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Website Boosting 2.0: ein gelungener Rundumschlag

Website Boosting 2.0 (*)

Website Boosting 2.0

Ich hatte das Vergnügen, mir die letzten Wochen die zweite Auflage des äußerst erfolgreichen Buches Website Boosting (*) zu Gemüte zu führen. Das Buch hat mittlerweile gute 760 Seiten Inhalt, ist Hardcover und daher nix für Leute mit zarten Ärmchen. 😉 Website Boosting 2.0 ist im November 2008 bei mitp erschienen und kostet knapp 35 Euro.

Das Buch besteht aus vier Abschnitten. Im ersten Abschnitt wird Online-Marketing behandelt. Hier erfährt der Leser einiges zu viralen, Guerilla-, Affiliate- und Social-Markting.

Im zweiten Abschnitt widmet sich der Autor den Suchmaschinen und SEO: wie man richtige Keywords findet, OnPage-Optimierung, technische Bremsen und Stolperfallen etc.

Im dritten Abschnitt ist das Thema Usability dran. Hier wird beschrieben wie man verständliche Navigationen erstellen kann, welche Begriffe besser und welche weniger geeignet sind um bestimmte Bereiche auf der Website zu benennen und natürlich wie man mit eigenen Bordmitteln das ganze auch testen kann.

Im letzten und vierten Abschnitt mit dem Namen Optimierung werden diverse Werkzeuge und Quellen vorgestellt. Zudem gibt es in diesen Bereich auch drei Checklisten: SEO, Suchmaschinenwerbung und Usabilty.

Meine Meinung zu Website Boosting 2.0

Das Website Boosting 2.0 (*) ist ein sehr gelungener Rundumschlag für alle Einzelkämpfer und für Leute die es zuerst mit einem schmalen Geld- aber gut gefüllten Zeitbudget versuchen wollen ihre Projekte aufzupeppen und zu verbessern.

Sicherlich, durch die Breite der Themen wird man weder Usability-Guru, noch SEO-Profi noch anerkannter Marketing-Experte. Aber man erhält zu den drei Bereichen ein gutes Fundament, so dass das Buch sich nicht nur für die o. g. Einzelkämpfer eignet sondern auch für Leute, die sich vorab ein bisschen informieren wollen, bevor sie z. B. einen SEO beauftragen.

Was mir auch sehr gefällt ist der lockere, witzige und an einigen Stellen auch leicht bissige Schreibstil von Mario Fischer. Dieser Schreibstil erleichtert nicht nur das Lesen sondern erleichtert es einem, sich auch die wichtigen Stellen leichter zu merken.

Die 35 Euro mögen auf den ersten Blick viel erscheinen, schaut man sich allerdings die Menge des guten Inhalts an, dann relativiert sich das ganze zu einem sehr fairen Preis-Leistungsverhältnis.

Ein kleines bisschen Kritik

Auch wenn viele Menschen reflexartig dazu neigen solche Kritik als Korinthenkackerei zu bezeichnen so muss ich sie hier dennoch äußern … auch wenn der Kollege Fischer für den gleichen Verlag schreibt und das Buch an sich sehr gut ist.

Es gibt keinen alt-Tag sondern nur ein alt-Attribut. Wer jetzt hier nicht weiß wo der Unterschied ist, dem empfehle ich die Website von Michael Jendryschik. Wie gesagt, viele neigen hierbei solche Anmerkungen und Kritik als kleinkariert zu titulieren.

Jetzt stellt euch mal vor ich würde jetzt ein Buch zum Thema Rechtschreibung verfassen … ist schwer 🙂 versucht euch das dennoch mal vorzustellen … und ich würde dann ein Ausrufezeichen (!) als Semikolon (;) bezeichnen. Würde man dann eine Kritik an meiner Aussage auch als Korinthenkackerei bezeichnen? Nein, siehste.

