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Weltbild mit einem 60 Euro Reader für E-Books

E-Book-Reader von Weltbild Gerade las ich auf Spiegel.de die Nachricht mit dem Titel "Angriff auf Amazon Weltbild verkauft E-Book-Reader für 60 Euro". Der größte deutsche Buchhändler Weltbild bringt einen E-Book-Reader für 60 Euro in den Handel der gängige E-Book-Formate unterstützt.

So weit so gut. Obwohl ich ein Kindle-Fan bin, bin ich auch gleichzeitig ein Konsument und freue mich über Konkurrenz, da diese das Geschäft belebt. Aber als ich die technischen Beschreibung des Gerätes durchgelesen habe fragte ich mich mich ob die überhaupt wissen warum der Amazon Kindle so erfolgreich ist?

Hier ein paar technische Details:

– 17,7 cm (7“) LCD-Farbdisplay
– Li-Polymer-Akku für bis zu 8 Stunden Lesevergnügen

Quelle: Weltbild.de

Das kann doch nicht deren Ernst sein. Ein ordentlicher E-Book-Reader hat kein LC-Display sondern ein E-Ink (aka elektronisches Papier). Und der Akku der bis zu 8 Stunden hält ist doch auch nicht so ganz ernst gemeint. Mit dem Kindle schaffe ich trotz intensiven Lesens locker 2-3+ Wochen mit einer Akku-Ladung.

Ich lass mich gerne eines besseren belehren, aber schon alleine wegen dieser beiden technischen Details wird das nichts mit diesem E-Book-Reader.

11 Reaktion(en)

  1. Max

    Ich gebe Dir recht, als richtiger eBook-Reader taugt das nicht wirklich aus technischer Sicht, aber ich sehe da eine ähnliche Verwendung, bei der das günstige Gerät mit Farbdisplay gut ist.

    Ich habe hier beispielsweise Stromlaufpläne in Farbe als PDF, sicher kann man die auch in A3 oder A2 ausdrucken, damit man alles lesen kann, aber das wird ja auch schnell unhandlich, da würde der Reader dann schon Sinn machen.

  2. Oli

    Ich durfte dieses Gerät bereits quasi als Hands On in den Fingern halten und damit, notgedrungen, arbeiten. Das Büro meiner Frau wollte dem Seniorchef so ein Ding schenken damit dieser auf Zugfahrten die aktuellen Steuergesetzänderungen (ihr dürft raten in welcher Branche er tätig ist) studieren kann.
    Diese liegen ihm, von einem Fachverlag geliefert, in PDF Form vor.

    Lange Rede – kurzer Sinn. Es hat nicht geklappt diese PDFs auf den Reader zu ziehen. Ich hatte dazu ein fremdes Tool nutzen sollen, was kein Problem darstellte. Allerdings ließen sich danach keine Dateien öffnen bzw wieder runter löschen.

    Verschenkt wurde es trotzdem, allerdings wurde der Reader nie genutzt sondern durch einen Kindle ersetzt. Da war dann das Handling absolut fehlerfrei.

    Ziemlicher Mumpitz das ganze Weltbild teilchen 😐

  3. Paloran

    Es ist doch auch so das Amazon mit den 100 Euro gerade so die Produktionskosten des neuen Kindles deckt. Da fragt man sich doch ob Weltbild unter die barmherzigen Samariter gegangen ist und jetzt allen Leuten Geld schenken will!! Das MUSS einfach Mist sein 😉

    Ich habe übrigens vor längerer Zeit etwas von einem geplanten EPUB Support für Kindle gelesen. Weiß da jemand etwas näheres darüber?

  4. Matthy

    Beim Kindle liegt der Preis wohl am Display. Diese e-Ink Teile sind recht teuer, während man Farb-LCD’s nachgeschmissen bekommt.

    Mich würde eher interessieren was bei dem Weltbild Gerät unter der Haube steckt. Würde mich nicht wundern wenn bald jemand auf die Idee kommt Android darauf zu installieren.

  5. Uwe

    Was mich mal interessieren würde: Inwiefern werden denn Farbbilder auf dem Kindle dargestellt? Das die Farben fehlen ist schon klar, aber sonst? Graustufen?

    1. Perun

      @Sven,

      aber was das Farbdisplay und die Akku-Laufzeit angeht: das sieht beim neuen Kindle Fire doch genauso aus

      Der Kindle Fire wurde auch als Tablet und nicht als E-Book-Reader angekündigt. Das ist ein sehr großer Unterschied.

  6. Sven

    Stimmt, in den Medien wird das Gerät tatsächlich meist so beschrieben, wie ich dank Deines Hinweises nun gesehen habe. Auf der von mir verlinkten Amazon-Produktseite steht es allerdings in einer Reihe mit den anderen Kindles als "World’s Bestselling E-reader" und von Tablet liest man da nichts.

    Ob sich Amazon und auch Weltbild um die klare Bezeichnung drücken, um – offenbar erfolglos – den direkten Vergleich mit den "richtigen" Tablets zu vermeiden?

  7. Stefan B.

    Also wer sich nicht so mit E-Book Readern auskennt, wie ich zum Beispiel, dem kommt das Angebot von Weltbild wirklich toll vor. Auch die Aufmachung im aktuellen Katalog tut da einiges zu.

    Für den Preis hatte ich mir gedacht, das probierst Du mal aus. Aber obwohl gerade angeboten, konnte man mir das Gerät nicht mehr senden, angeblich nicht mehr vom Hersteller lieferbar.

    Im nachhinein bin ich ganz froh drüber. Ich spare jetzt die letzten 40 Euro und dann kaufe ich mir auch ein Kindle E-Book Reader 😛

Die Kommentare in diesem Beitrag sind geschlossen.

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