WordPress & Webwork

Hat WordPress seinen Zenit überschritten?

Auch wenn man gerne mit WordPress arbeitet so gibt es dennoch ein paar Punkte die man kritisch betrachten muss.

Ich bin nicht der einzige und auch nicht der erste, der sich Gedanken über die weitere Entwicklung von WordPress macht und ab und an nach Alternativen Ausschau hält. Daher nehme ich den folgenden Tweet eines Kollegen zum Anlass um ein paar Beobachtungen und Gedanken zu diesem Thema zu nennen, die mir in den letzten Monaten und Jahren so aufgefallen sind.

Klar, man könnte jetzt mit der Verbreitung von WordPress argumentieren, die populären Websites nennen, die mit WordPress betrieben werden und auch die schier große Anzahl an frei verfügbaren Plugins und Themes im offiziellen Verzeichnis als Argument bemühen. Das wäre zwar richtig, würde aber dennoch dem Thema nicht gerecht werden, da WordPress mittlerweile doch ein paar Problemfelder hat, die man nicht ignorieren sollte. Hier ein paar Kritikpunkte, die häufiger genannt werden.

"WordPress ist zu kompliziert"

WordPress hat sich in den letzten 13 bis 14 Jahren stark gewandelt und die Anforderungen an die Entwickler, an die Betreuer der Websites, die mit WP betrieben werden, aber auch an die einfachen Nutzer sind gestiegen. War es noch im Jahre 2005 möglich mit einem einfachen Theme, welches lediglich über eine Handvoll Template-Dateien verfügte, in einem internationalen Wettbewerb, einen stolzen dritten Preis zu erreichen, sind die heutigen Themes von einem ganz anderen Kaliber. Es ist keine Seltenheit, dass die Themes 15+ MB groß sind und über mehrere Hundert Dateien verfügen. Damit kommen wir auch ganz schnell zum nächsten Unterpunkt.

Blogsystem → CMS → Framework

An sich ist die im vorherigen Punkt genannte Entwicklung logisch. WordPress hat sich seit 2003/04 von einem schlanken Blogsystem hin zu einem ausgewachsenen "klassischen" CMS gewandelt und wird seit so ca. 2-3 Jahren auch als Framework tituliert. Das stellt gänzlich neue Anforderungen an die Plugin- und Themes-Entwickler, aber auch an Administratoren und auch an die Nutzer.

Mittlerweile kommen einige Kunden zu uns mit Bitte um Hilfe, bei der Optimierung von neuen Projekten, die bis vor einigen Jahren in der Lage waren einfache Anpassungen selber vorzunehmen. Nicht nur die Themes und WP an sich sind größer und anspruchsvoller geworden, auch bei den Plugins ist die Entwicklung ähnlich verlaufen.

Dieser Entwicklung muss man sich stellen und auch an die Kunden bzw. Nutzer als Information weitergeben. Man kann den Kunden nicht alleine mit dem System lassen und ihnen auch nicht erzählen, dass das alles einfach sei. WordPress ist kein Einsteigersystem (mehr). Man muss sich schon intensiv und vor allem regelmäßig damit auseinandersetzen.

"WordPress ist langsam"

Wenn man ein vernünftiges Theme wählt und ein paar einfache Maßnahmen umsetzt, dann bekommt man auch mit WordPress ohne größere Probleme eine vergleichsweise schnelle und schlanke Website. Aber WP als ein Datenbank-basiertes System ist logischerweise immer im Performance-Nachteil gegenüber Systemen, die nicht auf die Datenbank zugreifen, wie es die sog. Flat-File-Systeme oder Generatoren von statischen Seiten sind.

Daher verwundert es mich nicht, dass Smashing Magazine von WordPress auf ein statisches System umsteigen will. Als einer der wichtigen Gründe wird halt die Performance genannt.

Ich habe einfach mal testweise die Startseite von perun.net getestet. Einmal mit WordPress gecacht und einmal als statische HTML-Datei. Hier die jeweiligen Ladezeiten:

WordPress Statisch
Firefox 580 ms 120 ms
Pingdom 913 ms 549 ms

Vielfach werden Projekte mit WP umgesetzt, bei denen eine schlankere Alternative die bessere Wahl wäre. Aber mit WordPress ist es einfacher: WP installieren, ein fertiges Theme nehmen, ein paar oder ein paar dutzend Plugins hinzufügen und fertig ist die Suppe Website. Damit kommen wir zum nächsten Kritikpunkt.

"Problemfeld WordPress-Agenturen und -Dienstleister"

Seit knapp zwei Jahren hat sich die Arbeit hier bei uns nach und nach gewandelt. Wir haben es sehr häufig damit zu tun, dass wir Websites, die von anderen an Kunden abgeliefert wurden, reparieren müssen. Viele Neukunden kommen zu uns u.a. weil irgendwelche Slider oder Page Builder völlig aus dem Ruder laufen, weil die Websites extrem langsam sind oder nicht einmal die einfachsten SEO-Grundlagen umgesetzt wurden. Nicht selten ist es so, dass die Installationen nur mühsam aktualisiert werden können, weil das "Kartenhaus" sonst zusammenbricht.

Es werden von Dienstleistern, WordPress-Projekte abgeliefert und abkassiert und der Kunde wird dann damit alleine gelassen. Es wird auch oftmals keine oder nur eine sehr teure Betreuung angeboten.

Wenn man sich die Projekte näher anschaut, dann ist es klar warum es dann evtl. keine oder nur sehr teure Wartung gibt: an Plugins wird nicht gespart ("je mehr, um so besser"), auch einfachste Sachen werden in Page Builder oder Composer reingepackt anstatt in den Editor, Anpassungen werden häufig am eigentlichen Theme vorgenommen und Dokumentationen gibt es so gut wie gar nicht. Darüber hinaus werden die Kunden in aller Regel gar nicht in das System eingewiesen.

Und weil der Kunde schon mit einer Einzelinstallation nicht wirklich zurecht kommt, wird ihm dann auch noch eine Multiinstallation angedreht. Ohne ihn auf die Eigenheiten hinzuweisen.

Das Budget ist erschöpft, der Kunde mehr als unzufrieden und misstrauisch. Das ganze fällt dann auf alle Dienstleister und auf WP als System zurück.

"WordPress ist unsicher"

Das die Kunden dann mit einem wackeligen System und ohne Einweisung alleine gelassen werden führt uns zu dem nächsten Punkt. Die Sicherheitsupdates werden dadurch schleppend oder gar nicht gefahren. Ich durfte in den letzten Wochen knapp ein dutzend Installationen aktualisieren, auf denen WordPress und die Plugins seit mehr als vier Jahren (!) nicht mehr aktualisiert wurden und das ist nur deswegen zu Stande gekommen, weil die Hoster jetzt nach und nach auf aktuellere PHP-Versionen umsteigen.

Gut, hier kann man sagen, dass dies nicht das Problem von WordPress ist, weil entweder der die Agentur den Kunden im Stich gelassen hat oder der Benutzer es versäumt hat sich um die Updates zu kümmern. Das ist richtig, aber dennoch fällt das ganze dann auf WordPress als "unsicheres System" zurück und addiert sich auf die Auswirkungen der unsicheren Plugins dazu.

Hier muss man als ehrlicher Dienstleister die Kunden ordentlich beraten. Wer nicht technik-affin ist und nur vor hat alle 4-6 Monate an ein paar Stellen die Texte zu aktualisieren oder ein bis zwei Bilder auszutauschen, der ist unter Umständen dann mit einer statischen Website besser beraten.

Denn auch wenn man in WP geschult wird, aber nur alle 5-6 Monate sich einloggt, für den wird es problematisch Anpassungen und Änderungen vorzunehmen. Für den Kunden ist es dann günstiger – sowohl finanziell als auch zeitlich – solche Anpassungen an der statischen Seite von einem Dienstleister bei konkretem Bedarf vornehmen zu lassen als ein vermeintlich Einsteiger-freundliches, aber pflege-intensives CMS laufen zu lassen um vielleicht irgendwann selber Änderungen durchführen zu können.

Das gleiche gilt auch für den Sicherheitsaspekt. Wünscht der Kunde keinen Wartungsvertrag oder hat er keine Mittel dafür übrig, dann ist er mit einer statischen Seite deutlich sicherer als mit WordPress & Co.

Was ich mit dem ganzen Beitrag sagen will?

Mir ging es nicht darum WordPress schlecht zu machen oder seinen nahen Untergang zu prophezeien. WP wird es noch viele Jahre geben… davon gehe ich schwer aus. Auch nach mehr als 13 Jahren arbeite ich gerne mit WordPress und ich habe diesem System viel zu verdanken. Aber dennoch gibt es Punkte, die man nicht übersehen darf und einige habe ich genannt.

WordPress ist halt nicht immer Mittel der Wahl oder um es mit einem Zitat zu ergänzen:

Wer nur einen Hammer in der Werkzeugkiste hat, für den sehen alle Probleme wie Nägel aus.

Deswegen sollte man als Dienstleister den Kunden beraten und ihm ein passendes Angebot anbieten: ihm anstatt WP zum Beispiel ein schlankeres CMS oder statisches System nahelegen. Entscheidet sich der Kunde anders und bevorzugt er eher dein WordPress-Angebot, dann ist das auch sein gutes Recht. Aber du hast deine Schuldigkeit getan und du kannst mit reinem Gewissen das Projekt umsetzen.

Und du?

Ich bin an das Thema eher allgemein herangegangen und habe die Details nicht angesprochen, wie zum Beispiel "Plugin xyz macht Blödsinn". Was findest du an WordPress verbesserungswürdig? Das kann auch eher allgemein sein oder aber ins Detail gehen.

