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Webworking mit Chromebook

Eignet sich ein Chromebook als Zweitgerät für einen Webworker?

Ich stand vor einigen Wochen vor einem Dilemma und mit diesem Blogartikel – evtl. wird es eine Artikelreihe – hoffe ich den Leuten eine mögliche Entscheidungshilfe zu geben, die vor gleicher Entscheidung stehen wie ich vor kurzer Zeit. Dieser Artikel hat somit Potential einiges an Nerven und Zeit zu sparen.

Das alte Dilemma: Dekstop vs. Laptop

Worum geht es? Mein Arbeitsgerät, ein Win-7 Desktop-Rechner, ist langsam in die Jahre gekommen und ich mache mir schon seit einigen Monaten Gedanken um den Nachfolger. Darüber hinaus standen und stehen dieses Jahr einige Auswärtstermine an, die ohne ein Laptop nicht auskommen. Eine Präsentation oder Vortrag kann man auf einen USB-Stick mitnehmen, aber die paar Termine die anstehen bzw. welche ich schon absolviert habe, da benötige ich ein eigenes Gerät.

Daher musste ich mich zuerst in das Thema wieder reinfinden, da ich schon seit vielen Jahren nur auf dem Desktop-PC gearbeitet habe und somit der eine oder andere Laptop-Trend an mir vorbeigegangen ist. Meine erste Überlegung war ob ich nicht ein günstiges Gerät als Zweitrechner nehme und stellte dann schnell fest, dass der Preissprung von einem halbwegs soliden Laptop als Ersatzgerät bis zu einem, welcher sich als Hauptgerät eignet, so groß nicht ist. In meinen Recherchen standen Geräte von ca. 700 Euro als Zweitrechner und Laptops für ca. 850-900 Euro, die sich ohne weiteres als Hauptarbeitsgerät eignen konnten.

Darum habe ich u.a. dann auch den 14″ Ideapad 510s von Lenovo getestet und das war gut, denn da stellte ich wieder mal fest, dass ich kein Laptop- sondern ein Desktop-Mensch bin. Ich brauche eine ordentliche Tastatur, eine richtige Maus und einen großen Bildschirm. Das ganze ist natürlich auch mit einem Laptop umsetzbar, schränkt aber die Auswahl etwas ein und es geht deutlich in den Kostensegment, wo ich mir einen fetten Gaming-PC und eine Reihe von Spielen zulegen kann.

Daher habe ich mich dann für ein Chromebook als Zusatzgerät entschieden und diese Wahl hat sich bis jetzt als die richtige erweisen: ich war vor ein paar Tagen mehrere Tage unterwegs zur Aufnahme eines Videotrainings und das Chromebook hat bereits gute Dienste geleistet.

Die Vor- und die Nachteile von Chromebook

Fangen wir mit den erfreulichen Sachen an. Zum einen hat mich das 14″ Chromebook von Acer nur 375 Euro gekostet. Nachtrag vom 07. Februar: zwischenzeitlich gab es das Gerät nicht als Prime-Produkt. Mittlerweile ist es wieder als Prime-Produkt verfügbar. Das heißt unter anderem es wird von Amazon verkauft und verschickt und nicht von einem Drittanbieter.

Für das Geld bekommt man ein Gerät von guter Qualität: man bekommt ein Vollaluminiumgehäuse, einen guten matten Full-HD-Screen (IPS) und ebenfalls eine gute Tastatur und Touchpad. In meinen Augen war das eine bessere Qualität, als beim Ideapad von Lenovo für ein paar hundert Euro mehr.

Weitere positive Merkmale ist die Schnelligkeit. Ich hatte noch nie einen Rechner, der so schnell eingerichtet bzw. betriebsbereit war und ich hatte noch nie einen Rechner, der so schnell startet. Um es einzurichten, habe ich irgendetwas zwischen drei und vier Minuten gebraucht … aber nur deswegen, weil ich zwischendurch Fotos gemacht habe 🙂 und vom Klicken auf den Startknopf bis das Gerät betriebsbereit ist, benötigt es nur wenige Sekunden.

Der Nachteil an dem Gerät ist das eigentliche Konzept. Wenn man sich aber mit dem Konzept auseinander gesetzt hat, dann sieht man es aber auch nicht als Nachteil an. Das ganze Betriebssystem oder besser gesagt, die Welt des Chromebooks spielt sich "innerhalb" des Browser Google Chrome ab.

Mal schnell Photoshop, Filezilla und LibreOffice kann man nicht installieren. Es ist nur möglich, was der Browser und seine Erweiterungen es erlauben bzw. ermöglichen. Das Gerät was ich besitze ist offiziell in der Lage auch mit Android-Apps umzugehen, ich selber habe es bei einem Kurzversuch nicht hinbekommen eine Android-App zum Laufen zu bringen.

Wenn man das dann verstanden hat und sich von dem "klassischen" Konzept verabschiedet bzw. es losgelassen hat, dann lernt man auch die Vorzüge des Geräts zu schätzen: günstig, Qualitativ dennoch sehr gut, schnell eingerichtet, schnell gestartet, keine Update-Orgie nach ein paar Monaten Nichtnutzung etc.

Zum Thema Datenschutz: ich denke, dass Leute die Google da nicht weit trauen, auch nicht das Zielpublikum sind, da man sich an das Gerät mit seinem persönlichen Google-Konto bindet.

Ich selber bin immer noch sehr zufrieden mit Gerät und es hat sich, wie schon erwähnt, bereits bewährt. Ich war mehrere Tage auf das Gerät angewiesen und nicht nur die Leistung des Akkus war sehr gut – 6 bis 8 Stunden Arbeit sind locker drin – auch die restliche Hardware hat mich überzeugt. Das Bildschirm ist gut und auch die 4 GB Arbeitsspeicher sind völlig ausreichend, da im Hintergrund "nur" ein Browser und kein Ressourcen-hungriges Betriebssystem werkelt.

Daher freue ich mich schon jetzt auf den weiteren Einsatz mit dem Gerät. Es ist kein Bangen ob die Updates aktuell sind und ob man auch alles notwendige installiert hat.

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5 Reaktion(en)

  1. Jan

    Jupp, musste mir diese Woche ein Mac Book Air zulegen, weil die Festplatte von meinem iMac kaputt gegangen ist, Nach zwei Tagen umgewöhnung, komme ich gut damit klar. Das Ding ist auch super schnell (Photoshop quasi nach den Klick geöffnet) und ich kann endlich vom Sofa aus arbeiten 🙂 Und die Einrichtung muss man ja sowie nicht bei Apple vornehmen… Nur die Responsive Optimierung von großen Bildschirmen ist schwierig….

      1. Jan

        Hi Stefan,

        ich habe mir das kleinste Model gekauft, welches Apple vor kurzen mit 8GB Ram als Standard aufgerüstet hat. Aber wie ich in deinem Blog gerade gelesen habe, ist das Thema Apple bei dir ja sowieso durch 🙂

        Schöne Grüße,
        Jan

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