WordPress & Webwork

Das Leistungsschutzrecht-Plugin für WordPress

Ein WordPress-Plugin welches die Blogger vor dem Leistungsschutzrecht schützt.

Es ist ein paar Tage her, dass der Bundestag das Leistungsschutzrecht für Presseerzeugnisse beschlossen hat. Noch muss das Gesetz durch den Bundesrat, aber er selber kann das Gesetz nicht mehr verhindern.

So weit ich das verstanden habe wurde das Gesetz gegenüber ursprünglicher Form etwas abgeschwächt, so dass Google hier aus dem Schneider ist. Aber dadurch, dass das Gesetz an einigen Stellen schwammig formuliert wurde gesellt sich zu uns Webworkern eine zusätzliche, nicht wirklich absehbare Quelle für rechtliche Stolperfallen. Als ob die schon vorhandenen nicht ausreichen würden

Da ich nicht wiederholen wollte, was die Fachleute zu diesem Thema schon gesagt haben, füge ich einfach ein paar weiterführende links zu dem Thema ein:

Ohne jetzt in Panik zu verfallen ist es dennoch sinnvoll die Archive seiner Blogs auf Zitate und Links zu durchforsten, die auf Medien verweisen, die das Leistungsschutzrecht unterstützen und davon profitieren. Wem das bei der Fülle der Artikel zu mühselig ist, der kann einfach das Plugin D64 LSR-Stopper installieren und sich zumindest bei den Verweisen helfen zu lassen.

Die Erweiterung erkennt an Hand einer eigenen Liste, die Verweise, die zu Medien führen, die sich für das Leistungsschutzrecht einsetzen und wandelt diese Links um und führt sie auf eine spezielle Zwischenseite um:

WordPress: das Leistungsschutzrecht-Plugin

Auf der Zwischenseite wird man über das Leistungsschutzrecht informiert und man kann von hier aus weiter zu der verlinkten Zielseite gelangen. Somit ist der Blogger geschützt, da einerseits die Links umgewandelt werden und anderseits nicht er direkt auf die Quelle verlinkt sondern das D64.

So bald man das Plugin deaktiviert werden die "problematischen" Links wieder zurück umgewandelt. Die Erweiterung lässt sich somit rückstandslos und ohne Folgen entfernen.

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Dennis Morhardt für das Plugin.

Schnelle Hilfe im Browser

Wer ein Bookmarklet als Hilfe sucht, der wird bei Thomas fündig. Mit Hilfe dieses dynamischen Lesezeichens kann man herausfinden ob ein Verlag das Leistungsschutzrecht unterstützt.

7 Reaktion(en)

  1. Sven

    Das Plugin ist toll, um Nutzer über das LSR zu informieren, aber ich denke nicht, dass es uns schützt. Denn das Problem beim LSR sind ja nicht die Verlinkungen, sondern die genutzten Texte. Im Extremfall kann ich mir sogar vorstellen, dass es nachteilig ausgelegt wird, _nicht_ korrekt zu verlinken.

    1. Vladimir

      @Sven,

      Im Extremfall kann ich mir sogar vorstellen, dass es nachteilig ausgelegt wird, _nicht_ korrekt zu verlinken.

      Wie kommst du darauf? Das würde bedeuten das die Betreiber von Twitter, MailChimp URL-Verkürzern & Co. sich alle irgendwie strafbar machen.

  2. Didi

    Auf das Plugin verlasse ich mich nicht, sondern auf mich selbst unter Zuhilfenahme des Kürzungswerkzeuges der oben verlinkten Seite. Ich ziehe es vor, manuell zu verlinken. Das ist sicherer.

  3. Sven

    Da ich kein Anwalt bin, ist das natürlich reine Spekulation von mir, aber so war mein Gedanke:

    Eine Verlinkung ist ja generell erlaubt und auch durch das LSR nicht eingeschränkt. Wenn mich also jemand abmahnt oder verklagt, dann wegen zu langer oder nicht vom Gesetz gedeckter Zitate. Da bei Zitaten im Netz in der Regel nicht korrekt zitiert (URL … gesehen am …) sondern nur verlinkt wird, dient eben dieser Link als Quellenangabe. Wenn der allerdings nicht zur Quelle führt, könnte man argumentieren, dass diese verschleiert werden sollte. Oder ist es paranoid zu glauben, dass sich ein Gericht findet, das dem folgt?

    Insofern wären Link-Shortener tatsächlich problematisch, allerdings nur für deren Nutzer: denn wenn es den Dienst nicht mehr gibt, sind die Quellen (sofern nicht anderweitig erwähnt) verloren.

  4. Pingback: Sammelmappe » Blog Archive » Leistungsschutz-Plugin

  5. Klaus-Peter Baumgardt

    "Noch muss das Gesetz durch den Bundesrat, aber er selber kann das Gesetz nicht mehr verhindern."

    Das höre ich in der Form zum ersten Mal.
    Das Gesetz ist natürlich überflüssig, und die Geschichte seiner Revisionen bezeugt nicht gerade den kristallklaren Geist seiner Schöpfer. Soll heißen: Diese Geschichte ist schon verwirrend.

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