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Mein neuer Rechner

In Notebooks, Desktop-PCs und ich habe ich bereits geschrieben, dass ich wieder hauptsächlich mit einem Desktop-PC arbeiten werde. Ich habe einige Wochen überlegt, gesucht, gelesen und beobachtet welchen Rechner ich nehmen sollte.

Ganz am Anfang hatte ich die Überlegung die Komponenten einzeln zu kaufen und den Rechner selbst zusammenzuschrauben, immerhin habe ich das bei meinen früheren Rechnern auch gemacht und einige Bekannte durfte ich mit meinen zusammengebauten PCs auch beglücken – die funktionierten zuverlässig bzw. diejenigen die noch im Dienst sind tun es immer noch. Aber das habe ich schnell sein lassen, da ich mich schon seit gut zwei Jahren nicht mehr mit dem Thema Hardware beschäftige, wie ich es früher getan habe und zudem fehlt mir momentan die Zeit für so etwas.

Ich wollte aber auf jeden Fall einen Leistungsstarken Rechner, der aber trotzdem leise ist. Leistungsstark deswegen, weil ich damit ordentlich arbeiten will und wenn (Betonung liegt auf "wenn") ich etwas Zeit über haben sollte, will ich auch darauf zocken. Leise muss er sein, da ich damit mehrere Stunden am Stück arbeite und meine Ohren und Nerven schonen wollte.

Nun gibt es zwar viele Anbieter, die PCs verkaufen. Es gibt auch einige Firmen die Leistungsstarke Rechner anbieten. Aber Firmen, die Leistungsstarke und dabei gleichzeitig leise Rechner verkaufen sind dann doch etwas dünner gesät. Nach einigem Suchen bin ich dann bei der Firma Nenotec GmbH fündig geworden. Ich habe die Produktpalette über mehrere Wochen beobachtet und im Netz und diversen Foren nach Kundenerfahrungen durchforstet und konnte nichts negatives finden, daher habe ich mir dann bei denen einen Rechner bestellt:

  • Mainboard: Asus M2N-SLI Del. (nForce 570 SLI) 8x S-ATA, 2x LAN, 10x USB
  • Prozessor: AMD Athlon64 X2 4600+ EE, 2×2.4GHz, 2x512kB AM2
  • Lüfter: Arctic Cooling CPU Freezer 64 Pro (92mm Lüfter, Heatpipe)
  • Grafikkarte: NVidia GeForce 7900 GTX 512MB PCIe, 2x DVI, TV-Out
  • Arbeitsspeicher: 2048MB Corsair TWIN2X DDR2-800 CL5 (2x 1024MB)
  • Soundkarte: Creative Sound Blaster Audigy 4
  • Festplatte: 160GB Samsung, 7200U/Min 8MB S-ATA2
  • Laufwerk: DVD-RW LG GSA-H20L Lightscribe, 6x DVD±RW/16x DVD±R
  • Netzteil: LC-Power Silent Giant 550W 140mm Lüfter, temperaturgeregelt
  • Gehäuse: Chieftec Mesh Midi Tower (silber)

Hinzukommt ein Diskettenlaufwerk, gerundete Laufwerkkabel, Noiseblocker EvolutionEQ Platinium-Schalldämmatten, 2 Jahre kostenloser Vor-Ort Abhol-Service inkl. Telefon-Support und individuelle Optimierung aller Komponenten auf leisen Betrieb. Gekostet hat mich das ganze dann 1.720 Euro inkl. Versandgebühren.

Das ist zwar eine ordentliche Stange Geld. Aber dafür habe ich jetzt hier einen guten Rechner, der leiser ist als z.B. der alte Notebook meiner Frau. Er steht unter dem Tisch und auch Abends wenn es draussen ruhiger ist, ist der Geräuschpegel angenehm leise.

Dank der Stromsparenden Prozessorvariante (EE = Energy Efficient) und der "Cool’n’Quite"-Technologie von AMD ist der Energiehunger des Rechners im vernünftigen Rahmen. Momentan ist der Prozessor auf 1 GHz gedrosselt und die Temperatur am Prozessor und Mainboard ist momentan je 29°C.

Auch die Verpackung war ihr Geld wert :-). Sie bestand aus zwei Kartons. In dem größeren waren jede Menge Styropor-Teilchen und der kleinere Karton mit dem Rechner. Auf jeden Fall war es sehr sicher verpackt.

Und was ich in Notebooks, Desktop-PCs und ich vermutet habe, hat sich bewahrheitet: ich habe auf dem Schreibtisch mehr Platz und vor allem mehr Bewegungsfreiheit als vorher.

