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So einen hatte ich

Lange ist das her. Im Frühjahr 1987 in zarten Alter von 13 Jahren habe ich einen C64 geschenkt bekommen und zwar C64-C. Dieses Modell hatte ein graues und etwas edleres bzw. filigraneres Gehäuse als das Vorgängermodell, welches man auch "Brotkasten" nannte. Dazu gab es eine Datasette (von der Firma Elite), ein monochromer Monitor (Bernsteinfarben) und ein Quickshot II+ (unverwüstliches Joystik). Im Lieferumfang war auch eine Diskette mit GEOS (ein windowsähnliches Betriebssystem).

Hier ein Screenshot:
Commodore 64 C

Leider habe ich im Jahr 1992 das alles für lumpige 30 dem verkauft :cry:. Schade!

Mit schmunzeln erinnere ich mich an die Zeiten als man ins Kaufhof ging und in den Test-C64er folgende Zeilen eingab und sich diebisch gefreut hat :roll::

10 print "Kaufhof ist doof!!!"
20 goto 10
run

Kann sein das ich mich irre, aber das o.g. Paket hat damals keine 300 dem gekostet und Spiele gab es für 10-15 dem.

12 Reaktion(en)

  1. Rico

    Das waren noch Zeiten. Ich habe damals als ich ungerfähr so alt war wie du einen Amiga500 bekommen, ohne Festplatte. Ist vor ca 3 Jahren auf dem Schrott gelandet, weil ich ihn seit Jahren nicht mehr benutzt hatte. 🙄
    Aber für die Zeit war das Ding schon nicht schlecht:!:

  2. Robert

    Ich habe von meinem ersten selbstverdienten Geld einen Commodere VC-20 gekauft, den Vorläufer des C64. 8 KB Speicher. Monatelang lief ich um ein Modul mit dem man dem Gerät nochmals 8 KB plus ein bisschen ein moderneres Basic vermitteln konnte.

    GEOS habe ich mir dann erst für meinen PC angeschafft (ja, das gab´s). Ein toller grafischer Betriebssystem (DOS) Aufsatz. Mit Geoworks gabs auch eine Office-Applikation (würde man heute sagen) dazu, die in vielem Word für W… mehr als das Wasser reichen konnte bzw. noch immer reicht. Text und Grafikfelder konnten z.B. einfachst kombiniert werden. Damit war WYSIWYG und DTP schon möglich als Word 6.0 für DOS im Gerede war.

    Kaufhauserfahrungen kann ich ebenfalls beisteuern. Nämlich mit meinem Acorn Electron. Ein Homecomputer aus England mit einem Prozessor gleich dem C64, aber z.B. mit einer Auflösung (2 Farben) von 640×256 Pixel. Mit BBC Basic gabs gleich auch noch einen der mächtigsten Basic Dialekte der damaligen Zeit. So war es mit ein paar Zeilen getan um im Kaufhaus mit einem Electron (sofern man einen fand) ein mit 256 Farben (und blinkend – wow 😉 ) gestaltetes Teppichmuster zu produzieren. Das war der einzige Moment in dem die C64´ler mal von den Kaufhaus-Geräten aufschauten und ich einen Moment Starruhm genoß 😉 – und mit mir der Acorn Electron.
    Ja, das waren Zeiten damals…

  3. Marcel Widmer

    Lang ist’s auch bei mir her.
    Im (nicht mehr ganz so) zarten Alter von 21 Jahren hatte ich zusammen mit einem Freund auch einen C64 (wir arbeiteten damals bei IBM, der PC war aber noch nicht erfunden :wink:). Auch mit einem Kassettengerät zum Speichern der Programme. Nur: das Ding war elend langsam.
    Da waren wir jeweils nahe am Rüberschnappen: seitenlange Programmlistings mit viel, viel Hex-Codes (peek und poke, einzelne Teile in Maschinensprache) abgetippt; das Sichern auf Musikkasette ging uns viel zu lange (min. 15 Min.?); also gleich "run" eingegeben … und schwupp hat sich der C64 verabschiedet, weil wir uns irgendwo in einem Hex-Code vertippt haben :mrgreen:
    Lehrgeld nennt man das wohl …

  4. apollon

    Ich hatte einen "Schneider-PC". So nannte sich das Ding. Es war so 1987. Der Monitor zeigte ein grünes Bild. Es hatte eine Disketten-Station und die rappelte immer ganz wunderbar.

    Wie neidisch ich war, als ich bei meinem Vetter zu Besuch war, der gerade einen richtigen IBM-PC bekommen hatte. Ausstattung: Monochrom-Bildschirm, 20 MB Festplatte (meine ich) und — er hatte einen Norton-Commander. Das hat mich so etwas von begeistert. Ich weiß das noch wie heute.

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  6. Ivo

    Nach der Wende war das Erste, was ich mir gekauft habe, ein C64. Er war während des Studiums für so manche schlechte Note bei Klausuren verantwortlich, weil das Öl-Imperium mehr lockte, als der Pivotisierte Gauß-Algorithmus.

  7. Karsten

    Genau dieses Model war auch mein erster Computerkontakt – mit einer Datasette wo man auf einer Kassette unmengen von Spielen hatte, die unter mächtig viel Lärm geladen wurden.

    Dann endlos lange die Basic-Listings aus dem Handbuch abgetippt um nochmal genauso lang zu brauchen alle Tippfehler zu finden damit die primitiven Programme liefen – hachja.. das war schon cool.

  8. Sven

    Ich hatte einen "Brotkasten", aber den von Aldi. Das war ein vollwertiger C64, aber einige chiptechnische Unterschiede gab es wohl zu anderen Modellen. Den hab ich mir zusammen mit einer 1541-Floppy geholt. Nur Disketten hatte ich zu Anfang noch keine, außer GEOS, womit ich viel gemacht habe. Das muss zum Ende der 1980er Jahre gewesen sein.

    Als ein Bekannter seinen C64 damals in Teilen verkauft hat, hab ich mir noch die zweite Floppy geholt, hardwaretechnisch auf Adresse 9 umgelötet und musste unter GEOS nicht mal mehr Disketten wechseln. Das war Komfort!

    Und das beste: Ich hab noch alles. Es liegt zwar auf dem Dachboden, aber ich sollte es mal wieder rausholen.

  9. Timo Ostrowsky

    Ich hatte damals das gleiche gerät, von meinen Eltern bekommen. Wir waren zusammen kaufen und ich kann mich noch gut daran erinnern, das wir für den C64 + 1541 Floppy und Wizball knappe 800 DM bezahlt haben.
    Aber es waren schon tolle Geräte!

  10. dario

    Ja auch ich erinnere mich gerne an die
    Zeit, was bis jetzt noch nicht erwähnt
    wurde war die Möglichkeit, den Speicher
    von 1-Seitig bespielten Disketten zu übertümpeln,
    indem man auf der gegenüberliegenden
    Seite eine Ecke sauber rausschnitt,
    das war doch schon beim 64er möglich
    oder?
    Ich hatte neben dem alten Design und
    dem 1541er auch noch einen Nadeldrucker.

    Liebligsspiel: Giana Sisters

    Gruss
    dario

  11. Robert

    Oh, Nadeldrucker :mrgreen: Ich hatte einen Epson 24 Nadeldrucker. Der schluckte neben Endlospapier auch Einzelblätter. Zehn Seiten damit in einem Stück ausdrucken war schon fast ein Kunststück. Aber die meisten meiner Bekannten waren damals noch handschriftlich unterwegs.

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