58 Reaktion(en)

  1. Anni Freiburgbärin von Huflattich

    Seit ich 2007 durch das Buch „Wordpress Das Praxisbuch“ eines Herrn Vladimir Simovic 🙂 auf WordPress gestoßen bin, bin ich mehr oder weniger mit WordPress gewachsen. Da in den 2.x Versionen häufiger Abstürze und weiße Bildschirme zu sehen waren, bin ich zwischenzeitlich auf Drupal 6 umgestiegen. Wäre nicht Drupal 7 gekommen, so lief mein Blog immer noch unter Drupal (ich weiß, hätte, hätte, Fahrradkette).
    Seit 3.2 bin ich wieder bei WordPress und mit allen Neuerungen gestraft worden, die das Entwicklerteam mir vorgesetzt hat. Zur Zeit nervt mich die neue Art der Linksetzung. Aber was soll‘s. Solange ich keine vernünftige Alternative habe, bleibe ich bei WordPress und ärgere mich über die Verschlimmbesserungen.

  2. souri

    da steckt sehr viel wahrheit in deinen ausführungen.
    wie immer steckt der teufl halt im detail.

    seitengeschwindigkeiten sind mit nginx oder caching kein problem – gerade bei kleinen seiten auch konfliktfrei.

    unbedarfte kunden sollte man nicht gleich das backend andrehen, sondern front end editing schmackhaft machen und dort einschulen.

    der sicherheitsaspekt bleibt nocht. bei kleinen seiten ist ein automatisches-core-update aber auch wenig gefährlich und wp-admin kann man ziemlich gut absichern (in diversen eskalationsstufen möglich)

    static-site-builder sind scho klass, aber für kunden oft unverständlicher als das wp-backend und bei unverwendbar im vergleich zu front-end-editing.

  3. Ina

    Ich bin fast seit den Anfängen von WP mit dabei – statisch? Never ever again, wenn ich da an die Zeiten von Frontpage und Golive zurück denke. Mir ist es wichtig, dass Content und Design getrennt sind und bleiben. Und ja, WordPress ist nicht mehr und nicht weniger kompliziert und ressourcenlastig wie statische Systeme auch, WENN (!) man nicht damit umgehen kann. Da bringt auch der Wechsel zu anderen Systemen IMHO nicht wirklich viel. Klar muss man sich in WP einfuchsen – wie in andere Systeme auch. Niemand hat je gesagt, dass es eine "einfache" Plattform gibt, von den unsäglichen "Baukästen" mal abgesehen 😉 Die sehen aber auch entsprechend aus und stoßen dann auch fix an ihre Grenzen.

  4. Andyt

    Bin irgendwann wegen der Notwendigkeit eines (privaten) Blogs zu WordPress gestoßen. Dies war irgendwann zwischen 3.6 bis 3.8 – so richtig weiß ich es nicht mehr. Vielleicht war es auch noch eine oder zwei Versionen früher. Zeitrahmen war in 2010.

    Fakt war für mich damals die gerinigen Voraussetzungen, die der Webspace haben musste. Ebenso war das CMS schlank und die Möglichkeiten von Themes und Plugins gefühlt umfangreicher. Eigentlich in etwa so wie im Artikel beschrieben.

    Aber, die Zeiten haben sich geändert und gefühlt werden seit langem Baustellen angegangen, die nicht das Problem (von WP) und nicht das (alte) Ziel von WP sind. Irgendwann mit dem Customizer ist mir erstmals das in den Sinn gekommen – wobei Customizer jetzt nur als Stichwort für die Version gilt. Zuletzt mit 4.7 hab ich das erneut gedacht, da diese wiederum einiges verschlimmbessert hat.

    So tief stehe ich nicht in der Materie, aber zahlreiche Entwickler von Theme und Plugin haben aufgehört. Zu groß der Aufwand, zu hoch die Anpassungspflichten durch WP…

    Jedenfalls freue ich mich ebenso von "Experten" mein Gefühl bestätigt zu bekommen. Aber jetzt konkret nutzbare Alternativen wären mir komplett unbekannt.

  5. Angelika Reisiger

    Lustigerweise und ganz unabhängig von dem hier (oder dem Tweet – habe erst hier darüber gelesen) habe auch ich mir die letzten Tage enorm viele Gedanken über die Zukunft von WordPress gemancht. Allerdings mit einem anderen Ansatz. Anlass für meine Überlegungen war das kommende Joomla! 3.7.

    Die Gründe für mich 2012/13 von Joomla! auf WP zu wechseln waren: custom fields, cpt, Template-Hierarchie, sprechende URLs, – kurzum gesagt: Die unglaubliche Flexibilität von WP. Mit der kommenden Version (3.7) wird Joomla! all das auch haben. Es ist somit gleichgezogen und übertrifft in einigen Bereichen sogar: Z. B. durch ein ausgeklügeltes Rechtemanagement, Meidenverwaltung, Mehrsprachigkeit on board, ein komplett anpassbarer Texteditor, custom fields per Button in Beiträge, Kontakte usw. einfügen, etc.; aber es hat auch noch Nachteile (das würde jetzt alles hier zu weit führen).

    Was ich damit sagen will: In WordPress finden sich kaum noch Vorteile gegenüber anderen CMS. Es ist auch die Frage, ob es klug ist, essentielle Erweiterungen (Mehrsprachigkeit, UI für Custom Fields, skalierbarer Texteditor, etc.) durch 3rd Party Entwickler abzudecken, statt diese als Core-Plug-ins zu entwickeln. Externe Programmierungen kosten einerseits teils viel Geld und sind immer vom einzelnen Entwickler abhängig – siehe z. B. ACF ist ein Einzelkämpfer (kann die Lust verlieren, krank werden, Vollzeitjob etc.) und dann steht man verloren da, wenn man das eingesetzt hat. Core-Plug-ins würden diese Risiken nicht bergen. Und nun auf der anderen Seite CMS, die das kostenlos mitbringen. Was wählt man?

    Du hast vollkommen recht, Vlad, Kunden sollten nur ein wirklich passendes Angebot erhalten. Das erste, was ich immer abklopfe, ist, ob eine statische HTML-Website ausreichen würde. Auch die Einführung ins System sowie auch die des Backups sind eigentlich selbstverständlich, bzw. obligatorisch.

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  7. Michael Oeser

    Mir wäre es nur recht, wenn Kunden sich mit Themen wie Sicherheit/Updates/Backup, dem maßvollen Umgang mit Plugins, oder der Sinnhaftigkeit von Schulungen/Einweisungen auseinandersetzen würden. Aber das tun sie leider oft nicht, oder sie erwarten dass das alles "im Preis" enthalten ist. Das ist natürlich unrealistisch.

    Eine Website (ob WP oder nicht) ist und bleibt ein technisch relativ komplexes Ding mit dem man sich auseinandersetzen muss, um damit sinnvoll zu arbeiten. Tut man das nicht, muss man eben jemanden bezahlen, der es für einen tut. Wull mal auch das nicht, muss man damit leben, dass es irgendwann zwangsläufig zu Problemen kommt, die man dann wieder teuer reparieren lassen muss.

    Das aber liegt nicht an WordPress, sondern in der natur der Sache.

  8. Malte

    Sorry Vlad, das teile ich nicht.

    Klar aus dem kleinen, schmalen Rennboot wird langsam ein großer, träger Tanker umd den braucht nicht jeder.
    Bei der großen Verbreitung ist auch klar 4! Jahre alten Seiten zu finden. Zombies. Ein wenig Einarbeitung und technische Affinität bedarf es eben doch, ansonsten bitte weitergehen zu FB, Leute!

    Ansonsten: keep it simple! Anfangs habe ich viel an einem Standardtheme weitergebastelt. Zeitverschwendung – das tue ich mir nicht mehr an.

    1. Vladimir

      Hallo Malte,

      Sorry Vlad, das teile ich nicht.

      Kein Problem. Wäre langweilig, wenn wir alle der gleichen Meinung wären.

      Klar aus dem kleinen, schmalen Rennboot wird langsam ein großer, träger Tanker umd den braucht nicht jeder.

      Wenn nur ich betroffen wäre, wäre das auch nicht weiter schlimm. Aber hier ein aktuelles Beispiel womit ich heute zu tun hatte. Mit solch einem Ergebnis wurde der Kunde abgespeist:

      Langsame WordPress-Website

      Er möchte jetzt das System wechseln, weil WordPress so langsam sei. Ich habe ihm jetzt eine kleine Performance-Optimierung vorgeschlagen: ist günstiger und geht schneller von statten. Das ist ein Aspekt um den es mir ging.

      Das man auch mit WP schnelle und gute Websites bauen kann, dem widerspreche ich nicht.

