WordPressNach der sehr leichten und schnellen Installation von WP, fängt die eigentliche Arbeit an. Aber fairerweise muß man sagen, daß sich die investierte Arbeit in Grenzen hält wenn man das Standard-Template nur per CSS ändern will und wenn man sich nicht stört, daß einige Navigationspunkte und Ausgabetexte in englisch sind.

Aber alles der Reihe nach. Im folgendem Bericht ist niedergeschrieben wie ich WP an meine Bedürfnisse angepasst habe. Evtl. hat jemand schönere Lösungswege. Denn bekanntlich führen viele Wege nach Köln 😉 und manche sind eben kürzer und gemütlicher.

Profil und Optionen anpassen

OK, wo sind wir stehen geblieben? Ach ja, wir sind eingeloggt mit dem Zufallspaßwort. Ich hoffe das bist du. Und wenn nicht, ich hoffe du kennst das Paßwort noch :-). Sonst, haben wir ein Problem und du musst die Datenbank leeren und WP neuinstallieren.

Aber ich gehe mal davon aus, daß du eingeloggt bist. Gut. Im oberen Bereich siehst du den Unterpunkt ‚My Profile‘. Anklicken und das Paßwort ändern. Du kannst dir auch einen Nickname (Spitzname) geben, allerdings gilt dieser nur für die Beitragsausgabe. Für die Software bist du immer noch ‚admin‘ und damit musst du dich auch weiterhin anmelden. Also, beim nächsten einloggen ‚admin‘ + ‚das_neue_Paßwort‘. Zudem verlangt die Software auch die Eingabe einer Email-Adresse. Bei jeder Änderungen immer den Updateknopf klicken, damit die Änderungen wirkam werden.

Als nächstes gehen wir zu ‚Options‘. Dort gibt es einige Unterpunkte die wir jetzt bearbeiten werden. Gehe zu ‚Other Options‘. Als erstes kannst du die Beitragsausgabe (posts_per_page) für die Startseite ändern. Ich gebe meistens einen Wert zwischen 10 bis 15 an. Mehr könnte die Startseite zu groß machen.

Dann würde ich die Werte in date_format und time_format anpassen. Ich gebe für date_format l, d. F Y an, als Ausgabe kommt dann z. B. Montag, 26. Januar 2004. Für time_format gebe ich G:i an, als Ausgabe erhalte ich z. B. 18:45. Noch ist die Ausgabe in englischer Sprache, aber darum werden wir uns später kümmern, in dem wir in der wp-config-extra.php einige Änderungen vornehmen.

Weiter zu ‚General Blog Settings‘. Dort kannst du einstellen wie es dir beliebt. Ich mache es so, daß auch nicht registrierte User kommentieren dürfen und das ich benachrichtigt werde, wenn jemand ein Komentar abgibt. Somit muss sich keiner registrieren, der es nicht will und trotzdem weiss ich wenn jemand was kommentiert um evtl. schnell, falls nötig, auf die Kommentierung zu antworten oder sie zu löschen, falls jemand auf die Idee kommen sollte z. B. zu spamen.

Weiter zu ‚Settings for RSS/RDF Feeds, Track/ping-backs‘. Hier würde ich rss_language von ‚en‘ auf ‚de‘ (deutsch) setzen. Ausserdem noch use_weblogsping und use_blodotgsping aktivieren (auf ‚true‘ setzen). Damit werden deine Beiträge in weblogs.com und blo.gs gelistet.

Jetzt springen wir zu ‚Base Settings‘. Dort kannst den Namen deines Blogs ändern und die Beschreibung eintragen. Zudem kannst du bestimmen ob sich Besucher registrieren können und ob sie dann auch kommentieren dürfen.

Weiter zu ‚Permalinks‘. Das hier ist eine sehr wichtige Einstellung. WP erlaubt es dir für dein Archiv und die Adressen deiner Beiträge sog. ’sprechende‘ URL (Internet-Adresse) zu kreiren. Anstatt /index.php?hast-du-nich-tgesehen&blabla wird /archiv/jahr/monat/tag/beitrag.

Ich übernehme den Standardvorschlag /archiv/2018/11/%day%/%postname%/ weil es meiner Meinung nach am besten ist. Mit einem Klick auf ‚Update‘ generiert WP einen Code. Diesen Code fügt man in die .htaccess-Datei (Z. B. Notepad oder Phase 5) und lädt sie auf den Server wo sich der WP-Ordner bzw. die index.php befindet.

