Geahnt haben es viele. Nun gibt es mit ClassicPress, für alle die WordPress auch weiterhin ohne Gutenberg haben möchten, eine neue Heimat.

Der Kommentar auf heise.de unter dem Titel RSS ist tot und das ist eine Schande hat mich dazu gebracht, mich wieder auf die Suche nach einem ordentlichen RSS-Reader zu machen.

Nach dem Untergang von Google Reader habe ich wieder angefangen FeedDemon zu nutzen. Es handelte sich dabei um einen Desktop-Reader für Windows, welcher allerdings seit vielen Jahren nicht weiter entwickelt wird.

Dem entsprechend fügte sich die Anwendung nicht mehr so fluffig in das System ein und des öfteren habe ich vergessen sie zu starten, da ich mittlerweile einen großen teil meiner Arbeitswerkzeuge im Browser habe.

Mit diversen anderen webbasierten Diensten, wie es zum Beispiel feedly ist konnte ich mich nie wirklich anfreunden.

Ich stimme nicht zu 100% der Feststellung des heise-Autors zu, dass RSS tot sei, aber die Bedeutung der Technik ist nur ein blasser Schatten dessen, die RSS-Feeds noch in der Zeit von 2003 bis ca. 2012 noch hatten und wenn ein ordentlicher Reader nicht in Sicht ist, so rückt diese Technik noch mehr in den Hintergrund. Das konnte ich u.a. auch an mir sehr gut beobachten.

Vorteile von RSS-Feeds

Die Vorteile von RSS-Feeds bzw. dem Lesen von Inhalten in einem RSS-Reader sind vielfältig.

Man kann von einer zentralen Stelle dutzende Quellen zu einem bestimmten Thema verfolgen und der Fokus liegt hier eindeutig auf dem Inhalt.

Keine Ablenkung durch bunte Sidebars oder irgendwelche nervigen „Popups“ und auch Werbung findet man so gut wie gar nicht in den RSS-Feeds… oder zumindest sehr sparsam und eher von statischer Natur.

Meiner Meinung nach sind die RSS-Reader nach wie vor das Werkzeug der Wahl, wenn man viele Quellen im Blick behalten möchte.

Feedbro

Nach einer kurzen Recherche stieß ich auf Feedbro welchen es als Browsererweiterung für Firefox und für Chrome/Vivaldi gibt.

Feedbro integriert sich gut in den Browser und das stöbern in den Quellen macht Spaß.

Abonnieren einer neuen RSS-Quelle

Man kann vieles einstellen: unter anderem das Aussehen, die Schriften und man kann den RSS-Reader, der als extra Tab angezeigt wird, so einstellen, dass man die klassische 3-Fenster-Ansicht bekommt.

Ausschnitt aus dem Einstellungsfenster

Die klassische 3-Fenster-Ansicht schaut so aus, dass links die einzelnen Quellen gelistet werden, in der Mitte alle Feed-Einträge der ausgewählten Seite und rechts der jeweilige Artikel, so wiees  in diesem Screenshot zu sehen ist:

Die klassische 3-Fenster-Ansicht im Einsatz

Der Import meiner bestehenden Abos aus meinem bisherigen Desktop-RSS-Reader FeedDemon hat ohne Probleme geklappt. Aber eigentlich habe ich hier keine Probleme erwartet da der Im-/Export via OPML eine ausgereifte Technik ist.

Nun beobachte ich an mir, dass ich wieder mehr zum RSS-Reader greife.

Bildnachweis: CC0, Pixabay

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Geschrieben von Vladimir

Vladimir Simović, arbeitet seit 2000 mit HTML & CSS und seit Januar 2004 mit WordPress. Im Laufe der Jahre hat er diverse Fachbücher und Fachartikel publiziert.

  1. Und mit dem TinyTiny RSS auf einem eigenen Webhost wird das ganze dann praktikabel, da man nicht an ein lokales Browserplugin gebunden ist.

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    1. Ich weiß nicht. Mit TinyTiny RSS hat man dann eine zusätzliche Installation um die man sich auch kümmern muss: Updates, Sicherheit etc. Da ist mir ein Browser-Plugin lieber. Ist aber alles Geschmackssache.

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  2. Ich mag mein Feedly,
    immer noch die einzige Alternative nach der Abschaltung bei Google … wie hieß das noch mal? 🙂

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  3. Ich habe damals auch von Google Reader zu Tiny Tiny RSS gewechselt, wie es zuvor im ersten Kommentar schon genannt wurde.

    Ich hatte vor Google Reader mehrere eigenständige Programme (z.B. Outlook hat dieses Feature immer noch) oder Plugins (für Webbrowser) probiert, aber das große Problem war die Synchronsisation. Ich nutze mehrere Computer bzw. mobile Geräte.

    Tiny Tiny RSS hat den Vorteil weniger abhängig von Dritten zu sein. Zu oft wurden Programme (FeedDemon hatte ich mal genutzt) oder Dienste eingestellt.

    Das mit der Installation ist zwar schon richtig, aber sobald man einen Webspace in welcher Form auch immer hat, ist der Großteil sowieso zu tun (Updates für OS/Webserver/PHP/Datenbank).

    Ich hoffe noch lange RSS-Feeds nutzen zu können. Aber oft muss ich mittlerweile weitere (eigene) Webdienste nutzen, die mir einen RSS-Feed generieren…

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  4. Ich benutze FreshRSS und bin total zufrieden, reicht genau für meine Verhältnisse und produziert keine Arbeit, der RSS-Reader wird ja in der Regel eh nicht public genutzt und kann mittels .htaccess abgesichert werden (wers ganz „hart“ dicht machen will). Super Reader, kommt meiner Meinung nach am nähsten an Feedly ran.

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  5. Ich bin auch immer noch ein großer Fan von RSS. Läuft bei mir als Addon in der Nextcloud wunderbar 🙂

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  6. Seitdem der Google Reader eingestellt wurde nutze ich Inoreader. Bin mehr als zufrieden und auch die Android-App ist super.

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