    2. Ron

      Kann ich voll und ganz unterschreiben Malte, Gerade wegen des Budgets der Kunden, ist es sinnvoll auf "fertiges" zurückzugreifen, das Rad nicht neu zu erfinden und das gesparte Geld besser in eine Marketingkampagne für den Kunden zu stecken. Wir bieten unseren Kunden also ein komplettes Paket mit Hosting, WordPress für CMS, Statischen Seiten oder Shop mit Prestashop und das gesamte Framework für zusätzliches Grafik- und Logodesign, SEO und Marketing. Kunden bekommen – wenn Sie es wollen – eine Basisschulung per Videos oder erklärende Screenshots zu den wichtugsten Funktionen und wenn Milestoneupdates wie jetzt 4.7.1 anstehen, wird das entsprechend auch als notwendige Leistung verkauft und korrekt durchgezogen. Bei dem einen geht ein Update schneller bei den anderen weniger. Aufwand gleicht sich aus. Jetzt haben wir auch einen Kunden übernommen mit einer schrecklichen WP-Situationn. Dennoch ist es möglich, das mit etwas Fingergefühl zu reparieren und dem Kunden zu erklären, dass ggf. Dinge nach dem notwendigen Update ersetzt oder neu erstellt werden müssen. Wer als Kunde unsere Arbeit nicht respektiert, kann unsere Dienstleistung nicht bekommen – so einfach ist das. Erziehe Deine Kunden und es gibt eine WIN-WIN Geschichte! PS: Ironischerweise wir selbst haben eine statische Seite und das Problem des Schusters, der meistens schlechtere Latschen als seine Kunden anhat 😉

  9. Angelika Reisiger

    Lustigerweise und ganz unabhängig von dem hier (oder dem Tweet – habe erst hier darüber gelesen) habe auch ich mir die letzten Tage enorm viele Gedanken über die Zukunft von WordPress gemancht. Allerdings mit einem anderen Ansatz. Anlass für meine Überlegungen war das kommende Joomla! 3.7.

    Die Gründe für mich 2012/13 von Joomla! auf WP zu wechseln waren: custom fields, cpt, Template-Hierarchie, sprechende URLs, – kurzum gesagt: Die unglaubliche Flexibilität von WP. Mit der kommenden Version (3.7) wird Joomla! all das auch haben. Es ist somit gleichgezogen und übertrifft in einigen Bereichen sogar: Z. B. durch ein ausgeklügeltes Rechtemanagement, Meidenverwaltung, Mehrsprachigkeit on board, ein komplett anpassbarer Texteditor, custom fields per Button in Beiträge, Kontakte usw. einfügen, etc.; aber es hat auch noch Nachteile (das würde jetzt alles hier zu weit führen).

    Was ich damit sagen will: In WordPress finden sich kaum noch Vorteile gegenüber anderen CMS. Es ist auch die Frage, ob es klug ist, essentielle Erweiterungen (Mehrsprachigkeit, UI für Custom Fields, skalierbarer Texteditor, etc.) durch 3rd Party Entwickler abzudecken, statt diese als Core-Plug-ins zu entwickeln. Externe Programmierungen kosten einerseits teils viel Geld und sind immer vom einzelnen Entwickler abhängig – siehe z. B. ACF ist ein Einzelkämpfer (kann die Lust verlieren, krank werden, Vollzeitjob etc.) und dann steht man verloren da, wenn man das eingesetzt hat. Core-Plug-ins würden diese Risiken nicht bergen. Und nun auf der anderen Seite CMS, die das kostenlos mitbringen. Was wählt man?

    Du hast vollkommen recht, Vlad, Kunden sollten nur ein wirklich passendes Angebot erhalten. Das erste, was ich immer abklopfe, ist, ob eine statische HTML-Website ausreichen würde. Auch die Einführung ins System und Aktualisieren sowie auch die des Backups sind eigentlich selbstverständlich, bzw. obligatorisch.

  10. Jörg

    Ich glaube nicht, dass WordPress seinen Zenit überschritten hat, denn mir fällt kein vergleichbares CMS ein. Ok, Joomla, Typo3, aber die sind meiner Meinung nach komplizierter zu bedienen. Das einizgste was mich öfters stört, sind die wenigen deutschsprachigen Themeanbieter und dass es im Hintergrund keine Community ähnlich Tumblr gibt. Als lokaler und verhältnismäßig unbekannter Blogger, bin ich darauf angewiesen, bei Facebook, Twitter und Co. auf meine Beiträge aufmerksam zu machen, um überhaupt Leser zu bekommen. Das führt dazu, dass viele Blogger auf WordPress und Co. verzichten und auf eine Facebookseite zurück greifen, oder Fotos nur noch bei Instagram, statt in einem eigenen Blog veröffentlichen.

  11. Steffen

    Hallo, ich kann die Aussagen hier im Beitrag nur unterstreichen.
    Mittlerweile bin ich in ein komplett neues Geschäftsfeld mit meiner IT-Dienstleistung gedrängelt wurden. Was ja nicht schlimm ist. Ich befasse mich nur noch mit der Performance-Optimierung und Pluginentrümpelung.
    Irgendwie fühlt man sich in die End-Tage von Typo versetzt, wo man als Admin auch nicht mehr wußte, wie man das Flagschiff peitschen sollte, um es zu bewegen. Und genauso fühlt es sich beim aktuellen Stand von WP an.
    Liest man in WP-Gruppen, fällt auf, Plugin hier defekt, weiße Seite da, mein Newslettertoolbox geht nicht mehr, Seite lahmt…

    Seit einiger Zeit bohre ich WP auf und experimentiere mit Codeigniter als Viewer-Framework. Damit erziehle ich Werte um 96 bei pingdom, aber eignet sich nicht als Blogsystem. Wenn Jemand hier Ideen oder Projekte hat und Hilfe gebrauchen kann, bin gern bereit dazu.

    Beste Grüße

  12. Ingrid

    Ich bin seit den Anfängen dabei. Das ist wohl mit ein Grund, weshalb ich keinerlei Probleme mit WP habe. Wir sind zusammen gewachsen (beide in die Breite, wie ich finde). Es stimmt schon, dass es immer komplizierter wird, aber das ist bei Firefox auch der Fall.

    Was mich wirklich zum Nachdenken gebracht hat, ist der Tweet von Lutz Schröer.

    "Es gibt so viele Alternativen, die die Bedürfnisse der Anwender besser abdecken."

    Da wird WP immer mehr angepasst an die Anforderungen der Nutzer und immer mehr Wünsche werden erfüllt. Und am Schluss decken Alternativen die Bedürfnisse der User besser ab. Also ich weiss nicht recht. Das finde ich jetzt ziemlich unfair.

  13. Andreas Renggli

    Ich stimme diesen Punkten ebenfalls zu. In unserer Agentur kommen diese Themen in letzter Zeit auch immer wieder auf den Tisch. WordPress ist nicht mehr so schlank und simpel, wie es mal war. Und für einer sichere Website ist der Wartungsaufwand inzwischen doch ziemlich hoch.

  14. Pingback: WördPress des tages | Schwerdtfegr (beta)

  15. Nur kurz nen Kommentar da lassen

    Aus meiner Sicht auch ein großes Problem: Viele Programmierer von WordPress-Themes (und auch Plugins wie Slider etc.) setzen Javascript so exzessiv ein, dass WordPress ohne Javascript nicht mehr funktioniert, sprich entweder das Backend nicht mehr richtig nutzbar ist, oder – viel schlimmer – das Frontend einfach nur leer bleibt, sprich es werden keine oder nur "kaputte" Inhalte angezeigt. Das ist insbesondere bei WordPress ein Problem, wo Themes günstig zu haben und schnell installiert sind. Bei anderen CMS (sofern man WordPress zu dieser Kategorie zählt) ist das zum Glück noch nicht ganz so schlimm. Ok, es ist nicht speziell ein WordPress-Problem, dass viele Entwickler heutzutage Javascript als Grundfunktionalität eines Browsers voraussetzen und so auf eine Ebene mit HTML und CSS stellen, aber ist bei WordPress aufgrund seiner Verbreitung leider besonders häufig anzutreffen. Liebe Entwickler, bitte mehr „unobtrusive JavaScript“ einsetzen, danke.

  16. Nur kurz nen Kommentar da lassen

    Oh, noch so etwas, was ich an WordPress schon lange bemängle: die standardmäßig aktivierte Gravatar-Funktion. Wollte hier nur nen anonymen Kommentar hinterlassen, geb also einfach die Mailadresse dieser Website als Absender ein und schwups steht ein Bild des Seiteninhabers neben meinem Kommentar… Ein Hoch auf WordPress (bzw. Gravatar…) @Admin: Bitte ändern, danke (und vielleicht Gedanken darüber machen, ob es so sinnvoll ist, das ein Profilbild erscheint, wenn ein Fremder irgendeine Mailadresse in Kommentarfeldern angiebt… 😉

  17. Michael Oeser

    Einen hab ich noch: Es wird (auch hier) staändig "gejammert" WP wäre kompliziert geworden. Auf der anderen Seite erwartet man zig Funktionen. Ja was denn nun. Will man ein simples Blogsystem oder ein ausgereiftes CMS? Egal was WP ist oder wäre, es gibt und gäbe immer jemanden der meckern würde.

    Natürlich ist nicht alles perfekt, aber das ist es bei anderen Systemen auch nicht. Jeder darf und muss entscheiden, was er nutzen will.

    Was mich ind er Tat an WP stört, ist dass an Firlefanz gebastelt wird (aktuell der Editor) aber wesentliche Baustellen wie die Mediathek nicht angefasst werden. Aber erstens ist das nur meine Meinung und zweitens könnte ich mich auch mehr beteiligen, wenn es mich so sehr stört. Das ist ja auch die Idee bei Open Source.

    PS: Und wer anonym Kommentare abgeben will könnte mir persönlich gestohlen bleiben.
    https://michaeloeser.de/herr-anonym-du-gehst-mir-auf-die-nerven/

    1. David

      Vielleicht ist das ja das (oder ein) Problem: dass WordPress alles auf einmal sein will. Möglicherweise wird es bald Zeit für ein Aufsplitten des Projekts in "WordPress CMS" und "WordPress lite/Blog" oder so. Oder mehr Funktionen (in Jetpack ?) auslagern, ein leichtes WP core mit simplen Funktionen ausliefern, das erweitert werden kann. Dafür sind Plugins ja da. Wobei Jetpack auch so ein Monster geworden ist, das man für 2-3 Funktionen installiert und dann hat man das Riesending an der Backe. Aber wer die eierlegende Wollmilchsau will, die von fast statische Portfolioseite, über Blog bis hin zu komplettem CMS alles kann, wird an einem Ende des Spektrums immer zu viel Overhead oder zu wenig Funktionen haben.