Die Falsche Bezeichnung der Attribute und Attributswerte als Tag zieht sich leider durch das ganze Buch fort <meta name="description" wird dann einfach mal als Description-Tag betitelt.

* Anmerkung: alle Links zu Amazon in diesem Beitrag sind Partnerlinks.

15 Reaktion(en)

  1. Daniel

    Klingt interssant, danke für den Hinweis. Doch warte ich sicherlich, bis Terrashop es für unter 10 € verschleudert wird oder es landet auf meiner Weihnachtswunschliste.

  2. Michael Oeser

    Das mit dem "alt-Tag" kommt meiner Meinung nach daher, dass man ja auch gerne vom "alt-Text" – also dem Text, der als Wert des "alt" Attributs eingesetzt wird – spricht. Und da es sich bei Webseitenprogrammierung ja immer irgendwie um Tags dreht, haben "findige" Marketingmenschen mit Programiererhalbwissen im Laufe der "Evolution" einen "alt-Tag" daraus gemacht 😉

    Wird mich und soll niemanden daran hindern, sich das Werk anzuschaffen. Ich fand die erste Ausgabe schon sehr gut und bin jetzt auf die zweite gespannt.

    Gruß
    Michael

  3. Matt

    Das Buch steht auch schon auf meiner Liste und ich denke mich wird die Verwechslung mit mit dem alt-Tag auch nicht weiter stören da ich ehrlich gesagt den Unterschied auch nicht aus dem stehgreif weiß 🙂

  4. datenkind

    Das ist keine Korinthenkackeri. Immerhin will Herr Fischer Website-Tricks vermitteln. Und das ist billiges Grundwissen. Solche Fehler find ich schon etwas grob. Aber das ist eine allgemeine SEO-Seuche … 😉
    Das Buch steht dennoch auf der Leseliste.

  5. Benni

    Wieso hab ich nicht mitbekommen, dass es Version 2 des Buches gibt? 😯
    Ich hab es nicht mal geschafft mir das erste Buch zuzulegen. 🙄
    Inwieweit übernimmt denn die Version 2.0 Inhalte aus dem ersten Buch? Ich gehe stark davon aus, dass die Inhalte noch einmal aktualisiert, verbessert, teilweise überarbeitet wurden. Kann man das so stehen lassen?

    Ich danke auf jeden Fall für den Hinweis und natürlich die Antworten.

    🙂

  6. Christian

    Habe sowohl die 1. als auch die 2. Ausgabe.

    2. ist eben aktualisiert und einige Kapitel sind erweitert, sowie ein paar neue hinzugefügt.

    Aber die Inhalte aus dem 1. Buch sind auch nahezu komplett im 2. zu finden und so ist der Mehrwert gegenüber dem 1. eher gering.

    Für Menschen, die die Euros nicht gerade übrig haben, reicht meiner Meinung nach eine der beiden Bücher.

  7. Rata

    Dieses Buch ist mir schon so oft als „Standardwerk“ empfohlen worden, ich werde es mir jetzt schicken lassen.
    Schließe mich Benni neugierig an: Inwieweit wurden die Inhalte der Erstauflage aktualisiert?

    Lieber Gruß
    Rata

  8. Tom

    Das mit den Tags und Attributen ist schon etwas Peinlich. Im täglichen Umgang mache ich das auch mal, dass ich Attribute als Tag bezeichne besonders bei den Meta-Tags. Aber bei einem Buch hätte man das schon etwas rigider beachten sollen.

