WordPress & Webwork

Warum es wichtig ist, dass WordPress frei von Ideologien bleibt?

Warum es wichtig ist, dass WordPress frei von Ideologien ist wird in diesem Blogartikel erklärt.

Eigentlich wollte ich zu diesem Thema nichts sagen, da ich in den über 18 Jahren, in denen ich mich aktiv im Web bewege, gelernt habe, dass es Themen gibt in denen eine Diskussion nur äußerst schwierig bis unmöglich ist.

Solche Themen sind u.a das Thema Ernährung und das sog. Gender-Mainstreaming. Man dreht sich im Kreis und recht schnell fallen harte Worte und Beleidigungen und bei den Teilnehmern, die an einer ernsthaften Diskussion interessiert sind bleibt nur Frust übrig und das Gefühl Lebenszeit vergeudet zu haben.

Aber da es hier um WordPress oder besser gesagt um die deutsche Übersetzung von WordPress geht, sehe ich mich gezwungen mich zu diesem Thema zu äußern.

Gender-Mainstreaming in WordPress (de)

Als ich vor einiger Zeit die Hinweise über das Stringintelligenz-Plugin las, wollte ich zunächst dort meine Meinung äußern, aber wie bereits gesagt, aus Erfahrung wusste ich, dass solche Diskussionen leider nicht viel bringen.

Das Plugin soll nämlich hunderte von Begriffen ins "gender-sensitive" übersetzen. Aus Redakteur wird Redakteur*in zum Beispiel. Ich persönlich halte dies jedoch für total unnötig.

Ich ging jedoch auch nicht davon aus, dass es so kommen würde, wie die Macher des Plugins es fordern. Aber nun sieht es sehr danach aus, also ob das Plugin ein Teil von WordPress 4.7 werden soll.

Gender-Mainstreaming in WordPress (de)

Und zwar nicht als Wahl oder als Alternative, das ganze soll ein fester Bestandteil der deutschsprachigen Ausgabe von WordPress sein:

[…] ab WordPress 4.7 als Teil der offiziellen deutschsprachigen Version ausgeliefert werden.

Und nun kann und möchte ich meine Meinung dazu nicht mehr nur im privaten Umfeld kundtun, sondern hier – wozu hat man schließlich einen Blog 😉

Als bezüglich des Plugins, die ersten Kritiken von Kollegen kamen und vor allem Angelika einige sehr interessante Quellen einbrachte, auch aus Reihen der Wissenschaft, dachte ich: "OK. Dies sind Argumente, die kann man nicht ignorieren". Aber ich wurde abermals eines besseren belehrt.

Was mich an der ganzen Sache stört?

Zum einen wünschen die Macher keine Grundsatzdiskussion. Die Devise heißt hier also "Friss oder stirb". Als Begründung warum man keine Grundsatzdiskussion wünscht, werden Quellen genannt, die freundlich formuliert, extrem einseitig und die dort genannten Personen alles andere als unumstritten sind. Kritische Stimmen kommen in dieser Quellensammlung gar nicht vor … aber Kritiken gibt es mehr als genug. Hier ein paar:

Eine weitere Sache die mich stört ist, dass das ganze in Form eine oberlehrerhaften, nach Gutsherrenart durchgeführten Vorgehensweise geschieht. Es werden Argumentationsebenen gewechselt: mal will angeblich die Mehrheit diese Maßnahme, mal geht es um den Minderheitenschutz, dann wieder um Accessibility (häh?), mal sollen die Frauen und mal die ganze Welt gerettet werden. Mal davon abgesehen, dass für so etwas belastbare Belege fehlen, ist es nicht die Aufgabe von WordPress bzw. der deutschen Ausgabe, die Welt, Frauen, Kinder, Delfine und was weiß ich wen zu retten.

WordPress ist ein CMS, ein Tool und soll als Plattform frei von Ideologien und Bevormundungen bleiben.

Wer sich ideologisch einsetzen und profilieren möchte, findet außerhalb von WordPress genug Möglichkeiten sich zu engagieren. Dafür gibt es Parteien, Gewerkschaften und Organisationen und dort kann man das ganze viel besser und zielgerichteter machen.

Hätten die Autoren des Plugins lediglich vor gehabt, eine weitere Sprachdatei anzubieten, wie es auch jetzt im Fall der förmlichen Anrede ist (Sie statt du) oder es bei einem Plugin belassen, dann wäre alles kein Problem gewesen. So, aber handelt es sich schlicht um eine Bevormundung, die keinen weiter bringt und gegen die ich mich hier ausdrücklich wehren möchte.

Mich erinnert das ganze an die Kolonialzeit, als die schlauen Westeuropäer und deren Nachfahren in Nordamerika weltweit in diverse Länder eindrangen und sofort viel besser wussten, was für die dortigen Menschen gut ist.

Nachtrag: wie man hier nachlesen kann wird das Plugin nicht für die Übernahme in Core von WordPress 4.7 vorgeschlagen.

216 Reaktion(en)

  1. Caspar Hübinger

    Ich bin der schlaue westeuropäische Gutsherr aus der Kolonialzeit. Vladimir, du vermittelst mit der einzigen Abbildung in diesem Artikel den Eindruck, es ginge bei dieser Initiative einzig und allein darum, WordPress auf Deutsch mit Sternchen voll zu packen. Das ist kompletter Unsinn, und du weisst das, sofern du das Projekt bisher verfolgt hast.
    Für alle anderen: Die Sternchen sind im bisherigen (!) Entwurf des Vorschlags (!) sprachlich eine Notlösung, und sie stehen momentan ohnedies aus Gründen der Accessibility in Frage.

    Ansonsten wird der Artikel sicherlich ein paar Kommentare anziehen. Glückwunsch!

    1. tux.

      Eine Notlösung für ein nicht bestehendes Problem. Wer sich in WordPress ernsthaft unwohl fühlt, weil er keinen Penis hat und trotzdem als "Benutzer" und nicht als "Benutzer*öse" angesprochen wird, der sollte mal zuum Kopfarzt und sein Problem nicht zu unseren machen.

      Aber macht ihr mal. Hat bei der Piratenpartei ja auch ganz gut geklappt, sich mehr für Genderqueers als für Techniker einzusetzen.

        1. tux.

          Das ist nett, Polemik wollte ich immer schon mal haben.

          Du verkennst den Ernst der Lage. Den Vergleich zur Piratenpartei habe ich sehr bewusst gewählt, weil ich an ihrem Beispiel aus nächster Nähe erfahren habe, was passiert, wenn ein Projekt für Techniker (WordPress ist nun mal auch deshalb so groß geworden, weil es Programmierer anzieht wie kein anderes Blogprojekt) versucht, irgendwelchen SJWs zu gefallen.

          Aber gut. Macht mal eure Frauen sichtbar. Was soll schon passieren?

        2. fwolf

          Naja. Die Piratenpartei Deutschland existiert quasi nicht mehr – wegen ähnlicher Zerwürfnisse.

          In der String"intelligenz" sehe ich auch nur wieder den Versuch, sich gutmenschlich zu profilieren. Anstatt wichtigere Themen anzugehen, z.B. die REST-API, die WP richtig weiterbringen wird, oder endlich (!) eine gescheite Speicherfunktion für den Customizer, die einen Theme-Switch überlebt.

          Ach ja: Polemik. Selber damit herumprügeln, aber anderen verbieten, diese zu nutzen? Oberlehrerhaft, jawoll. Ein hohes Ross, da fällt es sich tiefer – und härter. Den Rest fressen die Raben. So, wie bei der Piratenpartei.

          Die ist jetz auch nicht mehr relevant.

          Dank einiger, die sich ganz groß aufspielen, ihre eigene Agenda durchprügeln mussten, ganz egal, ob der Rest damit einverstanden war, oder nicht.

          Insofern ist das doch ein guter Vergleich 🙂

          cu, w0lf.

          ps: die Grünen hatten in ihren Anfangstagen übrigens mit dem gleichen Problem zu kämpfen: Einige Großkopferte, die sich nach vorne prügelten. Nur aufgrund der generellen Stimmung, auch dank Three Mile Island, Tschernobyl + Co., konnten sie sich lange genug halten, um wieder auf Kurs zu gelangen. Was heute passiert, ist ein anderes Thema… aber da sehe ich auch noch Chancen. Chancen, die bei der PP verwirkt sind. Bleibt nur noch DIE PARTEI 😉

        3. Icke_

          @Caspar Hübinger:

          Diese Argumentation ist doch absoluter Schwachsinn. Auf diesem Level bleibt JEDER Begriff außer der persönlichen Anrede mit Namen ein "Datenprofil", ergo "Sammelbegriff". "Benutzer" ist eben leider beides. Eine konkrete Person UND ein Datenprofil.

          Und "Benutzer" ist auch nur für die Leute missverständlich, die generell ein Problem damit haben, dass die Mehrheit der Leute kein Problem damit hat hier auch Frauen und andere Behinderte zu inkludieren, ohne das noch durch zusätzliche Sternchen oder Phallussymbole zu kennzeichnen.

        4. Klaus D.

          tux hat Recht; ich hätte es noch drastischer ausgedrückt. Damit Caspar H., der diese Bevormundung offenbar ganz toll findet, so richtig explodiert.

    2. anfi

      Ein Binnen-I dürfte meiner Meinung nach keine Lösung darstellen. Auch nicht theoretisch, da Screenreader Wörter mit Binnen-I einfach als weibliche Form vorlesen und somit ein generisches Femininum etablieren würde …

      1. Icke_

        Pssst. Die Lösung mit dem Binnen-I ist den Feministinnen auch eher unrecht. Immerhin erinnert dieses Binnen-I dann doch zu sehr an einen erigierten Penis. Und welche ordentliche Feminist möchte schon ein Phallussymbol in jedem korrekt gegenderten Begriff sehen?!? 😉

    3. Peter

      "Vladimir, du vermittelst mit der einzigen Abbildung in diesem Artikel den Eindruck, es ginge bei dieser Initiative einzig und allein darum, WordPress auf Deutsch mit Sternchen voll zu packen. Das ist kompletter Unsinn, und du weisst das, sofern du das Projekt bisher verfolgt hast.
      Für alle anderen: Die Sternchen sind im bisherigen (!) Entwurf des Vorschlags (!) sprachlich eine Notlösung, und sie stehen momentan ohnedies aus Gründen der Accessibility in Frage."

      Seht Ihr, genau das meint Vlad mit "Argumentationsebenen wechseln". Das Posting müsst Ihr Euch mal auf der Zunge zergehen lassen 🙂

      Im gesamten Text von Caspar ist nicht _ein einziges_ Argument enthalten. Kennt man schon von anderen Feministinnen, plötzlich ist alles nur "ein Vorschlag" oder "ein Entwurf". Und das was Vlad sagt "kompletter Unsinn".

      Fakt ist, die wollen Ihren Gender-Unsinn in WordPress einbauen. Ob das ein "Vorschlag", eine "Notlösung" (warum überhaupt "Notlösung"? Wo ist denn die "Not"?) oder was auch immer ist, tut mal überhaupt nichts zur Sache.

      Caspar verhält sich tatsächlich wie "der Gutsherr aus der Konoialzeit", ziemlich von oben herab. Genau wie Vlad es beschreibt.

      Stellt Vlad als unterbelichtet dar ("Blödsinn"), dann versucht er ihm Unwissenheit bzw. mangelnde Beschäftigung mit der Sache unterzuschieben ("sofern Du das Projekt verfolgt hast"). Dann kommt "Für alle anderen: …", nach dem Motto: "Vlad ist eh zu blöd das zu kapieren, hoffnungsloser Fall"

      Und als Schluss dann noch sowas wie eine Drohung:
      "Ansonsten wird der Artikel sicherlich ein paar Kommentare anziehen. Glückwunsch!

      Wenn man dann auf gluckpress.com geht, geht’s da _genau so_ weiter:

      Vlad: "Das Plugin soll nämlich hunderte von Begriffen ins “gender-sensitive” übersetzen. Aus Redakteur wird Redakteur*in zum Beispiel. Ich persönlich halte dies jedoch für total unnötig."

      Antwort: "Da hat einer nicht wirklich mitgelesen. 50, Vladimir. Momentan sind es 50 von 4.710 Strings, die im aktuellen Entwurf einen Gender-Star bekommen haben, nicht „hunderte“."

      Wieder so eine Wiesel-Taktik. Erstmal wieder Vlad als blöd bzw. nicht-informiert darstellen, und sich dann an irgendwelchen Zahlen aufhängen. Keine Argumente.

      Wie oben schon geschrieben, tut überhaupt nichts zur Sache, ob es 50 oder hunderte sind. Einer ist schon zuviel.

      1. anfi

        Ich interpretiere die Sache so ähnlich wie du, Peter. An einer Stelle weiche ich aber davon ab:

        "Und als Schluss dann noch sowas wie eine Drohung:
        "Ansonsten wird der Artikel sicherlich ein paar Kommentare anziehen. Glückwunsch!""

        Den Satz Caspars an Vladimir habe ich nicht als Drohung an ihn aufgefasst. Beide sind sich schlicht darüber im Klaren gewesen, dass dieses Thema Kommentatoren anziehen wird. Darauf bezieht sich Caspar mMn.

        Einen kurzen Moment lang habe ich darüber nachgedacht, ob Caspar Vladimir mit dem Satz unterstellen wollte, das Thema aus Gründen des Selbst-Marketings aufzugreifen. Den Gedanken habe ich aber verworfen.

  2. Tabea

    Ohje, also das fände ich ganz schlimm, wenn WordPress mit dieser Ergänzung daher kommt – denn mich nervt es, wenn Wörter unübersichtlicher und länger werden. Als Frau fühle ich mich von "Blogger" eben genauso angesprochen wie von "Bloggerin"… wir sind es doch alle gewohnt und wer wirklich auf die weibliche Endung besteht, kann doch immer noch zum PlugIn greifen – das muss doch nicht allen aufgezwungen werden!

    Liebe Grüße

  3. Ina

    Mir als Frau ist das sowas von sch…egal, ob da "Autor" oder "Autorin" steht – mir ist wichtig, dass das Ding läuft. Alles andere ist affig und steckt Energie in Dinge, die wahrlich woanders besser aufgehoben wären.

  4. Torsten

    dann wieder um Accessibility (häh?),

    Um das "Häh" mal zu beantworten. Die Frage ist, was z.B. ein Screenreader aus Benutzer_innen, Benutzer*innen oder BenutzerInnen macht. Wenn das "Benutzer – Unterstrich – innen" vorgelesen wird, dann kann das ganz schön nerven. Mal abgesehen davon, dass z.B. auch Wörterbucher/Rechtschreibprüfungen ein Problem mit diesen Strings haben bzw. diese eben nicht enthalten. Dieser Frage muss nachgegangen werden, bevor es einen Merge geben kann.

    Zu den anderen Punkten spare ich mir einen Kommentar. Nur vielleicht die wiederholte Information, dass ich nicht zum Pluginteam gehöre und meine Beiträge am Plugin (die du z.T. als Basis für den Artikel genutzt hast), ausschließlich für mich gelten und nicht für das Plugin-Team.

    Ich hatte wirklich gehofft, die Antwort auf die gestellte Frage zu bekommen: "Warum es wichtig ist, dass WordPress frei von Ideologien ist wird in diesem Blogartikel erklärt.", aber hier steht nur, dass es so sein *soll*, leider nicht *warum* das so sein soll. Schade.

    1. Vladimir

      Der Begriff Accessibility fiel bereits schon im Vorfeld als Argument für die "gender-sensitive" Sprache und als Argument für das Plugin. Was du ansprichst, sind die Nebenwirkungen des Plugins.

      Ich hatte wirklich gehofft, die Antwort auf die gestellte Frage zu bekommen:

      Das sieht man doch. Es gibt nur unnötigen Streit und im Artikel steht das WP als Plattform dafür nicht geeignet sei. Wer sich in Sachen Gender engagieren möchte, der kann dies viel besser z.B. bei den "jungen Grünen" machen.

      WP ist ein CMS und dient allen Menschen, nicht nur Menschen, die einer bestimmten Idelogie anhängen.

  5. Pingback: WördPress des tages | Schwerdtfegr (beta)

  6. tboley

    Vlad, 100% Zustimmung auch von mir. Ich bin da voll auf deiner Seite. Wenn einem die Sprache so wichtig ist, macht man eine Sprachdatei. Alles andere ist der falsche Weg. Und wenn der Unsinn wirklich Bestandteil von WordPress wird, bin ich vermutlich nicht der Einzige, der dann ein Plugin schreiben wird, um den Mist wieder zu entfernen.

    1. Angelika

      bin ich vermutlich nicht der Einzige, der dann ein Plugin schreiben wird, um den Mist wieder zu entfernen.

      Solch ein Plug-in ist schon in Arbeit. Nur leider bringt das nicht viel.

      Gibt es erst einmal gegenderte Core-Übersetzung, wird auch alles andere nach und nach gegendert: Plugins, Themes – alles.

      Das kann man nicht mehr mit einem eigenen Plug-in abfangen, schon gar nicht, wenn man Kunden hat, bei denen wiederum verschiedene Erweiterungen im Einsatz sind – dann käme man vor lauter Aktualisieren aller Sprachdateien zu nichts anderem mehr. Und wie verteilt man die an die Kunden ohne Wartungsvertrag? Per E-Mail?

  7. Katrin

    Das wäre für mich ein ernster Grund, meine Blogs auf Englisch umzustellen. Leider kann man das beim Kunden natürlich nicht einfach so machen.
    Mich – als Angehörige der Zielgruppe (?) – nervt diese Genderisierung und Sprachvergewaltigung ganz arg – egal ob in WordPress, Zeitungen oder irgendwelchen Dokumenten. Es macht den Lesefluss kaputt und ganz oft wird es einfach nur lächerlich. Wenn dsa jemandem wichtig ist, als "Redakteur*in" angesprochen zu werden, bitte sehr – aber man sollte doch als Nutzer selbst entscheiden können, welchen Weg man geht. Diese Funktion in ein Plugin zu stecken, dass ich nach Bedarf aktivieren kann, oder eine Sprachdatei, die ich einbinden kann, dagegen hat doch keiner was. Das hart in die deutsche WP-Version zu implementieren, halte ich für den falschen Weg.

