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Deutsch ist Nr. 2 im Web

Ein bißgen überraschen (aber angenehm) tut mich diese Aussage schon: "Deutsch im Internet zweithäufigste Sprache". Zu dieser Aussage kommt Unesco beim "Internationalen Tag der Muttersprache". Und das obwohl viele deutschsprachler aus diversen Gründen in englischer Sprache im Web unterwegs sind bzw. englischsprachige Websites haben.

Quelle: tagesschau.de

8 Reaktion(en)

  1. Webmasterfind

    Könnte stimmen. Zumindest wenn ich nur meinen Nachbarn rechts und links davon frage. International gesehen ist das natürlich ein absoluter Blödsinn. Chinesisch, indisch, etc. liegen weite vor der deutschen Sprache – auch im Internet.

  2. Perun

    International gesehen ist das natürlich ein absoluter Blödsinn. Chinesisch, indisch, etc. liegen weite vor der deutschen Sprache – auch im Internet.

    Hast du diesbezüglich Zahlen und Ergebnisse von Untersuchungen oder ist das deine Vermutung bzw. Gefühl? Immerhin hat Unesco Zahlen vorgelegt. Meinst du das die nicht richtig sind?

  3. Sascha Carlin

    Wer Lesen kann ist klar im Vorteil:

    Laut Unesco sind im Internet mehr als zwei Drittel aller Websites auf Englisch verfasst. Auf Platz zwei folgt Deutsch mit immerhin sieben Prozent.

    Dazu passt auch, das .de die zweit-häufigst genutzte TLD ist.

  4. Kossatsch

    Indisch??? Aber ernsthaft. Was zählt, ist, was gezählt wird. Es gibt ca. 81 Mio. Deutsche. Österreich ist ja nicht mehr angeschlossen, macht den Braten aber auch nicht fett. Es gibt mehr als eine Milliarde Chinesen, die haben aber kaum alle Internet. Und es gibt zig Millionen Leute, die Englisch reden und lesen, von Spanisch ganz zu schweigen. Spanisch ist die zweithäufigste Sprache im Internet, liest man auch – in spanischsprachigen Medien.

    Und wie hat man das gezählt? Hat man bei Google nach "und" gesucht? Unterschreiben würde ich jederzeit, dass Deutschland die penetrantesten SEOs hat. Die stecken auch wahrscheinlich hinter der Studie.

  5. Perun

    Spanisch ist die zweithäufigste Sprache im Internet, liest man auch – in spanischsprachigen Medien.

    Ich will dir nicht widersprechen, weil ich weder die Behauptung von Unesco noch deine überprüfen, geschweige den widerlegen kann. Aber was macht die Aussage einer spanischsprachigen Zeitung authentischer als die Aussage der Unesco?

    Fakt ist das in Deutschland ca. 82,5 mio. Menschen leben, in Österreich leben etwa 8,2 mio. Menschen und in der Schweiz ca. 7,5 mio. Wobei Schweiz hier ein Sonderfall ist, da es 4 Amtssprachen gibt. Hinzu kommen viele deutschsprachige, die als Minderheiten (z.B. Belgien etc.) leben. Somit kommt man schon auf eine Zahl von fast 100 mio. Menschen, die Deutsch als Muttersprache oder als "2. Muttersprache" haben.

    Nicht zu vergessen ist, dass einige Länder, vor allem in Osteuropa deutsch als 1. Fremdsprache im Unterricht anbieten. Zumindest war das mal so.

    OK, dass sind die Zahlen und so gesehen wären die spanischsprechenden in Vorteil, da ganz Lateiamerika (mit Ausnahme von Brasilien, einigen Inseln und afaik Guyana/Surinam) spanisch spricht.

    Aber die Vertretung einer Sprache im Internet hat nicht unbdeingt etwas mit der nackten Zahl der Sprecher was zu tun, ausschlaggebender ist der Lebensstandard. Und auch wenn Lateinamerika langsam aber sicher sich gut entwickelt und manche Länder einen relativ hohen Lebensstandard haben so ist Lateinamerika noch weit davon entfernt die Internet-Infrastruktur zu haben wie sie in großen Teilen von Europa gegeben ist.

    Mit Indien ist es afaik ähnlich, es gebt Zentren wo indische Fachleute es den anderen zeigen wo der Hammer hängt und sich in diesen Zentren auch die restliche Wirtschaft prächtig entwickelt, aber der überwiegende Teil der indischen Bevölkerung hat teilweise andere Sorgen als welchen Internetanbieter die nehmen sollen und welche Weblogsoftware am besten ist.

    Weitere Frage bezüglich Indien ist in wie ferne die regionalen (Amts-)Sprachen ausschlaggeben sind.

    Daher kann ich mir gut vorstellen, dass die Unesco-Studie stimmt. Obwohl ich sie nicht überprüfen kann.

    Was mich wundert ist, dass Japan so "schlecht" abschneidet, immerhin ist das ein hochentwickeltes land mit knapp 128 mio. Einwohnern.

    Unterschreiben würde ich jederzeit, dass Deutschland die penetrantesten SEOs hat. Die stecken auch wahrscheinlich hinter der Studie.

    Das die deutschsprachigen SEOs "fleissig" sind, kann gut angehen. Aber der Großteil des Spams, den ich von deutschsprachigen Quellen bekam, war in englisch verfasst :-). Den Großteil des Spams in letzter Zeit kann ich nicht entziffern.

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  7. Kossatsch

    Perun, du hast natürlich Recht, aber ich frage ich trotzdem, wie die UNESCO da gezählt hat, auch vor dem Hintergrund von Abermillionen von dynamischen Seiten. Zählt z.B. Amazon.de nur für eine oder für x-tausende Seiten. Wie bei jeder andere beliebige E-Commerce-Site. Oder waren es doch nur Sites (dann allerdings kann das durchaus stimmen, schon allein wegen der TLD).

    Schade, dass die Tageschau nicht auf die Studie verlinkt. Mir ist das zu mühsam, das bei der UNESCO zu suchen.

  8. Kossatsch

    Kleiner Dienst für die Leserschaft: Das Unesco-Dokument findet sich hier, die entsprechende Tabelle ist auf Seite 30 (die Darstellung auf Seite 28 zeigt etwas anderes, ist aber auch ganz interessant) und beruft sich auf diese Studie, zur Methode findet sich hier etwas. Ganz kurz: es wurden 57 für eine Sprache einmalige Wörter gesucht, alles auf der Basis von Google.

    Bleibt nur zu hoffen, dass Peruns Spamfilter diesen Kommentar nicht frisst.

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