WordPress & Webwork

Früher war mehr RSS-Feeds

Obwohl RSS ein bisschen in der Versenkung gefallen ist, bietet die Technik dennoch auch heute noch ein paar interessante Möglichkeiten. Vor allem in Zusammenspiel mit WordPress.

Früher allgegenwärtig, heute kaum noch anzutreffen

Ich habe das Gefühl, dass seit einigen Jahren die RSS-Feeds stark an Bedeutung verloren haben. Kann sein, dass ich mich täusche und lediglich die öffentliche Wahrnehmung gesunken ist. Auf jeden Fall ist es aber so, dass seit der Schließung von Google Reader – dem ehemaligen RSS-Reader von Google – im Jahr 2013 der Themenkomplex RSS & Co. nicht mehr so thematisiert wird wie früher.

Auch im Bereich WordPress, werden RSS und Atom kaum noch thematisiert und zumindest in den früheren Jahren, also so vor 2013, hat man häufig WordPress und RSS im gleichen Satz erwähnt.

In vielen Blogs sieht man den RSS-Icon gar nicht und in den meisten relevanten Browsern ist der Feed-Icon, der anzeigte, dass die Website über ein Newsfeed verfügt, in der Standardeinstellung ebenfalls nicht mehr zu sehen.

Warum sich das ganze so entwickelt hat, kann ich nur spekulieren. Ist die Technik nicht "sexy" genug, ist nur schwer zu monetarisieren. Keine Ahnung. Fakt ist aber, dass die Technik nach wie vor da ist und man kann sie nach wie vor vielfältig nutzen kann. Es gibt diverse Dienste, Programme und Plugins mit denen man RSS-Feeds nutzen kann.

Informationsbeschaffung, News

Ich gehe schwer davon aus, dass es auch noch heute so ist, dass man die RSS-Feeds in meisten Fällen zur Informationsbeschaffung nutzt. Ich selber verfolge im FeedDemon eine Reihe von WordPress-Blogs und weitere -Quellen um damit auf dem laufenden zu bleiben. Ich kann mir momentan keine bessere Möglichkeit vorstellen um mehreren Quellen zu einem Thema zu folgen.

Neulich habe ich nach etwas mehr als zwei Jahren feedly aufgemacht und war erstaunt, dass über feedly 2.000 Leute dieser Website folgen oder besser gesagt diese abonniert haben. Gut, vor vor einigen Jahren hat mir Feedburner zwar für perun.net 8.500 Abonnenten angezeigt, aber da waren alle Zugriffe verzeichnet. Von allen Diensten und RSS-Readern. Daher finde ich 2.000 Abonnenten via Feedly als ein schönes Zeichen, dass immer noch recht viele Nutzer Newsfeeds nutzen.

Externe Inhalte in eigene Website einbinden

Man kann via RSS auch ganz einfach externe Inhalte in die eigene Website einbinden. Besonders einfach ist das bei WordPress. Mit Hilfe des RSS-Widgets kann man zum Beispiel die letzten Blogbeiträge eines eigenen oder befreundeten Weblogs ausgeben:

Eine beispielhafte Einbindung externer Inhalte mit Hilfe des RSS-Widgets

Es müssen aber nicht die letzten Artikel eines Weblogs sein. Das können genau so auch andere Informationen sein. Zum Beispiel Wetterdaten. WordPress ist hierbei nicht nur als Empfänger interessant, sondern vor allem als Datenlieferant. WordPress liefert nicht nur Feeds in verschiedenen Formaten sondern auch für verschiedene Unterseiten. So gibt es Feeds von Kategorien, Tags, Archiven und der Suche.

Content-Syndication

Eine weiterer beliebter Einsatzzweck von RSS ist die sog. Content-Syndication. Es werden mehrere RSS-Quellen berücksichtigt und zusammengefasst und dann als ein einzelnes RSS-Feed zur Verfügung gestellt. Bekannte Beispiele dafür wären Planet Mozilla, WordPress Planet (en) oder WordPress Planet (de).

Wie schaut es bei euch aus? Nutz ihr noch RSS & Co. Und falls ja wie?

55 Reaktion(en)

  1. Nils

    Ich nutze täglich RSS Feeds. Jetzt hat Fever auch dicht gemacht und bin vor ein paar Tagen zum komplexeren Tiny Tiny RSS gewechselt der wirklich gut ist.