  8. Roland

    Hallo Vladimir, auch wenn du jetzt von manchem geschmäht und angefeindet wirst: es gut und vor allem wichtig, dass jemand all jenen, die den Wandel des WordPress-Sprachgebrauchs für deutschsprachige Anwender*innen nicht gutheißen, eine Stimme verschafft. Dafür ein herzliches "Dankeschön".

    Es geht also um Accessibility? Ich hätte im Traum nicht daran gedacht, dass es einen weiblichen Administrator vor ein unlösbares Problem stellt, wenn sie mit "Administrator" statt mit "Administrator*in" angesprochen wird. Vielen Dank für die Aufklärung.

    Die Verwendung des Begriffs "Intelligenz" im Namen des Plugins String"intelligenz" stößt bei mir schon seit dem Zeitpunkt, an dem ich zum ersten Mal auf das Plugin aufmerksam wurde, auf Verwunderung. Aber es wird schon seinen Grund haben …

    1. esper

      Hi Pascale,

      bitte verallgemeinere nicht die Aussage eines Einzelnen. Ich weiß, dass es eine geteilte Meinung im dt. Team gibt.

      Das Einzige, was ich leider jetzt beobachte, dass es einen Keil in die WP-Community treiben wird. Und das kann ich nicht für gut heißen.

      1. Pascale Beier

        Hi esper,

        da hast du Recht – das ist vermutlich eine Verallgemeinerung. Allerdings sehe ich eben nur, wie sich das dt. Team eben hier und auf Twitter dazu äußert. Und wenn diese Äußerungen allesamt polemisch sind, kann ich meine Aussage rechtfertigen.

        Das betrifft natürlich nicht das ganze dt. Team!

        Ja, es bleibt abzuwarten wie diese Spaltung sich entwickelt. 😡

      2. Angelika

        Na ja, so dramatisch würde ich das nicht skizzieren. Der Kern, die Clique, die Familie, die "richtige WordPress-Community" wird nach wie vor die Fäden der WordPress-Geschicke in den Händen halten. Der Rest, der absplittet ist da doch nebensächlich.

        1. Michael

          Die "richtige" WordPress-Community, zu der man nur gehört, wenn man die "richtige" Meinung hat? Gibt es denn eine "falsche"? Menschen, die nebensächlich sind? Das klingt für mich nicht nur wenig einend, sondern auch verachtend. Aber vielleicht verstehe ich es auch falsch.

        2. Angelika

          @Michael: Du hast kie Kernaussage schon richtig verstanden, packe es aber bitte in die Rubrik "Subjektive Wahrnehmung, Verbitterung, Enttäuschung und Sarkasmus".

    2. Torsten

      Was soll denn an diesem Tweet polemisch sein? Das war die Antwort auf deine Frage: "@vlad_perun Seit wann geht sowas so schnell in den Core? Da gab es doch unfassbar lange slack Diskussion.." – Das tut es ja nicht zwingend, sondern ist ein Vorschlag in Form eines "Feature Project". Ein üblicher Weg, der nicht immer zum Ziel führt (siehe z.B. Frontend-Editor). Wo ist das unprofessionell und polemisch?

      1. Angelika

        Hier pflichte ich Torsten defnitiv bei. Außerdem hat Twitter eine Zeichenbegrenzung und das ist definitiv nicht seine Art.

        Auch wenn Torsten im Forum widersprüchlich (in meinen Augen widersprüchlich) argumentiert hat, zum Beispiel verifizierte Meinungen einfordert, aber selbst auf eine nicht verifizierte Meinung als Beweis verlinkt (um die Mehrheit zu belegen), ist er wenigstens wirklich ernsthaft an einer Dikussion interessiert.

        In meiner Wahrnehmung bislang der einzige, der sich wirklich den Themen stellt. Vielleicht haben wir im Dialog zum Teil auch aneinander vorbei geredet. Ich denke, in einem Telefonat hätten wir das durchaus alles geklärt, was nicht heißt, dass wir anschließend unbedingt einer Meinung sein würden. Aber die Begründungen wären beim Gegenüber angekommen.

  9. Rüdiger Stobbe

    Die Gender-Geschichte frisst sich durch unsere Gesellschaft. Es werden Milliarden € wirklich zum Fenster hinausgeworfen. Neulich wurde in Aachen aus dem Studentenwerk das Studierendenwerk. Alle Formulare, alle Kfz-Aufdrucke, alle Leuchtschriften usw. müssen geändert werden. Kosten: Millionen. Ich hoffe, dass WP sprachlich neutral bleibt.
    Im Übrigen werde ich ab November meine Protokolle zur Einführung in die Gender-Wissenschaften auf http://www.mediagnose.de veröffentlichen. Meine Frau und ich haben an der RWTH Aachen an dieser Einführung im Rahmen eines Seniorenstudiums 2014 teilgenommen.

  10. Pingback: Aluhüte für WordPress Benutzer | Jenseits des täglichen Wahnsinns

  11. Susi

    Ich bin für eine Kopplung: Sobald im Grundgesetz Bundeskanzler*in steht, gibt es auch Administrator*in (oder beliebige Varianten).

    Ach ja: Ich bin die Susi und hier der Administrator. Das generische Maskulinum gehört nicht abgeschafft, sondern erobert.

  12. Bernhard

    Hallo Vladimir,

    ich schließe mich Deiner Meinung und der der Mehrzahl der Kommentierenden an.

    Diese Gender-Histerie wirkt wirklich so, als ob es keine anderen Probleme auf dieser Welt oder in WordPress gibt.
    Ich habe nichts dagegen, wenn es ein Gender-Plugin gibt, aber in der Standard-Installation hat das nichts verloren.

    Die Antwort auf die Frage „Warum es wichtig ist, dass WordPress frei von Ideologien bleibt?“ gibt meiner Meinung nach ‚esper‘ am besten und einfachsten: „Ideologien spalten jede Community.“

    Ich bin gespannt, wie das weitergeht.

    Grüße & ein entspanntes Wochenende
    Bernhard

  13. Hotcha

    Auch ohne den entsprechenden Kommentar wurde ich beim Lesen des Posts sofort an die Piraten erinnert. Wie gehabt: ein erfolgreiches Projekt wird von ein paar Spinnern gekapert. Die Folgen kennen wir. Ich kann nicht glauben, dass das alles ernst gemeint ist. Für mich und für viele andere wäre WordPress sofort tot, so sehr ich es auch liebe.

  14. Netzlichter

    Boah dann werden die deutschen Wörterinnen noch länger und zerhacken das Design auf Schlauphoninnen.

    Bleibt wohl nur Englisch einzustellen.

    Mir fällt gerade ein, wie wird das Aufrufen der Admin-Oberfläche gelöst?

    domain.tld/wp-admin*nin !?

    Junge, Junge … äh … Mädchen, Mädchen…

  15. Kristallprinz

    Als Kristallprinz*in, Administrator*in und Unixspezialist*in sehe da eine anarchistische Ausdehnung des Universum (Sterne) auf uns zu kommen. Wie würden dann wohl die Begriffe Gott, Rat, Hase, Gans etc. umgesetzt werden? Go*ött*in, Ra*ät*in, Ha*äse*in(-e), Ga*äns*erich?
    Ich verstehe durchaus, dass aus fanatisch betriebenem Feminismus heraus das generische Maskulinum ein Problem darstellt. Jedoch könnte sich das jede durch eine weibliche Sprachdatei selbst korrigieren wenn es der Einzelnen denn so wichtig erscheint.
    Aus administrativer und programmiertechnischer Sicht ist das ganze Ansinnen jedoch ein Desaster. Es verursacht unnötige Mehrarbeit und für den Kunden nicht unerhebliche Kosten. Abgesehen davon ist es nicht Aufgabe einer Software ein politisches oder gesellschaftliches Statement abzugeben, geschweige denn einen einseitigen Status Quo zu setzen.
    Das Gender-Mainstreaming ist eine politische und gesellschaftliche Entwicklung, keine technische!

  16. Bernd

    Ich weiß nicht ob ich das Plugin anwenden werde. Aber warum bloss seid ihr so wütend? Jedes Reden produziert Bilder und legt Nahelegungen aus. Sprache ist doch nicht beliebig und natürlich transportiert sie alle möglichen Strukturen um diese zu verfestigen. Dazu gehören auch die Geschlechterstrukturen. Ich finde das eigentlich ganz witzig auch mal ein paar Stolpersteine in meine Alltagssprache gelegt zu bekommen. Das Problem das ich damit habe, ist das man diese Unterstriche oder Doppelendungen zwar noch lesen, aber kaum noch sprechen kann. Die deutsche Gesellschaft für Informatik hat vor vielen Jahren mal eine Leitlinie herausgegeben nach der männliche und weibliche Begriffe abwechseln benutzt werden sollen. In der IX findet man (und frau…) ab und zu Artikel in denen wechselweise von Adminstrator und Administratorin, Programmierer und usw. die Rede ist. Das lässt schon als Irritation aufmerken. Und Susi, deine Idee das generisch männliche zu erobern ist sehr bestechend, aber wenn dies in der Geschwindigkeit geschieht, mit der sich die Löhne angleichen, müssen Frauen noch bis ins Jahr 3888 warten bis sich das Niveau angeglichen hat….

    1. Angelika

      Mein Kommentar war leider wegen dem Einsatz spitzer Klammern mit Textlücken veröffentlicht. Daher hie neu und hoffentlich vollständig:

      Eigentlich wollte ich mich hier heraushalten. Da ich aber heute lesen musste, dass per Tweet über mich gehetzt wird und keiner die Eier in der Hose hatte, mich persönlich drauf anzusprechen, habe ich es mir anders überlegt.

      Tweet: "Da sind polemischen Kommentare einer Anwenderin, die den Sinn nicht kapiert, auf fruchtbaren Boden gefallen."

      Damit war eindeutig ich gemeint (hinter meinem Rücken), als die bis dahin einzige weibliche kommentierende Person. Ganz davon abgesehen, dass ich als hohle Nuss hingestellt werde, wird auch Vladimir beleidigt und ihm unterstellt, sich keine eigene Meinung bilden zu können.

      Dann gefiel dieser Kommentar von mir nicht: https://de.wordpress.org/team/2016/10/13/stringintelligenz-localization-feature-proposal/#comment-626

      Tweets: 1.) "hat sich Zeit genommen für den Kommentar, dann nehme ich mir natürlich Zeit für eine Antwort. Aber danach: ja. :)"
      Antwort 2.) "Manche Leute (und ich meine nicht Dominik) bremsen, wo es geht. Schade." 2 Likes

      Wie komme ich bloß dazu, zu schreiben dass gegenteilige Meinungen als Halbwissen hingestellt werden? Hat mich zwar keiner gefragt, ich schreibe es trotzdem mal, in dem ich die Ursache zitiere: 1. "Es gibt Meinungen, die von Halb- oder Nichtwissen geprägt sind, und es gibt Meinung, die auf Meinungsbildung fussen. Das ist ein aktiver Prozess der Selbstinformation, an dessen Ende eine informierte Meinung steht, aus der heraus jemand z.B. informierte Entscheidungen treffen kann." 2."Bevor hier also „Meinungen“ diskutiert werden, darf ich als Initiator des Projekts vielleicht eine Auseinandersetzung mit Sachinhalten einfordern?" Tja ….

      Wie komme ich ferner nur dazu, zu behaupten, dass die Mehrheit der GTEs sowieso dafür stimmen wird? Heute hat Pixolin dem @glueckpress (Caspar Hübinger) noch einmal betätigt (per Tweet), dass er hinter dem Projekt steht. Bei Torsten dachte ich, er wäre 100% dafür, da seine Aussagen (es ist unbestritten, dass Gendersprache obligatorisch ist, usw.) mich das vermuten ließen. @Torsten macht sich jedoch ernsthafte Gedanken und ich glaube mittlerweile sogar, nicht nur in technischer Hinsicht. Birgit schreibt selbst Gendersprache, was mich vermuten lässt, dass sie dafür sein dürfte, aber ich weiß es definitiv nicht. Transl@tor fragte, ob und wie das schon sofort in den Core übernommen werden solle (hinterfragte also gar nichts Quelle: #polyglots/#slack). Das sind 3 bis 4 von 6 Leuten. Vielleicht auch von 7 Leuten, wenn der GTE von wordpress.com auch stimmberechtigt ist.

      Hinzu kommt die Art und Weise, wie alles vonstatten ging. Man hat im WordCamp Hamburg (2014) bereits darüber diskutiert (lt. Tweet). Jetzt auf dem WCFRA wurde es als fertiges Plug-in mit klarer Zielsetzung als Core-Übersetzung vorgestellt.

      Ich bin jetzt seit über 2 Jahren sehr aktiv in der Community, habe übersetzt, im Forum supportet, an einer Marketingbroschüre gearbeitet und sehr viele Artikel auf de.wordpress.org/news (Blog) geschrieben, dabei immer wieder Events anderer WP-Gruppen redaktionell unterstützt. Eigentlich dachte ich, ich gehöre zu dem WordPress-Team de.w.org. Anscheinend jedoch nur solange man keine eigene und vor allem keine gegenteilige Meinung vertritt.

      Es hieß damals 2014: Jeder kann sich in die Community einbringen. Doch was ich jetzt irgendwie wahrnehmen musste, ist, dass WordCamps zu geschätzten 80% (oder mehr) von denselben Leuten besucht wird, also wirklich familiären Charakter hat (Ich will hier nur auf den "familiären Charakter hinaus, stünde mir ja frei, WordCamps zu besuchen). Dass nur 37% der Kommunikation im Slack laut Statistik in öffentlichen Kanälen geführt wird.

      Nicht einmal im Slack in den öffentlichen Kanälen wurde das Vorhaben vorher diskutiert. Eine Gruppe Gleichgesinnter entwickelt etwas, das Millionen Benutzer betrifft.

      Ich habe mehr als einmal vorgeschlagen, öffentliche Meinungen einzuholen. Es gibt Twitter, Google+, Facebook, etc. und vor allem die News auf de.wordpress.org die in JEDES Dashboard aller deutschsprachigen Benutzer landen. Titel (als Beispiel) "Umfrage an euch: Soll WordPress-Sprache gegendert werden". Notfalls würde ich auch eine anonyme Umfrage online stellen, wenn man wirklich will, geht alles.

      Darauf wird aber gar nicht erst eingegangen, ich lese nur zufällig im Twitter als Reaktion darauf (ohne mich anzupingen): "manche Leute bremsen, wo es geht" (2 Likes). Sagt schon alles, eigentlich. Es besteht definitiv kein Interesse daran, auch nur einen Zentimeter vom Plan abzuweichen und auch kein Interesse an der Meinung der WordPress-User außerhalb der Aktiven.

      Tweet: "Sicher nicht, aber es macht schon stutzig, wie einige den ganzen Rest des Projekts (außer *) komplett ausblenden." Das als Reaktion auf den Rant "hohle Nuss", somit fühle ich mich zumindest mitgemeint.

      Habe ich nie, alles nur auf Sternchen reduziert. Klipp und klar: Ich bin gegen eine Sprache, die Rechtschreibregeln bricht. Außerdem bin ich gegen eine feministische Kampfsprache, so dass bei jedem Sonderzeichen im Grunde ein Jack of the Box aufpoppt und ein Fähnchen hochhält und demonstriert "WIR FRAUEN SIND JETZT HIER", so wie ich heute in einem Tweet las (sinngemäß) "Yeeha @ ADA Lovelace we have it done #stringintelligenz".

      Ich habe nichts gegen eine gleichberechtigte Sprache, aber nur in sehr subtiler Form. Mal der Autor schreiben, mal die Autorin. Keine Doppelnennung, kein Binnen-I, kein Schrägstrich. Statt die AutorInnen lieber Rolle Autor, dann wieder Rolle Autorin. Das fällt nicht so ins Gewicht, dürfte auch kaum auffallen, benachteiligt jedoch auch die Frauen nicht, die es nötig haben und darauf pochen. Oder will man gar mit der Sprache auffallen, ist das ein zweites mindestens gleichrangiges Ziel?

      Ein Binnen-I statt Sternchen wäre übrigens auch nicht Dudenkonform. So, viel Spaß beim Twittern.

      1. anfi

        Danke für deinen Text. Da ich die Debatte nicht kannte, habe ich mich rein inhaltlich geäußert (siehe anderer Kommentar, vertrete ähnliche Ansicht wie du). Aber nach deiner Schilderung weiss ich, warum hier überhaupt son Wind gemacht wird.

        Mal wieder meinen irgendwelche Gutmenschen und Frauenbeschützer, der Welt ihre Ideologie aufdrücken zu müssen. Es wird der Anschein erweckt, als sei man an einer Diskussion und Verhandlungen (mit offenem Ausgang) interessiert und würde demokratische Mehrheitsentscheidungen respektieren. Aber in Wahrheit ist schon längst entschieden, was passieren soll.

      2. r23

        Hallo,

        danke für Deine bisherige Arbeit bei dem Projekt. Ich finde es sehr schade, wie mit dir in den Tweets umgesprungen wird.

        // kein Interesse an der Meinung der WordPress-User außerhalb der Aktiven.

        Dies war schon immer so …

        LG

        Ralf

      3. Caspar Hübinger

        @Angelika Spät, aber hoffentlich nicht zu spät: Meine Tweets oder Likes waren nicht auf dich gemünzt, und wenn es so rüber gekommen ist, tut es mir leid. Deine inhaltliche Kritik auf /team respektiere ich, mit dem recht feindseligen Stil habe ich mich schwer getan.

        1. Angelika

          @anfi und @r23:
          Danke. Ein Stigma als Opfer soll daraus allerdings nicht entstehen auch nicht der Eindruck.

          Es war schlicht hinterhältig.

          @Caspar:
          zur Kenntnis genommen und abgehakt. Vielleicht erklärst du mir bei Gelegenheit im #slack, wo du einen feindseligen Stil ausgemacht hast?

