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Google stampft den RSS-Reader zum 01. Juli 2013 ein

Google Reader wird zum 01. Juli 2013 geschlossen. Jetzt geht es darum Alternativen zu suchen.

Es gab zwar einige Gerüchte, dennoch war ich ein bisschen überrascht als ich kurz nach 00:30 erfahren habe, dass der Google Reader eingestellt wird. Ich habe zuerst mehrere Kalender konsultiert ob ich nicht irgendwie den 01. April verpasst habe 🙂 aber dem war es leider nicht so. Schade, wirklich schade.

Google schließt den RSS-Reader

Recht schnell, nach dem sich die Nachricht auf Twitter verbreitet hat und viele Nutzer ihren Unmut äußerten, meldeten sich auch diejenigen, denen es schwer fällt sich vorzustellen, dass es auch Nutzer gibt, die regelmäßig Feeds lesen und das sogar in einem webbasierten Reader.

Ich für meinen Teil rufe den Google Reader mindestens fünf bis sechs Mal in der Woche auf. Häufig auch ein bis zwei Mal am Tag … je nach dem wie ich Zeit habe. Für mich ist ein guter RSS-Reader wichtig, da ich dort, trotz regelmäßigen "Entschlankungskuren" immer noch 105 verschiedenen Websites folge. Ich kann mir keine zeitsparendere und effizientere Methode vorstellen um so viele unterschiedliche Quellen im Auge zu behalten.

Sich über die Entscheidung von Google zu ärgern bringt hier einen nicht weiter. Jetzt geht es darum einen ordentlichen RSS-Reader zu finden, der die Nachfolge antritt. Einige Alternativen habe ich vor einiger Zeit in diesen beiden Artikeln genannt, die man als Basis für weitere Recherchen nehmen könnte:

Allerdings wird es schwer sein alle Funktionen nachzubilden, die ich mit dem Google Reader momentan immer noch umsetze, wie zum Beispiel das "füttern" meines Kindles mit Lesestoff oder die Verbindung zwischen dem Reader und der ToDo-App Astrid.

Wer gute Alternativen kennt: immer her damit. Einfach einen Kommentar abgeben. 🙂

35 Reaktion(en)

  1. Max

    fünf bis sechs Mal in der Woche

    So selten? Hätte ich jetzt nicht gedacht. Ich lese täglich mehrmals den Reader und habe auch nur etwas über 100 Feeds drin.
    Gerade unterwegs ist das meine Lektüre auf dem Klugfernsprecher.
    Vor 3 Jahren oder so bin ich von Thunderbird auf Greader umgeschwenkt, da ich den Sync von Vorteil empfand. Während der Wechselphase hatte ich auch mal FeedDemon genutzt. Das hatte mir auf Dauer nicht zugesagt und daher bin ich dann zumindest am Desktop direkt zur Weboberfläche gewechselt, da ich diese so wie sie ist an mehreren Rechner immer habe.

    Und mit dem Android-Telefon kam ja auch die native Greader-App, die mir persönlich völlig ausreicht. Die meisten anderen RSS-Apps haben einfach zu viel Schnickschnack. :-/

    Na mal schauen was sich in den nächsten Wochen als Alternativen ergibt, Sync und mobile Apps müssen die dann schon bieten.

    1. Vladimir

      @Max,

      ja, früher habe ich den Reader öfter aufgemacht. Aber mittlerweile gibt es neben den Reader auch noch FB, G+ und Twiter die ebenfalls "beackert" werden müssen. Die zur Verfügung stehende Zeit bleibt die gleiche, aber es gibt mehr Kanäle als früher.

  2. Torsten

    Das war meine erste Anlaufstelle.

    Es ist frustrierend, dass readerbasierte Tools wie Flipboard oder Reeder damit quasi zerschossen werden, wobei ich davon ausgehe, dass diese Anbieter noch das eine oder andere fette Kaninchen aus den Hut zaubern könnten.

  3. DatenVerarbeitung - Jens Fischer

    Ich kann diese Entscheidung von google persönlich leider gar nicht nachvollziehen…
    Der Reader ist für mich die Möglichkeit alle mir lesenswerten Seiten einfach zu verfolgen und das auf allen Geräten synchron. Leider habe ich noch nichts vergleichbares gefunden!