    Es fehlt mehr am einzigartigen Content, glaube ich.

  2. Heiner

    RSS-Feeds … ohne geht es bei mir nicht.
    Nach vielen Versuchen mit den unterschiedlichsten Readern bin ich auch bei Tiny Tiny RSS gelandet.
    Ich abonniere nur Blogs, die mir auch den vollen Content anbieten, da mir ein Snippet meist zu wenig Information bietet. Habe ich den Beitrag überflogen und er ist von Interesse, dann besuche ich die Seite.

  3. Latz

    Viele Webseiten bieten gar keinen RSS-Feed mehr an. Diese Seiten werden von mir konsequent ignoriert, da ich keine Lust habe, meine Zeit damit zu verbringen, die einzelnen Seiten aufzurufen und zu kontrollieren, ob es was Neues gibt.

  4. RSS4life

    Auch ich reihe mich in die Nutzer der täglichen RSS-Feed-Leser ein. Über einen eigenen selbst gehosteten Reader auf meinem Server verfolge ich so ungefähr 2000 Quellen von Blogs, Webseiten, YouTube Kanäle, Twitterkonten und andere Dienste – einfach alles was das RSS Herz höher schlagen lässt. Anbieter die kein RSS-Feed anbieten sind für mich irrelevant, denn diese Technik ist kostenlos und bei den meisten Systemen bedarf es keiner Pflege des Contenterstellers.

  5. Henrik

    Ich verstehe auch nicht, wie man auf RSS verzichten könnte. Gerade in Zeiten von Sozialen Netzwerken, wo man erst Einstellungen vornehmen müsste, um eine Art "Chronik" zu bekommen, ist es doch einfacher, einen Feed Reader zu haben, der alles sortiert, wie ich es einstelle. Zudem gibt es keine Werbung, wenn man es so will. Daher finde ich, ist RSS notwendig und wird von mir sehr gerne genutzt.

  6. Susanna

    Feedly ist auch für mich der Nachfolger des Google Readers, und ich nutze ihn täglich. RSS ist nicht tot. Auch für Website-Betreiber, die ihre Reichweite erhöhen wollen, ist es ein einfach bespielbarer Kanal, und jedes CMS kann heute – wenn auch manchmal nur über ein Plugin/Modul/Extension – RSS-Feeds ausliefern.

  7. Markus

    Ohne RSS-Feeds geht es bei mir gar nicht. Ich biete grundsätzlich in allen von mir betreuten Seiten einen Feed an. Sogar in einem Forum, welches ich derzeit aufsetze, habe ich bereits einen RSS-Feed integriert.

    Seit dem Tod des Google Readers setze ich, nach einigen Experimenten mit Feedly usw, auf ein selbstgehostetes Tiny Tiny RSS, um meinen täglichen Informationshunger zu stillen. Allerdings ist es traurig zu sehen, dass in Blogs immer weniger Content kommt und auch deren Feeds entsprechend vor sich hin dümpeln. Die meisten Inhalte kommen über Nachrichtenportale, was ich eigentlich schade finde. Aber ich selbst habe meinen Blog auch seit Oktober nicht mehr gefüttert…

  8. Chris

    Verstehe ich auch nicht, ich nutze exzessiv FEEDLY – soviel zum Thema "sexy" 😉
    In Feedly kann man sich thematische Ordner anlegen und da packe ich dann die diversen Blog-Feeds rein.
    Allerdings stelle ich oft fest, dass viele gar nicht wissen, was RSS, was ein "Feed" ist – also vorallem Nicht-Blogbetreiber, aber auch viele Neu-Blogger, und können ergo mit dem Icon auch nichts anfangen. Schade eigentlich … ich bleibe bzgl. meiner meisten favorisierten Blogs mit FEEDLY auf dem Laufenden, da muss ich nicht meine Mailadresse für Newsletter hergeben 😉

  9. Matthias Pabst

    Ich abonniere seit dem Ende des Google Reader Feeds über Feedbin und lese täglich viele Beiträge mit der Reeder App auf Mac oder iPhone. RSS-Feeds sind immer noch meine wichtigste Informationsquelle. Aber ich finde es auch Schade, dass viele Websites keinen Feed mehr anbieten.