          Ein Feindbild habe ich nicht aufgebaut, wenn ich dir etwas zu sagen hatte, habe ich dich direkt namentlich angesprochen. Ich bin gegen die jetzige Form der Umsetzung und enttäuscht, wie die Community NICHT einbezogen wurde und wird. (Siehe Kommentare 1. bis 6 und "an die Entscheidungsträger" – Teil 4 fehlt – wurde (noch) nicht veröffentlicht, der ist eigentlich sehr wichtig). Und wütend darüber. Bemühe mich aber stets um Sachlichkeit.

    2. Caspar Hübinger

      Die deutsche Gesellschaft für Informatik hat vor vielen Jahren mal eine Leitlinie herausgegeben nach der männliche und weibliche Begriffe abwechseln benutzt werden sollen.

      @Bernd Ja, ein interessanter Ansatz! Setzt allerdings programmatische Anpassungen voraus, die im System selbst vorgenommen werden müssen. Kennst du zufällig Beispiele für Umsetzungen der Leitlinie in einem internationalisierten Kontext? Also wenn die Quell-Strings, wie bei WP, in Englisch sind und nur die Übersetzungen zwischen den Genera wechseln müssten?

    3. KaRa

      "mit der sich die Löhne angleichen, müssen Frauen noch bis ins Jahr 3888 warten bis sich das Niveau angeglichen hat…."

      Fragen:
      1. Wenn Frauen im Vergleich zu Männern für die gleiche Arbeit grundsätzlich schlechter bezahlt werden, müssten die Arbeitgeber dann nicht (gerade in der heutigen Zeit, in der Kostenersparnis solch eine große Rolle spielt) nur noch Frauen einstellen? Warum sollten sie die teueren Männer einstellen, wenn sie doch die gleiche Leistung von billigeren Frauen haben könnten? Ein Unternehmer der dies erkannt hätte, könnte seine Waren/Dienstleistungen billiger anbieten, hätte mehr Gewinn und der Vorsprung vor der Konkurrenz wäre enorm.Die Unternehmer sind auf dem Gebiet der Gewinnmaximierung entweder plötzlich vollkommen blind, oder die Situation der Lohndiskriminierung besteht nicht.

      2. Wie viele Personen werden mit dem Einkommen eines Mannes gegenüber dem Einkommen einer Frau unterhalten?

  17. Pingback: Unnötige Diskussion? – Jörn Schaars feine Seite

  18. Struppi

    Ist es nicht möglich einfach das englische WP zu installieren und dann eine dt. Sprachdatei ohne diesen Genderquatsch nachzuinstallieren?
    Letztlich betrifft diese Geschichte fast nur das Backend und dort läßt sich auch auf englisch arbeiten.

    Was aber wirklich verwunderlich ist und mittlerweile leider häufig bei OS Projekten zu beobachten, das irgendwelche Minderheiten meinen, sie haben die Moral gefressen und sind damit befugt alle zu bevormunden, man macht ja "das Gute" – Es gibt 30(!) aktive Installationen des Sprachplugin. Wie kommt man auf die Idee, dass das alle haben müssen?

  19. Ania Groß

    Ich finde es gut, dass über bestehende Strukturen nachgedacht wird und Änderungen möglich sind. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwierig es ist, gendergerecht zu sprechen. Ich weiß aber aus eben dieser eigenen Erfahrung auch, dass mit gendergerechter Sprache die Bilder im Kopf andere werden, und genau darum geht es.

    Für die Rollen wünsche ich mir Begriffe, die die Rolle definieren und nicht die Person, die die Rolle inne hat.

    Zum Beispiel: alle Rechte, viele Rechte, Abonnement, schreiben …

    1. anfi

      Das klingt, als wolltest du admin / administator –> "alle Rechte" übersetzen.

      Das halte ich nicht für praktikabel, weil man dann vom eher "technischen Akt" des Übersetzens, zur Deutung/Interpretation und Erklären übergeht.

      1. Ania Groß

        Doch, anfi, genau das will ich. Und nicht nur, weil jemand, derdiedas alle Rechte hat, ein Mann, eine Frau, was dazwischen oder was darüber hinaus sein kann, sondern auch, weil ich, obwohl ich seit über sechs Jahren mit WP arbeite und auch anderen WP-Websites einrichte und WP ERKLÄRE, nie weiß, was diese einzelnen Rollen bedeuten. Ich selbst kam bisher bei ALLEN Projekten mit der Administratorinnen- und der Redakteurinnen-Rolle aus. Als Gastautorin bekam ich aber mal eine Rolle, bei der ich in meinen eigenen Artikel nicht mal Bilder einbauen durfte, obwohl ich den Artikel gar nicht selbst freigeben konnte. Und in dem Artikel ging es um Sketchnotes, also um BILDER. Völlig absurd!! Ich bekam dann also doch eine Redakteurinnenrolle und hätte in einer fremden Installation fast alles gedurft. Wie gut, dass ich so vertrauenswürdig bin!

        Insofern könnte es doch sein, dass, wenn wir mit einer Benamsung vorangehen, die erklärt, was die Rolle kann, das auch rückübersetzt wird in WPs Muttersprache. Und vielleicht wird so gar die Anzahl Rollen reduziert oder überdacht, was diese bedeuten und bedeuten sollen.

        1. anfi

          Nix für ungut, aber das ist nicht zielführend. Aufgabe eines Übersetzers ist es zu übersetzen, nicht zu deuten und zu erklären. Das Problem, das du skizzierst hat auch nichts mit gendergerechter Sprache zu tun, sondern mit einer generell falschen Wortwahl einem falschen Konzept zur Bezeichnung von Nutzerprofilen. Der meiner Meinung nach richtige Weg wäre hier, mit dem englischen Ursprung zu klären, ob die Rollenbezeichnungen nicht bereits im Englischen angepasst werden sollten. Denn das Problem das du schilderst haben ja nicht nur die deutschen Nutzer und Nutzerinnen, sondern auch die englischsprachigen. Wenn dort dann entsprechende Begriffe zur Bezeichnung des Benutzerprofils vorlägen, müsste das deutsche Übersetzerteam nur seiner eigentlichen Aufgabe nachgehen. Dem Übersetzen.

    2. John Doe

      Hallo Frau Groß,

      zur Definition der Rollen gibt es tausende Dokumentationen und Infos im Internet.
      Was wollen wir machen, wenn wir auf einmal in jeden Button (ja, das wollen Sie ja schliesslich) schreiben, welche Sachen nun exakt gespeichert werden.

      In etwa so:
      Speichern (Der Titel, der Text, die Metabox, das Datum, …)

      Technisch scheinen Sie wenig Ahnung davon zu haben, was WP da leisten muss, wenn wir noch eine 3. Sprachversion in WP bekommen.

      Wir haben jetzt schon die formelle und Du-Form, die bei quasi jedem Plugin übersetzt werden möchte. Die Anzahl der Strings bei Themes und Plugins ist immens.

      Und technsich bleibt is_admin() auch is_admin().

      PS: Sie können sich sogar selbst eine eigene .mo und .po anlegen und so ganz WP nach ihren Vorstellungen übersetzen. Schon mal daran gedacht? Oder wird es ihnen dann doch zu Aufwendig per inkluden der Skripte alle Plugin, Themes und das Backend zu übersetzen? Vergessen wir nicht die neuen ca. 40 Übersetzungen, die bei jeder Version hinzukommen. Oder ist das dann doch zu aufwendig? Ich als gelegentlicher Übersetzer von Plugins habe auf eine 3. Sprache KEINEN Bock. Irgendwann ist Schluss.

      Das Problem ist eben auch, dass reine User, wie Sie, die technische Dimension gar nicht abschätzen können.

  20. Marcus

    Ein Open Source-CMS unter der GPL soll frei von Ideologien bleiben. Aha. Das ist doch eine reichlich naive Sicht, die leider in der IT-Welt weit verbreitet ist, um sich von der gesellschaftlichen Verantwortung für das eigene Tun loszusprechen.

    Es scheint, Sie verteidigen hier unter vorgeschobenen Gründen nur ihre Pründe und reagieren reichlich aversiv, weil hier nun über Kategorien diskutiert wird, die über das Technische hinaus gehen. Aber auch Software ist politisch.

    1. Angelika

      Ein Open Source-CMS unter der GPL soll frei von Ideologien bleiben. Aha. Das ist doch eine reichlich naive Sicht, die leider in der IT-Welt weit verbreitet ist, um sich von der gesellschaftlichen Verantwortung für das eigene Tun loszusprechen.

      Ich würde es eher als reichlich weise Sicht bezeichnen. Die "gesellschaftliche Verantwortung" wird von einem Teil als solche aufgefasst, während der andere Teil eine andere Auffassung davon hat. Gerade beim Gendern lässt sich vortrefflich über Jahre "streiten", und beiderseits werden Studien, Belege, Beweise vorgelegt.

      Von daher ist es eine gute Idee, Ideologien aus einem CMS herauszuhalten, denn das lenkt nur von der Natur eines CMS ab und blockiert Ressourcen, die für die Weiterentwicklung genutzt werden könnten.

    2. Vladimir

      Hallo Marcus,

      dein Kommentar zeigt deutlich, dass es nicht gut ist, sich bei der Verfassung von Kommentaren und anderen Inhalten von Vorurteilen leiten zu lassen. Vor knapp 3 Jahrzehnten wurde ich das erste Mal politisch aktiv. Also in der Zeit, wo viele der Kommentatoren noch in der KiTa oder Grundschule waren oder erst gar nicht geboren. Und zwar in zwei Ländern, in anderen Zeiten und auch da wo es z.T. auch richtig gefährlich war. Komme mit bitte daher nicht mit "gesellschaftlichen Verantwortung" daher.

      Dennoch bin ich der Meinung, dass Ideologien nix im WP-Core zu suchen haben, da dort Menschen mit unterschiedlichen Weltanschauungen zusammenarbeiten müssen ohne sich an den Kragen zu gehen oder Zeit mit unnötigen Diskussion zu vergeuden.

  21. mensmaximus

    Viel Aufregung um Nichts. Die Debatte um eine "gendergerechte" Sprache gibt es in Deutschland seit Jahren. Es ist absolut nichts daran auszusetzen Frauen und Männer bzw. Männer und Frauen … äh … beide Geschlechter (um weder das eine oder andere Geschlecht durch Erstnennung zu bevorzugen) auch sprachlich, durch die Verwendung genderneutraler Bezeichnungen, gleich zu behandeln.

    Die *, /, Binnen-I Schreibweise, oder wie auch immer man die typographische Vergewaltigung des geschriebenen Wortes nennen will, ist hingegen abzulehnen, zu diesem Schluss kommen etliche Studien. Die deutsche Sprache ist kompliziert genug und auch die Rechtschreibreformen haben daran nichts geändert. Solange unsere Kinder bei Sprach- und Schreibtests mangelhaft abschneiden (z.B. PISA) ist es sicherlich schlauer dem Projekt "Leichte Sprache" zu folgen, anstatt Texte durch "Zwangsgenderung" in ihrer Lesbarkeit zu beeinträchtigen.

    Auch befürchte ich, dass sich kaum eines der tausenden von Plugins für WordPress daran orientieren und weiterhin eine maskuline Du-Version oder evtl. eine SIE-Version seiner Übersetzungsdatei liefern wird – wenn überhaupt eine deutsche Sprachdatei beiliegt. Das Übersetzungs-Chaos würde noch größer.

    Langer Rede, kurzer Sinn. Solange keine *, /, I oder () zur Neutralisierung des Geschlechts zum Einsatz kommen ist mir das egal. Sollte die Gender-Inquisition hier aber tatsächlich die Oberhand gewinnen – werde ich mich zur Ketzerei bekennen und die unliebsamen Strings durch Overload entfernen.

  22. Raimund

    Mittlerweile vermute ich, dass "Stringintelligenz" ursprünglich gut gemeint war. Ein Plugin, mit dem man die gender-sensitive Übersetzung von WordPress testen und optimieren kann, um die gewonnenen Erfahrungen nach und nach in die deutschen Sprachdateien einfließen zu lassen.

    Warum machen die Verantwortlichen nun Druck und wollen der gender-sensitiven Sprachanpassung nicht die nötige Zeit zum Reifen geben? Vermutlich ist ihnen (erst) jetzt aufgefallen, dass sie über einen längeren Zeitraum hinweg eine weitere Sprachdatei pflegen müssten – ein beträchtlicher Zeitaufwand.

    Hinzu kommt die Erkenntnis, dass sich kaum jemand für das Plugin begeistert (momentan lediglich 30+ Installationen). Der ganze Aufwand, den man bislang in das Projekt gesteckt hat, findet keine Würdigung (ok, eine Runde Mitleid).

    Aber das kann man ja änderen, man sitzt ja am längeren Hebel … schließlich hat man sich "durch langjährige Mitarbeit die Kompetenz und das Recht erworben", eine solch folgenschwere Entscheidung zu treffen. Fehlt nur noch ein "Wir schaffen das!"

  23. Torsten

    Einige der mit diesem Schritt verbundenen Änderungen werden bei gewerblichen Kunden auf Unverständnis und Ablehnung stoßen. WordPress ist ja nicht nur Grundlage für Gender-Blogs und politsch anrüchige Privatseiten, aber das scheint diese Community nicht sehen zu wollen. Hey Vlad, kannst ja immer noch auf Textpattern umsteigen. 😉

  24. Lore Reß

    Anstelle überall ein Anhängsel anzuhängen (was ich als diskriminierend betrachte – ich bin kein Anhängsel) soltlen wir alle Berufsbezeichnungen etc. als geschlechtsneutral befinieren. dann müssen nur noch für einzelne, z.B. Kaufmann neue, geschlechtsneutrale Bezeichnungen gefunden werden.

    Aber die Einarbeitung von "*" in WordPress ist überflüssig. Die Gendermanie trennt mehr als sie gleichstellt.

  25. anfi

    a) Eine Grundidee feministischer Sprachkkritik ist meines Wissens die Vorstellung, dass Menschen durch die Wahl oder nicht-Wahl ihrer Wörter "Realität erschaffen". Das ist meines Wissens die Hauptkritik am generischen Maskulinum. Zwar hat das Genus objektiv nichts mit dem biologischen Geschlecht zu tun, aber bei einigen Wörtern/Begriffen gehen das biologisches Geschlecht und das Genus so sehr ineinander über, dass sich gedanklich nur schwer eine Trennung vollziehen lässt. Z.B.: Wer denkt schon beim Begriff "Arzt", "Schüler" oder "Student" an eine weibliche Person? Insofern finde ich es prinzipiell richtig, dass das Übersetzungsteam sich da Gedanken macht.

    b) Was die radikaleren SJWs (damit meine ich jetzt nicht das deutsche WordPress-Team!) meiner Meinung nach jedoch vergessen ist, dass Wörter ja nicht nur Realität erzeugen sondern umgekehrt Realität auch Wörter mit Inhalten füllt. Daher unterliegen Wortbedeutungen bekanntermaßen einem ständigen Wandel. Oder anders: Wenn nur häufig und offensichtlich genug das Wort "Arzt" (oder "Schüler", oder "Redakteur") im Zusammenhang mit Menschen beiderlei Geschlechts Verwendung findet, dann erodiert in die Köpfen der Menschen die "geschlechtliche" Komponente aus diesem Wort/Begriff.

    Daher bin ich der Meinung, dass das deutsche WordPress-Team nach geschlechtsneutralen Entsprechungen fahnden soll. Werden diese gefunden sollen diese ins deutsche WordPress übernommen werden. Bei Wörtern, wo es keine sinnvolle geschlechtsneutrale deutsche Entsprechung gibt, sollte die bisherige mit Verweis auf b) einfach so belassen werden wie es ist. Das ist meiner Meinung nach eine praktikable/pragmatische Lösung und dürfte bei den meisten auf Zustimmung stossen. Hier haben sich ja einige weibliche WordPress-Expertinnen bzw. Verwenderinnen dazu geäußert, dass sie den Statusquo nicht so kritisch sehen.

    Kontruktionen mit irgendwelchen Genderstars, Binnen-Is oder Neologismen halte ich aus Gründen der Accessibility, Usability und aus technischen Gründen für problematisch. Die Gründe wurden schon genannt. Sternchen und Unterstriche werden von Screenreadern nicht richtig gedeutet. Ein Sternchen dient in vielen Fällen (Programmiersprachen, regular expressions) als "Wildcard" und könnte (*bin kein Experte*) Inkompatiblitäten/Probleme verursachen. Und Neologismen werden nur von einer kleinen Gruppe Eingeweihter verstanden.

    1. Vladimir

      Hi anfi,

      zu b), dass hätte und kann man auch erreichen, in dem man z.B. "männliche und weibliche Studenten" schreibt. Das dies klappt merkt man an dem Wort "Autofahrer". Eine Meldung "2.000 Autofahrer sitzen im Stau" würde bei keinem mir bekannten Menschen, dass Bild suggerieren, dass nur Männer im Stau sitzen und es für weibliche Fahrer eine imaginäre Ausweichroute gab.

    2. John Doe

      Das ist nämlich genau der Punkt.

      "Daher bin ich der Meinung, dass das deutsche WordPress-Team nach geschlechtsneutralen Entsprechungen fahnden soll. Werden diese gefunden sollen diese ins deutsche WordPress übernommen werden. "

      Dafür sein und Verantwortung abtreten. Sauber. Vlad ist einer der Menschen, die manchmal Stunden über ein Wort bzw. Wortgruppe diskutieren (müssen), um es regelkonform zu übersetzen. Da macht es dann ja 3-fach Spass, wenn dann noch eine 3. Form hinzukommt und bei der wird ja noch penibler darauf geachtet, dass es irgendwie richtig ist.

      1. anfi

        "Dafür sein und Verantwortung abtreten. Sauber. Vlad ist einer der Menschen, die manchmal Stunden über ein Wort bzw. Wortgruppe diskutieren (müssen), um es regelkonform zu übersetzen. Da macht es dann ja 3-fach Spass, wenn dann noch eine 3. Form hinzukommt und bei der wird ja noch penibler darauf geachtet, dass es irgendwie richtig ist."

        Naja. Vladimir hat mMn dieses Thema hier aufgegriffen, um über die Kommentarfunktion ggf. auch die Perspektive jener zu erfahren, die mit dem technischen Aspekt der Übersetzung nichts am Hut haben.

