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Selfpublishing: Kindle MatchBook von Amazon

Mit Kindle MatchBook wird man in Zukunft als Käufer eines gedruckten Buches günstiger an die digitale Version herankommen. Wer wird, von Amazon abgesehen, davon profitieren?

Amazon bereitet mit Kindle MatchBook ein weiteres Programm rund um die E-Books vor. Im nächsten Monat soll das ganze auf Amazon.com starten. Worum geht es? In Zukunft sollen die Käufer eines gedruckten Buches günstiger an die E-Book-Version des gleichen Titels kommen.

Aber es gibt hierbei zwei Einschränkungen: zum einen gilt das nur für Bücher, die man bei Amazon gekauft hat … allerdings berücksichtigt Amazon hier alle Käufe seit 1995. Und zum anderen müssen die Verlage bzw. die Selfpublisher die Titel freigeben.

Wie kann ich als Selfpublisher die E-Books bei Kindle MatchBook anmelden

Ich habe gestern die E-Mail von Kindle Direct Publishing (KDP) bekommen in der man auf das Programm hinweist. Wenn man das einzelne E-Book in der KDP-Verwaltung öffnet, dann kann man unter "Bücherregal" &arr; das E-Book → "Rechte und Preise" im unteren Viertel die Teilnahme am Programm bestätigen:

kindle-matchbook-aktivieren

Die Höchstsumme des Rabatts liegt momentan bei 2,99 US-Dollar und die Summe darf nicht 50% des regulären Preises des E-Books überschreiten. Kostet das E-Book normalerweise 9,99 US-Dollar, dann ist dennoch bei 2,99 US-Dollar Schluss. Kostet das E-Book allerdings 3,99 US-Dollar, dann kann man maximal 1,99 US-Dollar auswählen.

Weitere Informationen zu Kindle MatchBook gibt es in der FAQ von KDP.

Wem nützt das Ganze und für wen ist das interessant?

Klar! Und da dürfen wir uns nicht täuschen lassen, als erster wird davon Amazon profitieren. Auf der anderen Seite sehe ich hier aber auch Vorteile für Kunden auf der einen und bei den Verlagen bzw. selbstverlegenden Autoren auf der anderen Seite.

Viele Leser lesen interessante Bücher mehrmals und das ist nicht nur bei den Fachbüchern so. Ich zum Beispiel habe Herr der Ringe, Hobbit und eine Reihe weiterer Bücher mehrere male gelesen und ich bin mir sicher, dass dies nichts exotisches ist. Oder der dicke Wälzer für das gemütliche Sofalesen und die digitale Ausgabe für unterwegs.

Für Herausgeber wird das in meinen Augen auch interessant sein, da die dadurch zusätzliche einnahmen bekommen werden. Viele Käufer denken sich dann: für maximal 2,99 Dollar noch die E-Book-Version? Warum nicht, wer weiß wofür das noch gut sein kann.

Das ganze wird meiner Meinug nach sowohl die Position des gedruckten Buches als auch der Verbreitung von E-Books helfen.

Wie denkst du darüber?

2 Reaktion(en)

  1. SvenS

    Ich finde die entwicklung Persönlich gut, nur binden wir uns damit noch mehr an Amazon. Und bedenken sollte man auch das Teilweise die e.Book Version schon über einen Persönlichen Link zur Verfügung steht. Die Verlage erteilen dadurch Amazon nur noch mehr Macht. Da sich kein Verlag die Arbeit macht jedes Buch unterschiedlich zu drucken wenn sowieso 45% der Bücher über Amazon verkauft werden und somit über Amazon 45% der Leser auf das e.Book zugreifen können.

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