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Arbeiten im Stehen

Webwork-Arbeiten im Stehen Ich teste etwas was sich schon seit über einem Jahr vor habe: Arbeiten im Stehen. Aber wie das bei Selbständigen so ist, immer kommt etwas wichtigeres dazwischen.

Einer der Gründe, die mich zum Nachdenken gebracht haben ist unter anderem der Artikel bzw. die Infografik unter dem Namen "Sitting is Killing You".

Dort werden die gesundheitlichen Risiken beschrieben, die durch das Arbeiten im Sitzen entstehen. Und das schlimme ist, dass sich die Risiken schon nach recht kurzer Sitzdauer einstellen und das man das ganze durch sportliche Aktivität hinterher, nicht wirklich ausbügeln kann.

Am Wochenende habe ich dann endlich Zeit gefunden und habe meinen Schreibtisch erhöht (siehe Bild), so dass ich im Stehen arbeiten kann. Glücklicherweise haben wir damals Tischbeine gekauft, die man auf die entsprechende Länge ausfahren kann.

Mittlerweile arbeite ich schon seit vier Tagen im Stehen und einen positiven Effekt gibt es bereits. Man arbeitet ein bisschen effektiver. :-) Was an sich klar ist, da das Stehen nicht so gemütlich wie Sitzen ist.

Allerdings ist es auf die Dauer anstrengend die ganze Zeit zu stehen. Daher ist ein kleiner Hocker oder ähnliches Konstrukt Pflicht um die Füße abzusetzen – logischerweise nur nacheinander :-) – um so das Gewicht zu verlagern um die Beine abwechselnd zu belasten bzw. zu entlasten.

Wie es jetzt weiter geht muss ich noch weiter ausprobieren. An sich gibt es in meinen Augen zwei Wege. Entweder man kauft sich einen höhenverstellbaren Schreibtisch, den man mit Hilfe einer Kurbel in kürzester Zeit runter oder hoch drehen kann um abwechselnd sitzend oder stehend zu arbeiten oder man legt sich eine ordentliche "Stehhilfe"/Stehsitz zu um bei Bedarf auf diese zurückzugreifen.

Da ein guter, höhenverstellbarer Schreibtisch ohne Probleme um die 500-600 Euro kosten kann und eine guter Stehsitz auch bei ca. 110 Euro anfängt, habe ich mir einen Stehsitz in durchschnittlicher Qualität geholt um zu testen ob mir eher das eine oder andere zusagt. Momentan komme ich mit dem abwechselnden Arbeiten im Stehen und der Nutzung des Stehsitzes gut zu Recht.

Wie schaut es bei euch aus? Arbeitet ihr im Stehen oder im Sitzen? Welches "Equipment" habt ihr? Wie sieht das im Agenturen aus? Ist das dort ein Thema oder überhaupt nicht?

Nachtrag vom 15. Januar 2013: mittlerweile habe ich mich gut an das Arbeiten im Stehen gewöhnt. Man verlagert sei Gewicht alle paar Minuten automatisch. Beim Stehen geht man automatisch etwas in die Knie und spannt die Gesäßmuskulatur leicht an … ein nettes, zusätzliches Training :-)

Nachtrag vom 07. Mai 2013: bis jetzt arbeite ich immer noch im Stehen und sehe kein Grund zurück zu wechseln. Hier noch zwei weiterführende Links zu diesem Thema:

Nachtrag vom 10. September 2013: ich stehe immer noch und hier noch ein weiterführender Link zum Thema:

Nachtrag vom 08. Januar 2014: Bald ist es ein Jahr her und ich arbeite immer noch im Stehen. Mittlerweile gab es auch einen Artikel zu diesem Thema auf Spiegel Online.

Nachtrag vom 21. Januar 2014: Link zur Infografik aktualisiert.

Nachtrag vom 15. April 2014: ich arbeite immer noch im Stehen und es gibt einen weiteren Link: So ungesund ist langes Sitzen.

24 Reaktion(en)

  1. Michael Oeser

    Ich arbeite ganz klassisch im sitzen, stehe aber beim Telefonieren immer auf und laufe rum. Ausschließlich stehen stelle ich mir auf Dauer auch nicht gesundheitsfördernd vor. Die Mischung macht´s.

    Ich habe mir vor einer Weile einen Stehhocker für knapp 100 Euro gekauft (http://www.amazon.de/TOPSTAR-SI69-Sitzhocker-Sitness-schwarz/dp/B000U7C35I/ref=sr_1_6?ie=UTF8&qid=1359555854&sr=8-6) aber darauf schmerzt mir nach einer Weile…nein, nicht das Kreuz, sondern der Ar…

    Also die richtige Position habe ich noch nicht gefunden. Ein Bekannter von mir hat elektrisch verstellbare Tische in seinem Büro. Das ist wohl recht komfortabel, man muss es halt auch nutzen.