Eigentlich wollte ich ja Fotos machen vom Auspacken und Einrichten … übrigens, wer zufällig mal den Murphy sehen sollte, der soll ihn bitte zu mir schicken, damit er sich bei mir einen kräftigen Tritt in den Hintern abholt.

Ja, ich wollte Fotos machen, aber eines der drei Komponenten: Kamera, Akkus, Ladegerät hat das Vorhaben sabotiert 🙁 und ich bin mir ziemlich sicher, dass er dahinter steckt. Und die Bilder von der Handykamera sind nicht wirklich prickelnd.

10 Reaktion(en)

  1. kiesow

    hmm, ich bleibe ja dabei: rechner selber zusammenbasteln mag teilweise etwas ärgerlich sein, spart aber pures geld.
    vor ein paar wochen habe ich einen rechner zusammengeschraubt. die ausstattung ist bis auf details identisch – und es ist keine extra soundkarte drin, weil die bei 75% der benutzer überflüssig ist -, kostet aber gut 600 euro weniger. dafür gibt’s natürlich die supportleistungen nicht.

  2. Perun

    @Kiesow,

    dass würde nur dann angehen, wenn ich alle Komponenten bei dem gleichen Anbiter beziehen kann, er sie sofort lieferbereit hat und die natürlich untereinander kompatibel sind. Sobald es darauf hinausläuft, dass ich bei mehreren Anbietern die Sachen ankaufen muss kommt zusätzlich Geld ins Spiel und auch noch Zeitverlust – was bei mir momentan auch gleichzeitig Geldverlust bedeutet.

    Die zweite Sache ist, dass ich in diversen Foren gelesen habe, dass der Einbau der Dämmatten doch nicht so einfach ist, wie es zuerst den Anschein hat. Die dritte Sache ist, dass es schon einiges an Wissen erfordert einen Rechner in Bezug auf die Lüfter leise zu bekommen. Dieses Wissen könnte ich mir zu Not aneignen … die Frage ist wann?

    Vierte Sache ist es, dass ich hier relativ teueren Komponenten zum Einsatz kommen. Die Grafikkarte gibt es ab 420 Euro und der Prozessor kostet ab 256 Euro (beides Geizkragen.de). Als ich die Rechner damals geschraubt habe, dann habe ich für eine Grafikkarte max. 150 Euro und für die CPU noch weniger ausgegeben.

    Wäre dann beim Einbau etwas kaputtgegangen, dann wäre es zwar ärgerlich, aber nicht so sehr wie wenn du 420 Euro über den Jordan schickst.

    dafür gibt’s natürlich die supportleistungen nicht.

    Nicht nur dass, sondern auch die Checks und Tests die sie mit Rechner vollziehen bevor man ihn auf den Weg schickt.

    Nachtrag:

    Ich habe gerade in Geizhals und Geizkragen geschaut und wenn ich mir die selben Komponenten immer bei den billigsten Anbietern gekauft hätte, käme ich auf ca. 1340-1380 Euro ohne! Versandkosten. Manche von den Anbitern verlangen bis zu 15 Euro Versandkosten, also im günstigsten Fall wäre ich bei ca. 1450 Euro mit Versandkosten.

    Der Rechner wäre aber noch nicht zusammengebaut und ich hätte keine Garantie und Support für den kompletten Rechner, den ich immerhin als Werkzeug nutze um meine Brötchen zu verdienen. Das und die Optimierung + Tests sind mir die 270 Euro auf jeden Fall wert.

  3. Perun

    Danke Tomas,
    ich habe 20 Euro gewonnen ;-). Ich habe gewettet, das einer aus der Mac-Fraktion seinen Apple-Kommentar zum Besten gibt.

    Für den Preis hättest du einen schönen, netten iMac 24″ bekommen!

    Und was soll ich mit NVIDIA 7300 GT machen … Solitaire und Minesweeper mit 24 fps zocken? 😉

    Das Teil kostet 1949 Euro hat nur einen GB Speicher und eine kastrierte Grafikkarte … diesen Vergleich muss ich jetzt nicht verstehen … oder? Der Prozessor ist zwar gut, aber bei 3d-Anwendungen wird er dann von der Grafikkarte ausgebremst. Füge ich jetzt noch einen GB Arbeitsspeicher und nehme die geforce 7600, die nur ein bißchen kastriert ist und füge noch den Support hinzu … dann komme ich auf 2.448 Euro. Gut ich habe, dann zwar einen 24″ Monitor in der Wohnung, aber wo sollte ich den dann unterbringen?