Template anpassen

OK, jetzt wollen wir das Layout anpassen. Hierbei kann man zwei Wege einschlagen. Die erste und die einfachste Möglichkeit ist es die CSS-Datei (wp-layout.css) anzupassen. Und dabei kann man sehr viele Änderungen im Layout vornehmen, denn das Standardtemplate hat ein volle Trennung von Inhalt und Layout. Es ist ohne weitere möglich, mit nur wenigen Änderungen in der CSS-Date, das Layout völlig auf ‚den Kopf zu stelen‘.

Wem das nicht genug ist, der kann auch Änderungen im XHTML-Dokument vornehmen. In dem man der index.php (oder anderen zu ändernden Dateien) chmod 766 zuweist, kann man online im Admin-Bereich das Dokument anpassen.

Übersetzen

Wer sich nicht daran stört, das einige Teile des Weblogs in englischer Sprache erscheinen, der kann hier aufhören zu lesen. Für all die anderen heisst es ‚wer sucht der findet‘ oder ‚es hat sich schon mal einer totgesucht‘ :-). Nein, so schlimm ist es nicht. Einige der Übersetzungsmöglichkeiten habe ich selber herausgefunden, einige hat mir Andreas aufgezeigt und einige habe ich in der WordPress Documentation Wiki gefunden. Es lohnt sich dort mal vorbei zu schauen.

Schon alleine in der index.php gibt es einige Einträge die man eindeutschen kann, in der wp-comments.php und in der wp-comments-post.php. Die wp-config-extra.php ist ein ‚Herzstück‘ der Übersetzungsarbeit. Wenn man dort die zwei Arrays übersetzt, erscheinen automatisch alle Monats- und Wochentagnamen in deutscher Sprache.

Die /wp-includes/template-functions.php bitet in den Zeilen 903, 913, 947, 957 (Der Text, wenn man den Beitrag splittet) und Zeile 1690 (Kommentar) Möglichkeiten zum Übersetzen. In der Zeile 185 von /wp-includes/links.php kann man den Title-Text übersetzen.

Eine recht ausführliche Liste mit Zeilennummern der Übersetzungsstellen gibt es hier.

Mit diesen Anpassungen, hat man WP zum größten Teil die deutsche Sprache beigebracht. Einige kleinere Übersetzungen bleiben noch aus, leider fehlt mir im Moment die Zeit dafür. Für Hinweise bin ich dankbar.

Divi: Premium-Theme für WordPress
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Geschrieben von Vladimir

Vladimir Simović, arbeitet seit 2000 mit HTML & CSS und seit Januar 2004 mit WordPress. Im Laufe der Jahre hat er diverse Fachbücher und Fachartikel publiziert.

  1. Noch mehr WordPress
    Ich habe in den letzten Tagen hier meine ersten Erfahrungen mit WordPress berichtet, werde aber in nächster Zeit wegen zunehmender Arbeitsbelastung (das Examen rückt näher) nicht mehr ganz so häufig posten.

    Wer auf die Nachrichten von der WordPress…

  2. Hi,
    hab zu deinem wordpress RC1 Artikel trackback hinterlassen, hat aber so einen Unsinn hier ausgespuckt:
    „verfügbar Erhältlich rnWerd nächste rnrnQuelle“ ! sry 🙂
    Ist bei anderen, von mir auch vorgekommen..
    Muss ich das auch anpassen, wenn ja wo?

  3. Hallo,

    noch ein Tipp bzgl. des vergessenen Zufallspasswords:

    Man kann es in der Tabelle der Datenbank ganz einfach mit MySQLs MD5-Funktion + beliebiges neues Password (MD5('neuespassword')) ueberschreiben. Wenn man nicht mit dem UPDATE-Befehl hantieren moechte, nutzt man dazu am besten phpMyAdmin.

    Gruesse, rikman (rikmans notizen)

  4. Hi,
    bin noch nicht so vertraut mit wp.
    wenn mir jemand sagen kann wie ich die Startseite änderen kann, und zwar so, das nicht die aktuellen beiträge erscheinen sonder eine aus einer extra kategorie wäre ich sehr dankbar!!

  5. Webdesignblog » Blog Archive » Nützliche Wordpress Formatierungen damit das Powertool deutsch spricht Dienstag, 25. Oktober 2005 am 23:27

    […] Da war ich gerade auf der Suche nach einer Referenz wie man die Ausgabe von WordPress etwas “eindeutschen” kann, da stoße ich auf diesen Artikel von Peruns Blog der mir alles nötige vermittelt: wordpress-anpassungen. […]

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