Pagebuilder oder Block-Theme? Welches Theme eignet sich für eine aktuelle WordPress-Installation?

Vor einigen Tagen bin ich in der WP Tavern auf den Beitrag Ask the Bartender: Should I Use a Page Builder or Wait for Block Themes? gestoßen, der eine interessante Frage aufwirft. Welchen Weg sollen Websitebetreiber hinsichtlich eines (neuen) Themes für ihre Website einschlagen. Derzeit gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Das ideale (klassische) Theme finden
  2. Einen Pagebuilder verwenden, um eigene Design-Vorstellungen umzusetzen
  3. Ein neues FSE-Theme verwenden und die Möglichkeiten von WordPress-Blöcken ausschöpfen

FSE steht im Zusammenhang mit WordPress mit dem Konzept des Full Site Editing. Dabei haben Nutzer dieser Themes viel mehr als bisher die Möglichkeit eine komplette Webseite nach ihren Wünschen zu gestalten. Es geht also nicht nur darum Farben und Schriften etc. anzupassen, sondern auch darum Inhalte komplett neu zu organisieren und anzuordnen. Auch einzelne Bereiche (Header, Footer) können so vom Nutzer einer Website selbst gestaltet werden.

Pagebuilder

Es gibt viele unterschiedliche Pagebuilder auf dem Markt sowohl was die Qualität angeht bzw. die Möglichkeiten, die sei den Nutzern bieten. Der Vorteil von Pagebuildern ist, dass man einen relativ leichten Einstieg hat in die Gestaltung seiner Website, der Nachteil liegt darin, dass es knifflig oder sogar unmöglich wird auch ausgefallene, individuelle Designs umzusetzen. Zudem stellt ein Pagebuilder immer ein zusätzliches Plugin dar und es ist meist schwierig den Pagebuilder zu wechseln oder zu einem späteren Zeitpunkt komplett darauf zu verzichten. In beiden Fällen steht dann eine komplette Überarbeitung des Inhalts an, die manuell erfolgen muss.

Trotzdem werden Pagebuilder auch mit den Änderungen, die WordPress in Zukunft noch bringen wird, nicht verschwinden und stellen somit eine Möglichkeit für Website-Betreiber dar, eine Website zu gestalten.

Das ideale Theme

Das ideale Theme zu finden ist wie die Nadel im Heuhaufen zu finden. Es ist nahezu unmöglich alle Wünsche durch ein Theme erfüllt zu bekommen. Auch mit dem Einsatz von einem Child-Theme und/oder zusätzlichen Plugins gelingt es häufig nicht. An einer oder anderen Stelle muss man Abstriche in Kauf nehmen.

Hinzu kommt, dass viele Themes mittlerweile auch (eigene) Pagebuilder mitbringen. Hier ist man dann wieder bei den Vor- und Nachteilen, die ich oben schon beschrieben habe.

FSE-Theme

Sogenannte FSE-Themes, also Themes, die das Full Site Editing von WordPress unterstützen, sind noch rar gesät. Wer aber gerade im Moment auf der Suche nach einer zukunftssicheren Lösung ist, der sollte sich in diesem Bereich genauer umschauen und vielleicht auf das Erscheinen des neuen Standard-Themes Twenty Twenty-Two warten. In Kombination mit Vorlagen können individuelle Layouts erstellt werden, die auch in Zukunft noch funktionieren.

Fazit

Welchen Weg man also einschlagen möchte, muss schlussendlich jeder selbst entscheiden. Es gibt hier meines Erachtens keinen richtigen oder falschen Weg. In diesem Zusammenhang möchte ich auch noch auf meinen Beitrag Wie unterscheiden sich die neuen WordPress-Block-Themes von klassischen WordPress-Themes? verweisen, in dem die Unterschiede zwischen den beiden Konzepten erläutert werden.

Letztendlich kommt es darauf an, wie sehr man sein Theme individualisieren möchte, wie gut die Fähigkeiten im Umgang mit Pagebuildern oder mit FSE sind bzw. ob es einen Dienstleister gibt, der diese Aufgaben übernimmt.

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3 Kommentare

  1. Ich werde Block-Ediotr Gutenberg setzen, weil es die WordPress-Zukunft ist. Als Theme verwende Kadence mit Kadence Block. Dies deckt meinen Bedarf für kleinere Webprojekte.
    Danke für die guten Beiträge.

  2. Hallo Thordis,
    ich bin jüngst auf Cwicly, eine Art “Zwischenlösung” gestoßen. Das Plugin bohrt die Funktionalität des Block Editors (Gutenberg) enorm auf und stellt mit einem FSE-Theme eine Art Grundgerüst zur Verfügung, um dann die FSE-Funktionalität voll auszuschöpfen. Es ist zwar noch recht neu, weshalb der eine oder andere Buck auftaucht. Aber es scheint doch sehr vielversprechend zu sein.

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