  2. Thorsten

    Interessantes Thema!
    Ich habe mir auf der Arbeit mittlerweile auch eine kleine Arbeitsfläche eingerichtet, an der ich stehen kann. War früher als Servicetechniker im Außendienst und hab jetzt einen Bürojob. Da merkt man dann schon mal ordentlich die Unterschiede der körperlichen Belastung. Ich versuche auch nach Möglichkeit nicht zu telefonieren und persönlich bei den Arbeitskollegen vorbei zu schauen um ein wenig in Bewegung zu bleiben. Da kann dann die ein oder andere Treppe sogar entspannend wirken. Gerade das lange gleichmäßige sitzen finde ich tödlich. Ich habe gestern im WDR eine interessante Folge von Quarks&Co gesehen.
    Da ging es auch um Rückenschmerzen und wie diese verursacht werden. Man ging dort hauptsächlich auf das Bindegewebe ein, welches die Muskeln umgibt und gerade im Bereich der Rückenmuskulatur sehr viel vorhanden ist. Die meisten Schmerzen werden nach neuesten Erkenntnissen von diesen, mit Nervenenden durchzogenen Bindegeweben verursacht und nicht direkt vom Muskel (einige Physiotherapeuten aus dem Profisport wenden diverse Methoden schon seit Jahrzehnten an).
    Wenn Dich das Thema interessiert, schau Dir die Sendung mal in der WDR Mediathek oder als Podcast an. Fazit der Sendung/Recherchen war dann auch das die Bewegung den Unterschied macht.
    Ich fand die Sendung auf jeden Fall sehr aufschlussreich!

  3. Daniel

    Ich bin wohl eher das Gegenteil zum fleißigen Steher.

    Mein Stuhl ist vor kurzem auseinandergebrochen. Nicht wegen meines Gewichts nach unten hin, sondern die Verbindung zwischen Rückenlehne und Sitz hat es nicht mehr ausgehalten. Meine rechte Armlehne musste ich bereits mehrmals neu montieren.
    Jetzt hock ich auf einem eher einfachen, öden Holzstuhl.

    Kann mir das grad nicht vorstellen, auf Dauer im Stehen zu arbeiten. Die eine Stunde vll mal, aber so auf Dauer? Nunja, extra Anschaffung, nur um es zu testen, ist mir gerade zu teuer. ;D Vll bietet es sich irgendwann mal anders an.

  4. Jörg

    gute Idee mit dem Stehschreibtisch!
    Ich habe auch sehr lange davon geträumt. Dann habe ich vor ca. 3 Jahren mir ein Gestell eines elektrisch höhenverstellbaren Schreibtisches gebraucht gekauft. Die Platte habe ich mir selbst gebaut, ca. 220 lang und ca. 80 breit, sehr sehr schön geworden.

    Anfangs habe ich gedacht, ich fahre den Schreibtisch immer mal rauf und runter, je nachdem, wie ich arbeiten möchte, bzw. wie müde meine Beine sind.

    Ich hatte mir auch einen Stehhocker gekauft und den auch die ersten Monate noch relativ viel genutzt. Dann, anfangs ganz unmerklich, habe ich den Hocker immer weniger genutzt und den Schreibtisch noch nie runtergefahren um im Sitzen zu arbeiten.

    Inzwischen habe ich mich so an das Stehen gewöhnt, dass ich den Hocker nur noch ganz selten, vielleicht einmal im Monat nutze. Ich stehe oft durchaus acht bis zehn Stunden am Schreibtisch, man gewöhnt sich einfach daran.

    Viel Erfolg und gutes Durchhaltevermögen,
    es lohnt sich!!!

  5. Daniel Burkhardt

    Sehr interessanter Artikel.

    Ich arbeite meist iim Sitzen, achte aber darauf, mich immer genug zu bewegen.
    Ständig im Stehen zu arbeiten, stelle ich mir sehr unkonfortabel vor, vielleicht werde ich es aber auch mal testen…

  6. Stefan

    Am besten ist immer noch, ausgeglichen im Stehen wie Sitzen zu arbeiten pro Tag. Zudem dann noch mit einfachsten Mitteln das ganze System selbst bauen und dabei auch noch Geld sparen.