  10. felix

    Rss Feeds sind für mich eine gute Art und Weise mich schnell zu informieren. Nutze dafür Fever in Kombination mit Reeder, mit der Kombination bin ich bisher sehr gut gefahren. Webseiten welche keinen Rss Feed anbieten, verlasse ich auch zeitnah wieder…
    Ich hab nur manchmal den Eindruck das viele Leute den Begriff Rss Feed nicht kennen, erleichtern sie meiner Meinung nach doch vieles.

    Leider wurde die Weiterentwicklung von Fever eingestellt ….

  11. Uwe

    Google hatte wohl den Reader gekillt und RSS für tot erklärt um die eigene Social Media Plattform zu pushen. Im kunterbunten Newsfeed sehen die ganzen Nachrichten doch viel hübscher aus…

    Dummerweise ist RSS viel effizienter und es pfuscht mir keine künstliche "Intelligenz" dazwischen, die der Meinung ist besser zu wissen was ich lesen will als ich. Danke, brauche ich nicht.

    Seitdem der Reader tot ist bin ich mit Feedly unterwegs und damit auch aufgrund deren Mobile-Lösungen mehr als zufrieden.

  12. Frank

    Dank der Kommentare hier, bin ich gerade auf Tiny Tiny RSS aufmerksam geworden. Vielen Dank dafür! Mit RSS-Feeds verschaffe ich mir täglich einen Überblick über für mich relevante Themen, die vollständigen Beiträge lese ich dann meist in Ruhe auf der jeweiligen Seite.
    Auch meine Seite veröffentlicht RSS Feeds, es wäre sehr Schade wenn RSS ausstirbt.

  13. SuMu

    Seit dem Ende Vom Google Reader(bedauere ich immer noch) nutze ich Feedly für meine – überschaubaren – Feeds.
    Ich nutze weiterhin Feeds, wenn ich Webseiten verfolgen will, das ist für mich die bequemste Lösung.

  14. Jo

    Für mich sind RSS-Feeds ebenso absolut notwendig. Ansonsten würde ich vermutlich nur wenige Blogs und Quellen verfolgen können . Vor allem auch da "gelesene" Info markiert wird und so neue Info kenntlich ist. Weiterhin auch System- und Geräteübergreifend. Ich habe nach dem Google Aus auch auf Feedly als Basis umgestellt. In meinem iPad habe ich Newsify an Feedly gekoppelt, da dies für mich eine angnehme Oberfläche bietet. Am PC nutze ich Feedly im Browser und auf dem Win10 mobile Phonly. Da habe ich so langsam eher die Befürchtung zu viel zu lesen 😉
    Da viele Blogs mit WP laufen und das standardmäßig RSS aktiviert ist habe ich den Eindruck, dass manche gar nicht wissen das ihre Seite "gelesen" wird. Einfach im Browser auf die Sourcecode-Darstellung wechseln. Wenn da ein RSS-Link zu finden ist diesen einfach im Reader nutzen.

    1. Viola

      Danke für den Hinweis!
      Allerdings teilt sich der "Lesestoff" dann auf zwei Tools auf, den RSS-Reader und das Plugin, oder?
      Daher nutze ich lieber Tools, die aus den Änderungen von feed-freien Seiten auch einen Feed generieren, damit alles zentral im Reader landet.

        1. tux.

          Naja, meins ist halt theoretisch portabel, du kannst es kompilieren und auf ’nem Stick mit dir herumtragen, wenn du willst. RSSCRPR kannte ich aber tatsächlich noch nicht. Tja, jetzt habe ich meins schon fertig. Zu spät. 🙂
          Aber schön, wenn es wem gefällt.

          "Deltas" und "Changes" sind mir zu unspezifisch. Manchmal ändern sich ja auch Seiteninhalte, die mich überhaupt nicht interessieren. Das Datum oder so.

  15. Andyt

    RSS-Feeds müssen sein. Ohne ist das Verfolgen von Themen sehr schwer. Vor Jahren von Google zum eigenen Tiny Tiny RSS gewechselt. Wird täglich genutzt.

