WordPress & Webwork

Vor- und Nachteile von Premium- und Freien WordPress-Themes

Was spricht für Freie Themes, was spricht für den Einsatz von WordPress-Premium-Themes? Welche Nachteile gibt es und worauf sollte man beim Einsatz achten?

Bei der Realisierung von Webauftritten stellen uns Kunden immer wieder die Frage muss man ein kostenpflichtiges Premium-Theme nehmen oder kann man auch ein Freies WordPress-Theme aus dem Angebot von wordpress.org nutzen?

Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten. Jede Wahl hat ihre Vor- und Nachteile und schlussendlich kommt es einfach darauf an was man genau möchte. Ein "besser" oder "schlechter" gibt es nicht.

Was spricht für Freie Themes?

Freie Themes haben natürlich einen unschlagbaren Vorteil: sie sind kostenlos! Sie sind zudem relativ einfach verfügbar — wenn man ein Theme nimmt, das auf der offiziellen Seite von WordPress zur Verfügung gestellt wird. Die Themes aus dem offiziellen Verzeichnis erfüllen zudem einigen Standards, denn nur wenn Sie bestimmte Kriterien erfüllen, werden sie überhaupt in das Verzeichnis aufgenommen.

Was spricht gegen Freie Themes?

Bei Freien Themes hat man in der Regel keinen Support bzw. keinen offiziellen Support. Bei Schwierigkeiten kann und sollte man sich allerdings an das Forum wenden, das es für jedes Theme gibt.

Link zum Support-Forum eines Freien WordPress-Themes

Link zum Support-Forum eines Freien WordPress-Themes

Diesen Link findet man in der Sidebar auf der Seite des Themes unterhalb der Bewertungen. Diese liefern im Übrigen auch immer einen guten Anhaltspunkt über die Usability eines Themes bzw. geben einen Eindruck darüber wieder wie zufrieden andere Nutzer des Themes waren bzw. sind.

Von manchen Themes gibt es auch eine Premium-Version, die dann einen Support bietet und oft auch zusätzliche Funktionen. Die Nutzung solcher Themes eignet sich, wenn man ein Theme erst "testen" möchte bevor man eine Lizenz käuflich erwirbt.

Ein weiterer Nachteil ist der, dass die Freien Themes nicht immer in regelmäßigen Abständen geupdatet werden, so dass es u. U. zu Sicherheitsproblemen kommen kann. Man sollte also im Hinterkopf behalten, dass man eventuell eines Tages ein anderes Theme einsetzt.

Was spricht für Premium-Themes?

Der unschlagbare Vorteil von Premium-Themes ist der Support und die Update-Frequenz, die oft deutlich höher ist als die bei Freien Themes.

Wenn man ein Theme sucht, das einige Funktionen schon inklusive hat (Shop, Social Media-Vernetzung etc.) ist man mit der Wahl eines Premium-Themes oft besser bedient. Sie bieten meist umfangreiche Extras. Hier sollte man sich aber im Vorfeld genau informieren, damit man nicht von zuvielen Features erschlagen wird, die man eventuell gar nicht benötigt.

Premium-Themes sind in ihrer Anpassbarkeit was das Design angeht oft flexibler. Die Autoren sind ja auf den kommerziellen Erfolg angewiesen und möchten ihr Produkt für eine möglichst große Gruppe von Käufern attraktiv gestalten.

Was spricht gegen Premium-Themes?

Durch die Fülle an Features und Anpassmöglichkeiten wirken Premium-Themes schnell sehr überladen und für unbedarfte Nutzer unübersichtlich. Es empfiehlt sich wirklich sich vorher genau darüber klar zu werden was man wirklich benötigt.

Ein weiterer Nachteil kann sein, dass der Support oft nur auf englisch angeboten wird. Das kann u. U. ein Problem sein. Wir haben hier einmal eine Liste deutschsprachiger Premium-Theme-Anbietern zusammengestellt.

Premium-Anbieter, bei denen wir selbst schon Themes erworben haben, findet ihr übrigens auch hier.