  18. thomas

    also ehrlich gesagt, sind die in diesem artikel behandelten probleme eher agenturen und dienstleister, welche ihren kunden mangelhafte themes um viel geld verkaufen. aber das ist doch ein allgemeines problem im web. das erste worauf verzichtet wird ist eben die optimierung der bestehenden seite weil geld gespart werden will. egal ob von kunden- oder dienstleisterseite.

    aber diese probleme bestehen seit es wordpress gibt. außerdem hat sich die qualität der themes, die man direkt über das wordpress theme-repository installieren kann imho verbessert.

    es ist aber völlig klar, dass sich wordpress weiterentwickelt. immerhin verändert sich auch das internet täglich weiter und es kommen laufend neue anforderungen hinzu. wenn man sich nur einmal die blogger landschaft heute ansieht und mit der vor zehn jahren vergleicht, wird man erkennen dass beiträge völlig anders daher kommen.

    natürlich sind statische seitengeneratoren toll, aber auch nerdy wie wordpress es eben seinerzeit war. aber der durchschnittliche blogger von heute wird vermutlich nicht mit der installation eines solchen klar kommen. außerdem gibt es nicht diese vielfalt and plugins und themes um sich selbst einen eigenen blog zu bauen. all das bietet wordpress aber mittlerweile und personen ohne know-how können sich genauso eine eigene seite bauen, wie erfahrene web-entwickler die seit jahren mit wordpress arbeiten.

    kurz zusammengefasst: ich denke die entwicklung von wordpress ist okay und leute die wordpress-themes oder dienstleistungen verkaufen sollten sich mehr gedanken um performance machen.

  19. TmoWizard

    Hallo Vladimir,

    ein wirklich interessanter Artikel! Ich habe mir darüber bis heute aber noch keine Gedanken gemacht und werde auch weiterhin bei WordPress.org bleiben, da ich inzwischen in mein kleines Castle/Blog einfach zuviel Arbeit gesteckt habe.

    Ursprünglich hatte ich ja zwei Live Spaces bei Microsoft, ein Blog bei Blogger.com und einen bei WordPress.com, wobei ich schon damals mein jetziges Theme verwendete. Anno 2010 habe ich mich aber aus verschiedenen Gründen dazu entschieden, daß ein selbst gehostetes Blog eventuell besser ist, wobei einer der Gründe das verwendete Theme "Calotropis" war. Der ursprüngliche Entwickler hat das praktisch eingestellt und es ist auch nicht mehr offiziell bei den Themes von WordPress zu finden!

    Ich habe mir folglich die letzte Version des Theme geschnappt, von etlichen Fehlern befreit und als Fork namens "Calotropis Theme 2" auf meinem Castle veröffentlicht. Inzwischen sind auch neue Funktionen hinzugefügt worden und einige nicht mehr weiter entwickelte Plugins habe ich ebenfalls angepaßt und direkt als Funktion in das Theme integriert!

    Es steckt in meinem Blog also wirklich sehr viel Arbeit, wobei ich natürlich auch einiges über PHP gelernt habe! 😉 Für mich käme folglich ein Wechsel zu einem anderen CMS absolut nicht in Frage, außer WordPress würde eingestellt werden, was jedoch allem Anschein nach wohl die nächsten Jahre nicht geschehen wird.

    Ja, WordPress ist gewachsen und auch komplizierter geworden. Das gilt jedoch für jede andere Software ebenfalls, ich denke da mal an Browser, Textverarbeitungen oder gar Betriebssysteme! Mein erster IBM-kompatibler PC hatte damals DR-DOS und als Oberfläche GEM, falls das hier noch jemand kennt. 🙂

    Also nein, mich stört die derzeitige Entwicklung von WordPress nicht! Es ist immer noch recht einfach zu bedienen, wenn man nicht selbst der Admin ist und sich um alles selber kümmern muß. Für mich mit eigenem Theme ist das natürlich schon "etwas" schwerer, aber der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier.

    Von der Ladezeit ist klar, daß ein HTML-Dokument schneller ist wie ein CMS, das sehe ich ja an meiner ursprünglichen selbst entwickelten Website. Allerdings kann ich mir solch eine Site auch nicht als Blog vorstellen, wobei das sicher möglich sein dürfte. Mir wäre das dann aber doch zu viel Arbeit, immerhin ist das ja nur ein Hobby von mir! Ich gestehe jedoch, daß ich darüber sogar schon nachgedacht habe.

    In diesem Sinne wünsche ich nun allen noch einen schönen Tag und weiterhin viel Spaß am Bloggen!

    Grüße aus TmoWizard’s Castle zu Augsburg

    Mike, TmoWizard

  20. Marcel

    Hallo Vladimir,

    ein guter Artikel, den ich in allen Punkten bestätigen kann. Ich sehe es sogar ein wenig kritischer, als Du es in diesem Artikel beschrieben hast.

    WordPress als Basissoftware hat sich zu einem wahren Monster entwickelt. WordPress auf Basis seiner technischen Entwicklung aber als Framework zu betiteln, finde ich ein wenig zu hoch gegriffen. Allein durch den Willen so weit abwärtskompatibel zu sein wie eben nur möglich, verbaut sich WordPress eine Menge Potential und eben auch Performance. Die Begründung weiterhin auf prozeduralen Code bei WordPress zu setzen, ist gleichermaßen lächerlich wie wahnsinnig. Natürlich lebt WordPress von seiner Community. Wenn diese Community aber nur noch stark überladene Themes (Thema Composer und Co) und schlecht programmierte Plugins liefert, die nur noch schlecht in der Performance sind, ist es das einfach nicht Wert. WordPress sollte restriktiver sein und den Entwicklern einen genaueren Weg vorschreiben, wie gewisse Dinge zu handhaben sind.

    Ich selbst komme eher aus einem objektorientiertem Umfeld (Zend Framework, Symfony, Laravel, etc.) und komme einfach nicht damit zurecht, dass WordPress, bei dem Anspruch, dass es an sich selbst hat, nach wie vor auf prozeduralen Code setzt. Hätte man bei Zeiten den Umstieg auf eine objektorientierte Herangehensweise gewagt, wäre die Erweiterbarkeit höchstwahrscheinlich nicht so ein komplexes Unterfangen, wie es momentan der Fall ist. Natürlich kann ich meine eigenen Plugins auf eine OOP Weise schreiben. Dennoch ist es einfach nur noch umständlich die vielen Gegebenheiten von WordPress zu beachten. Ich wünsche mir mehr Struktur. Mehr Klarheit. Mehr Skalierbarkeit. Sehe ich aber bei WordPress momentan nicht.

    Meine Erfahrung mit Kunden ist eigentlich genau wie von Dir beschrieben. Man möchte gern, hat aber keine Lust sich mit den technischen Gegebenheiten in irgend einer Art und Weise auseinander zu setzen. Service Verträge nach der Fertigstellung eines WordPress Projektes? Du und ich wissen, dass das mehr als Sinn macht. Der Kunde sieht das in den meisten Fällen anders. Glücklicherweise kommen viele wieder, wenn die Updates nicht gemacht wurden und die Seite durch Schadsoftware infiltriert wurde. Aus meiner Sicht scheint das ein Lernprozess zu sein, der mich stark an "Lernen durch Schmerz" erinnert.

    Ich setze nach wie vor auf WordPress, schaue aber mehr und mehr nach Alternativen, die sowohl für den Kunden als auch für mich als Entwickler weniger "Schmerz" bedeuten.

  21. Falk D.

    Ich bin vor Ewigkeiten von Lifetype auf Textpattern gewechselt. Bei der Suche nach dem Lifetype-Nachfolger (Ich halte LT immer noch für das bessere System, aber es ist halt verwaist.) hatte ich mir WordPress angeschaut und fand sowohl Datenmodell als auch die 3rd-Party-Integration fragwürdig.
    Bei allen Webprojekten sehe ich, wie jemand die Lücken von Joomla, WordPress und PHPmyAdmin ausprobiert. Das war für mich der Anlass, WordPress außen vor zu lassen.

  22. Rita Späni

    Hallo Vladimir,

    danke für diesen Artikel. Meiner Ansicht nach ist nicht WordPress, sondern die billigst-Wordpress-Webdesigner das Problem. Wer für 500 Euro eine Webseite mit Shop kauft muss sich nicht wundern, wenn er anschliessend Support und Unterstützung auf WIX-Niveau oder darunter bekommt.

    Ich finde WP nach wie vor ein unerreicht grossartiges Tool, aber man kann natürlich auch damit Schrott produzieren und das wird auch häufig gemacht.

    Sorry for the rant. 🙂

    Alles Gute
    Rita

  23. Spieler

    Klar, ein Kunde, der nicht selber Änderungen machen will, könnte auch eine statische Webseite haben. Doch fängt es schon bei der Suche und beim Kontaktformular an. Hier habe ich für statische Abbilder noch keine zufrieden stellende Lösung gefunden.

  24. Tux.

    Ich halte aus Sicherheits- und Performancegründen statische Blogsoftware für die bessere Wahl, kann aber verstehen, wieso jemand sich trotzdem für WordPress entscheidet. Es kann eine Menge.

  25. Christian

    Einige der im Artikel und in den Kommentaren angesprochenen Kritikpunkte kann ich teilen, andere nicht.