        Ich bin ein reiner WordPress-Nutzer (und Leser seines Buchs) und habe eine Meinung zum Thema Gender&Sprache. Den tatsächlichen konkreten Aufwand eines WordPress-Übersetzers kann ich nur schwer abschätzen. Mein Vorschlag ging davon aus dass die Übersetzungsarbeit weitestgehend von Stringintelligenz übernommen wurde und lediglich unter Hundert Strings ohne Zuhilfenahme des Genderstars oder Inkaufnahme unüberschaubarer technischer Konsequenzen nicht übersetzt werden konnten.

        Und zu diesen paar Strings meinte ich, dass man sie einfach belassen solle wie bisher. Die Gruppe jener, die sich am ungegenderten "Administrator" stören, scheint mir sehr gering zu sein.

        Ich sehe das nicht dogmatisch. Vielleicht habe ich auch die Konsequenzen (und den Aufwand) der Aufnahme der Stringintelligenzübersetzung in den Core noch nicht richtig erfasst. Sollte das der Fall sein, sorry.

        Eine Frage ist mMn auch noch nicht wirklich beantwortet worden, nämlich, warum das ganze überhaupt so zwingend in den Core soll. Das Plugin wurde gerade mal 30+ heruntergeladen. Der Leidensdruck genderbewegter WordPressnutzerInnen scheint sich also in einem überschaubaren Rahmen zu halten. Ich kenne es von anderen Softwareprojekten so, dass nur Plugins ins Hauptprodukt übernommen werden, wenn sie sehr rege und von vielen genutzt wird (z.B. Firefox; Developer-Tool-Plugin).

        1. Angelika

          Das Plugin wurde gerade mal 30+ heruntergeladen. Der Leidensdruck genderbewegter WordPressnutzerInnen scheint sich also in einem überschaubaren Rahmen zu halten.

          Die Anzahl der Downloads würde ich nicht als Maßstab nehmen. Nach deinem wiederholten Argument sind die Downloadzahlen nahazu katapultiert. Kann auch ein weiblicher Fan jeden Tag 20x hintereinander herunterladen, was sagt das also schon großartig aus?

          Viel interessanter ist hingegegn, dass eigentlich nur diejenigen, die keine Gender-Signale in der Sprache sehen wollen, viel Zeit investieren, um eine Lösung zu finden. Die angebliche leidende weibliche Mehrheit ist im Support-Plug-in-Forum in dieser Hinsicht nicht vertreten.

        2. anfi

          Hallo Angela, deine Antwort hab ich erst jetzt gesehen …

          "Die Anzahl der Downloads würde ich nicht als Maßstab nehmen. Nach deinem wiederholten Argument sind die Downloadzahlen nahazu katapultiert. Kann auch ein weiblicher Fan jeden Tag 20x hintereinander herunterladen, was sagt das also schon großartig aus?"

          Mir ist klar, dass die Downloadzahlen (eigentlich meinte ich die Zahl aktiver Installationen) keinen belastbaren Wert darstellen. So gänzlich ohne Aussagekraft sind sie meiner Meinung nach aber nicht.

          Seit den Diskussionen hier ist die Zahl aktiver Installationen auf 60+ gestiegen. Vorher waren es 30+. Und die Downloadzahlen schwanken sehr stark, wobei die Spitzen bei etwas über 20 Downloads am Tag liegen. Diese Spitzen sind sehr wahrscheinlich durch die Diskussion hier entstanden. Rechnet man das gedanklich raus, liegt der geschätzte Durchschnittswert bei zwei bis drei Downloads am Tag.

          Ingesamt betrachtet sagen aber diese Werte, dass sie Maximalwerte darstellen und die tatsächliche Zahl der Nutzer und Nutzerinnen aller Voraussicht nach eher niedriger (und nicht höher) ist.

          Und das paßt meiner Meinung nach nicht zu der Behauptung, dass irgendwo da draussen ein nennenswertes Interesse an einem gegenderten WordPress existiert. Ich finde aber, dass ein solches Interesse vorhanden sein sollte, wenn man beabsichtigt, die Übersetzungen des Plugins in den Core aufzunehmen. WordPress lebt durch und von seiner Community. Daher sollte sie bei solchen Entscheidungen meiner Meinung nach ein erhebliches Wörtchen mitzureden haben. Ich war überrascht, mit welcher Ignoranz und Überheblichkeit Torsten gegen eine Community-Befragung argumentierte.

          Die Frage nach der Community sollte vor allem auch verhindern, dass WordPress durch Individualinteressen der GTE-Mitglieder und der Ersteller des Plugins mißbraucht wird.

          Kann ich wissen, ob Caspar das Plugin und dessen Einführung in den Core nicht aus rein ökonomischen Erwägungen initiiert hat? Der Punkt, WordPress-Plugin-Autor zu sein, macht sich in einem Lebenslauf oder bei der Bewerbung um einen Auftrag sicher gut.

  26. Aarkon

    Lustig, wie einerseits die Rudimente der Piratenpartei als Beispiel für schiefgegangene Genderdebatten angeführt werden, aber andererseits die dortige Ideologie der Ideologiefreiheit anscheinend völlig ausgeblendet wird.

    So wird in ein paar Sternchen doch ganz schön viel reininterpretiert; wer sind da wohl die größeren Ideologen? Die, die ein paar zusätzliche Zeichen ("*in" => drei) in ein Textfeld stecken möchten oder die, die darin Gutsherren(!)-Art erkennen dadurch den Untergang des Abendlandes an die Wand gemalt sehen?

    Man wundert sich über die Aufregung.
    Cheers.

  27. Thomas

    Für mich ist das recht einfach: Es existiert keine Mehrheit in der Welt für das Gender-Mainstreaming. Trotzdem wird die Mehrheit der Andersdenkenden mit der politischen Korrektheit einer vorlauten Minderheit überzogen, die meinen, auf einer höheren moralischen Position zu stehen. Demokratisch ist das nicht, sondern das Gegenteil davon.

  28. ich ich ich

    Das Problem lässt sich mit dem schönen Plugin "Binnen-I be gone" in Chrome, Firefox und Safari übrigens auf allen Webseiten gleichzeitig lösen. Alle Binnen-I-, Sternchen- und Unterstrichabsurditäten werden damit einfach direkt entfernt.

  29. Manfred

    "Als Begründung warum man keine Grundsatzdiskussion wünscht, werden Quellen genannt, …"

    Was für Quellen denn? Würde es Dir was ausmachen, die zu verlinken? Oder sonst irgendwie Tipps geben, wie man die finden kann? Ich würde gerne auch die andere Seite lesen.

    1. Caspar Hübinger

      Was für Quellen denn? Würde es Dir was ausmachen, die zu verlinken? Oder sonst irgendwie Tipps geben, wie man die finden kann? Ich würde gerne auch die andere Seite lesen.

      @Manfred Damit ich nicht wegen zu vieler URLs im Spam lande, hier nur die URL, zu der ein anderer Link aus dem Forum-Sticky führt: https://github.com/glueckpress/stringintelligenz/blob/master/CONTEXT.md

      Der Hinweis mit den Grundsatzdiskussionen steht in eben jenem Sticky-Post im Forum des Plugins. Gemeint ist, dass wir im Forum gerne Feedback (fragend, kritisch, befürwortend, was auch immer) zum Plugin selbst/em> hätten, anstatt generelle Meinungsbekundungen, die sich nicht auf die im Plugin enthaltene Übersetzung an sich beziehen.

  30. Pingback: Ich will keine Administrator*in sein | Pyrolirium

  31. Maret

    Für mich als Frau war es nie ein Problem, mich angesprochen zu fühlen, wenn von "Schülern", "Studenten", "Kollegen", "Benutzern" oder "Vollidioten" die Rede ist. Das explizite Betonen beider Geschlechter ("Liebe Schülerinnen und Schüler") empfinde ich in der Regel als Redundanz – eine für das Verständnis des Gesamtkontextes nicht notwendige Wiederholung einer Information. In der Rhetorik manchmal sinnvoll, wenn die Zuhörer halb wegdösen, aber eigentlich ist die Sprache darauf ausgelegt, gerade nicht redundant zu sein. Anders gesagt: wenn unsere Vorfahren eine Sprache entwickelt hätten, die nur verständlich ist, wenn alles mehrfach wiederholt wird, wäre die Menschheit wahrscheinlich bereits ausgestorben, weil sie vor lauter Labern nicht mehr genug Zeit gehabt hätte, zu sammeln, zu jagen und das Penecillin zu erfinden.

  32. Gundula

    Ich bitte um Nachsicht des programmierenden Teils dieser Community, dass ich als nichtprogrammierendes Wesen, das lediglich eine Webseite mit WordPress nutzt, hier das Wort ergreife:

    Ich bin weiblich, und ich halte Gendersprache für eine überflüssige Modeerscheinung. Wenn es noch möglich ist, dann lasst es bitte bleiben, solche seltsamen Wortverrenkungen in dieses wirklich gut praktikable System hineinzuquetschen.

  33. Anne

    Ach du liebe Güte. Selten fand ich eine angekündigte Neuerungen in WordPress dermaßen sinnbefreit.
    Absurd, wie an immer mehr Stellen auf Deibel komm raus die deutsche Sprache verbogen wird, nur um auch ja der Gender Correctness Genüge zu tun. Und zu glauben, dass so ein Theater von Verantwortungsbewusstsein zeuge und zu mehr Gleichberechtigung in Sachen Gehälter etc. führe, ist reichlich naiv. Vielmehr macht das diese ganze Debatte einfach nur lächerlich.

    Wenn von "Administrator" die Rede ist, fühle ich mich genauso angesprochen. Ich muss nicht dauernd auf mein Geschlecht hinweisen. Mensch, und fertig.

  34. Torsten

    Was hier noch nicht angesprochen wurde: WordPress ist nicht nur ein Blog-System für Gender-Freunde, sondern auch ein CMS für gewerbliche Kunden. Die werden diesen Gender-Kram gar nicht lustig finden, und ehrlich, ich halte sie auch nicht für vermittelbar. Immerhin wieder ein Argument mehr für Textpattern.

  35. Dominik

    Das ist ist so Kindergarten. Früher gab es in den Foren doch immer die Auswahl beim Installieren: "Du" oder "Sie" Sprachdatei nehmen?

    Damit könnte ich gut leben. Soll doch jeder leben wie er mag. Aber das vorzuschreiben geht gar nicht und dann möchte ich lieber wieder die alte, männliche Version. Aus Prinzip :-).

  36. Lubomira

    Hm.. ich bin eine Frau und nutzte WordPress seit vielen Jahren, jeden Tag.
    Diskriminiert habe ich mich bisher durch Softwarebezeichnungen keine einzige Sekunde gefühlt.
    Ich brauche keine "Author*in" um weiblich zu sein. Mich überrascht, dass es eine solche Diskussion zwischen Erwachsenen und außerhalb politisch motivierter Clubs überhaupt gibt.

    Demokratie kann eine starke Waffe sein: warum nicht eine Umfrage bei WordPress starten, erscheint jedem User auf dem Dashboard, wer will kann mitmachen. Das wäre sinnvoll. Wenn es die Community will – warum nicht. Wenn nicht, dann sollten wir unsere Lebenszeit wirklich in andere Themen investieren.

    1. John Doe

      Dieser Beitrag sagt leider nichts aus und trägt nicht zur Diskussion bei. Schade. Von einem Menschen ihres WP-Verständnisses hätte ich mehr als eine Einschätzung zur Diskussionskultur erwartet.

  37. Marc

    Wie wär’s wenn man bei der Benutzerkonfiguration sein Geschlecht auswählen kann, und dann je nachdem die weibliche oder männliche Form verwendet werden kann? Dann wäre die Sache ja recht präzise, und man kann frei wählen wie man angeredet werden möchte. Das würde aber wohl nicht rein die Übersetzungen betreffen, sondern eher das Core.

    Rein sprachlich finde ich die Oberlehrerhaltung recht gut, und Sternchen haben ja eine eigene Bedeutung (Fussnote). Aber abgesehen davon, mal Danke den Übersetzer*innen für ihre gute Arbeit!

  38. Annette Völckner

    Ich bin Befürworterin des Projektes, weil ich mit Frauen gesprochen habe, denen es in ihrer Rolle bisher nicht gut (genug) geht. Ich bin Befürworterin des Projektes, weil ich all denen so dankbar bin, die mir mit ihrem Fortschritt ein komplett freies und selbstbestimmtes Leben ermöglich haben. Ich bin Befürworterin des Projektes, weil …

    Es ist unbeschreiblich beängstigend, mit welchen Parolen, welchem Hass, welcher Kurzsichtigkeit hier „argumentiert“ wird. Und ihr wißt genau, welche Stellen ich damit meine und es mir nicht um die wenigen inhaltsbezogenen Positionen geht.

    Ich empfehle sehr, diesem 30-minütigen Gespräch einen Platz einzuräumen: http://www.zeit.de/video/2016-10/5181275312001/carolin-emcke-mich-haben-die-raster-des-hasses-interessiert. Du hast nur 1 Minute? Schade, aber dann schalte ab Minute 11:30 ein. Und/oder ab Minute 20:30.

    Wir sprechen hier von fortschrittlichem Verhalten, um mehr Menschen zu helfen, glücklich zu sein. Punkt. Wo ist das Problem? Der überwiegende Teil in dieser gendersensitiven/-neutralen Sprachdatei konnte in einer Form umformuliert werden, die nicht diesen, auch an anderen Stellen wahrnehmbaren, Hass hervorruft. Wie goßartig. Jetzt bleiben gerade einmal 50 (!) von fast 5.000 Strings, für die es leider noch keine finale, sondern „nur“ eine Übergangslösung im Entwurf gibt. Wer glaubt ernsthaft daran, dass selbst wenn zunächst die Übergangslösung in den WordPress Core kommt, auch nur ein einziger Kundenauftrag verloren geht?

    Ich hoffe, der Diskurs kommt zurück zu einer respektvollen Basis.

      1. Ralf Koller

        @tux Wenn dich die Formulierung "Administrator*in" unglücklich macht und du dich verunglimpft fühlst, wie würde denn dann dein Änderungsvorschlag dazu aussehen? Wie könnte man es besser kommunizieren damit am Ende Frauen sowie Männer damit glücklich sind und sich keiner ausgegrenzt und verunglimpft fühlt?

      2. Caspar Hübinger

        @tux Sehr schön. 🙂 Ganz herzliche Grüße an deinen Penis, er braucht sich von unserer Übersetzung nicht bedroht oder verunglimpft zu fühlen. Ich habe auch einen, der kommt ganz prima mit alledem klar. Soweit vorzuschlagen, die beiden sollten sich mal unterhalten, möchte ich zwar nicht gehen (ich bin verheiratet), aber hiermit sei allen anderen Penissen versichert: Es gibt wirklich keinen Grund zur Beunruhigung! Euch passiert nichts, gender-sensitive Sprache ist nicht scharf und macht auch nicht impotent.

        1. Vladimir

          Hallo Caspar,

          nach dem du und Tux jetzt genug von euren Penissen geschwärmt habt, würde ich freundlich bitten auf das eigentliche Thema zurückzukommen.

          Und das eigentliche Thema ist nicht Mann vs. Frau sondern wollen wir Ideologie im WP-Core haben?

    1. Vladimir

      @Annette,

      dein Kommentar geht leider am Thema vorbei. Es geht nicht darum ob Gender etwas bringt oder nicht. Es gibt Positionen pro und es gibt Positionen contra.

      Es geht nur darum ob so etwas im Core zu suchen hat? Niemand hat etwas dagegen das man so etwas in einer zusätzlich Sprachdatei oder Plugin umsetzt. Das wird auch im Artikel so erwähnt. Ich finde es echt witzig, dass du von Leuten verlangst das sie sich ein 30-minütiges Video anschauen und du hier anscheinend den recht kurzen Artikel nicht vollständig gelesen hast.

      Ich hoffe, der Diskurs kommt zurück zu einer respektvollen Basis.

      Das finde ich ja echt interessant. Komischerweise hat sich keiner beschwert, wie man mit Angelika umgegangen ist, die als erste das ganze kritisiert hat.

      1. Annette Völckner

        @Perun

        Deine Frage zu Core ja/nein habe ich beantwortet, sonst hätte ich mich nicht als Befürworterin des Projektes positioniert. In welcher Form ich anschließend einzelne Menschen ausgeschlossenen haben soll oder von ihnen 30 Minuten ihrer Zeit "verlange", bleibt ein unklarer Vorwurf.

      2. Torsten

        Falls du mich meinst, wüsste ich gerne, was an meinen Rückfragen so schlimm war. Siehe auch Angelikas Kommentar hier: http://www.perun.net/2016/10/21/warum-es-wichtig-ist-dass-wordpress-frei-von-ideologien-bleibt/#comment-500765
        Ich versuche Argumente dafür und dagegen in den Kommentaren/Beiträgen zu finden, die dem Team bei der Entscheidung helfen. Ich respektiere ihre Meinung sehr und habe schon häufiger mit ihr zusammengearbeitet. Auch wenn ich manchmal nicht einer Meinung mit ihr bin, aber gerade dann ist man argumentativ gefordert und im Idealfall sorgt das dafür, dass beide Seiten nun noch sorgfältiger argumentieren (müssen). Eine Diskussion in der eigenen Filterblase endet schnell, weil alle eh einer Meinung sind (Pro oder Kontra). Verwechsele bitte nicht (hitzige) Debatte mit mangelndem Respekt.

  39. Annette Völckner

    @Perun,

    deine Frage zu Core ja/nein habe ich beantwortet, sonst hätte ich mich nicht als Befürworterin des Projektes positioniert. In welcher Form ich anschließend (und rückwirkend) einzelne Menschen ausgeschlossenen haben soll oder von ihnen 30 Minuten ihrer Zeit "verlange", bleibt dein unklarer Vorwurf.

  40. Michael

    Über das Feature selbst kann und sollte man sicherlich diskutieren. Ansonsten sehe ich es wie Michael Oeser (Danke für den verlinkten Beitrag) und Annette. Persönliche Anfeindungen wie "der sollte mal einen Kopfarzt aufsuchen" haben in den Kommentarspalten nichts verloren.