Fazit

Ob man für ein Webprojekt nun ein WordPress-Premium Theme nehmen sollte oder ein Freies Theme bleibt schlussendlich eine Entscheidung, die jeder selbst entscheiden muss. Ich persönlich denke, dass sehr viel davon abhängt wie viel Support man bei eventuell auftretenden Problemen benötigt oder möchte. Zudem ist entscheidend wie viele "Besonderheiten" eine Seite haben soll. Da kann es natürlich hilfreich sein, wenn die schon im Theme implementiert sind und man sie nicht mit Hilfe von Plugins nachrüsten muss.

Und eins gilt sowohl für WordPress-Premium Themes wie auch für Freie Themes, wenn ihr Änderungen vornehmen wollt, erstellt ein Child-Theme und nehmt die Änderungen dort vor, damit sie bei einem Update nicht verloren gehen 😉

10 Reaktion(en)

  1. Michael Oeser

    Ich finde die Frage am Anfang eines Webprojekt, ob man ein kostenloses oder ein kostenpflichtiges Theme wählt grundlegend falsch. Die Frage muss eher lauten: Was sind meine Anforderungen und Vorstellungen für meine Website? Daraus resultiert am Ende eines Planungsprozesses die Funktion und das Design und damit das Theme. Ob das dann ein paar Dollar kostet oder nicht ist im Grunde völlig egal, weil es den geringsten Posten in der Kalkulation eines Webprojekts ausmacht.

    Dennoch finde ich die Vor- und Nachteile beider Varianten gut aufgezeigt.

    By the way: Die Infos bei den Deutschen Themeanbietern sind nicht mehr aktuell. Ich verkaufe keine Themes mehr auf DER PRiNZ, sondern auf ThemeShift.com und Simon Rimkus ist seit längerem nicht mehr der Betreiber von ThemeShift 😉

    Gruß
    Michael

  2. Stefan Kremer

    ein IMHO entscheidender Punkt gegen Premium Themes fehlt mir: die »Überladung« von Themes resultiert aus eingebauten PlugIn-Funktionen. Neben der akademischen Frage, das hier Gestaltung und Funktion unzulässigerweise vermischt werden, ergibt sich daraus ein vitales Sicherheitsproblem. Nachzuschlagen unter »Revolution Slider«. Während das Update für das einzelne PlugIn sehr schnell in den Aktualisierungen auftauchte, mussten die Themes die das PlugIn beinhalteten manuell upgedatet werden!

    Nicht das ich deswegen Premium Themes per se ablehnen würde, aber sie verursachen einen zusätzlichen Pflegeaufwand der einzukalkulieren ist.

  3. Sara

    Vergessen wurde meistens, das bei freien der Aufwand zum Umbau höher ist und das oft versteckte Links (64er Code) enthalten sind, die erst mühevoll ausgearbeitet werden müssen.

  4. Rainer Weber

    Ich bin ehrenamtlicher Entwickler/Betreuer einer Kita-Homepage und habe dabei sowohl mit Freien als auch mit Premium-Themes gearbeitet. Wie immer entsteht die Erfahrung damit beim Arbeiten. Aus meiner Sicht möchte ich deshalb den Artikel um folgende Erfahrung ergänzen:

    Ich kenne freie Themes (Atahualpa), die den Anwender bei den Einstellungen eher überfordern und bei denen aber die Update-Frequenz höher ist, als Premium-Themes.

    Bei Premium-Themes wäre die Info über die Verkaufzahlen für die Käufer hilfreich. Die Verkaufszahlen sind der Parameter, ob ein Theme weiterentwickelt wird, oder nicht. Verständlicherweise hat ein Hersteller kein Interesse daran die Update-Frequenz zu erhöhen, wenn die Verkaufszahlen nicht stimmen.

    Gruss Rainer

  5. Pingback: Premium-WordPress Themes: deutschsprachige Anbieter » perun.net

  6. Pingback: WordPress-Newsletter Nr. 179 und 180 » perun.net

  7. Pingback: WordPress: Freie Themes oder Premium? • mare media

  8. Pingback: WordPress: Freie Themes oder Premium? • Foerde-Mentor

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