  4. kiesow

    na gut, hast natürlich recht. wenn man einen rechner hauptsächlich beruflich einsetzt, dann ist schneller support schon recht wichtig.
    generell kommt es beim preis natürlich auf details an. beim netzteil und gehäuse kann man viel sparen und trotzdem sehr gute, leise technik bekommen. bei der 7900 GTX kann man auch je nach hersteller noch was sparen.
    was den leisen betrieb angeht, so muss man da gar nicht so viel optimieren können. die kabel anständig verlegen – dank SATA jetzt echt einfacher -, im bios zwei einstellungen machen und im windows die dazugehörigen treiber installieren.
    den rechner, den ich da zusammengebaut habe, ist angeblich so leise, das er schon mehrfach ausgeschaltet wurde, weil man ihn anmachen wollte 🙂 dabei sind vier lüfter drin (prozessor, grafikkarte, gehäuse und netzteil). nur bei sehr anspruchsvollen spielen wird der lüfter von der grafikkarte hörbar lauter, aber immernoch absolut akzeptabel. und ich habe mich echt nicht damit beschäftigt, wie man den rechner leise bekommt.

  5. Perun

    @Kiesow,

    ich gebe dir Recht, würde man z.B. die einschlägigen Fachzeitschriften, Websites und Foren verfolgen und sich dann auf die Suche nach Komponenten begeben, die von der Leistung gleich sind, aber um einiges billiger sind, dann ließen sich schon einige Euros sparen. Das ist klar.

    Wenn man bei so etwas Spaß hat und wenn das knappe Geldbudget die Entscheidung diktiert ist klar welchen Weg man wählt.

    Ist aber anderseits, die knappe Zeit der Hauptfaktor, dann schaut die Entscheidung wiederum auch etwas anders aus. Ich hätte persönlich auch lieber noch weitere Tage in den Foren gestöbert und mich dann bei den Händlern umzuschauen und dann selber zu schrauben … aber wer hätte, dann meine Arbeit erledigt?

  6. CountZero

    naja, leise ist angesichts des 92mm-AC64 und des LC Power Netzteils dann doch ein eher relativer begriff. und die graka is mit ziemlicher sicherheit auch nicht passiv gekühlt. er mag dir nun verglichen mit deinem vorherigen rechner deutlich leiser vorkommen, aber geh mit der konfiguration mal ins forum von http://www.silenthardware.de; da wirst du nen kopf kürzer gemacht, den rechner als leise zu bezeichnen.
    am ehesten kriegst du da noch nen punkt für das mesh-gehäuse, das ist aber auch nur dann eine brauchbare basis, wenn man die tausenden überflüssigen löcher dichtmacht, um erst mal einen kontrollierten luftstrom aufzubauen.

    das hier ist ein wirklich leiser rechner. zugegeben, is "nur" ein "veralteter" axp-mobile. aber es veranschaulicht mal deutlich, welche anforderungen die silent-gemeinde an ein wirklich leises system stellt. 😀

  7. Perun

    @CountZero,

    danke fürden Tipp. Aber ich habe den Rechner fürmich und nicht für das Silentforum gekauft. Hier ein Zitat aus dem Forum:

    Die simple Frage "Was ist eigentlich Silent?" lässt sich leider nicht so einfach beantworten wie sie sich stellen lässt.

    Die Basis – Mensch:

    Einer von vielen Gründen ist, dass der Hörsinn eines jeden Menschen anders ausgeprägt ist und dadurch beispielsweise ein gleichbleibendes Geräusch unterschiedlich intensiv wahrgenommen wird. Am eindrucksvollsten wird dies durch eine Frequenzanalyse beim Ohrenarzt verdeutlicht. Vergleicht man die Ergebnisse von verschiedenen gleichaltrigen Personen mittleren Alters, unterscheiden sich die Spektren wie die von Börsengängen aus unterschiedlichen Jahrzehnten. Dies zeigt auf, dass jeder Mensch eine bestimmte Tonlage unterschiedlich intensiv wahrnimmt.

  8. Gabi

    Fürs ernsthafte, länger andauernde Arbeiten war ein Notebook für mich noch nie eine Alternative. Wenn ich nur ein Notebook hätte, würde ich sicher eine externe Tastatur, eine externen Monitor und eine externe Maus anschließen.

    Wenn man sich den Rechner gewerblich anschaft, spielen andere Aspekte eine Rolle, als so preisgünstig wie möglich. Sparen würde ich nie am Service. Die Wahrscheinlichkeit, dass irgend etwas kaputt geht, ist in der ersten Zeit relativ hoch, so meine Erfahrungen aus dem Betrieb, in dem ich arbeite (ca. 50 Workstations).

  9. Micato

    Hallo,
    Grafikkarte und Speicher hätte ich mir auch so ausgewählt. Allerdings kann ich nicht nachvollziehen, wenn alles Markenkomponenten sind, warum in Gottes Namen wurde dann nen LC-Power Netzteil verbaut?! Tagan, Xilence oder be quiet(!) wäre sicher die bessere Wahl gewesen.

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