    Ich weiß zwar nicht wie viel es bringt, aber Caschy hat in seinem Blog auf eine Petition hingewiesen, welche ich hier auch einmal erwähnen möchte:

    https://www.change.org/petitions/google-keep-google-reader-running

  4. ChristianS

    Ein web-based Reader ist für meinen Anwendungsfall die einzig mögliche Option, da ich
    a) von unterschiedlichen Endgeräten aus meine Feeds lese und
    b) nichts verpassen möchte, wenn das Geräte mit dem Desktop-Reader mal eine Weile (z.B. urlaubsbedingt) ausgeschaltet bleibt.

    Ich war ebenfalls auf der Suche und bin fast eineinhalb Jahren bei Tiny Tiny RSS, einer self-hosted Alternative. Apache und MySQL hat man ohnehin am Start. Ich greife auf tt-rss über den Browser zu oder von zwei Android-Geräten. Der Android-Client kostet mittlerweile ein bisschen Geld, aber diese Unabhängigkeit war es mir wert. Mir ist allerdings nicht bekannt, ob ein IOS-Client existiert.

  5. Bernd

    Ich bin direkt erschrocken als ich diese Nachricht gelesen habe, ich nutze Google Reader täglich mehrmals.

    Hab gerade nach einer Alternative gesucht (aus Trotz nicht gegoogelt sondern "geBINGt" oder wie man da sagt) und bin auf goodnoows.com gestoßen. Hat hier schon jemand Erfahrung??

  6. Stefan

    Also aus Google Sicht kann ich die Entscheidung verstehen. Denn das ganze hat nur einen Hintergrund: man will beide Seiten (Leser und Webseitenbetreiber) zwingen zu Google+ zu wechseln.

    Nehmen wir mal dieses Blog hier.
    Ich komme via RSS und Google Reader hier rauf. Wenn es keinen Reader mehr gibt, gibt es hier auch eine gewisse Zahl an Lesern nicht mehr.

    Also wird dieses Blog hier Kanäle wie Twitter, Facebook und eben Google+ verstärkt nutzen müssen um den Content an den Leser zu bringen.

    Bisher wurden die Nutzer von Reader ja wenig "verwertet" jetzt kann man sie ins eigene soziale Netzwerk zwingen um Twitter und Facebook den Gar aus zu machen.

    Schaut doch als Webseitenbetreiber mal in die SocialMedia Berichte in Analytics: 1. Facebook, 2. Twitter irgendwo ganz hinten dann Google+ so sieht’s doch meistens aus. Wer seine Posts mit Kampagnen Tags "rss" versehen hat, wird schnell sehen dass diese weit vor Google+ liegen. Und genau da liegt das Google+ Potenzial für Google.

    Ich hoffe sehr dass das für Google nach hinten los geht und uns in den nächsten Monaten Entwickler mit DropBox und iCloud synchenden FeedReader beglücken werden.

    1. Vladimir

      @Stefan,

      Also aus Google Sicht kann ich die Entscheidung verstehen. Denn das ganze hat nur einen Hintergrund: man will beide Seiten (Leser und Webseitenbetreiber) zwingen zu Google+ zu wechseln.

      So sehe ich das auch. Deswegen denke ich auch das irgendwelche Petitionen da nicht weiter helfen werden. Weil ich davon überzeugt bin das Google Reader genug aktive Nutzer hat. Man will eben diese Leute auf G+ haben.

  7. Christoph

    Vor einiger Zeit hat Google das Layout der Webversion so umgebaut, das es für mich unlesbar wurde, neue Beiträge waren nur schwer zu finden. Also alle verfügbaren Rechner auf die Reeder-App umgestellt und seitdem ist alles perfekt!

    Gruß
    Christoph

  8. Dominic

    Fand die Meldung heute morgen auch nicht so toll. Aber wie Du sagstest die Gerüchte gab es ja schon eine Weile. Manchmal sollten Gerüchte einfach Gerüchte bleiben.

    Ich versuche mich gerade mit feedly.com anzufreunden. Das kann ich mit dem Google-Konto betreiben und den Feed vom Google-Reader importieren. Ebenso gibts auch Apps für Handy & Co. Das ist mir ein wichtiger Punkt da ich viel in Bus und Bahn lese. Alles in allem ändert sich für mich wohl nur der Name, der Rest ist sehr ähnlich.