  9. Mario Fischer

    Zunächst vielen Dank für das nette Lob zum Buch. Freut mich sehr.
    Zu dem "Alt-Tag" Fehler: Schande über mein Haupt! Das kam von der Denke, die Bilder mit Keywords zu "taggen" und war schon in der ersten Auflage falsch. Leider hab ich vergessen, das in 2.0 zu verbessern. Es ist verdammt schwer, knapp 800 Seiten fehlerfrei hinzustellen. Wer meint, er könne das, der werfe den ersten Stein 😉

    Wenn sich ein Deutschlehrer den Artikel oben durch liest und auf Kommatasetzung oder Groß- und Kleinschreibung achtet, bekommt er sicher auch einen Spannungspneumothorax. Dies nur als Hinweis, weil ja von Rechtschreibung die Rede war…

    Man mag als das falsche Bezeichnen dieses Attributs als Tag als unverzeilichen Fehler ansehen (noch mal Sorry dafür), aber ich hoffe, dem Buch als Ganzes tut das hoffentlich keinen Abbruch.

    1. Perun

      Hallo Mario,

      Es ist verdammt schwer, knapp 800 Seiten fehlerfrei hinzustellen. Wer meint, er könne das, der werfe den ersten Stein

      Das Problem kenne ich und das fängt schon bei kleineren Seitenzahlen an. Hier könnten evtl. Fachgutachten der Autor-Kollegen aus dem Verlag helfen, die einfach mal auf die Schnelle darüberschauen. Mal schauen, was unser Verlag davon hält?

      Als Autor weiß ich, dass man irgendwann anfängt Fehler zu übersehen, obwohl die förmlich einem ins Auge springen … Selbstschutz des Hirns? Keine Ahnung. Ich konnte es aber bei mir beobachten. Wenn sich dann ein unbeteiligter dazu "gesellt", dann fallen solchen Leuten die Sachen sofort auf.

      Wenn sich ein Deutschlehrer den Artikel oben durch liest und auf Kommatasetzung oder Groß- und Kleinschreibung achtet, bekommt er sicher auch einen Spannungspneumothorax. Dies nur als Hinweis, weil ja von Rechtschreibung die Rede war…

      dein "Hinweis" auf meine schlechte Rechtschreibung ist richtig und mir schon seit längerem bekannt, aber weder ist Deutsch meine Muttersprache (bin ja nicht mal hier aufgewachsen), noch habe ich den Titel Prof. in meinem Namen *scnr*, 😉 noch habe ich jemals behauptet das ich eine gute Rechtschreibung habe … daher auch der ironische Hinweis im Beitrag: "ich als Autor eines Buches über Rechtschreibung". Nach dem ich alles versucht habe, was mir zur Verfügung stand, um das Problem einzudämmen, blieb mir lediglich noch Sarkasmus übrig.

      Man mag als das falsche Bezeichnen dieses Attributs als Tag als unverzeilichen Fehler ansehen (noch mal Sorry dafür), aber ich hoffe, dem Buch als Ganzes tut das hoffentlich keinen Abbruch.

      Der Qualität des Buches tut das wirklich keinen Abbruch, das ist wahr. Und wäre das Buch nicht empfehlenswert, dann hätte ich es hier auch nicht beschrieben. Meine Kritik (ich finde das Wort Kritik, ist imho ein bisschen zu negativ behaftet) war lediglich ein konstruktiver Hinweis.

  10. bee

    Ich habe mir das Buch kürzlich gekauft und die ersten beiden Teile komplett gelesen. Und ich finde es einfach klasse. Es ist sehr gut zu lesen, und ich habe irre viel mitgenommen. Darum von mir vollste Empfehlung!

  11. Julia Stern

    Dieses Buch hatte ich mir vor ein paar Monaten ebenfalls gekauft. Es macht Spaß, in ihm zu lesen und man lernt wirklich sehr viel Nützliches! Kann ich nur empfehlen.

    Grüße
    Julia

  12. Juergen

    Also wenn ich der Autor des Buches wäre und Dir nur dies als Kritik einfällt, wäre ich durchaus zufrieden. :mrgreen:

    Aber man liest es doch öfter, dass Attribute und Tags nahezu willkürlich verwendet werden. Aber ich glaube, dass daraus kein Verständnisproblem entsteht.

  13. Pingback: IT-Fachbücher schreiben: lohnt sich das? | perun.net

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