    Es ist richtig, dass WordPress im Laufe der Zeit immer leistungsfähiger, damit aber auch immer umfangreicher («komplizierter») geworden ist.
    Dies ist jedoch kein WP-spezifisches Problem, sondern betrifft meiner Erfahrung nach ganz viele Produkte des täglichen technischen Bedarfs. Schaut Euch den Mini Cooper an oder den VW Polo oder den VW Golf. Über die Jahre immer «fetter» geworden, und «bequemer» und komplizierter.
    Oder Handys. Oder Digitalkameras. Oder Photoshop. Würde nicht den allermeisten Anwendern auch noch Version 5 für 99% des Tagesgeschäfts genügen!?

    Und so geht es auch WordPress. Die Entwickler KÖNNEN gar nicht sagen «So, 4.7 ist gut und bleibt jetzt erstmal so. Gibt nix Neues mehr.»
    Es MUSS immer ein Mehr geben. Stagnation wird immer als Rückschritt gewertet – selbst wenn es genug am Ist-Stand zu korrigieren gäbe (siehe Diskussion um die Signierung von WP-Updates).

    Leider.

    Für diesen Effekt, ein eigentlich gutes Produkt «zwanghaft» immer weiter mit Features vollstopfen zu müssen, gibt es sicher auch einen Namen. «Fortschritt»??

    Und natürlich steigen mit der Verbreitung von WP auch die Zahlen von Agenturen, guten und schlechten, – und Laien, die mit falschen Erwartungen an die Sache herangehen. So im Sinne von «darf nichts kosten, soll aber schick aussehen und alles automatisch können».
    Aber auch das liegt in der Natur der Sache:
    Auch DTP bspw. wurde «demokratisiert», den Profis «abgenommen» und wird heute oftmals von Laien mit Software vom Discounter erledigt. Dass es dann öfters mal mit Deppenleerzeichen oder Deppenapostroph ins Kraut schießt, ist bedauerlich, aber nicht der Fehler des Werkzeugs. Zumindest nicht ausschließlich.

    Und so ist es auch nicht der Fehler von WordPress, wenn Kunden nicht bereit sind, für eine «saubere» Dienstleistung auch zu bezahlen. Wer nur Geld für «die berühmte 5-Minuten-Installation» ausgeben möchte, dessen Site erhält halt keine Updates …

    Ich denke auch, dass es WordPress noch eine ganze Zeit lang geben wird. Auch wenn es nicht perfekt ist: es ist einfach genug für einfache Projekte und mächtig genug für Kompliziertes.
    Statisches HTML kann ich keinem «Standard»-Kunden zumuten, Typo3 ebensowenig. Mit WordPress geht das. Nicht immer und nicht bei jedem – aber immer öfter :-))

  26. Scharlotte

    Hallo,
    Super Beitrag und genau mein Gedanke.
    Nie wieder würde ich es machen.
    Ich komme kaum zum Beiträge schreiben, weil ich ständig irgendwelche Fehler beheben muss. Anleitungen dazu gibt es tausendfach im Netz von Leuten, die keine Ahnung haben.
    Stellt man eine Frage im Hilfe-Forum, bekommt Frau arrogante Antworten aber keine Hilfe.
    Im Moment produziert meine Website 404 Seiten – Fehler.wegen wp-super-cache. Ich weiß nicht was ich da löschen muss. Ich weiß nur ein, ich habe keine Lust und keine Zeit mehr irgendwelchen Alleswisser, für eine Auskunft in ihren arroganten A. zu kriechen oder Geld zu bezahlten.

    1. Ron

      Hallo Scharlotte,

      da schwingt viel Frust mit aber Deine Dinge, die Du schilderst sind technischer Natur und das Ergebmis eines – sorry – nicht ausreichenden Kenntnisstand. Und glaube mir, es gibt keine eierlegende Wollmilchsau, auch das Auto muss man beherrschen und dafür den Lappen machen! Manchmal habe ich das Gefühl, die Kunden oder Anwender denken, das Web und die Webseite ist ein Word2003 oder ein Blatt mit nem Stift – nein ist es nicht! Und Frau bekommt in den richtigen Foren auch korrekte Antworten, wenn Fragen mit Respekt und nicht fordernd gestellt werden oder gar man in ein Forum hereinplatzt ohne Hallo und nur mit einen. Hallo kann mir mal jemand helfen, ich habe da mal ein Problem und Google dauert mitr jetzt ehrlich zu lange. Und ja es ist schwer, dann weiter nach einer Lösung zu suchen, auszuprobieren wenn man keine Zeit und Muse oder auch keine PHP Kenntnisse hat ode rnicht mal das Admin kapiert und es leid ist, sich mit dem Motor des Autos zu beschäftigen. Dafür gibts ja dann die Werkstätten. Eine billige und viele teure aber auch manche solide mit vernünftiger Preisleistung. Insofern muss Du niemand in den Anus kriechen. Nur die richtigen Leute rochtig ansprechen. dann wird Dir auch geholfen. Also tu Dir keinen Zwang an zu schreiben. Und eine Frage kostet schon mal nichts außer etwas zeit 🙂 Beste Grüße Ron

    2. Vladimir

      Hallo Scharlotte,

      auf deinen Beitrag bin ich aufmerksam geworden, nach dem sich ein Mensch von der de.wordpress.org beschwert hat. Ich würde dich daher bitten, zu bedenken, dass deine hier geäußertes Worte, dann über "meinen Rücken" gebrochen werden.

  27. Mike

    Auch ich kann dir nur teilweise zustimmen.

    Bei einem knapp kalkuliertem Budget ist es nicht möglich User ausführlich in ein immer komplizierter werdendes System einzuweisen. Und selbst wenn man es macht und der User dann nicht regelmäßig damit arbeitet wird alles wieder vergessen. Dann ist es bei seltenen Änderungen besser dies einen Dienstleister machen zu lassen. Wenn man das aber nicht einsieht und kein zusätzliches Geld bezahlen will kommt es zu deinen beschriebenen Problemen.

    Man sollte den Kunden aber natürlich im vorhinein darüber aufklären.

    Die Plugin-Orgien kommen meiner Meinung nach daher, dass bei Projekten aus diversen Gründen oftmals der Programmierteil eingespart wird und dies dann mit Plugins ausgeglichen werden soll.

    Dass sich WP weiterentwickelt ist schon in Ordnung, aber es kommt immer mehr vom Weg ab.

    Es werden immer mehr unnütze Funktionen eingebaut, ohne gleichzeitig Möglichkeiten zu schaffen diese im Backend deaktivierbar zu machen. Das betrifft natürlich auch Theme- und Plugin-Entwickler. Performance scheint nur noch eine untergeordnete Rolle zu spielen.

    Auch sollte mehr Wert auf Sicherheit gelegt werden, anstatt auf den Einbau von REST-Funktionalität zu setzen. Wer benutzt denn so etwas wirklich? Bei mir wird dies jedenfalls als erstes deaktiviert.

    Statische Systeme wie Jekyll sind nicht schlecht und werden von mir auch genutzt. Sie müssen dann aber auch auf dem Server laufen und nicht nur lokal. Und welcher kleinere/mittlere Kunde hat ein Hosting auf dem Ruby läuft.

    Man kann also Kompromisse machen wie man will, es gibt nun einmal keine eierlegende Wollmilchsau. Obwohl WordPress versucht eine zu werden.

  28. Andreas

    Ich sehe eigentlich alles wie in dem Artikel geschrieben.
    Ich glaube zwar nicht, dass WordPress seinen Zenit überschritten hat, und wenn, dann hat es das schon vor langer Zeit, aber es stimmt schon, dass die Probleme immer offentsichtlicher werden.

    Unmengen an Plugins, die immer komplizierter werden, werden von teils unwissenden Entwicklern und auch fachfremden Anwendern in die Seiten gebaut, wo ich als Profi mich schon ewig einarbeiten muss, um überhaupt hinter die Konzepte der ganzen Plugins zu kommen und um herauszufinden, was die da alles anstellen um die WordPress-Architektur so hinzubiegen, dass am Ende ein vermeintlich begeisterndes Ergebnis rauskommt.

    Man steht heute mit seinen vernünftig umgesetzten und performanten Websites in Konkurrenz zu schnell zusammengeschraubten Pagebuilder-Monstern, die den Besucher mit Parallax-Scrolling und Animationen an jeder Ecke beglücken. Nichts gegen schöne Animationen, aber wenn man diese ganzen Features vernünftig einbauen will, ohne 20 Tonnen überflüssiges CSS etc. mitzuschleppen, erhöht das halt die Entwicklungszeit und damit auch die Kosten.

    Dann werden teils irrwitzig umfangreiche Plugins angeboten, deren Sinn fraglich ist, weil man mit ähnlichem Aufwand wohl ein spezialisiertes CMS hätte entwickeln können, das optimiert wäre auf bestimmte Anforderungen und nachher auch gut wartbar, ohne sich mit Millionen von hooks, die sich dann wieder mit anderen Plugins in die Quere kommen, herumärgern zu müssen. Warum wird sowas trotzdem gemacht? Weil WP mittlerweile so populär ist, dass man mit einem Plugin mehr Leute erreicht als mit einem neuen guten System.

    Auch den Sicherheitsaspekt kann ich absolut unterschreiben. Welcher Kleinunternehmer hat Zeit und Lust, ständig seine Website upzudaten? Die Sicherheit von WP wird ja oft von Fanboys verteidigt, in der Theorie mag das auch stimmen, die Praxis sieht aber leider anders aus.

