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Kommentar: LibreOffice, OpenOffice oder doch White Label Office

Ich bin zwar der Meinung, dass Konkurrenz auf dem Markt für den Kunden gut ist, aber es gibt Ausnahmen, wo es in meinen Augen genau das Gegenteil bewirkt.

Ein solches Beispiel ist bzw. war OpenOffice. Jahre lang war es für mich eine feste Instanz, nicht nur in OpenSource- sondern im Softwaremarkt im Allgemeinen. Ich wusste wo ich die diversen Anleitungen finden konnte und ich wusste auch wo ich Vorlagen und Erweiterungen herunterladen konnte … und davon gab es früher jede Menge, auch deutschsprachige.

Dann im September 2010 gab es die erste Abspaltung und es entstand LibreOffice, weil man der Meinung war das Oracle nicht genug für das Projekt tun würde. Im Juni 2011 übergab Oracle das Projekt an die Apache Software Foundation (ASF). Diese verkündete, die beiden Projekte, LibreOffice und OpenOffice, wieder vereinen zu wollen.

Aber mittlerweile wurde von einigen OpenOffice-Entwicklern unter dem Namen White Label Office eine aktuelle Version von OpenOffice veröffentlicht. Die letzte finale Version von OpenOffice ist 3.3.0 und White Label Office ist quasi OpenOffice 3.3.1 welches einige Fehler korrigiert und Sicherheitslücken schließt.

So weit die Lage. Was mache ich jetzt aber als einfacher Anwender? Halte ich mich an LibreOffice weil es die als Abspaltung schon vergleichsweise lange auf dem Markt gibt oder halte ich mich an das OpenOffice von ASF weil man davon ausgehen kann, dass man hierbei ohne Probleme auch auf die älteren Vorlagen und Erweiterungen zurückgreifen kann? Oder halte ich mich an das dritte Paket?

Fragen über Fagen.

22 Reaktion(en)

  1. Gunta

    OpenOffice selbst scheint tot, White Label Office nur eine Eintagsfliege. LibreOffice hat wohl momentan die größte Entwicklergemeinschaft und ist das Projekt, wo am besten was weitergeht. Schade um die Marke "OpenOffice" ist es, aber was solls.

  2. globin

    Die meisten der Open Source-Entwickler sind damals wegen Lizenzschwierigkeiten mit Oracle von OpenOffice.org weg und haben LibreOffice und die Document Foundation gegründet. Das ganze steht auf gutem Boden wie OpenOffice.org davor und wird auch in (fast?) allen Linux-Distributionen inzwischen als Standard mitgeliefert.
    Oracle hat dann die Namensrechte an OpenOffice der ASF übergeben die verzweifelt versuchen das Projekt am Leben zu halten und sich mit den Entwicklern verkracht haben, die weil es ihnen wichtig war schnell Bugfixes zu veröffentlichen kurzerhand den Bugfix-Release White Label Office zu nennen.
    Dadurch ist LibreOffice eigentlich das, was vorher OpenOffice war. Mit den gleichen Entwicklern und der gleichen Unterstützung der Open Source Gemeinde.

    1. Perun

      @globin, @Gunta,

      ich denke auch das LibreOffice die verbreitetere Version ist. Schon alleine weil die bekannten Linux-Distributionen LibreOffice drauf haben. Dennoch fehlen mir persönlich einige deutschsprachige Vorlagen, die OO früher hatte.

      Für mich stehen in den nächsten Wochen zwei Buchprojekte an, wo ich die Wahl habe auch mit einer OpenOffice-Vorlage zu arbeiten. Das heißt für mich entweder ich arbeite mit einer alten OpenOffice-Version (momentan 3.3.0) oder ich nehme doch die Word-Vorlage. Weil ich ehrlich gesagt habe keine Lust habe bei Manuskript-Abgabe festzustellen, dass bei der Vorlage die eine oder andere Sache bei LibreOffice nicht so funktioniert, wie es eigentlich gedacht war.

      Und das finde ich dann schade. Sicherlich, nicht jeder wird das Problem haben, aber dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass da draußen sehr viele Leute umfangreiche Vorlagen und Makros einsetzen, die für das OpenOffice entwickelt wurden.

  3. Me

    Diese Frage habe ich mir in letzter Zeit auch gestellt. Im Moment arbeite ich mit LibreOffice, ebenfalls aus dem Grund, den Gunta schon nannte. Ansonsten überlege ich mir derzeit, ob ich als Linux-User nicht auf TextMaker umsteige. Der Preis scheint mir fair und die Funktionen ausreichend für meinen Bedarf.