    Ein paar relativ einfache "Hebe-Arme oder Teleskoparme" gibt es schon im Baumarkt zu kaufen, verbunden mit ein paar Verbundholzplatten ergibt dann eine solide Funktionsweise. ;)

    Aber natürlich kannst du auch das 3fache des Selbstbau ausgeben und was fertiges kaufen. :mrgreen:

  7. Christopher

    In dem Unternehmen, wo ich meine Ausbildung zum Fachinformatiker gemacht habe, hatten wir in jedem Büro einen Swopper. Das ist ein Bürostuhl mit einer großen Feder, auf der man dann sitzt. Der Swopper hat keine Lehne und dadurch, dass man auf einer großen Feder sitzt, bewegt man sich automatisch hin und her und kann auch nach Lust und Laune auf und ab wippen.

    Das hat vor allem bei mir zu einem wesentlich weniger verspannten Nacken geführt und man wird dadurch auch aktiver. Vielleicht sollte ich einmal darüber bloggen. :-)

    Im stehen zu Arbeiten finde ich gut. Aber dürfte keiner von uns Sitzarbeitern dass am Anfang lange durchhalten.

  8. Thomas Sausen

    Für mich ein sehr aktuelles Thema, da ich gerade einen Bandscheibenvorfall hatte. Letztes Jar beschäftigte ich mich mt den teuren ergonomischen Bürostühlen und Stehtischen, wartete ab und nun ist der Bandscheibenvorfall da.

    Ich darf momentan nicht sitzen und gehe brav zur Physiotherapie. Dazu gibt es Schmerzmittel, damit alles erträglich bleibt. Und die in der Physiotherapie erlernten Übungen mache ich dann noch 2x täglich a 20 Minuten. Diese Übungen dienen zur Reaktivierung der Rumpf- und Rückenmuskulatur. Die sind übrigens sehr einfach und würden schon jeden Menschen etwas helfen.

    Vielleicht ist ja im März schon alles ausgestanden… aber dann würde der gezielte Muskelaufbau (Bauch/Rumpf/Rücken) beginnen und der Besuch der Rückenschule.

    Durch den Muskelaufbau und regelmäßigen Übungen kann der Rücken so gut gestärkt werden, dass man Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfällen entgegen wirkt. Durch die Rückenschule lernt man dann noch ein rückenschonendens Leben.

    Mit meinem Orthopäden habe ich dann jetzt auch schon über die Zeit danach gesprochen. Da ich als freiberuflicher Webdesigner meistens im Sitzen arbeite, hat er mir erstmal eben zu einen der teuren ergonomischen Stühle geraten, die bei jeder Bewegung mitgehen und immer die Wirbelsäule stützen. Dazu wäre es ratsam, wenn man immer wieder aufsteht (beim Telefonieren, Essen nicht am Arbeitsplatz etc.). Toll wäre natürlich, wenn man auch einen Teil des Tages im Stehen arbeiten könnte. Aber nur Stehen wäre auch falsch, da die Bandscheiben wie ein Stoßdämpfer von Be- und Entlastung leben und diese brauchen.

    Derzeit darf ich nicht mehr sitzen, da beim Sitzen die Belastung auf die Bandscheibe um den Faktor 11 erhöht ist. Beim Sitzen ist der Faktor 3 und beim Liegen 0. Ich habe schon jetzt probiert im Stehen zu arbeiten, durch die Schmerzen im Bein ist es nicht möglich.

    Ich kann nur jedem raten, dieses Theme sehr ernst zu nehmen und sich schon früh um einen ergonomischen Arbeitsplatz zu kümmern.

  9. Simone

    Ich empfehle einen Hund für das Büro, damit man alle zwei Stunden eine kleine Laufrunde an der frischen Luft machen muss. Dann kann man auch sitzen und muss nicht die ganze Zeit im Büro stehen, was meiner Meinung nach bestimmt auch nicht wirklich gesund ist.

    1. Vladimir

      @Simone,

      sich ein Tier zuzulegen, nur damit man spazieren geht fand ich schon immer ein bisschen komisch. Meistens endet das bei den Leuten so, dass die dann das Tier abhetzen das Geschäft so schnell wie möglich zu erledigen und dann ist nach 15 Meter die Runde vorbei. Wer es nicht vorher schafft spazieren zu gehen oder Pausen zu machen, der schafft das mit dem Hund auch nicht wirklich und man quält damit nur unnötig ein Tier.

      Und zwei Stunden ist schon viel zu lang. Ich habe mir auch sitzend immer angewöhnt spätestens alle 40-45 Minuten aufzustehen und kurz was anderes zu machen.