    Es täte der Webentwickler-Community auf jeden Fall gut, öfter mal einen Blick über den Tellerrand von WordPress zu wagen, und sich über Alternativen zu informieren, um Kunden eine wirklich passende Lösung für deren Anforderungen anbieten zu können.

    Man kann zwar alles mit WP machen, aber man sollte nicht alles damit machen.

  29. Marc

    Ich verfolge seit den Anfängen das Ghost Blog Projekt, das auf Node JS setzt.
    Ist immer wieder ganz nett sich dort in das wirklich minimalistische Backend einzuklinken wo man bloggen kann und Punkt.
    Klar, Login ins WP-Backend lässt auch immer wieder Spass aufkommen 🙂

  30. Latz

    Als "Auslöser" für diese Diskussion muss ich jetzt wohl mal den Grund für meinen Tweet nennen: es ging mir um die Prozentzahl der mit WordPress betriebenen Webseiten, die sich glaube ich ich im Moment bei 28% bewegt. Diese Zahl wird meiner Meinung nach nicht mehr steigen, denn sie kommt dadurch zustande, das viele kleine Blogs und Webseiten mit WordPress betrieben werden.

    Ihnen reichen die jetzigen Möglichkeiten. Die Entwicklung von WordPress geht mittlerweile allerdings in Richtung vollwertiges Redaktionssystem, mit allen seinen im Artikel genannten Nachteilen, aber eben auch mit Vorteilen, z.B. für Agenturen.

    Die kleinen Betreiber werden sich demnächst aber nach neuen schlankeren Systemen umsehen, weil sie aus Sicherheitsgründen gezwungen sind, immer die neueste und damit eine für sie mit uninteressanten neuen Features versehene WordPress-Version zu betreiben. Mit der Zeit werden sie sich nach anderen Möglichkeiten umsehen. Dieser Zeitpunkt ist IMHO jetzt gekommen. Im Moment gibt es zwar nur recht nerdige Systeme ("Flat-File" ist nicht ganz so einfach zu nutzen), aber Bedarf wird sicher demnächst gedeckt werden und die Prozentzahl WordPress-Installationen sinken. Das war mit "passed its peak" gemeint, wobei es mir natürlich auch recht ist, eine weitergehende Diskussion angeregt zu haben.

    (Eine ähnliche Diskussion zu diesem Thema findet übrigens bei glueckpress statt: https://glck.be/8239/ )

    1. E.

      Die kleinen Betreiber werden sich demnächst aber nach neuen schlankeren Systemen umsehen, weil sie aus Sicherheitsgründen gezwungen sind, immer die neueste und damit eine für sie mit uninteressanten neuen Features versehene WordPress-Version zu betreiben.

      Hallo Latz 🙂
      Man kann ein vier Jahre alte WordPress-Version verwenden, wenn neue Features nicht gewünscht sind. Auch diese wird weiterhin mit Wartung- und Sicherheitsupdates versorgt.

  31. Nils Voigt

    Meiner Meinung nach zählen nur 2 belastbare Punkte:
    1. Keine OOP Orientierung im Core – ist PHP 4 gescripte.
    2. Keine Datenbankabstraktion.
    Ausserdem sollte man die folgenden Tipps berücksichtigen, dann ist WordPress immer noch geil — leider im Gegensatz zum Großteil des WP Biotops
    WordPress Core
    + Mit neuester Version aus den offiziellen Quellen starten.
    + WordPress Kern nicht verändern, um Updatefähigkeit zu gewährleisten.
    + Sicherheitsbulletins im Auge behalten.
    + WordPress Kern immer schnell hochziehen, sobald ein Update vorliegt.

    WordPress Plugins

    + Sparsamer Einsatz von Plugins
    + Plugins nicht einfach ungeprüft installieren.
    Es muss geprüft werden:
    – Wann erfolgte das letzte Update? Wird das Plugin aktiv weiterentwickelt?
    – Foren und Websites nach belastbaren Meinungen und Erfahrungen zum Plugin durchsuchen.
    – Die Dokumentation des Plugins prüfen: Ist sie aktuell, aussagekräftig und sinnvoll strukturiert?
    – Wie sind die Reaktionszeiten der Entwickler bei Supportthreads auf wordpress.org?
    – Soweit möglich sollte der Code des Plugins angeschaut werden, um wenigstens ein Basisverständnis der Arbeitsweise des Plugins zu bekommen!
    – Bei kostenpflichtigen Plugins genau prüfen, um welche Form des „Kaufs“ und der Lizenzierung es sich handelt. Ist es vielleicht ein Abo?
    – Niemals den Marketingversprechungen „Es kann alles perfekt und ist wunderbar einfach“ glauben. Kein einziges Plugin ist individuell auf die Anforderungen einer Domain zugeschnitten. Es müssen immer Anpassungen z.B. an Styles vorgenommen werden, um ein Plugin sauber zu integrieren.
    – Viele Plugins sind zwar PHPseitig sauber gecoded, bringen aber ein einziges Chaos an unstrukturiertem CSS und/oder HTML mit. Prüfen, inwieweit z.B. die Styles eines Plugins ins Theme integriert werden können. Also,
    wp_enqueue_script()
    und/oder
    wp_enqueue_style()
    nutzen um die Styles und JavaScripte der Plugins ins Theme zu holen. Das vereinfacht die Wartung und verhindert, dass Anpassungen beim nächsten Plugin Update verloren gehen.
    + WordPress Plugins immer schnell hochziehen, sobald ein Update vorliegt. Die meisten sicherheitsrelevanten Probleme werden durch einen veralteten Plugin-Zoo in der Domain verursacht.

    WordPress Theming
    + Wenn Sie auch nur ein halbwegs ambitioniertes Projekt auf die Beine stellen wollen, dann bitte keine Fertigthemes verwenden oder anpassen! Starten Sie z.B. mit „_“ https://underscores.me/. So haben Sie die Chance, sowohl PHP/HTML als auch CSS Templates sauber, schlank und vor allem genau nach Ihren Anforderungen zu gestalten.
    + Wenn Sie die Finger, trotz allem, nicht von Fertigthemes lassen konnten, dann wird der Tag kommen, an dem Sie festellen: Ich muss Anpassungen am Fertigtheme vornehmen! Machen Sie dies unbedingt über das Parenttheme/Childtheme-Verfahren.
    + Setzen Sie – wenn möglich – CSS Abstraktionen, wie SASS, PostCSS o.Ä. ein.

  32. Wolfgang

    Hallo Vlad,
    die Frage, ob WP seinen Zenit überschritten hat, habe ich mir bisher nicht gestellt – wenngleich ich mich mehr als gewünscht mit WP-internen Problemen herumschlage, als mit dem Inhalt. In diesem Kreis vertrete ich wahrscheinlich eher eine Rolle als "Außenseiter", denn ich bin weder Dienstleister, noch Programmierer, sondern seit 5 Jahren nur Nutzer von WP.
    Klar hat sich WP weiter entwickelt, aber wie ich finde, nicht immer zum Besten. Wahrscheinlich oder sicher nutze ich nur einen geringen Teil der Möglichkeiten, aber eine, die mir gewissermaßen aufgezwungen wurde, ist für mich (zumindest im gegenwärtigen Stadium) ein Gräuel: Der Customizer. Warum? Seit 4.7 funktionierte mein Newsletter-Plugin nicht mehr, so dass ein Wechsel anstand. Das Neue machte Probleme mit dem bisherigen Theme. An dieser Stelle hätte der Customizer seine Stärken ausspielen können – wenn das, was ich wie bisher immer unter Design/Widgets konfiguriert habe, nicht von Customizerr ignoriert worden wäre und zum Teil umgekehrt… Eine Systematik war nicht erkennbar. Da ich jetzt ein mit child angepasstes twentysixteen nutze, ZWINGT mich die Header-Konfiguration zum Customizer… Konsequent wäre wenigstens gewesen, statt des bisherigen Menüpunktes "Design" in der Seitenleiste nur noch den Customizer aufzuführen und den "Design/Editor" in seinem Menü als Unterpunkt. Aber so bleibt der Customizer ohne Nacharbeit eher eine lästige Spielerei. Die Diskussion um den neuen WP-Editor verfolge ich mit gemischten Gefühlen: Ich bin nicht sicher, inwieweit er die Benutzbarkeit wirklich verbessert, andererseits ist das möglicherweise nur eine Frage der Gewohnheit. Ich schreibe zum Teil im Editor und zum Teil kopiere ich fertige Texte ein, die in Word oder Writer geschrieben sind. Inwieweit das komfortabel sein wird, ist noch unklar.
    #Marcel, ich finde auch, dass WordPress restriktiver sein sollte. Mein Hintergrund: Trotz aller Bemühungen, die Anzahl zu reduzieren, habe ich 15 Plugins im Einsatz. Zwei von ihnen werden nur auf ca. 40 Beiträgen (von 1200) benötigt, aber IMMER geladen und verbrauchen zusammen ca. 0.25sec. Es sollte doch eine Festlegung möglich sein, dass Plugins nur an den Stellen (Seiten/Beiträgen) geladen werden dürfen, an denen sie gebraucht werden – mit der Konsequenz, dass Plugins, die diese Forderung nicht erfüllen, nicht mehr gelistet werden. Als einfacher Nutzer fehlt mir aber die Möglichkeit, selbst Anpassungen vorzunehmen. Viele der bisher Beitragenden würden möglicherweise sagen: "Wende Dich an einen guten Dienstleister." Richtig, aber vielleicht geht es anderen auch so, dass sie WP nutzen, WEIL es kostenlos ist? Vielleicht hat WP auch AUS DIESEM GRUND so eine große Verbreitung? Wenn das so ist – was ich annehme – würden die so antwortenden faktisch gegen die eigene Geschäftsgrundlage – das kostenlose WP – argumentieren.
    Ich kann aber auch bei der Plugin-Auswahl nicht erkennen, wo seine Stärken und Schwächen liegen – und das ist mein nächstes Problem: Wenn ich ein Plugin suche, mit dem eine bestimmte Funktion erfüllt werden soll, fehlen mir FILTER für: Anzahl der Installationen, letze Aktualisierung, Bewertung und getestet bis Version. Das steht zwar bei jedem Plugin, aber wenn bei "Plugin installieren" z.B. zu einem Stichwort 30 Seiten mit Vorschlägen geliefert werden, ist es nicht nur lästig, alle 750 nach diesen Kriterien zu durchsuchen; es ist auch anachronistisch.
    Fazit: Ich werde wahrscheinlich auch in Zukunft bei WP bleiben, wenn sich die Core-Entwicklung weniger auf hübsche Spielchen und mehr auf praktische Nutzung konzentriert.