    Deswegen kann ich ein

    Ich hoffe, der Diskurs kommt zurück zu einer respektvollen Basis.

    nur unterstützen.

    @Vladimir: Da hilft auch der Vorwurf nicht, in anderen Foren ginge es doch ebenfalls nicht zimperlich zu. Es ist dein Blog, und du hast doch sicherlich ebenfalls Interesse an einem Diskurs, der nicht in Phrasen ausufert, die persönlich unter die Gürtellinie gehen. Um Hass zu lesen, muss ich mich micht auf einen WP-Blog begeben. Wünschte ich mir jedenfalls.

    1. Vladimir

      Hallo Michael,

      jeder Betreiber kann in seinem Blog so zensieren, wie es für richtig hält. Ich werde das nicht machen, so lange es im gesetzlichen Rahmen bleibt.

      Und was Annette betrifft, die hatte kein wirkliches Interesse an einer Diskussion, das weiß ich spätestens seit 13:34. Sie weiß worum es geht. Sie wollte lediglich Ihre Parolen aussprechen und ist gar nicht auf die Argumente der Gegenseite eingegangen, die es auf jeden Fall gab. In jeder Diskussion gibt es auch Beiträge und Kommentare die nicht wirklich nützlich, polemisch und auch unsachlich sind. Aber man kann diese auch ausblenden. Die Welt ist nicht, wie man sie sich gerne ausmalt. Wenn ich mich jedes mal betroffen gefühlt hätte, weil man mich als "Nicht-Bio-Deutschen" in diversen Gelegenheiten ausgegrenzt hat, dann würde ich heute noch in der Ecke sitzen und über die ungerechte Welt rumjammern. Aber das hilft nicht. Man muss sich den Realitäten stellen und sich seine Stellung erkämpfen.

      Es gibt einen weiteren Grund warum ich gegen solchen und ähnlichen Newspeech bin. Bis vor einigen Jahren war "mit Migrationsgrund" ein im Mainstream unbekannter Begriff. Davor war man als Ausländer, wenn man die dt. Staatsbürgerschaft bekam, einfach ein weiterer Deutscher. Heutzutage ist man trotz der dt. Staatsbürgerschaft jemand "mit Migrationshintergrund". Das hört sich nett und putzig an, bedeutet aber einfach: "Alter, egal was du machst, du bist keiner von uns und wirst es nie sein". Von den anderen Problemen in Bezug auf die Integration gar nicht zu sprechen. Meint man wirklich, dass es den Leuten in Köln-Kalk oder anderswo besser geht, weil sie die nicht mehr Ausländer sondern "mit Migrationshintergrund" heißen?

      Die Kreirung von Newspeech dient lediglich dazu, Probleme zu kaschieren und einen dicken Mantel des Schweigens und Wegsehens drüber zu legen.

  41. E.

    Stringinteligenz schafft Klarheit: »Sie war als Flüchtlingin eine Niemandin, bis sie als Gästin vor den Abgeordneten und Abgeordnetinnen über die Rechte der Menschen und Menschinnen sprach. Nicht nur ihre Angehörigen und Angehöriginnen, sondern alle Anwesenden und Anwesendinnen waren ausser sich vor Freude, darunter auch die Mitglieder und Mitgliederinnen des Parlaments und die Exzellenzin der Vereinigten Staaten.«

  42. Angelika

    "Warum seid ihr bloss so wütend?" Teil 1:

    Aber warum bloss seid ihr so wütend?

    Meine Antwort:

    Weil dieser "Vorschlag" und "Feature-Plugin" keines von beiden ist. Es soll Jedem aufgezwungen werden.

    (#slack #polyglots) Pixolin/Bego: Der Hinweis, dass keine _Grundsatzdiskussionen_ erwünscht sind, bezieht sich darauf, dass wir nicht mehr diskutieren möchten, ob sich Frauen durch die bisherige Sprachregelung diskriminiert fühlen.

    (Plugin-Supportforum Caspar) Woran wir nicht interessiert sind Grundsatzdiskussionen. Dass das generische Maskulinum im Deutschen nicht notwendigerweise generisch verstanden wird, bloß weil jemand einen männlichen Begriff benutzt und angeblich alle Anderen „mit-meint“, ist hinreichend belegt.

    teamblog (de.wordpress.org/team Torsten) Die grundlegende Notwendigkeit ist unbestritten und muss nicht mehr weiter diskutiert werden.

    (Plugin-Supportforum Caspar): du hast recht, unsere Lesestoff-Zusammenstellung ist einseitig. Das wäre ein Problem, wenn sie dazu dienen sollte, über den allgemeinen Stand der Gender-Diskussion zu formulieren. Soll sie aber gar nicht. Sie soll Hintergründe eines „Für“ liefern in der Annahme, dass die Hintergründe jeden „Widers“ den Kritikern und Kritikerinnen selbst bereits bekannt sein dürften.

    Ich wiederhole an dieser Stelle: "Woran wir nicht interessiert sind Grundsatzdiskussionen" "Die grundlegende Notwendigkeit ist unbestritten".
    Ich fasse einmal zusammen: Der Sinn des Plug-ins als Sprachdatei steht außer Frage, darüber soll nicht diskutiert werden. Die Entscheidungsträger zeigen demonstrativ wortwörtlich ihr Desiniteresse an solchen Diskusionen, bekunden im Gegenzug die Notwendigkeit einer solchen Gender-Sprache.
    Beteuern aber:

    Es gibt keine finale Entscheidung über den Merge

    Was sie von den Lesern wollen:

    wer ein Argument dafür oder dagegen hat und es sachlich einbringen möchte, den möchte ich bitten, es weiterhin zu tun.

    Halten wir fest: Gegen die Gendersprache? (kein Interesse). Das Plug-in IST Gendersprache, also = Gegen das Plug-in? (Kein Interesse).
    Also wird ausschließlich nach technischen Hürden gefragt (Screenreader, Rechtschreibprogramme und was weiß ich). Das aber ist ein Beta-Test.
    Und kein Feature-Plugin proposal.

    Aus der Definition eines Feature Plugins (Handbook make.wordpress.org) – Timeline:

    The release lead will look for a number of things (see the checklist below), including a strong and well-tested user experience, fully-baked design, positive feedback from the community, core-quality code, no major bugs or issues, and a belief that the feature belongs in WordPress core. Every feature is different, so “ready” will mean different things depending on the specific feature.

    "positive feedback from the community"

    Eine Linkliste zu obigen Zitaten habe ich hier zusammengestellt: http://d.pr/n/1jgMW/2bpr1H4a

  43. Angelika

    Teil 2: "Warum seid ihr bloss so wütend?"

    Meine Antwort:

    Weil je nach Bedarf die Argumentationsebene gewechselt wird. Das macht den Eindruck, es ginge um Territorialkämpfe, statt darum, eine für ALLE verträgliche Lösung zu finden.
    Zitate.

    Als Gegenargument genutzt: "Ein erklärtes Ziel der Europäischen Union als Ideologie zu benennen ist auch ein starkes Stück."
    —-
    Dann aber: "Nimmt man nun den Ideologie-Begriff aus der Wissenssoziologie (siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Ideologie) sind Ideologien “ausformulierte Leitbilder sozialer Gruppen oder Organisationen”. Das ist genau das, was der Code of Conduct ist. … Somit hat WordPress sehr wohl eine Ideologie. Und das ist auch gut so."

    Es wird auf eine Quellensammlung, die alle das FÜR der Gendersprache belegen sollen, verwiesen. Die allesamt Meinungen der verlinkten Autoren und Autorinnen darstellen. Der historische Spaziergang resultiert aus dem Lesen vieler historischer Schriften und den selbst gezogenen Rückschlüssen. Antje Schrupp befürwortet keineswegs, eine methodische feministische Kampfsprache, sondern betont immer wieder, dass so etwas von den eigentlichen Problemen ablenkt (das merkt man aber erst, wenn man mehr von ihr liest). Anatol Stefanowitsch bezieht sich unterhalb seiner Blogbeiträge klein gedruckt auf nicht verlinkte Studien. Googelt man danach, findet man etwas darüber. Es sagt aber nicht über die Qualität der Studien aus (wer, und mit welchen Hintergründen, welche Altersklassen, welche gesellschaftlichen Schichten stellt die Anzahl [wie viele?] der Probanten) Toscho-Link: Kommentare in einem blog.

    Das sind also die Belege. Steuert man evaluierte wissenschaftliche Links bei, wird dem Wissenschaftler die Seriosität abgesprochen. Warum? Weil er antifeministisch schreibt. Gender Studies Professuren werden nahezu ausschließlich an Frauen vergeben, Gleichstellungbeauftrage sind defintiv immer weiblich und sind nur dem Oberbürgermeister der Stadt Rechenschaft schuldig.
    Nahezu alle Einwände und Links werden hinweg gewischt als: Meinung, Behauptung, fragwürdig. obwohl sie über Forschungen berichten, die Gegenteiliges aufzeigen, oder über Fakten, wonach eine gegenderte Sprache nicht für mehr Frauen in so genannten Männerberufen förderlich ist. Die eigenen Einwände und Links für das Projekt hingegen sind real, stichhaltig und überhaupt, braucht man gar nicht drüber zu diskutieren – Amen.

    1. David

      Hi Angelika,
      ich fand die gesamte Diskussion unglücklich gelaufen und ich glaube, an diesem da wurde "eventuell aneinander vorbei geredet" (irgendwo oben in den Kommentaren) ist etwas dran. Ich finde auch einige der Argumente, die gegen das Projekt vorgebracht werden interessant und schätze Dein ausgiebiges Engagement in der Sache.

      Zu der Studiengeschichte. Ich muss gestehen, nicht alle Links bis ganz ins Detail gefolgt zu sein. Die in "Frauen natürlich ausgeschlossen" zitierte Studie (Gygax, 2008, "Generically intended, but specifically interpreted") auf die Du Dich hier glaube ich auch beziehst, fand ich besonders interessant. Leider liegt die Studie selbst, wie so häufig bei wissenschaftlichen Artikeln, hinter einer saftigen Bezahlsperre. Das hatte mich geärgert, weil mich auch die methdische Sauberkeit, die Du ansprichst, interessiert hätte. Ich war dann einigen der Gegenartikel, welche gepostet wurden, gefolgt und habe sie ein wenig gelesen, aber diese nehmen nicht auf die jeweilige Studie oder deren Autoren Bezug, was natürlich super gewesen wäre. Dann wäre das so "Studie X sagt", nein, weil Artikel Y zeigt die methodischen Unzulänglichkeiten auf oder so. Dadurch, dass die einzelnen Artikel die hin und her geschmissen wurden sich nicht irgendwie miteinander auseinander gesetzt hatten zerfledderte mir dies in ein gegenseitiges Bashing. Autoren wurden dann gegenseitig als höchst umstritten bezeichnet ohne dass sich dies eben direkt aus den gelieferten Quellen ergeben hätte. Beidseitig, nicht nur von Dir.

      So etwas erfordert viel Arbeit und vor allem, wenn man selbst keinen Zugang zu Unirechnern hat ist die Bezahlschranke ein unverschämtes Hindernis. Was ich dann gemacht hatte, ich wollte mal über Google Scholar suchen, wie sich denn andere auf Gygax beziehen. Auch hier wieder, ich bin da nicht wirklich tief eingestiegen, aber ich hatte im ersten Überflug zumindest keine großartigen Kritiken an der Methodik oder den Ergebnissen finden können.

      Man kann das finde ich schwierig einfordern (ich will sagen, ich fordere das jetzt nicht von Dir oder so, bin da ja selbst recht oberflächlich und wir haben ja alle noch andere Sachen zu tun.), aber ich glaube daran krankte etwas die Debatte. Ich fand auch den Link, welchen Vladimir immer mal wieder rumpostet mit der langen indoeuropäischen Geschichte des mask. Gen. für mich (aber auch hier, ellenlang und nicht zu Ende gelesen, wenn da noch der Knaller kommt, bitte sagen 🙂 ) noch nicht den Punkt, wo ich sage, ja, da habt ihr mich.

      Jetzt einfach nur von Gygax ausgehend: Der gen. Mask. mag seine lange Geschichte haben, doch scheinbar führt er heute zu messbaren Effekten (Gygax stellte sozusagen fest, dass zwischen "Die Sozialarbeiter liefen durch den Bahnhof" und "Wegen der schönen Wetterprognose trugen mehrere der Frauen keine Jacke." ein längerer Time To First Byte besteht als zwischen "Die Sozialarbeiter liefen durch den Bahnhof" zu "Wegen der schönen Wetterprognose trugen mehrere der Männer keine Jacke.") und die Schlussfolgerung wäre dann eben: Der gen. Mask. ist nicht so neutral, wie er daher kommt.

      Deshalb gibt es ja schon in den Styleguides die Richtlinie man solle versuchen, geschlechterneutral zu formulieren. Nichts anderes versuchen glaube ich Caspar und die anderen hier. Die Fragen von Benutzer, Profil oder Konto finde ich deshalb so viel spannender und die Administrator*in habe ich immer eher als einen Platzhalter gesehen (so wurde es ja kommuniziert, wenn auch ich persönlich gegen das * nichts habe). Ich glaube aber, dass hier die Leute hinter dem Projekt vielleicht nicht richtig abgeschätzt haben, wie heftig *_Innen aufgenommen würde, aufgrund der vielen Debatten die sich im Laufe der letzten was jetzt 40 Jahre oder so aufgetan hatten. Wahrscheinlich wäre ein Administrator um deutlich zu machen, dass hier noch Arbeit zu tun ist, sehr viel weniger eskaliert.

      1. Angelika

        Hallo David, vielen Dank für die intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema. Ich schrieb von einer methodischen feministischen Kampfsprache (die von Anja Schütt nicht als probates Mittel angesehen wird), nicht von einer methodischen Sauberkeit.

        Den Link, zum Wissenschaftler, über den ich schrieb ist im Teamblog zu finden: http://www.cicero.de/salon/gender-studies-dogmatisches-hokuspokus-aber-keine-wissenschaft/57240 suche nach "die erste niedersächsische Forschungevulation".

        Das Fakt, das ich ansprach, findest du ziemlich unten in dem ellenlangen Artikel, den du nicht zu Ende gelesen hast (Stichwort Männerberufe).

        Ich schrieb zwar in Teil 4 ich will nicht Gender-Mainstreaming unterstützen, das ist natürlich nicht die ganze Wahrheit, bzw. unglücklich ausgedrückt, wenn man es nicht im Kontext von Teil 4 versteht. Natürlich sollen Frauen die selben Rechte haben.

        Was du bei Gygax gefunden hast, sagt noch lange nichts über die Wissenschaftlichkeit der Studien aus. Aber wirklich wichtig ist doch eigentlich nur das folgende:

        http://www.perun.net/2016/10/21/warum-es-wichtig-ist-dass-wordpress-frei-von-ideologien-bleibt/#comment-500861

        Einen schönen Abend noch 🙂

        1. David

          Hi Angelika,
          nur kurz: Die NRW-Studie hatte ich auch gesehen, aber da war mir wieder so – Ja, aber wie bezieht sich das jetzt auf die anderen? "Die 'NRW'-finanzierten Wissenschaftler machen keinen Output" (weiß ich nicht) sagt ja wieder nix über Gygax oder andere und wird eventuell unzulässig verallgemeinert. Die Gygax-Studie wäre ja gerade so ein Output. Okay, die anderen Sachen lese ich morgen dann nochmal zu Ende und wünsche Dir jetzt auch erstmal einen schönen Abend.

          Beste Grüße, David.

          (ui, das wird ja fast Chatformat. hmhmhm XD )

        2. Peter

          "Ich schrieb zwar in Teil 4 ich will nicht Gender-Mainstreaming unterstützen, das ist natürlich nicht die ganze Wahrheit, bzw. unglücklich ausgedrückt, wenn man es nicht im Kontext von Teil 4 versteht. Natürlich sollen Frauen die selben Rechte haben."

          Ja, natürlich, übliche Diskussionstaktik. Jetzt bist Du natürlich misogyn. Ah Mist, bist ja ’ne Frau, klappt nicht die Taktik.

          Bitte, alle Frauen und nicht-Deutschen, wehrt Euch dagegen. Bei Euch funktioniert die Diffamierung mit "Frauenhasser" und "Nazi" nämlich nicht.

        3. Angelika

          @Peter:

          Da hast du mich vermutlich missverstanden. So schwarz und weiß wie du es wohl verstehst, habe ich es nie kommuniziert.

          Ich bin selbstverständlich für die Gleichberechtigung der Frau, was gleiches Gehalt bei gleicher Leistung, gleiche Rechte und gleiche Chancen betrifft. Gender-Mainstreaming geht aber weiter oder ist grundsätzlich etwas anderes, oder keine Ahnung, wo die Grenzen sind – ich denke eher fließend werden sie sein.

          Von daher wollte ich schlicht nicht den Eindruck erwecken, gegen die soeben erwähnten Punkte der Gleichberechtigung zu sein. Über die anderen Punkte, die des Gender-Mainstreamings habe ich bereits genug geschrieben.

  44. Angelika

    Teil 3: Was ist so schlimm an den Sternchen?

    Wenn ich auf meiner Website im Frontend eine Gendersprache habe, nehmen Leser das als Unterstützung des Gender-Mainstreamings wahr. Sie kenne mich nicht. Sie wissen nicht, dass ich mich keineswegs als Opfer fühle, wenn da nur "Melden Sie sich in Ihrem Kunden-Konto an" steht, statt "Melden Sie sich in Ihrem Kund*innenkonto an". Beim Support-Desk möchte ich auch nicht lesen: Unser*e Supporter*in ist gleich für Sie da.

    Oder in einem Forum, oder in BuddyPress, oder, oder.

    Ich will nicht Teil dieses System werden. Doch genau dazu wird jeder gezwungen, mit Gendersprache als Core-Mittel, werden nach und nach alle der über 47.000 Plug-ins darauf angepasst sowie alle Themes.