    Bisher siehts gut aus. Spannend wird es dann ab Juli, da ich bisher nicht erkennen kann ob es den Google-Feed nur abgreift, oder so richtig Importiert hat. Noch ein wenig damit spielen, dann bin ich schlauer. 🙂

  9. Sebastian

    Ich habe den Google Reader auch mal eine Zeit lang genutzt. Da ich aber Thunderbird als Mail-Client nutze, habe ich schnell gemerkt, dass es viel bequemer ist, die Feeds über Thunderbird abzurufen.

    Außerdem muss man ja nicht alles Google für sich erledigen lassen. 😈

    Mir ist es also relativ egal, ob Google den Reader einstampft oder nicht. 😛 🙂

  10. Birgit

    Na das ist ja jetzt echt eine Katastrophe 😥
    Ich habe 567 Abos in meinem Google-Reader, auf den ich auch von mobilen Endgeräten aus zugreife und mit dem ich auch mein EVERNOTE füttere – also brauch ich an eine Desktoplösung gar nicht denken.
    Ich werde mir mal eure Vorschläge durchlesen …

    Hat jemand Erfahrung mit Outlook 2010 bzgl. RSS-Feeds?

  11. tux.

    Wenn Feedly nicht so hässlich wäre…

    Mein Vorschlag zurzeit: Tiny Tiny RSS auf dem eigenen Server (gibt auch sehr schöne Android-Apps, leider noch keinen richtigen Desktopclient wie FeedDemon) oder NewsBlur (sehr hübsch, sehr mächtig).

  12. Me

    Schade. Ich nutze den Reeder sowohl mobil als auch am Rechner mehrmals täglich. Kann mir gerade nicht vorstellen, wie G+ diese Lücke adäquat füllen soll. Also beginnt die Suche nach Alternativen. Danke für den Hinweis.

  13. Stefan

    Eben grade direkt nach dem lesen deines Feeds im "NetNewsWire" fand ich dann auch schon ein paar Vorschläge für Alternativen in einem anderen Feed eines Blog das ich abonniert habe. 🙂

    Vielleicht was dabei für den ein oder anderen. 😉

    Davon mal abgesehen, ich nutze den Google-Feedreader nur noch selten. Weil es gibt "self-hosted" Alternativen die meine Daten in dem Bereich dann auch bei mir behalten und nicht frei zu Analyse durch Google sind.

  14. Hody

    Feedaemon wird laut einem Bericht auf Heise auf ausgeschaltet, ausser Feedly sehe ich keien Alternative um die Feeds Maschinenübrgreifend zu synchronisieren. Wirklch blöd, oder weiss jemand von Euch was?

    1. Vladimir

      @Maren,

      danke für den Link, aber die Liste bietet nicht wirklich verwertbare Infos. Dort werden einfach Lösungen aufgelistet, aber etliche der Programme z.B. wurden schon seit Jahren nicht mehr aktualisiert und hier geht es um eine ernsthafte Alternative zu Google Reader und nicht um irgendeine Anwendung, die auch Feeds anzeigen kann.

  15. Hody

    Danke Maren, aber ich denke es geht weniger um den Reader an sich, denn das geht ja nach wie vor mit FeedDamon, Outlook, Thunderbird oder im Browser, sondern um eine Möglichkeit die RSS Feeds zentral zu synchronisieren um auf jedem Endgerät den gleichen Stand zu haben

  16. Andyt

    Im Moment sagt mir persönlich Tiny Tiny RSS zu, da man das dann auf den eigenen Server installieren kann und nicht mehr auf andere Plattformen angewiesen ist. Für Android gibt es bereits mobile Sync-Apps. API ist an sich öffentlich verfügbar und somit könnten Apps für iPhone, Windows Phone und Windows 8 Metro kommen…

    Bei den restlichen Plattformen bin ich mir unsicher welche denn die richtige ist. Vor allem ist bei keinem für alle Endgeräte eine App verfügbar.

  17. Bernd

    "hier geht es um eine ernsthafte Alternative zu Google Reader und nicht um irgendeine Anwendung, die auch Feeds anzeigen kann."

    +1

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