    Das mit den verschwinden von RSS-Feeds bzw. deren Stellenwerk hat IMHO zwei Mitverursacher: Facebook und Werbung.
    Das erste vielleicht noch verständlicher, da zuerst viele mögliche Quellen primär dorthin gewechselt sind für Neuigkeiten. Eigenständige Seiten zunehmend vernachlässigt oder komplett verschwunden sind.
    Das zweite ist die Art wie RSS-Feeds verteilt werden und Zugriffe gezählt werden. In vielen Bereichen sollen User Klicks bei der Webseite verusachen und Werbung brav anschauen und anklicken. Da sind teilweise RSS-Feeds zuerst nur mehr gekürzt und später gar nicht mehr angeboten worden.

    Das Thema RSS-Feeds ist soweit selbst bemerkt, oft bei neuen Webseiten-Versionen nur mehr nebensächlich. Es gibt zwar jetzt wieder vermehrt mehr RSS-Feeds als bei neuen Webseiten-Versionen wie vor etwa einem Jahr, aber es bleibt niedrig priorisiert.

  16. Ingo

    Ich bin auch ein großer Freund von RSS-Feeds. Früher über GoogleReader und jetzt über Feedly. Auf dem iPad greife ich aber über "ByLine" auf Feedly zu, da diese Apps auch bei gekürztem Feed die komplette Page cachen kann, so dass man auch Offline lesen kann.

    Die ganz wichtigen Feeds habe ich auch im Thunderbird abonniert, so dass ich während der täglichen Arbeit die wichtigsten Nachrichten im Blick habe.

  17. Martin

    Hallo, ich nutze für mich RSS eher selten und wenn dann über „Newsflow“.

    Aber – ich würde für meine Seite gerne RSS anbieten, nur – es funktioniert nur sporadisch. Hat vielleicht jemand eine Idee warum mein Theme, Twenty Fourteen mit Child Theme, kein RSS ausgibt. Über einen Hinweis würde ich mich sehr freuen. Habe schon reichlich Stunden auf der Suche nach einer Lösung verschwendet, finde aber keine.

    1. Markus

      Also ich sehe unter http://meinpapasagt.de/feed/ einen Feed, der aktuell 2 Einträge beinhaltet. Wenn es Dir um ein Feed-Logo oder Button geht, so musst Du den selbst z.B. in die Sidebar integrieren.

      Ich selbst habe den Feed-Button damals im Twenty Fourteen (Child Theme) einfach als letzten Beitrag in das horizontale Menü eingefügt und per CSS gestylt. Einen Screenshot findest Du hier: https://www.cowboy-of-bottrop.de/wp-content/uploads/2017/01/2017-01-12_15h21_12.png

      1. Martin

        Nein, um den Button geht’s nicht, sondern um den Empfang der Beiträge per RSS.
        Weder bei mir noch bei Bekannten die RSS Feeds abonniert haben tauchen meine Beiträge auf – echt merkwürdig.

        Danke für die Rückmeldung!

      1. Martin

        Auch dir vielen Dank für die Mühe! Ich sehe mit dem Firefox auf einem Mac leider auch nicht einmal das RSS-Symbol.
        Muss mir wohl mal ein freies Wochenende freihalten und das Thema komplett neu durcharbeiten.

  18. Jo

    Für mich ist der RSS-Reader auch tägliche Pflichtlektüre. Bin ebenso damals von Google zu Feedly umgestiegen. Vor allem weil ich geräteübergreifend lese. Feedly im Browser auf dem PC, Newsify über Feedly auf dem iPad und Phonly über Feedly auf meinem Win10Mobile. Was gelesen ist ist auf alles Devices gelesen, sehr wichtig…

    Interessant finde ich das viele ihren RSS-Feed nicht publizieren. Vermutlich weil er in WP standardmäßig aktiv ist und explizit deaktiviert werden muss. Manchmal kann man dann im Source-Code der Seite den Link zum RSS-Feed entdecken und nutzen.

  19. Eric Sturm

    RSS-Feeds sind eine großartige, einfache Technologie. Gut, dass sie hier noch soviele Fürsprecher hat. Ich erinnere mich noch gerne an den (kurzen) RSS-Hype Anfang der Nullerjahre ("E-Mail ist tot" usw. :-). OK, ist lange her.