    Dagegen kann man sich nicht wehren. Es ist unmöglich, für jeden Bedarf eigene Sprachdateien zu erstellen und aktuell zu halten.

    1. Peter

      Irgendwie ist da kein Antwortknopf unter der Antwort, daher hier:

      "Da hast du mich vermutlich missverstanden. So schwarz und weiß wie du es wohl verstehst, habe ich es nie kommuniziert.

      Ich bin selbstverständlich für die Gleichberechtigung der Frau, was gleiches Gehalt bei gleicher Leistung, gleiche Rechte und gleiche Chancen betrifft. Gender-Mainstreaming geht aber weiter oder ist grundsätzlich etwas anderes, oder keine Ahnung, wo die Grenzen sind – ich denke eher fließend werden sie sein.

      Von daher wollte ich schlicht nicht den Eindruck erwecken, gegen die soeben erwähnten Punkte der Gleichberechtigung zu sein. Über die anderen Punkte, die des Gender-Mainstreamings habe ich bereits genug geschrieben."

      Nein, ich glaube Du hast meinen Sarkasmus nicht bemerkt.

      Genau das meinte ich. Man braucht Dir gar nicht erst zu unterstellen, Du seiest gegen Gleichberechtigung, aber Du schreibst es trotzdem schon mal vorsichtshalber dahin.

      Warum?

      1. Peter

        Der Satz war missverständlich, sollte heissen:

        Man braucht Dir gar nicht erst zu unterstellen, Du seiest gegen Gleichberechtigung, aber Du schreibst trotzdem schon mal vorsichtshalber dahin, dass Du es nicht bist.

      2. Angelika

        Technischer Hinweis: Du kannst auch HTML-Tags für Zitate verwenden – blockquote

        Genau das meinte ich. Man braucht Dir gar nicht erst zu unterstellen, Du seiest gegen Gleichberechtigung, aber Du schreibst es trotzdem schon mal vorsichtshalber dahin.

        Warum?

        Nicht aus einem Rollenverständnis heraus. Es ist schon im Gespräch schwierig, sich unmissverständlich auszudrücken, doch Gesten und Mimik sind dabei eine gute Unterstützung.

        Im schriftlichen Bereich und dazu noch, wenn es nicht nur an eine Person gerichtet ist, sollte man alle Eventualitäten abdecken. Schafft vermutlich niemand, aber wenn man selbst merkt, halt – hier sage ich etwas dagegen, das gilt aber nicht für damit verbundene oder involvierte Bereiche – finde ich es besser, das dann auch direkt zu schreiben.

        Also kurzum: Einfach nur das Bedürfnis mich möglichst präzise zu artikulieren. (Wovon ich leider oft weit entfernt bin).

        1. Peter

          (danke für den Tipp…)

          Also kurzum: Einfach nur das Bedürfnis mich möglichst präzise zu artikulieren. (Wovon ich leider oft weit entfernt bin).

          Bin ich auch häufig weit von entfernt 😉

          Aber ernsthaft: Muss man heutzutage wirklich noch explizit und präzise formulieren, dass man nicht gegen Gleichberechtigung ist? Ich setze das erstmal voraus.

        2. Angelika

          Das weiß ich nicht, wie die Auffassung aller Menschen da ist ;-). Ich weiß aber, dass ich selbst manches fehlinterpretiere.

          Und in dem Kontext, durch Gegenargumentation missverständlich zu werden, finde ich es auf jeden Fall besser.

  45. Angelika

    Teil 4 "Warum seid ihr bloss so wütend?"

    Wie ich gerade schrieb, wird man zwangsläufig als Befürworter der Gender-Ideologie wahrgenommen. Die Kausalität zum Gender-Mainstreaming lässt sich nicht abstreiten. Es gibt durchaus gute Gründe, warum man nicht auf dieser Ebene wahrgenommen werden will.

    (zeit online-> http://www.zeit.de/2013/24/genderforschung-kulturelle-unterschiede/komplettansicht) Wer kennt den Freizeitpark in Kommern in der Eifel? Viel Wild, viele Hirsche, viel Event zur Brunftzeit, Forderung einer Feministin: Fotos von der Hirschbrunft müssten aus der Werbebroschüre entfernt werden, sie würden stereotype Geschlechterrollen fördern.

    Uta Brandes, forscht in Gender, meint: "Alles was aufrecht steht ist phallisch", "ein Kirchenturm penetriere das Dorf geradezu". Würde das jetzt jemand außerhalb dieses Kontextes erzählen, würde dieser Person eine "sexuelle Anormalität" bescheingt.

    Während man darüber noch lachen kann, so sind andere Dinge schockierend "Geschlecht ist nur erlernt". Um diese These zu beweisen, wurde einem zweijährigen 1966 das männliche Genital entfernt, um es als Mädchen aufwachsen zu lassen. Als Erwachsene/r erschoss sich die Person. Alice Schwarzer, die ein Meilenstein für die 1970 neu aufflammende feministische Bewegung war, würdigte das Experiment, als eines der wenigen "Forschungen" mit "nicht manipulativer Natur". (alles nachzulsen unter dem zeit-online Link).

    Überhaupt ist der Unterschied zwischen Mann und Frau nur anerzogen, Deshalb sollen bereits Kleinkinder im Kindergarten zu geschlechtslosen Wesen herangezogen werden, die natürliche Schamgrenze soll fallen und diese Kleinkinder sollen ihre eigene Sexualität entdecken. Auch wenn der Link "der freie Journalist http://www.derfreiejournalist.de/?c=sexualisierung-durch-gender" total einseitig daherkommt, eben als Sammlung wirklich schockierender Realitäten, die Beispiele dieser Sammlung kann Jeder durch eine erweiterte Google-Suche verifizieren. Eltern haben hier nichts mehr zu sagen, per Gesetz. Nicht umsonst demonstrieren in Baden-Württemberg wütende Eltern.

    Ich frage mich dabei immer, ob ich einfach nur total altmodisch bin, oder in einer aus den Fugen geratenen Welt lebe, wo der Wahnsinn bereits Alltag ist.

    Definitv: Das lehne ich ab. Ich will nicht durch eine Zwangs-Gender-Sprache das Gender-Mainstreaming unterstützen. Eine Differenzierung ist mir auf der Website nicht möglich.
    Vielleicht kommen ja neben den Pop-Up-Cookie-Hinweisen demnächst der Pop-Up "Gendersprache wurde mir aufgezwungen und entspricht nicht meiner Meinung" Fenster, wer weiß.

    1. Peter

      "Ich frage mich dabei immer, ob ich einfach nur total altmodisch bin, oder in einer aus den Fugen geratenen Welt lebe, wo der Wahnsinn bereits Alltag ist."

      Letzteres. Ich bin gerade mal mitte dreissig und frage mich das gleiche auch ständig.

        1. Peter

          Sind sie nicht zwangsläufig.

          Aber üblicherweise dauert es meist irgendwas um 40-50 Jahre, bis die Welt sich soweit verändert hat, dass man sie nicht mehr versteht bzw. die altmodischen Ansichten nicht mehr passen.

  46. Angelika

    Teil 5: Warum seid ihr bloss so wütend?

    Weil ich WordPress vertraut habe.

    Weil ich endlos viel Kohle darein gesteckt habe
    und wahnsinnig viel Zeit.

    Weil Kunden mir vertraut haben.
    Die sehen dann im Dezember Gender-Sprache.

    Weil ich nicht weiß, was ich einem neuen Kunden erzählen soll, der mich auf die Gender-Ideologie in der Sprache anspricht. Dem Kunden ist egal, welches CMS ich verwende, Hauptsache es funktioniert nach seinen Wünschen. Er wird mich höchstens für verrückt erklären, ihm so etwas zu installieren. Mir ist das CMS nicht egal. Einfach das CMS wechseln, würde Zeit, Geld und Verdienstausfall bedeuten.

  47. Angelika

    PS: Teil 4 wird nicht veröffentlicht, weiß der Henker warum. Habe Vladimir schon angeschrieben. Und hier noch mal Teil 6. der nun richtig formatiert ist:

    Teil 6: Fazit: Warum seid ihr bloß so wütend

    Weil nur nach den technischen Problemen gefragt wird.
    Weil das Plug-in von den Entscheidungsträgern als notwendig erachtet wird, die Ansicht der Community, die dagegen ist, wird ignoriert.
    Weil ich keine Möglichkeit habe, eine Alternative zu ergreifen.
    Weil ich damit eine Ideologie vertrete, die nicht meine ist.
    Machtlosigkeit.

    Weil die Meinung der Community nicht zählt:
    https://wordpress.org/support/topic/extrem-einseitig/page/2/#post-8345100

    Dabei helfen aber keine Beleidigungen oder “me too”-Beiträge, sondern konkrete Lösungsansätze.

    Also, schreibt nicht, dass ihr dagegen seid (me too).
    Liefert konkrete Lösungsansätze FÜR die Gender-Core-Sprache

    Also vielleicht nicht gegeneinander arbeiten, sondern an einem Strang ziehen.

    Zieht mit am Strang für Gender-Core-Sprache.

    Und hier wird es mal so richtig ehrlich:

    Wie wir das jetzt umsetzen ist eine andere Frage

    Nicht ob, sondern endlich mal ein den Tatschen entsprechendes "Wie".

    Weil die Meinung der Community nicht zählt:

    Und jede Abstimmung/Befragung der Community wird daran kranken, dass wir nur die zählen, die es mitbekommen. Jede Seite würde berechtigterweise das Ergebnis als nicht repräsentativ kritisieren können.

    Wenn stattdessen 6 Leute GTEs das entscheiden, ist das natürlich reräsentativ.
    Mit genügend Anstrengung, kann man – über einen längeren Zeitraum – sehr wohl alle erreichen, denen das Thema wichtig ist. Die werden sich auch zu Wort melden und abstimmgen. Wer die Chance versäumt, braucht nachher echt nicht zu meckern.

    1. Vladimir

      Hallo Angelika,

      PS: Teil 4 wird nicht veröffentlicht, weiß der Henker warum. Habe Vladimir schon angeschrieben. Und hier noch mal Teil 6. der nun richtig formatiert ist:

      das war keine böse Absicht. Ich habe gerade geschaut. 1x war der 4. teil im Spam und die anderen beiden Versionen im Papierkorb. Ich habe jetzt die aktuellste Variante (von 20:25) freigeschaltet. Schaue mal bitte ob das die richtige ist.

      1. Angelika

        Guten Morgen Vladimir,

        hatte ich auch nicht gedacht Ich habe wohl eher zu viele Beiträge auf einmal abgefeuert, mea culpa.

        Passt so, danke!
        Könntest du bitte noch die beiden Kommentare löschen, die sind doppelt:
        http://www.perun.net/2016/10/21/warum-es-wichtig-ist-dass-wordpress-frei-von-ideologien-bleibt/#comment-500850

        http://www.perun.net/2016/10/21/warum-es-wichtig-ist-dass-wordpress-frei-von-ideologien-bleibt/#comment-500858

        Schönen Tag noch!

  48. Angelika

    An die Entscheidungsträger

    Ich muss euch leider sagen, ihr habt euch verrannt.
    Aus dem von Torsten zitierten:

    WordCamp CITYNAMEHERE believes our community should be truly open for everyone.

    EVERYONE. Sind die Leute, von denen sich immer mehr zu Wort melden nicht auch EVERYONE? Fühlen die sich jetzt nicht benachteiligt oder diskriminiert?

    Gäbe es Alternativen für diese Leute bei einer Gender-Core-Sprache? Nein.

    Wäre das Plug-in als reines Plug-in eine Alternative für die Feminist(inn)en? Nein. Aus denselben Gründen wie zuvor auch: Das Plug-in könnte nicht alle über 47.000 Plug-in-Übersetzungen abdecken plus denen der Themes.

    Ist es jetzt aber richtig, die Interessen einer Gruppe, denen der anderen Gruppe vorzuziehen? NEIN

    EVERYONE

    Finden wir doch gemeinsam einen Kompromiss. Eine Sprache, mit der beide Gruppen leben können, dazu gehören:

    Keine Rechtschreibwidrigkeiten
    Keine Kampfsprache
    Subtil aber effektiv die Wörter an Frau und Mann gleichermaßen zu richten.

    Ein guter Ansatz ist heute entstanden:
    https://wordpress.org/support/topic/rollenbezeichnungen/

    Schreibt das in die Regeln fest.
    So macht es das Accessibility-Team auch: Sie benachteiligen NIEMANDEN.

    1. Angelika

      Gratuliere die zu deiner zur Verfügung stehenden Zeit. 10 Kunden à 30 Plug-ins macht mindestens! 300 Sprachdateien. Deren Aktualisierung ich stets im Auge behalten muss, damit Kunden nicht anrufen und fragen, wieso da auf einmal englische (Fallback) Sätzen stehen. 300 Sprachdateien, die ich per E-Mail an Kunden schicken muss (sie also ständig nerven muss), es sei denn, sie haben einen Wartungsauftrag.

      Und das alles, wo es bei anderen CMS ohne solche Kaspereien geht.

      10 Kunden? Ach ja richtig, das sind ja viel mehr.

      1. Karl-Heinz Wenzlaff

        Nein. Pro Plugin, pro Theme und pro Core je eine MO-Datei festklopfen und per chmod gegen Überschreiben schützen. Nie wieder diesen grenzdebilen Übersetzetscheiß ("Hinterlasse einen Kommentar") oder dieses Gegendere auf dem Bildschirm. Und alles ist gut.Job done.

        1. Christian

          «Hinterlasse einen Kommentar» ist wirklich nicht schön. Solltest Du das aktuell in einem Plugin oder Theme finden, kannst Du gerne einen korrigierten Text einreichen. Wenn Du dann einen der PTE oder GTE kontaktierst (am besten im Slack, #polyglots), wird das geprüft und in der Regel sehr schnell freigegeben. Eine halbe Stunde später steht die geänderte Sprachdatei dann ALLEN Installationen dieses Plugins/Themes zur Verfügung.

          Übersetzungen einreichen geht hier:
          https://translate.wordpress.org/locale/de/default/wp-themes
          https://translate.wordpress.org/locale/de/default/wp-plugins

          Die PTE/GTE sind hier aufgelistet:
          https://make.wordpress.org/polyglots/teams/?locale=de_DE

          Der deutschsprachige Slack-Channel #polyglots ist hier erreichbar:
          https://dewp.slack.com/

  49. Angelika

    Ja, aber wie bereits schrieb, werden Plug-ins aktualisiert, neue Versionen = neue Funktionen = neue Sprachenstrings. Und die Aktualisierung der Plug-ins selbst zu unterbinden, wäre mehr als leichtsinnig, da immer auch Sicherheitsupdates ausgeliefert werden. Ich weiß, dass du es rein auf die Sprachdateien bezogen hast, wollte es nur ergänzen 🙂

  50. Pingback: Wordpress 4.7 Feminator Edition - datenklause.de

  51. Pingback: #Stringintelligenz · Christopher Kurth

  52. Wolfgang

    Nachdem das ganze hier ziemlich extreme Züge annimmt, greif ich nochmal meinem konkreten Vorschlag von oben auf – Bitte eine online-Abstimmung einrichten mit zwei konkreten Fragen:

    * soll die core-Sprachdatei von WordPress in Zukunft gegendert werden? Ja/Nein
    * sollen mehrere Sprachdateien (Du/Sie/neutral/gegendert/etc.) optional angeboten und die Auswahl den Userinnen und Usern überlassen werden?

    Dann ist mM ganz klar, was geschehen soll und jedem stehen alle Möglichkeiten offen. Wogegen ich mich aber verwehre, sind bevormundungen jedweder Art!

    1. Peter

      Das wird natürlich nicht passieren. Dann würde nämlich auffallen, dass hier 1% Spinner ihren Unsinn gegen 99% der normalen Leute durchsetzen wollen.

      Wobei, im Fake-Accounts anlegen um alles zu manipulieren sind sie auch sehr gut. Googelt mal nach den Hugo-Awards …

  53. Frank Beil

    Super Diskussion….
    Und wer verbessert jetzt WordPress?
    Nur weil die Gendertruppe sich nur dann gut fühlt, wenn sie ihre Sprachverhunzung allen auf’s Auge gedrückt haben, bleibt die eigentliche Arbeit an der Verbesserung der Software auf der Strecke..
    Und alle, die bei diesem armseligen sprachlichen Mist nicht mitmachen wollen, müssen sich dafür rechtfertigen, weil sie damit die Gefühle von den Gendermenschen verletzen…
    Schöne Ablenkung von den tatsächlichen Problemen, wie lausiger Mindestlohn, Senkung des Rentenniveaus und ganz allgemein die extrem ungleiche Verteilung des Reichtums. Und mit gendergerechter Sprache ist noch kein einziger Betriebskindergarten eingerichtet worden, damit Mama und Papa arbeiten können ohne sich Sorgen machen zu müssen, daß ihr Nachwuchs gut betreut ist! Aber Millionen mit Genderprofessuren verschwenden….
    Wenn man nichts mehr an den real existierenden Machtverhältnissen ändern kann, tobt man/frau sich halt an völlig irrelevanten Punkten aus.
    Wer sich seine WordPressisnstallation unbedingt mit einer gendergerechten Sprache verschönern will, kann dies mit einer separaten Sprachdatei vornehmen; für den Rest bleibt die Sprache so wie bisher!

    Grüße

    Frank

    1. mercalli12

      Das ist auch gut so. Als Gestalter und Schriftsetzer drehen sich mir bei der typografischen Implementierung die Zehennägel hoch. Der bessere Weg wäre doch das Geschlecht des Nutzers abzufragen (sofern er das überhaupt angeben will) und dann könnte man eine entsprechende Anrede in geschlechtsspezifischer Form abbilden.

      1. Angelika

        Jein. Im Frontend werden Unbekannte angesprochen, die nicht auf ihr Geschlecht abgeklopft werden, Kund*innenkonto oder so etwas.

        Außerdem würde es Programmierung erfordern, das Plug-in kümmert sich um den Austausch der Sprache und letztendlich soll das Plug-in als Krücke ja ganz wegfallen. Es geht also rein um die Sprachdatei.