  33. Gerd

    Lieber Vladimir, liebe Kommentatoren,
    ich erlaube mir -und ich hoffe das ist gestattet- einen Beitrag als User, sozusagen als Auftraggeber zu formulieren. Vorab so viel, mit Agentur und Kommunikation bin ich sehr zufrieden. Kleinere Änderungen an unserer Seite können zwei Kolleginnen oder ich reibungslos selbst vornehmen, mit der Geschwindigkeit sind wir, im Vergleich zu branchenähnlichen Seiten, auch zufrieden. Sicherlich fehlt mir das technische Verständnis beurteilen zu können, ob das Konstrukt WP und etwaige Plugins „schlanker“ gemacht werden können / müssen oder einige der (unerwünschten) Funktionen zu Lasten der Performance gehen, nichts desto trotz fühle ich mich als kleiner End-User wohl im Umgang mit WP.

    Bis zu Beginn des Jahres 2015 hatte unsere Firma, die es nun schon über 55 Jahren gibt, überhaupt keinen Internetauftritt. Die Branche (Energie: Heizöl & Co.) gilt im Allgemeinen als „kniepig“ und zuweilen etwas hinterwäldlerisch, entsprechend einem Motto „…nö, nö, das muss nicht sein. Wer Heizöl braucht, findet uns schon im Telefonbuch“. Es gab natürlich Internetseiten des ein- oder anderen Händlers, nur dachte man sich (insgeheim), diese Firmen sind so groß, die können es sich leisten.

    Als wir dann in die nächste Verhandlungsrunde mit Verlagshäusern zur Veröffentlichung von Rufnummern in Form gestalteter Anzeigen gingen, platzte uns sprichwörtlich der Kragen. Da gibt es für ein Gebiet „Das Telefonb…“, die „Gelben S…“, „Das Örtli…“, jeweils Print, Online, mit oder ohne Banner, Erstplatzgarantie, und so weiter und so weiter. Unsere Ausgaben beliefen sich auf jährlich etwa € 30.000,- nur dafür.

    Wir dachten uns dann schlussendlich, wie wäre es mit einem Internetauftritt.

    Wie stellt man denn das nun an. Das Internet ist voll von Internetseiten-Ersteller; trenn‘ da mal die Spreu vom Weizen. Alle können Alles und jeder ist besser als der andere. Ich möchte damit sagen, dieser „kleine“ erste Schritt, eine Agentur zu finden ist wirklich nicht leicht. Glückliche Fügung, dass auf unserem Gelände zwischenzeitlich eine Agentur beherbergt ist, die uns dann (wirklich) weiterhelfen konnte. Wie wir dann später erfuhren, sich in der Energie-Branche sogar gut auskennt. Ein erster Kontakt verlief dennoch -wie ich finde- recht schräg:
    „…könnt ihr das?“
    „Klar! Kein Ding“
    „Was braucht Ihr denn?“
    „…ja Das und Das.“
    „Was wollt Ihr den auspacken?“
    „…ähhm, ja mal überlegen…“

    Tja, und dann ging‘s los. Entgegen meinem Eindruck dieses Erst-Gespräches lief dann letztendlich alles so, wie es besser nicht hätte sein können.

    Man stellte uns gefühlt unendlich viele Fragen, die auch teilweise recht technisch klangen, allerdings nach einer Erklärung Sinn ergaben. Schlussendlich sollte es ein CMS werden, WP oder Typo 3, das sollte sich noch ergeben. Wir erhielten dann zum Zwecke des Testens, 2 Umgebungen aufgesetzt. WP mit Shop, und Typo 3 mit (ich hoffe das ist richtig) ausgelagertem XT-Commerce (als Shop Software). Nach keinem Tag war für uns klar, dass es WP sein wird.

    An dieser Stelle möchte ich vernachlässigen, dass wir bei fast allen Funktions-Überlegungen bereitwillig genickt haben. Die ein- oder andere wollte man uns tatsächlich ausreden.

    Bei der Budget-Frage haben wir dann beschlossen, innerhalb eines 3-Jahres-Plans für Erstellung einer Internetseite, SEO, 2 Schulungen, weitgehendst keine Stock-Fotos, Pflege, Wartung, Newsbeiträge (1-2 monatlich), Logo, Broschüre (einschließlich Druck), € 100.000,- auslegen zu wollen.

    Ich habe keinerlei Erfahrung, ob das viel ist oder nicht, ob Endkunden eher geneigt sind weniger oder mehr bezahlen zu wollen o.ä.. Für die Umsetzung schien mir das angemessen und wir sind zufrieden mit unserer Internetseite (und natürlich den Print-Produkten).

    Mittlerweile bin ich in der Lage, einen Slider zu erstellen, neue News-Beiträge zu verfassen oder (auch) kleinere Änderungen an den Seiten vorzunehmen. Obschon 90% des Gesamten der Agentur entstammten. Ich schätze, damit zähle ich nicht zum Kreis derjenigen, die sich anmaßen können zu Deinem Beitrag etwas Beurteilendes beizusteuern.

    Dennoch ein Fazit, als Endbenutzer und Auftraggeber -und die gehen ja teilweise auch mit WP um- hab‘ ich kein schlechtes Gefühl (innerhalb meiner kleinen Möglichkeiten) im Umgang mit WP. Zugegeben, unser Shop ist noch recht spärlich (3 Produkte), da kann aber die Agentur nichts dafür. Keine Zeit unsererseits.
    Ich finde WP weder kompliziert, noch die Darstellung langsam. Indes bin ich mir sicher, dass das Meiste an der Agentur gelegen haben muss, einhergehend mit meiner Bereitschaft, monetär zu schätzen, was Diese zu leisten im Stande waren.

    Etwa zeitgleich, eine etwas andere Erfahrung: die Einrichtung meines neuen Surround-Receivers fand ich deutlich komplizierter. Alles, was ich dazu erhalten habe war eine CD mit’nem PDF-Handbuch, welches ich entweder am PC lesen konnte (der steht in einem anderen Raum) oder auf meinem Smartphone vor’m Verstärker auf ca. 2.000 Seiten. Das Bringen, Einrichten und Anschließen des Gerätes hätte mich ein Zehntel des Kaufpreises gekostet. In jedem Fall aber ist dieser neue Verstärker besser als mein „Alter“. Dazwischen liegen aber auch bestimmt 6 Jahre. Vielleicht ist es ja besser, nicht jede Version auf die „Goldwaage zu legen“, vielmehr das große Ganze zu betrachten.

    Bitte, bitte, das soll nicht anmaßend klingen. Ich bin schließlich nur ein „kleiner“ Endanwender.

    Liebe Grüße, Gerd.

  34. Matthias Schlich

    Guten Tag,

    ich selbst arbeite noch nicht lange mit WP bin aber sehr zufrieden damit.

    Jahrelang habe ich das PHPKit genutzt und dort waren z.B. alle Plugins mit sehr viel Arbeit verbunden da alles in den einzelnen PHP Dateien manuell verknüpft werden musste, einen Support gab es eigentlich nur über private Communitys. Updates waren auch sehr selten und in den letzten Jahren des Kits gab es dann gar nichts mehr. Wer das PHPkit kennt weiß wovon ich spreche.

    Sicher gibt es schnelleres als WP, aber vom Komfort und der Bedienung bin ich bisher absolut zufrieden, auch Updates habe ich schon automatisch erhalten, das finde ich gut.

    Ich nutze meine Webseite hauptsächlich in der Blog Funktion, dafür ist WP meiner Meinung nach ebenfalls sehr gut geeignet. Responsive Design funktioniert mit WP auch super, mehr brauche ich nicht.

    Mit freundlichen Grüßen
    Matthias Schlich

  35. Michael

    Hallo zusammen,
    seit dem Umstieg von Joomla im Jahr 2010 arbeite ich bis heute mit WordPress. Auch aus meiner Sicht wird WordPress leider immer aufgeblähter in der Core Software.

    Was mir fehlt, ist im Admin alle möglichen nicht benötigten Funktionen für meinen Zweck zu deaktivieren. Erschreckend finde ich neue Funktionen wie Emojis, REST-Api, Google Fonts, Customizer und wohl den Gutenberg Editor, der wohl kommt. Auch sind sicherheitsmäßig die vielen Verlinkungen oder Übertragungen von Daten an die Firma von WordPress und Andere sehr zu bedauern.

    Auch muss man sehr viel Zeit und Know how aufwenden, damit der "Tanker WordPress" nicht immer langsamer wird. Alte Plugins, die nicht mehr gepflegt werden ausmustern und gegen bessere tauschen und man muss dann durch neue Plugins Altlasten in den Beiträgen entfernen.

