Ist das private Weblog von Vladimir Simovic mit Berichten zum Thema Webwork und Internet. Ich wohne in Köln und arbeite als freier Webworker, Blogger und Autor.
In letzten Tagen habe ich einige Freeware und kommerzielle HTML-Editoren ausgetestet da Phase 5 nicht mehr meinen Ansprüchen genügte. Dieser Editor hat mir in den letzten Jahren treue Dienste geleistet und nur ungerne trenne ich mich von ihm, aber leider sind meine Ansprüche gestiegen und somit habe ich mich auf die Suche nach einem neuen Editor begeben.
Gesucht wurde ein Editor der Projektverwaltung bietet (da ich an mehreren Projekten arbeite ist es für mich ein K. O.-Kriterium), eine Syntaxhervorhebung für (X)HTML, CSS und PHP bietet, Tagvervollständigung, nachträgliche Masskierung von Sonderzeichen und Umlauten, XHTML-fähig, die Möglichkeit eigene Schnipsel einzufügen und die bestehenden Tags zu bearbeiten. Die meisten Kriterien hat Phase 5 sehr gut erfüllt, aber leider konnte man die bestehenden Tags (ausser ein paar Ausnahmen) nicht bearbeiten und auch keine neuen Doctypes als Standard eingeben. Getestet habe ich folgende Editoren:
SuperHTML 7.0 ist ein deutsches Produkt und kostet als Einzelplatzlizenz 49,95 Euro. Es besteht die Möglichkeit sich eine auf 30 Tage beschränkte Testversion runterzuladen. Das Programm bietet eine Projektverwaltung an und die Möglichkeit eigene Tags, Vorlagen und Codeschnipsel zu erstellen und einzufügen. Die Codeschnipsel konnte man gruppieren. Zudem gibt es einen internen FTP-Clienten. Hier eine weitere Auflistung der Features. Durch seine Funktionen kam dieses Programm in die engere Auswahl.
HTMLPad und HTML-Kit sind sehr mächtige Werkzeuge. Vor allem HTML-Kit mit seiner deutschen Übersetzung und sehr vielen Plugins war interessant. Leider bietet keiner der beiden Editoren eine Projektverwaltung an, zumindest konnte ich auch nach ca. 45 min. keine entdecken.
TopStyle 3 pro ist schon eine Klasse für sich. Schöne Aufmachung und sehr viele Funktionen: Projektverwaltung, XHTML- und CSS-Editor in einem Programm, viele Tools. Allerdings hat das gute Stück auch seinen Preis von 80$. Zudem gibt es keine deutschsprachige Übersetzung. Klar, mein englisch würde schon für die Bedienung reichen, aber trotzdem ist es für mich komfortabler ein deutschsprachiges Programm zu bedienen. Auch konnte ich keine Möglichkeit entdecken um automatisch alle Umlaute zu masskieren.
Scribe kannte ich schon länger und es ist ein solider Editor mit vielen Funktionen. Leider ist die Projektverwaltung etwas eingeschränkt (alle Projekte werden in einem Unterordner des Programms untergebracht). Zudem kann man die bestehenden Tags nicht bearbeiten. Allerdings kann man selber neue Vorlagen erstellen. Daher kam auch dieser Editor in die engere Auswahl.
HTML Studio 1.4b ist ein vielversprechender Editor, allerdings habe ich nicht herausgefunden wie man selbsterstellte Codeschnipsel einfügt. Das Programm reagierte diesbezüglich nicht. Daher habe ich es nicht weiter getestet. Edit: ich habe jetzt herausgefunden wie man die vorbereiteten Codeschnipsel einfügt. Bei der Erstellung weist man dem Schipsel einen Namen zu. Im Dokument tippt man den namen ein und tätigt Ctrl + J und da wird der jeweilige Schnipsel eingefügt.
Webweaver hat eine nette Funktionen: einen internen PHP-Parser. Sehr gut wenn man kleinere PHP-Scripte offline testen will. Leider fehlt hier eine Projektverwaltung, schade.
So, nun kommen wir zum meinem jetzigen Standardeditor: Weaverslave. Ich kannte diesen Editor schon länger und habe auch ab und an mit dem gearbeitet, leider habe ich erst heute Morgen die Projektverwaltung entdeckt
mir ist etwas schleierhaft, warum ein so wichtiges Feature ganz unten im Editor angebracht ist.
Soweit bietet der Weberknecht für mich alle wichtigen Features: Projektverwaltung Nachtrag: es gibt keine Projektverwaltung sondern nur Favorit-Ordner, Syntaxhervorhebung für viele Sprachen, deutschsprachig, XHTML-fähig, eigene Vorlagen, bearbeiten von bestehenden Tags, nachträgliches de- und masskieren von Sonderzeichen und Umlauten etc. Zudem gibt es viele Plugins die mit den Plugins für Scribe und Phase 5 kompatibel sind. Zudem kann man wie in Phase 5 und Scribe auch TopStyle light einbinden. Ein zusätzliches Argument ist, daß Weaverslave freeware ist, obwohl ich bereit war und bin für einen guten Editor Geld auszugeben. Aber die kommerziellen Editoren hatten im Vergleich zu Weaverslave keine Funktionen die die Summe gerechtfertigt hätten.
Es kann sein, daß ich mich mit TopStyle pro nicht so intensiv auseinandergesetzt habe, aber momentan genügt WS meinen Ansprüchen und 80$ ist eine Menge Geld.
Als Webmaster kennt man das Problem. Man hat eine Website erstellt und will sie mal ordentlich durchtesten (ist der Quelltext valide, wie ist die Ladezeit, wie sieht sie in einem Textbrowser aus, Auflösung etc.?) oder man will einfach hinter die Kulissen einer anderen Website nachsehen. Normalerweise gestaltet sich sowas etwas mühsam. Aber es gibt Abhilfe. Gleich vier sog. Toolbars gibt es für Mozilla und eine für Internet Explorer. Bei diesen Toolbars handelt es sich um kleine Programme die sich im Browser integrieren und eine Fülle von, für Webmaster, nützlichen Funktionen bieten.