Die Corona-Pandemie hat in den letzten zehn Monaten vieles in der Welt aufgewirbelt und durcheinander gebracht. Auch der Markt der Webcams ist davon nicht verschont geblieben.

Sicherlich, die billigen No-Name-Marken sind lieferbar, aber da ist die Qualität sehr häufig so schlecht, dass man es eigentlich direkt sein lassen sollte. Auch die sehr teuren Kameras sind nicht das Problem.

Problematisch ist die Lage bei dem Mittelsegment, wie es zum Beispiel bei den Logitech C920 oder Logitech C922. Vor allem die erste Kamera ist sehr beliebt als Streaming-Kamera für ambitionierte Einsteiger. Die C922 ist ein leicht verbessertes Modell.

Preisentwicklung von Logitech C920 (Quelle: geizhals.de)

Bei guten Lichtverhältnissen liefern die sowohl beim Streaming als auch bei Videokonferenzen recht ordentliche Ergebnisse. Die C920 ist gut acht Jahre auf dem Markt und hat noch im Januar 2020 gerade mal knapp 48 Euro gekostet.

Momentan verlangen die Händler für diese Kamera ab knapp 103 Euro bis 139 Euro. Die C922 geht für ab 119 bis 179 Euro… hat aber Anfang März 2020 weniger als 64 euro gekostet. Das ist schon ein heftiger Anstieg für Produkte die recht gute, aber keine überragende Ergebnisse liefern.

Das Gute ist doch so nah

Aber warum in die Ferne schweifen? Bevor du in einen überhitzten Markt Geld reinwirfst, solltest du schauen, was du schon hast.

So ziemlich jeder von uns hat ein Smartphone und wenn ich den Testergebnissen auf YouTube trauen darf, die so Webcams wie C920 oder C922 getestet haben, dann sollte jedes Smartphones aus dem unteren Mittelfeld, was nicht älter als vier bis fünf Jahre ist, locker mit den beiden Webcams mithalten und sie sogar in einigen Punkten übertreffen.

Ich selber habe seit einigen Wochen meinen Honor 8x im Einsatz als Webcam für Screencast-Aufnahmen, wo eine sogenannte Facecam notwendig ist.

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Falls du nicht regelmäßig Videokonferenzen abhältst, oder nicht regelmäßig streamst und Videos machst, dann reicht ein Smartphone völlig aus. Du solltest nur schauen, dass du ein Stativ, Tripod oder Ähnliches hast.

Entweder du bastelst dir etwas oder du kaufst dir für wenig Geld einen Selfie-Stick, welches auch als Stativ dienen kann. Folgendes habe ich mir vor einigen Wochen zugelegt und bin sehr zufrieden

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  • 【Wie passt es für verschiedene Anlässe?】 Aluminium Stablänge von 24 cm bis 94cm, der gesamte Max. Länge kann bis 1.2M erreichen, längerer als normaler Selfie Stick, so dass Sie beim...

Anschließend musst du dir die passende Software besorgen. Für Android-Smartphones wären das zum Beispiel DroidCam oder iVCam. Ich habe beide getestet und mich für die iVCam von e2eSoft entschieden, da die Software leistungsfähiger ist.

Smartphone als Webcam in iVCam
Einige der Einstellungen von iVCam

Du musst die App sowohl auf dem Rechner als auch auf dem Smartphone installieren. Sofern du auf dem Rechner WLAN hast, geht das ganze darüber. Hat dein Rechner kein WLAN oder möchtest du evtl. auf die zusätzlichen Latenzen verzichten, dann kannst du das Smartphone auch via USB mit dem Rechner verbinden.

Dafür musst du allerdings vorher die Entwickler-Funktionen und dann den Debug-Modus auf dem Smartphone aktivieren. Ich verbinde das ganze via USB-Kabel, da dann auch das Smartphone gleichzeitig geladen wird.

Gute Lichtverhältnisse sind entscheidend

Aber auch bei dieser Lösung sind gute Lichtverhältnisse entscheidend. Du musst auch hier kein Profi-Equipment kaufen. Für den Anfang und für gelegentliche Einsätze reichen schwenkbare Bürolampen oder die Deckenfluter von Ikea & Co. die du so platziert, dass das Licht von der Wand zu dir “abprallt”.

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Geschrieben von Vladimir

Vladimir Simović arbeitet seit 2000 mit HTML & CSS und seit Januar 2004 mit WordPress. Im Laufe der Jahre hat er diverse Fachbücher und Fachartikel publiziert.

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