  4. globin

    @Perun: Aber LibreOffice hatte ja genau den gleichen Code, wie OpenOffice zur Zeit der Abspaltung, damit bleiben alle Vorlagen etc. genauso benutzbar!

  5. Markus

    Also ich habe die Tage gelesen, dass es mittlerweile Probleme mit den Namensrechten gibt, und OpenOffice deshalb einfach nur in White Label Office umbenannt worden ist. Wenn es an dem ist, gibt es weiterhin nur 2 Produkte am Markt, die die gleiche Basis haben.

    Wie auch immer, ich habe vor einiger Zeit von OOo auf Libre gewechselt, und da werde ich auch bleiben, so lange es geht.

  6. Sebastian

    Also ich habe vor kurzem Microsoft Office 2010 Starter installiert. Daneben habe ich noch LibreOffice auf meinem Rechner. Ich nutze derzeit aber eigentlich nur die Starter Version von MS Office. Damit bin ich vollends zufrieden. 😮

  7. Markus

    @Sebastian: Beide Pakete haben ihre Vor- und ihre Nachteile, und könnten sich eigentlich wunderbar ergänzen. Aber wenn man, wie ich z.B., sowohl WinDOS, als auch Linux nutzt, scheidet MS Office aus 😉

    Wobei ich natürlich für bestimmte Aufgaben an der WinDOSe auch MS benutze, und der Arbeit sogar dazu gezwungen bin. Da ist es aber auch noch eine 2003er Version oder so auf XP, also hoffnungslos veraltet.

  8. Lioman

    @Chris

    de.libreoffice.org ist einfach LibreOffice

    LibreOfficeBox ist einfach eine Paketsammlung, mit diversen Sprachdateien, Vorlagen Installationspaketen usw.

    Möchtest du dir einfach das Installationspaket runterladen gehe auf https://de.libreoffice.org/download/ und lade das für dich passende Paket runter.

    Möchtest du LibreOffice auf verschiedenen Betriebssystemen installieren oder LibreOffice an andere weitergeben, dann kannst du die Box runterladen und auf eine DVD brennen.

  9. die Qual der Wahl

    Als Anwender nehme ich das, was besser funktioniert. Libre Office hatte ne Menge Bugs und Abbrecher. Manches reagierte zu anders. Openoffice all die Jahre ne konstante Sache. Mit 3.3.1 unter anderem Name aktualisiert (kommt woanders auch vor). Also halt ichs derzeit mit Openoffice.

  10. Tom

    Ich hab mal gelesen, dass Libre und Open Office sich mittlerweile so weit unterscheiden, dass ein Zusammenfügen gar nicht mehr möglich ist. Ich bin zu Libre Office (sogar die Portable-Version) gewechselt und bleib auch dabei. Ich mache eh sehr wenig damit, so dass mir Vorlagen oder sonstigen nicht fehlen.

  11. mari

    Nach der Aussage hier, dass die OO Vorlagen auch im Libre Office nutzbar seien habe ich mir für meinen Hausarbeit diese Vorlage hier: http://www…. – meine Freundin hat die auch und ist sehr happy damit. Nur leider kriegen wir es auch beide zusammen nicht hin, dass sich diese jetzt genauso (also ohne Formatverschiebungen) in Libre Office aufrufen läßt. Es sieht einfach alles verkorkst aus. Mache ich was falsch? So schwer kann das doch eigentlich nicht sein…ich blick’s grad ned und bin echt am Verzweifeln – hat bitte jemand einen heißen Tipp für mich. Danke!

  12. roman

    Schade das es in der white label version kein works 2000 also wps-Dateien Filter gibt der ja offensichtlich in der libre office version vorhanden ist?

  13. Nutzer2012

    Libre Office ist schon so weit fortgeschritten, dass selbst PDF-Bearbeitung zu 95% fehlerfrei läuft und sich immer an Acrobat Pro nähert. Es wird kein PlugIn mehgr für die PDF-Bearbeitungsfunktionngenutzt. Endlich kann ich die Einladungsflyer meines Vereines berbeiten und barrierefrei umgestalten. An der Texteinlesung von Libre muss noch gearbeitet werden. Es entstehen Massenhaft Zeilenweise Textfelder, die in der ursprünglichen PDF-Datei als Absatz definiert sind.

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