        Eine Programmierung empfiehlt sich auch deswegen nicht, weil man keine lokalen Sonderlösungen integrieren kann – jeder für sich schon, aber nicht für die gesamten deutschsprachigen Nutzer. Weiteres Problem: Sprachplugins, WPML usw., andere Plug-ins generell.

        Theoretisch gut, aber kaum praktikabel.

        Wir sollten lieber gemeinsam eine gemeinsame Lösung suchen, die für alle verträglich ist.

  54. Torsten

    @Angelika: Du missverstehst mich mehrfach. Die aus dem Zusammenhang gerissenen Zitate klingen für dich danach, als ob ich eine feste Position hätte und dein interner Filter scheint alles in diesem Licht zu interpretieren. So zu schreiben, dass es nicht fehlinterpretiert wird, ist sehr schwierig. Ich kann dir aber versichern, dass ich mit meiner Aussage vom Anfang nur ausdrücken wollte, dass es unstrittig ist, dass es ein Problem gibt. Die Frage nach dem "Wie" bezieht sich mitnichten auf das Gesamtkonzept "Gender-Mainstreaming", sondern darauf, dass wir als Community nun gefordert sind uns zu überlegen, wie wir mit der Situation umgehen, dass eine Gruppe sagt, dass sie sich nicht angesprochen fühlt durch die aktuelle Fassung. Was wäre ich für ein GTE, wenn ich sagen würde: "Pech gehabt, interessiert mich nicht". Caspar hat viel Zeit in das Projekt gesteckt, um eine mögliche Lösung vorzustellen und ich stehe jedem erst einmal wohlwollend gegenüber, der Zeit in das Open-Source-Projekt steckt. Und somit sind auch deine Argumente als aktives Community-Mitglied sehr wohl relevant, werden gesehen und gehen in die Entscheidung mit ein.
    Das Ergebnis ist offen.

    Zu deiner Argumentation mit der Ideologie. David nutzte das Wort Ideologie mit einer ganz anderen Definition als ich. Für ihn war es eher so etwas ein Synonym für "radikalen Feminismus". Ich habe eine andere Definition geliefert, wie die Wissenssoziologie das Wort definiert und weshalb ich den Titel dieses Artikels auch schwierig finde.

    An einem Strang ziehen, heißt für mich, dass wir gemeinsam lieber die Gemeinsamkeiten auf die wir uns einigen können herausarbeiten sollten. Für den Platzhalter Gender-Star, den Caspar selbst eine Notlösung nennt, wird es (auch aus Accessibility-Gründen) erst einmal kein grünes Licht geben (vermute ich, ich bin ja nur ein Teil des Teams). Alternativen sind gesucht, lasst uns welche finden. Das ist mein gemeinsamer Strang, an dem wir ziehen sollten.

      1. Torsten

        Kein Problem. Alles gerade etwas hitzig … 😉
        Dir auch einen schönen Tag und vielen Dank für die ausführlichen Ausführungen. Nach diesen Punkten hatte ich in unserem ersten Thread gesucht. Jetzt wird klarer, was du gemeinst hast.

  55. Pingback: Quo vadis Wortpresse? | Provinzialische Nachrichten

  56. Pingback: Wordpress künftig mit Gender-Sternchen und Unterstrichen? › Digital Diary – Claudia Klinger

  57. Pingback: WordPress künftig in gendersensibler Sprache – nicht als Option, sondern im Core » Webwriting-Magazin - vom Publizieren und Kommunizieren im Internet

      1. anfi

        Als ich den Vorschlag sah:

        anwenderorientiert > anwendungsorientiert

        habe ich die Seite geschlossen. Denn die Übernahme dieses Vorschlags zeigt, dass die Seitenbetreiberin beim Prüfen der Vorschläge nicht auf einer inhaltlichen sondern oberflächlichen Ebene denkt und arbeitet.

  58. Peter

    Mal so ganz allgemein: Seht zu, dass Ihr diese Spinner wieder los werdet, die werden sonst WordPress zerstören.

    Wäre nicht das erste technische Projekt was durch Social Justice Warriors zerstört wurde. Wo die hinkommen, gibt’s Zwietracht, Lügen, Manipulationen, das ganze Spektrum menschlicher Niedertracht.

    Bei Bedarf kann ich gerne Beispiele liefern.

    1. Angelika

      Bisland erkenne ich in deinen Antworten nur die Intention des Aufwiegelns, daher meinerseits, danke, kein Bedarf.

      Schade eigentlich, denn deine Ausdrucksweise lässt Potenzial vermuten, ein objektiver und nicht polemischer Gedankenaustausch mit dir würde sicher interessant sein.

      1. Peter

        Habe das gleiche Ohnmachtsgefühl wie Du, Angelika. Tut mir leid, wenn ich deshalb nicht mehr ganz sachlich bleiben kann, verfolge das Thema schon zu lange.

        Ändert aber nichts an meinen Argumenten oder Aussagen.

        Läuft immer nach dem gleichen Muster ab.

        – Hugo Awards
        – Gamergate
        – FreeBSD
        – OpenBSD (Das hat Theo de Raadt glücklicherweise ganz schnell beendet)
        – Das TOR Projekt
        – Linux bzw. Linus Torvalds
        – PHP

        Das sind nur die, die ich so mitbekommen habe, gibt wahrscheinlich noch weitaus mehr solch trauriger Beispiele.

        Und jetzt ist WordPress dran 🙁

        1. Angelika

          Und jetzt ist WordPress dran 🙁

          @Peter

          Und genau das will ich nicht glauben, deswegen setze ich mich die letzten Tage mit wahnsinnig viel Zeit und unermüdlich dafür ein, dass man miteinander spricht und einen Kompromiss findet.

  59. Icke_

    @Angelika: Was für ein Kompromiss soll das sein? WP soll einfach nur ein Werkzeug sein, mit dem ich MEINE Inhalte GENAU SO veröffentlichen kann, wie ICH und nur ICH ALLEIN es haben will. Ein CMS-Tool, was gegen meinen Willen meine Inhalte verändert ist per Definition einfach nur KAPUTT und somit unbenutzbar. Und damit sollte diese Diskussion eigentlich auch vom Tisch sein. Punkt.

      1. Icke_

        Das Plugin gendert also (zunächst!!!) nur "meine" GUI? Macht die Sache irgendwie nicht weniger dämlich. Ich muss echt kein überladenes Interface haben, dass mich PC überall mit Benutzer*_In und Administratx o.ä. betitelt, nur damit ich mich auch korrekt inkludiert fühle. Nur um konsequent zu bleiben müssten dann aber bitte auch mein Login und Passwort korrekt gegendert werden. Am besten die Password-Policy per default auch entsprechend setzen…

      2. Peter

        Caspar schrieb in dem verlinkten Posting:

        @FS Nein, das Plugin greift nicht in Inhalte ein. Es ändert lediglich an manchen Stellen die Sprache im User Interface. (395 von insgesamt 4.710 vorhandenen „Strings“)

        Wortklauberei. Natürlich greift es nicht in den "Inhalt" (d.h. die Blog-Postings) ein. Wäre auch der Knaller schlechthin: Automatisiertes umschreiben von Texten gemäß Agenda!

        Trotzdem ist der Unsinn überall sichtbar.

        1. Peter

          Argh, bin zu blöd zu Quoten, nochmal:

          @FS Nein, das Plugin greift nicht in Inhalte ein. Es ändert lediglich an manchen Stellen die Sprache im User Interface. (395 von insgesamt 4.710 vorhandenen „Strings“)

          Wortklauberei. Natürlich greift es nicht in den "Inhalt" (d.h. die Blog-Postings) ein. Wäre auch der Knaller schlechthin: Automatisiertes umschreiben von Texten gemäß Agenda!

          Trotzdem ist der Unsinn überall sichtbar.

  60. Peter

    Das ist ja genau das Problem. Miteinander sprechen und Kompromisse finden.

    Ich zitiere auch nochmal, was Du schon zitiert hast:
    "Woran wir nicht interessiert sind Grundsatzdiskussionen" "Die grundlegende Notwendigkeit ist unbestritten".

    Wie willst Du da argumentieren? Mir fällt nichts weiter ein, ausser auf das nicht-argumentieren und denn ganzen Unsinn* der Gegenseite aufmerksam zu machen. Ist dann natürlich gewissermassen Polemik, hast Du Recht.

    *Ja, "Unsinn" und "Spinner". Das ganze Gender-Thema hat genausoviel mit Wissenschaft zu tun wie Homöopathie mit Medizin oder Astrologie mit Astronomie.

    Ich hoffe noch, dass das irgendwann genug Leute merken und vielleicht mal sowas passiert in Bezug auf das Gender Thema: https://de.wikipedia.org/wiki/Marburger_Erkl%C3%A4rung_(1992)

    1. Caspar Hübinger

      @Peter In den Shownotes zu diesem Podcast ist das mit der „Grundsatzdiskussion“ kurz näher erklärt.
      TL;DR: Der Satz stammt aus dem Plugin-Forum. Dort (!) soll es bitte um das Plugin gehen, nicht zum G-Diskussionen. Das ist in den Plugin-Foren auf wordpress.org eine Selbstverständlichkeit, die eigentlich nicht näher betont werden müsste: es geht um die Software, die dort angeboten wird, Punkt. Für darüber hinaus gehende Diskussionen gibt es –Vladimir hat es im Artikel selbst gesagt– Blogs.

      1. Peter

        Das ist in den Plugin-Foren auf wordpress.org eine Selbstverständlichkeit, die eigentlich nicht näher betont werden müsste: es geht um die Software, die dort angeboten wird, Punkt. Für darüber hinaus gehende Diskussionen gibt es –Vladimir hat es im Artikel selbst gesagt– Blogs.

        Wieder so eine Verdrehung der Tatsachen.

        Die Software soll nicht "angeboten" werden, sondern zwangsweise eingeführt werden.

        Wenn das Plugin da einfach nur so herumliegen würde und jeder für sich entscheiden könnte, ob er es nutzt, wären Grundsatzdiskussionen tatsächlich fehl am Platz.

        So ist es aber nicht. Ihr wollt das zwangsweise _allen WordPress Nutzern_ aufdrücken und habt es vorher auch nirgends zur Diskussion gestellt.

      2. anfi

        Jetzt mal Butter bei die Fische, Caspar Hübinger:

        Besteht von deiner/eurer Seite überhaupt die (theoretische) Möglichkeit, dass sich die Übernahme der gegenderten Übersetzungen in den Core verhindern liesse?

        1. Caspar Hübinger

          @anfi Zuerst mal wurde es für WordPress 4.7 bereits verhindert. Wir haben zugehört und verstanden, dass eine im Interesse der Gleichstellung „geforkte“ Wortendung selbst in der Community einer Open-Source-Software von einer relativ laute Menge nicht als Lösungsversuch, sondern als Brandstiftung aufgefasst wird. Und dass alle anderen Überarbeitungen, die nichts mit Endungen zu tun haben, null Beachtung finden, solange diese Menge Sterne sieht.

          Niemand von uns hat jahrelang unbezahlte Arbeitszeit in eine WordPress-Community gesteckt, um dann irgendwann mutwillig ihre Mitglieder gegeneinander aufzuhetzen. Also ist der Vorschlag für WordPress 4.7 vom Tisch.

          Was mich persönlich betrifft, bin ich selbstverständlich überzeugt davon, dass die Sprache in der offiziellen Übersetzung stellenweise geändert gehört. Sonst hätte ich mir wohl kaum die Arbeit gemacht, 4.710 Strings auf generisch maskuline Personenbezeichnungen hin durchzukämmen, oder?

          Für mich hat die ganze Thematik nicht den leisesten Hauch von „Ideologie“. Es geht mir um Menschlichkeit im User Interface, sonst nichts. Dieses angeblich „generische“ Maskulinum im Deutschen ist ein Maskulinum, nichts weiter. Und ein A******ch ist es außerdem, mit seinem „Mit-meinen“ anstatt einer direkten Ansprache im passenden Genus. So ein Anachronismus hat für mich in WordPress nichts verloren. WordPress macht ja auch Accessibility (hier mal wieder im engeren Sinne gemeint) zu einer verpflichtenden Core-Vorgabe. Beschwert sich da vielleicht irgendwer über zusätzliche Code-Last? Ist das dann die Ideologie der „Blinden-Mafia“?

          Verhindern? Wie wäre es mit Verbessern? Zum Beispiel indem du das Plugin installierst, dir ein eigenes Bild von der Gesamtheit der Änderungen machst (nicht nur von den paar Sternchen, die in der 0.1.0 herum schwirren), die Arbeit im Forum des Plugins verfolgst und konkrete Verbesserungsvorschläge einbringst?

        2. anfi

          @Torsten

          Wo kann ich mich als WordPress-Nutzer (Eigenhosting) an dieser Diskussion verbindlich(sic!) beteiligen? Du hast zwar etwas verlinkt, aber dein Linkziel verweist auf einen Text, der weitestgehend unkommentiert geblieben ist. Eine Diskussion wie sie hier derzeit stattfindet, hat dort nicht stattgefunden. Sind dort "Grundsatzdiskussionen" erlaubt?

          Wer sind, (pseudo-) namentlich, die GTE? Sind die GTE mit den 7 "Hauptübersetzern" identisch?

          Welche Aspekte bzw. Kriterien sind für die Entscheidung maßgeblich? Ist es zum Beispiel maßgeblich, ob eine Mehrheit der WordPressnutzer euch zustimmt?

          Ich würde mir wünschen, dass der Prozess der Entscheidungsbildung für mich transparenter wäre. Derzeit erweckt "euer" Diskurs-Verfahren" keinen besonders vertrauenserweckenden Eindruck. Alleine schon weil die Meinung im Entscheiderteam allem Anschein nach bereits vorgefasst ist und ihr die für euch verbindlichen Entscheidungskriterien nicht nennt.

          Wird es bei der Entscheidung ein demokratisches, communitybezogendes, Moment geben? Wird die Community zum Beispiel in Form einer Abstimmung mitentscheiden können?

          Ihr sagt, dass ihr eine Diskussion wollt. Ich habe lediglich über http://genderama.blogspot.de/ und dessen Verlinkung hierher Wind von eurem Vorhaben bekommen. Dein Link führt zwar zu einem Thread auf wordpress.org mit diesem Thema, erfordert aber eine Anmeldung, um kommentieren zu können. Ich schlage vor, die Diskussion mal auszuweiten und alle Beteiligten zu diesem Diskurs einzuladen. Meiner Meinung nach sollte die Diskussion auch keine Anmeldung bei "WordPress" erfordern, sondern sollte genauso niederschwellig daherkommen, wie die Kommentarfunktion hier.

          Noch ein Wort zu der Behauptung in deinem Link, nach der die Genderisierung von WordPress ständig ein Thema sein soll:

          Ich beziehe mich auf das Zitat: "Aus konkreten Äußerungen von WordPress-Nutzerinnen wissen wir, dass sich viele Frauen durch das verwendete generische Maskulinum sprachlich ausgegrenzt fühlen."

          Die aktuellste Version des Plugins wurde laut WordPress 30+ mal heruntergeladen. Verglichen mit anderen Plugins und vor allem verglichen mit den WordPressinstallationen ist das verschwindend gering. Wie passt das zu eurer Darstellung, dass "da draussen" bezgl. der Sprache in WordPress ein derartiger Leidensdruck herrschen soll? Ich habe da echt den Eindruck, dass ihr da in einer Filterbubble lebt und eure Wahrnehmung euch da einen Streich spielt. Oder könnt ihr da Quellen verlinken, aus denen eine Enttäuschung über die "ungerechte" Sprache in WordPress hervorgeht? Wenn sich immerwieder Menschen (bitte ausserhalb eurer "Bubble") mißmutig zu dem Thema äußern, müsste es euch möglich sein, hier ein bis zwei Threads zu verlinken, die darüber Zeugnis ablegen bzw. die Diskussion dokumentieren. Die würde ich gerne mal sehen.

          Noch ein kurzer Hinweis zu meinen Erfahrungen bei Software: Die Übernahme von Funktionnalitäten eines Plugins in den Hauptteil eines Programms erfolgt normalerweise dann, wenn das Plugin entsprechend häufig heruntergeladen wurde. Ich kenne das z.B. von den Developertools im Firefox. Oder der Speeddialfunktion (ebenda). Ein solches Moment gibt es beim Stringintelligenz-Plugin nicht. Gemessen an den Downloadzahlen interessiert sich im Prinzip kein Mensch dafür. Würdest du diese Aussage bestätigen?

        3. Torsten

          Wer sind, (pseudo-) namentlich, die GTE? Sind die GTE mit den 7 "Hauptübersetzern" identisch?

          Die findest Du hier: https://make.wordpress.org/polyglots/teams/?locale=de_DE

          Welche Aspekte bzw. Kriterien sind für die Entscheidung maßgeblich? Ist es zum Beispiel maßgeblich, ob eine Mehrheit der WordPressnutzer euch zustimmt?

          Es ist unmöglich alle Kriterien aufzuführen. Wir (die GTEs) werden alle uns bekannt gemachten Argumente berücksichtigen. Mehrheiten sind aufgrund der Schwierigkeit eine repräsentative Befragung zu erheben kein probater Weg in meinen Augen..

          Mir scheint aber, dass du immer noch Stringintelligenz und GTEs/Polyglots in einen Topf wirfst, was falsch ist.

          Alleine schon weil die Meinung im Entscheiderteam allem Anschein nach bereits vorgefasst ist und ihr die für euch verbindlichen Entscheidungskriterien nicht nennt.

          Warum glaubst du das? Das GTE-Team hat noch keine finale Entscheidung getroffen und die Kriterien umfassen so viele Punkte (Rechtschreibung, Verständnis, Accessibility, Konsistenz, Wartbarkeit, Dokumentation, Gleichberechtigung, Inklusion, …) dass ich mir nicht anmaßen möchte, hier alle aufführen zu können.

          Wird es bei der Entscheidung ein demokratisches, communitybezogendes, Moment geben? Wird die Community zum Beispiel in Form einer Abstimmung mitentscheiden können?