    Seit vielen Jahren nutze ich RSS-Feeds, um auf meiner Website http://architekturmeldungen.de News aus der gesamten Architekturbranche zu aggregieren, übrigens mit dem Plugin von Frank Bültge!

  20. nk

    RSS natürlich! 🙂
    Für mich sind Feeds absolute Netzgrundlage. Ich lese den Rivva-Feed fast vollständig (darüber war auch dieser Beitrag zu finden). Auch Twitter und andere Quellen aggregiere ich zu einem eigenen Feed mit einer simplen selbstgeschriebenen Lese- und Lesestatus-Anwendung. Früher habe ich auch mal Brief benutzt, aber irgendwann schwindet die Browserperformance. Absolut lieben tue ich die Live Bookmarks im Browser – prima um bspw. News zu überfliegen. Ebenfalls toll: Podcast-Feeds, der schnellste Weg direkt zur Mediendatei. Von der Maschinenlesbarkeit ganz zu schweigen.

    RSS sind halt nicht sexy und bespielen den willenlosen Durchschnittsnutzer nicht mit einem Stream. Und RSS ist für die Werbewirtschaft eher unsexy. Das dürfte der Grund sein, warum es keine populären RSS-Apps gibt.

  21. Malte

    Ihr alle nutzt RSS-Feeds?! Willkommen im Old School Club, ihr Nerds!

    Tja, das ist kein Vorwurf, nur eine Tatsache. Ich selbst gehöre ja auch dazu:-)

    So trivial und genial diese Technik eigentlich ist, so seltsam ist das jemanden schmackhaft zu machen. Ich habe aufgehört Leuten das zu erklären, die (technische?!) Hürde ist für die große Mehrheit zu hoch. Thats it – etwas für Nerds halt.

  22. Struppi

    RSS ist für mich die wichtigste Technik im Internet. Doe soziele Netzwerke sind für mich untauglich um den Medien die mich interessieren zu verfolgen.

    Dabei unterschiede zwischen Feeds mit viel Rotation – typischerweise von Zeitungen – die abonniere ich im Firefox als aktive Lesezeichen und schaue je nach Laune die Überschriften zwei, drei mal am Tag durch.

    Bei Blogs mit geringer Artikelfrequenz habe ich einen Feedreader. Entweder als AddOn im Firefox (Brief) oder Liferea.

    Aber stimmt schon, ausserhalb der Nerdwelt nutzt kaum jemand diese geniale Technik und sie läßt sich auch kaum vermitteln. Facebook ist einfacher und alle denken damit wäre ihren Informationsbedürfniss genüge getan.

  23. Sebastian Brinkmann

    Es ist schön, all die Kommentare zu lesen: Ich bin mit meiner Begeisterung für RSS-Feeds also doch nicht allein. 🙂 Ich finde RSS-Feeds super, weil ich die schön "abarbeiten" kann und so spannende Beiträge – zum Beispiel diesen hier – entdecke. Auch wenn ich durch die Lektüre des ersten Kommentars nun leider erfahren habe, dass mein Fever-Tool nicht mehr weiterentwickelt wird. Dann muss ich mir also doch eine Alternative suchen. Ich hielt Fever nach dem Ende von Google Reader für die bessere Wahl, weil ich mich so unabhängiger fühlte von einem kommerziellen Dienst. Aber es war absehbar, dass der Entwickler die Lust verliert.

  24. Pingback: Vorteile von RSS | digithek blog

  25. Kiki

    Ohne RSS geht gar nichts. Ich habe rund 600 (teils natürlich nur sehr sporadisch veröffentlichende) Feeds zu verschiedenen Themen abonniert; zuerst über NetNewsWire, dann später über Google Reader und nun über Feedly, wobei ich die Weboberfläche wohl noch nie benutzt habe; ich synchronisiere über Reeder (Mac OSX und iOS). Der Tag, an dem RSS stirbt, ist das Internet endgültig tot, fürchte ich.

  26. tux.

    Nutz ihr noch RSS & Co. Und falls ja wie?