  10. Tobias

    Ich arbeite gerne im Stehen, mag die Abwechslung. Nach langem Hin und Her habe ich mich gegen einen verstellbaren Schreibtisch entschieden. Grund: mir war das mit den Kabeln bei PC etc. nicht geheuer. Also wechsele ich nicht nur zwischen den Sitzhaltungen, sondern auch zwischen den Arbeitsplätzen.
    Klassische PC – Arbeit wird im Sitzen erledigt, alles andere kann ich an meinem Stehpult machen. Das ist nur ca. 60 cm breit, hat keine 250 EUR gekostet und sieht auch noch verdammt gut aus ;-). Die Abwechslung macht es.
    Positiver Nebeneffekt des Stehpultes: Es hat eine ähnliche Höhe wie ein Rednerpult und so kann ich mich nahezu unter Livebedingungen auf Reden / Vorträge vorbereiten.

  11. Simone

    @Vladimir
    Da muss ich dir natürlich recht geben. Ich wollte auch niemand ermuntern sich extra deswegen einen Hund anzuschaffen. Für mich ist dies nur ein toller Ausgleich zur Bildschirmarbeit. Den Hund hatte ich aber vorher auch schon :wink:

  12. Jan

    Zur verlinkten Infografik fällt mir ein: Korrelation bedeutet nicht Kausalität.

    Zwei Dinge sind am langen Sitzen ungesund: Der anhaltende Bewegungsmangel und die Fehlbelastung der Bandscheibe. Auf letzteren Aspekt hat die Sitzhaltung wesentlichen Einfluss. Das Aufrechtsitzen, einstmals ein Zeichen guten Benehmens ("Setz dich gefälligst richtig hin!"), erscheint heute als bedenkliches Ideal.

    Ich bin gespannt, ob du dauerhaft im Stehen arbeiten kannst.

    Was den Bewegungsmangel angeht: Da muss man zumeist den kompletten Lebensentwurf umkrempeln, um Abhilfe zu schaffen. Im O'Reilly-Verlag ist vor kurzem das Buch "Fitness für Geeks" in deutscher Übersetzung erschienen. Darin beschreibt ein Programmierer unter anderem, wie er seinen Bürojob mit einer gesunden Lebensführung verbindet. Leider ist die deutsche Übersetzung nicht optimal, daher würde ich zur englischen Originalausgabe raten.

  13. Chriz

    Du bist doch verrückt.. aber interessante Idee! Ich denke aber die Mischung macht es. Einfach öfter mal aufstehen und ein bisschen rumlaufen. Ein kleiner Spaziergang kann auch helfen, um den Kopf frei zu bekommen.

  14. Thomas

    Ich arbeite in einer sehr arbeitnehmerfreundlichen Firma, wo es schon seit 10 Jahren Standard ist, elektrisch verstellbare Tische für alle Mitarbeiter zu haben. Wer einmal was mit dem Rücken hatte weiss wie wichtig es ist nicht nur zu sitzen. Täglich 8 Stunden falsches Sitzen kann man kaum wegtrainieren.
    Wenn ich daheim arbeite merke ich den gravierenden Unterschied, da dort Tisch und Bürostuhl nicht so optimal sind.
    Inzwischen haben aber auch schon elektrisch verstellbare Tische bei Ikea Einzug gehalten.
    Sofern man nicht gerade was mit Knie oder Hüfte hat, kann man durchaus den ganzen Tag im Stehen arbeiten.

  15. Chris

    Von diesem Trend hab ich vor kurzem gelesen und wollte mein Arbeitsplatz zum Stehenplatz umbauen nur leider fehlt mir Zeit und das nötige Kleingeld um mein Schreibtisch umzubauen bzw. durch einen neuen zu ersetzen.

    Aber nach deinem Artikel bin ich nun wieder aktiver am Nachdenken, wie ich das Ganze umsetzen könnte. Am besten günstig und schnell.

  16. Mark

    Hallo,

    ich kenne nur sowas http://www.manufactum.de/manufactum-stehpult-p754176/ (Beispiel)

    Ein Stehpult mit Stauraum unter der Arbeitsfläche. Auf der unteren Querstrebe kann man auch mal einen Fuß aufsetzen, um das Bein zu entlasten.

    Der Sohn eines Cousins hat Tischler gelernt und so was als Gesellenstück angefertigt.

    In alten Filmen, die aus der Zeit vom Anfang des 19. Jahrhunderts spielen. kann man oft in Büro-Szenen solche Stehpulte sehen.

  17. frank katzer

    danke für deine inspiration! habe das schon bei div. ami-blogs (michaelhyatt.com usw.) schon gesehen und finde das einen erfrischenden ansatz.

    @chris: bei ikea bekommst du günstig passende tischbeine – eine dicke holzplatte und fertig ist der tisch – das sind nun sehr überschaubare kosten im vergleich zur gesundheit.

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