          Nein. Im Rahmen der üblichen Vorgehensweise entscheiden diejenigen, die sich länger eingebracht haben über so etwas. Aus diesem Grund sind sie GTE geworden und daher können sie es entscheiden. Analog kann ja auch nicht jeder Veränderungen am Wordress-Core machen.

          Ihr sagt, dass ihr eine Diskussion wollt. […] Meiner Meinung nach sollte die Diskussion auch keine Anmeldung bei "WordPress" erfordern, sondern sollte genauso niederschwellig daherkommen, wie die Kommentarfunktion hier.

          Wer ist "ihr"? Die Diskussion über das Plugin findet im Supportforum des Plugin statt. Wer könnte auch vorschreiben, wo eine Diskussion stattfindet? Diskussion entsteht da, wo sie entsteht, das können wir gar nicht verhindern. Und wozu sollte eine Diskussion zu WordPress nicht zumindest einen kostenlosen WordPress-Account voraussetzen? In Xing-Gruppen wird auch diskutiert, in Kommentarspalten, Slack, etc. – und überall existieren bestimmte Einstiegshürden.

          Wie passt das zu eurer Darstellung, dass "da draussen" bezgl. der Sprache in WordPress ein derartiger Leidensdruck herrschen soll?

          "Eure Darstellung"? Wen meinst du konkret? Ohne Position zu beziehen: Reicht es nicht, wenn zumindest ein Mensch sich diskriminiert fühlt, um zumindest darüber mal nachzudenken, ob und wenn ja, wie man etwas optimieren kann?

          Gemessen an den Downloadzahlen interessiert sich im Prinzip kein Mensch dafür. Würdest du diese Aussage bestätigen?

          Die Zahlen eines Testplugins interessieren hier nicht. Nur weil das Testplugin kaum genutzt wird, können wir nicht daraus schließen, dass das Problem was es angeht nicht relevant ist. Oder kennst du jedes dieser Feature Plugins?
          https://make.wordpress.org/core/features-as-plugins/

      3. Angelika

        Sorry, aber das hast du von vorneherein einseitig kommuniziert, musst dich also nicht wundern.

        Hättest du direkt ergänzt, wo Diskussionen rund um die Sinnhaftigkeit des Plug-ins stattfinden können … Und wo du dann auch teilnimmst … Haste aber nicht, sondern nur "nicht erwünscht".

        Erst in dem Podcast hast du dich zu weiteren Diskussionsmöglichkeiten geäußert.

        Außerdem: Hätte Vladimir nicht darüber gebloggt, hätte von #stringintelligenz kaum jemand erfahren.

        1. Angelika

          Muss meinen letzten Absatz noch näher erklären:

          Außerdem: Hätte Vladimir nicht darüber gebloggt, hätte von #stringintelligenz kaum jemand erfahren.

          Es wurde natürlich darüber berichtet (zum Beispiel wp-letter). Aber die ganze Tragweite (zum Beispiel: Integration in die Core-Übersetzung innerhalb von 8 Wochen, oder Grundsteinlegung für generelle Übersetzung) wäre wohl kaum irgendwem in den Sinn gekommen.

  61. Jochen Gererstorfer

    Ich bin auch durch Zufall über dieses Plugin gestolpert.
    Finde ich genau so sinnfrei wie die Straßenschilder mit weiblichen Fußgängern oder weibliche Ampeln.

    Werden jetzt Aufsätze auch mit *in geschrieben?
    Unsere deutsche Sprache funktioniert nun mal so. Und ich persönlich kenne auch keine Frau, die sich daran stört.

    lg
    Jochen

    1. Angelika

      Hallo Latz,

      jetzt bitte dasselbe für BuddyPress, BBPress, WooCommerce und alle weiteren der 47.000 Plug-ins und Themes. Denn #stringintelligenz ist nur die erste Stufe der Rakete die gezündet wird.

      Aber es ist trotzdem schön, dass du dir so viel Mühe gemacht hast :).

      Benötigt wird leider nicht nur eine Lösung für das vorliegend Plug-in, sondern eine generelle Einigung auf akzeptable Formulierungen.

        1. Angelika

          Ich habe doch nichts dagegen gesagt @Latz, im Gegenteil.

          Die Strings von #stringintelligenz sind allerdings nur 1 Teil von 47.000 (Plug-ins) plus ungezählter Themes.

          Das muss man dabei im Hinterkopf behalten. Sich nur auf die Übersetzung des Plug-ins zu konzentrieren, lenkt sonst vom gesamtumfänglichen Problem an.

          War mir einfach wichtig, darauf an dieser Stelle noch einmal hinzuweisen und war KEINE Kritik an deinem Engagement (hatte ich aber oben bereits so geschrieben).

  62. Michael

    Ich bin vor 7 Jahren von Joomla auf WordPress umgestiegen, um ein schnelles und gutes CMS zu nutzen. In den letzten Versionen wurde immer mehr Mist in den WP Core eingearbeitet, die ich nicht benötige.

    Der Code wurde aufgebläht und immer mehr Arbeit ist notwendig, um WP einigermassen schnell am Laufen zu halten.

  63. Pingback: Wenn WordPress*in Blog*innen keine Sprache mehr sind › Henning Uhle

  64. Angelika

    Auf dem BarCamp Köln, WordCamp Cologne fand am 29. Oktober eine Session zu #stringintelligenz statt.
    Hier ist ein Bericht darüber (ziemlich mittig)
    http://www.utopianreflections.net/das-wordcamp-cologne-2016

    Ich habe zwar dort heute Mittag kommentiert, aber das scheint im Nirvana gelandet zu sein oder wird irgendwann noch freigeschaltet, keine Ahnung. Leider ist man ja gezwungen, da wieder erst richtigzustellen. Dann hier der Kommentar dazu:

    3. Die Änderungen betrafen immer nur das Backend, auf keinen Fall den Seiten-Content

    Wurde das wirklich so behauptet?

    http://elektroelch.de/stringintelligenz.html

    Die de_DE.po ist die Datei für das Frontend (Seiten-Content) = 142 Änderungen
    Backend = 248 Änderungen.

    2. Die * in Benutzer*innen sind nur ein Platzhalter und sollen nach und nach durch andere gender-neutrale Formulierungen ersetzt werden, die den Lesefluss nicht stören.

    Und warum nicht so? Die existierenden Begriffe nicht zuvor mit (*) ändern, sondern erst dann ,wenn neutrale Formulierungen gefunden wurden? Wozu Platzhalter, die nur Unruhe bringen?

    Fanden in der Diskussion auch die 47.500 Plugins (wordpress.org/plugins) und die vielen Themes (wordpress.org/themes) Erwähnung, die nach und nach auch mit gender-„neutraler“ Sprache versehen werden?

    Wozu solch eine Verharmlosung und unrichtige Darstellung (damit ist nicht dieser Bericht darüber gemeint)?
    / ende Kommentar
    ============================================================

    Um es noch eimal mit aller Deutlichkeit zu betonen:

    1.) Es geht nicht nur um das Plug-in #stringintelligenz.

    2.) Es geht um grundlegende Veränderungen in allen Sprachdateien (Core, Plugins, Themes). Also geht es um einen grundsätzlichen Konsens der gefunden werden muss.

    3.) Natürlich betrifft das Gendern auch das Frontend. Wer etwas anderes behauptet, sagt nicht die Wahrheit (ob wissentlich oder unwissentlich). Von den Gender-Endungen sind 20 % im Frontend.

    4.) Je nach Core, Plug-in oder Theme kann das Frontend mal mehr mal weniger betroffen sein, man denke zum Beispiel an Forensoftware, Shops, Heldesks.

    1. John Doe

      Ich möchte mal eins loswerden:
      Angelika ist Eine der wenigen, die sich wirklich ausgiebig mit dem Thema befassen und eine klare, sowie auch neutrale Haltung dazu beziehen, welchen Arbeitsaufwand hiermit auf uns zukommt.

      Mir ist in den ganzen Tagen keinerlei wirklicher Diskurs aufgekommen. Ich meine damit an entscheidenden Stellen. Ausser von Angelika. Danke dafür. Dass du dich damit so ausgiebig befasst und die Fakten benennst.

      Xing: Im Xing Forum gab es eine Diskussion (kann man gar nicht so nennen) die ihres gleichen sucht. Völlig durchtrieben von Emotionen und keinerlei Sachkenntniss. Das posten von Aluhütten war dort maßgebend. Ich frage mich mit welcher Berechtigung diese Gruppe noch auf der wp.org Website verlinkt ist.

      Zurück zum wichtigen: DANKE Angelika.

      1. Angelika

        Danke @John Doe (Lob freut mich, ist auch ein bisschen peinlich), aber das sollte eigentlich selbstverständlich sein, sich um eine objektive Ebene zu bemühen. Versuchen,die Argumente der "anderen" Seite zu verstehen. Und zu versuchen, die eigenen Argumente der "anderen" Seite nachvollziehbar zu erklären.

        Es geht nicht darum, wer Recht hat oder nicht, sondern darum eine Lösung zu finden, die für beide Seiten aktzeptabel ist.

        https://wordpress.org/support/topic/rollenbezeichnungen/

  65. Marko Sluga

    Hallo Vladimir,

    ich schließe mich Deiner Meinung und der der Mehrzahl der Kommentierenden an.

    Diese Gender-Histerie wirkt wirklich so, als ob es keine anderen Probleme auf dieser Welt oder in WordPress gibt.
    Ich habe nichts dagegen, wenn es ein Gender-Plugin gibt, aber in der Standard-Installation hat das nichts verloren.

    Die Antwort auf die Frage „Warum es wichtig ist, dass WordPress frei von Ideologien bleibt?“ gibt meiner Meinung nach ‚esper‘ am besten und einfachsten: „Ideologien spalten jede Community.“

    Ich bin gespannt, wie das weitergeht.

    Liebe Grüße Marko

  66. Angelika

    Ich zitiere mich mal selbst:

    Es geht nicht darum, wer Recht hat oder nicht, sondern darum eine Lösung zu finden, die für beide Seiten aktzeptabel ist.

    und muss leider feststellen, dass ich wohl sehr naiv war.

    Die zweite Version des Plug-ins spricht deutlich eine andere Sprache:
    https://wordpress.org/plugins/stringintelligenz/changelog/

    Jetzt werden statt Sternchen-Gender, Schrägstriche und Doppelnennungen in Erwägung gezogen.

    Auf Gendersignale wird nach wie vor nicht verzichtet.

    https://wordpress.org/support/topic/rollenbezeichnungen/page/6/#post-8400605

    Erst der Kanonenschuss voll vor den Bug (innerhalb von 6 Wochen in den Core), dann ein zurückrudern durch Verschiebung auf eine andere WordPress-Version, um den Dampf aus dem Kessel zu nehmen und Ruhe einkehren zu lassen. Und jetzt sieht es einfach nur noch nach Salami-Taktik aus.

    Sämtliche Argumente dagegen haben kein Gewicht, denn weiterhin wird nur im Sinne der Gender-Pro-Seite verfahren.

    1. Torsten

      @Angelika: Caspar macht einen *Vorschlag* und dafür testet er verschiedene Sachen aus. Vielleicht macht er noch zwanzig Versionen mit allen Varianten vom Binnen-I bis zu englischen Rollenbezeichnungen. Aber es ist sein (+ Team) Projekt und da kann er doch machen, was er möchte. Für 4.7 ist die Sache nicht an die GTE herangetragen worden. Und erst wenn er eine finale Version an uns heran trägt wird es interessant. Bis dahin würde ich vorschlagen, dass wir das Ganze als das sehen, was es ist: ein Vorschlag mit einem Plugin zum *Testen*. Manchmal brauchen wir einfach den Kontext, um die Übersetzungen in Aktion zu sehen (oder um Screenreader o.ä. auszuprobieren), daher begrüße ich, dass es ein Plugin zum Anschauen und Testen gibt. Wer weiß, welche Varianten er so noch testet … und wer es nicht abwarten kann, der kann es auf Github forken und seine eigene Version zur Verfügung stellen.
      Und was das Argument weiter oben mit den wenigen Installationen angeht: Es reichen 5-7 Installationen, um das Plugin relevant zu machen, denn das sind die GTE, die nun die Übersetzungen einfach Testen können ohne umständlich etwas manuell einzurichten.

      1. Angelika

        @Torsten:

        Alles was ich in dem Post über deinem schrieb, war nicht auf die GTEs bezogen, sondern auf Caspar (+Team) und das Plug-in.

        Dass ein endgültiger Vorschlag erst von den GTEs entschieden werden muss, ist wohl mittlerweile überall angekommen.

        Dass solche grundsätzlichen Entscheidungen dann nicht nur die Strings des Plug-ins betreffen (bzw. die WordPress-Core-Sprachdateien), sondern alle 47.500 Plug-ins und über 10.000 Themes, hoffentlich auch.

        Darum ging es in meinem Post aber nicht. Sondern um die Feststellung, dass ich naiverweise davon ausging, es würde tatsächlich an einer Lösung konzipiert, die nicht nur der PRO-Gender-Seite gefällt.

        Ich schrieb hier öfters, es würde an einem Kompromiss gearbeitet. Plug-in Version 0.2 ist allerdings weder Lösung noch Kompromiss – also musste ich meine Aussagen dahingehend hier auch leider korrigieren.

        Hat nichts mit GTE zu tun.

    2. Icke_

      Das ist doch genau das Problem. "… eine Lösung zu finden, die für beide Seiten akzeptabel ist." Diese Lösung ist doch genau der aktuelle Zustand. Jedem, der der Meinung ist, dass ihn die verwandten Begriffe in "seiner" GUI nicht genug inkludieren, steht es frei sich dieses Plugin zu installieren.

      1. Angelika

        War mir noch gar nicht aufgefallen, in was wird das denn geändert (Webhosterin?), und welche Begriffe noch?
        Aber Antwort geht auch ohne ins Github zu schauen:

        "DER" Webhoster. Alles was nach dem Artikel "DER" und Personenbezogen interpretiert werden kann, ist erklärtes Feindbild. -_-

        1. anfi

          "Webhoster" wurde in "Webhosting" geändert.

          Ich interpretiere diese Übersetzung (allem Anschein nach) ähnlich wie du, nämlich als Ausdruck einer Ideologie, die selbst bei blossem Anschein auf einen männlichen Bezug versucht, diesen komplett zu entfernen. Selbst dann, wenn der Anschein durch blosse Semantik erzeugt wird.

          Manchmal denke ich, das Ziel ist nicht mehr eine gleichberechtigte Sprache sondern das Tilgen jedweden Bezugs zu (im weitesten Sinne) "Männlichkeit".

      2. Angelika

        Zumal der Begriff "Webhoster" höchstens ein (vermutlich) durch deutschsprachige Provider geprägtes Kunstwort ist. Das Wort existiert weder auf Englisch (auch nicht als "web hoster"), auch nicht im Duden und Fachterminus ist es auch nicht.

        Und Webhosting bedeutet: "Webhosting bezeichnet die Bereitstellung von Speicherplatz, dem Webspace, für Domains auf Webservern." Quelle: http://www.itwissen.info/definition/lexikon/Web-Hosting-web-hosting.html

        Somit heißt die Änderung durch das Plug-in String… :
        "solltest du lieber den Support deines Webhostings kontaktieren"
        =
        "solltest du lieber den Support deiner Bereitstellung von Speicherplatz kontaktieren"

        Korrekterweise müsste es also lauten: "Provider". Aber das verfeministischt als "Providing" oder "Providerin" – könnte man überhaupt nicht verkaufen.

        Webhosting-Unternehmen wäre eine Option. Damit könnte ich auch leben. Hauptsache man lässt die Gender-Signalisierung weg.

        So überhaupt treibt das Ganze oft die skurrilsten Blüten. Man <- (mit nur einem n) soll ja auch nach der Vorstellung so einger (ist "einiger" nicht auch männlich?) aus dem Sprachschatz eliminiert werden.

    1. Icke_

      Ich will ja nicht überpessimistisch erscheinen, aber diese Diskussion wird ablaufen, wie solche Diskussionen "immer" ablaufen.

      Jeder der diese sogenannten "Vorschläge" nicht vollumfänglich unterstützt wird ab sofort als Antifeminist/Frauenhasser/Misogynist/Rassist/Nazi verunglimpft. Ab diesem Moment ist man in der bequemen Position sich nicht mehr inhaltlich mit den Argumenten der Gegenseite auseinandersetzen zu müssen, da man mit Antifeministen/Frauenhassern/Misogynisten/Rassisten/Nazis grundsätzlich nicht kommuniziert.

      1. Das Fräulein E.

        Ganz im Gegenteil Icke_. 🙂

        »Ich behaupte sogar, dass feministische Sprachkritik im Grunde sexistisch ist und zwar deswegen, weil jeder Satz den ich formuliere – wo es um Menschen geht – auf die Geschlechterebene gehoben wird. Es wird pausenlos das biologische Geschlecht in den Vordergrund gerückt, obwohl es meist irrelevant ist. Das heißt die Sprache wird sexualisiert und das ist meiner Meinung nach gerade aus emanzipatorischer Sicht kontraproduktiv, ständig zu betonen, dass auch Frauen dabei sind.«
        Thomas Kubelik
        https://www.youtube.com/watch?v=Ri-kVYDTEAk

  67. Sebastian

    Als jemand, der WordPress sehr viel einsetzt, macht es mir ehrlich gesagt immer weniger Spaß.

    Auf die ganze Diskussion hier möchte ich hier auch nicht eingehen. Ein Plugin, das 60+ aktive Installationen hat, ist mir meine Zeit auch nicht wert. Meine Hoffnung ist immer, dass am Ende der Entscheiderkette jemand sitzt, der noch einen Blick für das Wesentliche hat und sowas mit einem kühlen Kopf bewertet.

    Wer so etwas für notwendig erachtet, soll es sich als Plugin nachrüsten. Ich finde es falsch, diejendigen, die WP einfach nur benutzen möchten und für die es kein Politikum ist, damit zwangszubeglücken.

    Ich hoffe, dass ich mich als jemand, der WP einfach nur benutzen möchte, nicht nochmal mit diesem Thema und möglichen Folgen für die Software auseinandersetzen muss. WordPress wird mit jeder Version eh schon aufgeblähter.

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