    Ich wüsste nicht, über welches Medium ich sonst meine 400 Blogs, Nachrichtenseiten usw. halbwegs sinnentnehmend verfolgen kann. Dass RSS tot sei, habe ich schon 2011 nicht mehr hören können. Richtig ist, dass RSS nicht mehr so aktiv beworben wird wie früher. Mit Facebook kam eben auch eine ganz andere (IMO: schlechtere) Art, "auf dem Laufenden" zu bleiben, in die Welt.

    Nach Feedly (habe ich mit Bekanntwerden der Bezahlversion abgemeldet) und TT-RSS (wurde mir zu langweilig ;-))bin ich seit einigen Jahren sehr zufrieden mit NewsBlur. Das kann eine Menge, von dem ich gar nicht wusste, dass ich es mal brauchen würde. Außerdem habe ich mir für Notfälle ein kleines Tool geschrieben, das mir RSS-Feeds auch aus Websites generiert, die sich weigern, selbst einen zu liefern. Vielleicht kann es ja wer gebrauchen.

  27. jke

    Ja, Vladimir, ich empfinde es genauso mit RSS und verorte das zeitlich auch mit der Abschaltung des Google Readers.

    Feedly nutzte ich anfangs, bin dann aber auf Inoreader umgestiegen. Bis auf ein nicht so gutes Browser-Plugin (bei dem man neue Feeds nicht gleich einsortieren kann), ist Inoreader ok und für mich besser als Feedly.

    Ich glaube es liegt bei RSS nicht an der Technik, sondern dass heutzutage einfach viel zu viele Meldungen erscheinen, so dass die Leute davon erschlagen werden und es eher als Lesepflicht empfinden. Und viele lesen auch keine Blogs mehr, einfach weil ihnen die Texte zu lang geworden sind. Klar, es gibt immer eine Fangemeinde und Leser von Nischenthemen, aber diese Lesebereitschaft wie früher (~2005) gibt es irgendwie nicht mehr. Stattdessen Statusupdates vie FB und Twitter. Sie lesen also schon, nur eben anders und teilweise kleinere Häppchen. Und RSS ist ja großzügig und liefert einem gleich die volle Info.

    Spaßeshalber könnte man einen Content-Aggregator machen und das im FB-Layout veröffentlichen. Dann mal schauen ob die Leute merken würden, dass RSS-Content statt FB-Algorithmus erscheint.

    Allerdings: jetzt in 2017 funktionieren ja auch immer noch Newsletter. Dieses beknackte E-Mail-Format, mit seinen Unzulänglichkeiten, der Holschuld "Lesen" und überquellenden Inboxen wird es immer noch täglich genutzt. Und ich vermute, dass es sogar mehr genutzt werden würde, wenn man auf einer Seite beides (E-Mail und RSS) anbietet und erklärt. Einfach weil die Leute E-Mail kennen. RSS war ja auch schon immer ein erklärungsbedürftiges Produkt (vs. E-Mail, was die Leute auch aus anderen Bereichen kennen). Wie gesagt, vielleicht braucht es nur ein neues Label für RSS. "Abonnierbare Timeline" oder so.

  28. Kiezkickerde

    Selbstverständlich nutze ich noch RSS – Feeds (lesenderweise mittels liferea auf einem debian – System, einige hundert Feeds), und auf http://www.kiezkicker.de/kiezkicker biete ich in jeder Artikel – Detailansicht auch eine Übersicht der auf anderen thematisch dazu passenden Blogs veröffentlichten Artikel mit dem jeweiligem Artikeldatum an – eben mit genau der Methode, die du hier erwähnst.
    Ich bin hier übrigens via das Dashboard vom WordPress her gekommen, das dürfte dein Blogposting ja auch per RSS rein geholt haben…

    Aber es scheint in der Tat so zu sein, dass RSS nunmehr nur noch von einigen "Nerds" genutzt wird – wahrscheinlich den gleichen, die in eMails tatsächlich noch lesbaren Text und nicht bloß irgendeine Webseite aka html-email versenden. :p

  29. Ralf

    Dass RSS langsam aus dem Gedächtnis verschwindet, ist echt schade. Ich nutze Feedly auf Smartphone und Tablet für meine privaten Infos. Da sind einige Blogs und Nachrichtenseiten eingebunden.
    In meinem dienstlichen Outlook-Client lade mir diverse RSS-Feeds – von kirchlichen News bis hin zu den Bahn-Baustellen, um die pendelnden Kolleg/-innen per Intranet auf die Bauarbeiten hinzuweisen. Das kommt gut an hier im Betrieb, weil es ein echter Service ist. Ohne RSS-Feed wär das für mich nicht leistbar.

