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(X)HTML-Grundlagen 6: XHTML

In dem sechsten Beitrag der Reihe ‘Einstieg in (X)HTML’ wird erklärt was XHTML ist und warum es entwickelt wurde.

6. Was ist XHTML?

Kurz und knapp gesagt: XHTML ist die Definierung bzw. Weiterentwicklung von HTML 4.01 auf Grundlage von XML anstatt auf Grundlage von SGML. Platt gesagt: XHTML ist HTML welches auf XML basiert.

XML (eXtensible Markup Language) wurde als eine Teilmenge von SGML entwickelt und ist somit auch eine Metasprache. Denn auch auf XML bauen einige andere Auszeichnungssprachen auf.

XML wurde entwickelt, da der Bedarf bestand eine Art "SGML Light" zu entwickeln und gleichzeitig die Vorteile, aber nicht die Komplexität von SGML zu übernehmen.

Daher ändert sich in der Praxis für die Webautoren nicht viel, wenn man anstatt HTML XHTML einsetzt (wie von W3C empfohlen). Denn es gibt auch weiterhin die gleichen Elemente, wenn auch in dem einen oder anderen Detail Abweichungen bestehen, da die Syntax von XML einige Unterschiede aufweist.

6.1 Warum XHTML?

XHTML ist ein weiterer Schritt in der Entwicklung des WWW (World Wide Web) und des Internets. Durch XHTML hat man die Möglichkeit die "XML-Welt", mit all ihren Vorteilen, zu erschließen. Denn, wie schon oben erwähnt, gibt es noch andere Sprachen (neben XHTML), die auf XML aufbauen: SVG, MathML, SMIL, RDF, WML.

Diese Sprachen kann man problemlos innerhalb eines XHTML Dokumentes einbinden und umgekehrt. Außerdem besteht die Möglichkeit, durch die gemeinsame Grundlage der Syntax, auf Basis von XML, die Scriptsprachen zu vereinheitlichen (DOM = Dokument Objekt-Modell).

Zudem verfolgt XHTML eine etwas strengere Anforderung an die Syntax der HTML- bzw. XHTML-Dokumente (z. B. strengere Anforderung an ein Grundgerüst), denn es soll so sein, daß alle (X)HTML-Markierungen, die nicht der Struktur sondern dem Layout dienen, als unerwünscht deklariert werden und in den zukünftigen Browsern nicht mehr beachtet werden.

Anhand der genannten Aussagen ist XHTML nicht einfach nur eine Weiterentwicklung des Internets, sondern auch ein Schritt in Richtung einheitlicher Standards.