überzeugen. (und meine Einstellung dazu unterstreichen) :-P

    :arrow: Zweiter Absatz "Irgendwo online speichern" lesen.

    :arrow: In eine Cloud gehören nur verschlüsselte Container! Zum Beispiel mit Truecrypt verschlüsselt.

    Gruß Frank

  9. Pingback: WordPress: Die richtige Backup-Strategie | Hecht MediaArts

  10. Sebastian Preisner

    Ich nutze seit dem ersten Tag meines Webprojektes MySQLDumper und bin sehr zufrieden. Täglich erhalte ich die E-Mail mit allen Wichtigen Informationen zu dem Backup. Zusätzliche sicherungen lassen sich sehr einfach anstoßen und auch die Anzahl der sicherungen kann man einstellen. Es bedarf jedoch etwas einarbeitung und wer wie ich nur alle paar monate mal hineinschaut, der sucht die nötige funktion häufiger mal *g*…

    Mir fehlt jedoch noch eine möglichkeit die Dateien regelmäßig auf einem anderen Server zu sichern, daher fand ich das BackWup plugin sehr interessant. gegen externe Tools habe ich natürlich überhaupt nichts, versuche derzeit sowieso die meisten plugins zu eliminieren um die Webseite zu beschleunigen und die Fehlerquellen zu minimieren.

    Grüße, Sebastian

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