  30. S.

    Was auch sehr wichtig ist: Wenn eine Seite kein RSS anbietet, weist sie darauf hin, dass ihr gerne die Seite weiter verfolgen würdet, dies aber nicht tut, weil sie kein RSS anbietet.
    Nur so, kann man das Bewusstsein wecken, dass noch viele Menschen RSS verwenden.

  31. Florian

    Ich kann mir vorstellen, dass Feeds einfach zu nutzerfreundlich sind und damit nicht monetarisierbar genug. Deswegen werden die gerne verschwiegen. Ganz besonders hardcore ist das Feed verstecken auch bei Podcasts, Itunes und Stitcher und wie sie alle heißen.

    Trotzdem stellen ja 99% aller Webseiten immer noch Feeds zur Verfügung, allein deswegen weil WordPress standardmäßig einen Feed anbietet. Noch dazu sind Feedreader wie z.B. Feedly und Bloglovin einfacher zu bedienen denn je, ganz ohne Feed url oder technisches Wissen.

    Der Mensch ist halt leider ein Gewohnheitstier und wer keine Feeds kennt, will sich damit nicht befassen, oder woran könnte das sonst liegen?

  32. Peter Müller

    Da hast du mit deinem Beitrag ja einen echten Nerv getroffen. Also:
    – Auch ich nutze regelmäßig RSS.
    – Auch ich wundere mich immer noch, warum RSS nie Mainstream wurde.
    – Auch ich nutze "Feedly" (und bin einer deiner 2000 Abonnenten 😉 )
    Und trotz Googelei und allen Social-Media-Kanälen möchte ich nicht darauf verzichten.

  33. Pingback: RSS war früher mehr? – stohl.de

  34. TmoWizard

    Hallöchen zusammen!

    RSS-Feeds? Ohne geht ja mal gar nicht! Im Gegensatz zu den anderen Kommentatoren hier verwende ich dafür jedoch meinen SeaMonkey, da ich nur diesen einen Rechner habe und mein Smartphone nur bei mir und zwei, drei Bekannten in’s Netz gehen darf. Da ich doch sehr viel Informationen und Vergleiche für meine eigenen Artikel sammeln muß gibt es eigentlich nichts besseres, wie einen gut gefüllten Feed-Reader! 😉

    Viele Grüße aus TmoWizard’s Castle zu Augsburg

    Mike, TmoWizard

  35. Thomas_U

    RSS-Feeds sind ein unverzichtbarer Teil meiner täglichen Arbeit. Ich screene täglich ca 2500 Artikel aus verschiedenen Bereichen. Ich benutze NetNewsWire 4 unter MacOS 10.12.

  36. Claudia

    RSS-Feedls befolge ich per Feedly – und das extensiv. Meine private "Presseschau" sozusagen. Für mich ist das seit Jahren die beste Methode, die vielen Alters und neuen Beiträge hier und da zu überschauen.

    Die andere Seite ist ja aber RSS in WordPress nicht nur zu geben, sondern auch zu nehmen. Ich habe schon mehrere Anläufe unternommen, um auf meiner Seite eine "Presseschau" anzubieten – also auf einer Seite auf interessante Artikel da und dort hinzuweisen, ohne jedesmal WordPress öffnen und etwas schreiben zu müssen. Im Moment ist das am Ende doch ein recht umständliches Procedere. Artikel, die in die "Presseschau" sollen, werden von Feedly nach Instapaper exportiert. In Instapaper wiederum werden die Artikel ins "Archiv" geschoben – und das kann ich per RSS abgreifen und dieser Feed ist in eine WordPress-Seite eingebunden. Feedly gibt leider kein RSS aus und ich will nicht für jeden Artikel in der Presseschau einen eigenen Beitrag in WordPress erstellen (lassen), sondern eben alles auf einer Seite. Außerdem nutze ich den gleichen RSS-Feed für Tweets und Facebook-Posts, die ich mit Hootsuite automatisiert habe.

    Wer einen besseren, eleganteren Weg kennt – ich bin neugierig.

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