    WordPress ist im Laufe der Zeit recht komplex geworden und man muss sich stetig mit beschäftigen, sonst erleidet man Schiffbruch mit seinem Blog oder CMS.

    Viele für mich unschöne Dinge müssen über die config.php bzw. function.php abgestellt werden.

  36. Pingback: Wochenrücklink 12 / 17 - die konsumkinder

  37. Pingback: WWP Folge 8: Generatoren von statischen Websites, CSS-Grids, WordPress » perun.net

  38. Mike

    Ich finde den Artikel einfach nur provokativ. Keiner der Punkte würde ich WordPress zuordnen, weil…

    "WordPress ist zu kompliziert"
    Hier gewinnt man keinen Preis nicht mehr einfach so, weil WP zu kompliziert ist, sondern weil die Anforderungen für einen Preis seit 2005 mal gestiegen sind.

    Blogsystem → CMS → Framework
    Sicher würden diese Nutzer auch noch alleine mit WP klarkommen, wenn ihre Anforderungen an die Funktionalität nicht so groß wären, dass sie diese nicht umsetzen können, sondern einen Coder brauchen.

    "WordPress ist langsam"
    Hängt wohl vom Server ab und welche Flat-File-Systeme können den Funktionsumfang von WP + Builder aufzeigen?

    "Problemfeld WordPress-Agenturen und -Dienstleister"
    Der Titel sagt es genau richtig, hier sind die zweifelhaften Dienstleister das Problem, nicht WP.

    "WordPress ist unsicher"
    Ja, aber nur wenn es nicht aktuell gehalten wird und zuviel Plugins in schlechter Qualität verwendet werden. Also sind auch hier die zweifelhaften Dienstleiter oder die nicht arbeits- oder zahlungswilligen Nutzer schuld und nicht WP.

    Ich biete meinen Kunden bereits seit 2000 ein sehr gutes statisches System an und es hat lange Zeit gedauert, bis ich mit WP ein System gefunden hatte, welches ich erst nur für sehr kleine Projekte und später auch für größere Projekte genutzt habe. Das hatte auch sehr viel mit der Tatsache zu tun, dass (zumindest meine) Kunden komfortable Möglichkeiten im Editor nutzen wollten. Hier sollten Contentelemente per Klick in die Seite gebracht werden und mit der Maus umsortiert werden können. Keinesfalls wollten Redakteure auch nur den Hauch einer Berührung mit Code haben – und das ist auch gut so!

    Meine 5 Ct.

    1. Vladimir

      Mike,

      dir ist schon klar wofür die Anführungszeichen in den Überschriften stehen. Falls nicht hier ein Auszug aus Wikipedia:

      Anführungszeichen sind Satzzeichen, die am Anfang und am Ende der direkten Rede, eines wörtlichen Zitats oder des zitierten Titels oder Namens eines Werkes stehen.

  39. Roland

    Der eine jammert, dass WordPress zu aufgeblasen sei, der andere hebt hervor, dass Joomla! die Mehrsprachigkeit schon von Haus aus mitbringt. Daran erkennt man doch schon die Zwickmühle, in der die WordPress-Entwickler stecken. Man kann es nicht jedem recht machen.

    Letztlich überwiegen für mich aber doch die Vorteile von WordPress. Ja, der Code vom Core ist vom Prädikat "Objektorientiert" weit entfernt. Aber er ist recht gut dokumentiert, so ausführlich kenne ich es von keinem anderen System. Ja, für manch einen ist das System aufgebläht. Andere wiederum wünschen sich mehr Funktionen im Core. Was kümmert es mich? Wenn ich eine fehlende Funktionalität benötige, dann (und nur dann) installiere ich halt ein Plugin, dass mir diese Anforderungen bereitstellt. Das erstellen kundenspezifischer Plugins ist im Vergleich zu Joomla! ein Klacks.

    Worüber sich Vladimir die letzten Wochen besonders echauffiert sind die veralteten, langsamen, überfrachteten WordPress-Seiten. Ja glaubst du denn, dass du ebensolchen Mist nicht auch unter den statisch oder mit anderen CMS erstellten Seiten findest? In unsere Agentur haben wir es nicht nur mit verpfuschten WordPress-Seiten, sondern auch mit solchen, die mit Joomla! erstellt wurden, zu tun. Da kannst du dann mal richtig etwas erleben! Da kannst du mal erfahren, was ein unübersichtliches und lahmarschiges Backend ist. Von Kundeneinweisungen ganz zu schweigen. Da hätten deine Bücher „WordPress für …“ den fünffachen Seitenumfang!

    Das eigentliche Problem beschreibt recht gut der Beitrag von Charlotte:
    Ich komme kaum zum Beiträge schreiben, weil ich ständig irgendwelche Fehler beheben muss.
    Musst sie? Warum nicht Hilfe in Anspruch nehmen von einem, der sich auskennt? Ja, ich weiß, das kostet meist Geld …

    Anleitungen dazu gibt es tausendfach im Netz von Leuten, die keine Ahnung haben.
    Hm, da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Vielleicht haben diese Leute nur keine Ahnung, wie sie ihr Wissen so vermitteln sollen, dass es auch jeder verstehst.

    Stellt man eine Frage im Hilfe-Forum, bekommt Frau arrogante Antworten aber keine Hilfe.
    Auch da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Aber ich bin ja auch ein Mann. Sich hier auf „Frau“ rausreden zu wollen halte ich für höchst unfair. Der Fehler muss woanders liegen.

    Im Moment produziert meine Website 404 Seiten – Fehler.wegen wp-super-cache. Ich weiß nicht was ich da löschen muss.
    Nun, vielleicht löscht du einfach dieses (zugegeben nicht einfach zu konfigurierende) WP-Super-Cache und installierst dir zum Beispiel Cachify?

    Ich weiß nur ein, ich habe keine Lust und keine Zeit mehr irgendwelchen Alleswisser, für eine Auskunft in ihren arroganten A. zu kriechen oder Geld zu bezahlten.
    Genau das ist es! Wenn jemand für seine Arbeit, für das Wissen, das er sich unter großem Zeitaufwand angeeignet hat, bezahlt werden möchte, wird er kurzerhand als arrogant abgestempelt. Das finde ich … hm … arrogant?

    Vor kurzem hatten wir Kontakt zu einem Kunden, der sich über die Kosten seiner Webseite beschwerte. Hochgerechnet zahlte er für diese Seite (Erstellen, Pflege inkl. Updates) in den vergangenen fünf Jahren 45 Euro pro Monat. Gleichzeitig inserierte dieser Kunde laufend im lokalen „Käseblatt”. Kosten pro Monat: 320 Euro. Auf Nachfrage gab er zu, dass ihm die Webseite mehr Neukunden brachte … Ihr versteht, worauf ich hinaus will?

    Das Problem ist nicht WordPress. Das Problem sind die Kunden, die Alles für möglichst wenig Geld haben wollen. Die nicht bereit sind, für ein Wartungspaket zu zahlen. Die alles selbst machen wollen, ohne die Bereitschaft, etwas dazu zu lernen. Hey, Vladimir, worüber ärgerst du dich? Wenn du Aufträge bekommst, weil beim Besitzer der Seite der Leidensdruck endlich weit genug gestiegen ist, dass er bereit ist, dich für deine Hilfe angemessen zu bezahlen? Oder über die Agenturen, die diesen Pfusch produziert haben? Ja, auch solche Fälle gibt es. Aber auch das ist nicht WordPress anzukreiden …

  40. Klaus

    Lieber Vladimir,

    ich kann hier auch nur sehr laienhaft mitreden. Trotzdem möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich dafür zu bedanken, in diesem Blog sehr interessante Informationen und Anregungen zu Problemen mit WordPress und seiner jetzigen Entwicklung bekommen zu haben. Ich habe sicherlich nicht alles verstanden.
    Meine Schule, an der ich als Lehrer arbeite, betreibt ihre Homepage auf Basis von wp. Ich betreue das System quasi alleine und muss ehrlich sagen, dass ich bisher wenig Probleme hatte. Ich finde wp zeitsparend, eben auch für Laien nach wie vor leicht und komfortabel bedienbar. Es ist auch ein CMS, das man Schülerinnen und Schülern gut vermitteln kann, damit sie Beiträge mit Bildern oder Filmen erstellen. Sicher, wir haben keine komplizierten Shop-Sachen. Die PlugIns habe ich auf Notwendiges begrenzt und experimentiere auch sonst nicht zu viel. Ich update täglich, wenn etwas ansteht. Der Provider kümmert sich um das System selber. Sicher wird dadurch viel abgefangen.
    Ich würde mir eher wünschen, dass es wp noch lange gibt und man eher versucht sich darauf zu besinnen, was man ursprünglich mit diesem System erreichen wollte: Ein einfaches, für viele leicht erlernbares,verlässlich funktionierendes und kostenloses CMS zur Verfügung zu stellen. Weniger kann dann auch sicherlich mehr sein – vielleicht muss man wirklich nicht versuchen, noch mehr zu entwickeln. Besser finde ich es dann, wenn man Bestehendes gut pflegt und vorhandene Fehler behebt.

  41. Cervejeiro Mestre

    Como Gelsr A Cerveja Rápido

    Prestem atenção nessa informação, pois eu testei ela num churrasco esse
    término de semana, e também fiquei muikto alegre! Aliás,
    uum reconhecimento especial aao Guiga ( @filhodopadeiro ) do Tuddo Sobre Facebook , que me passou esse conhecimento milenar!

    A medida de qualquer um desses ingredientes dependerá da quantidade de cerveja que se prettende gelar.

    Porém via dde regra, seria um saco dde gelo, um litro de água, um l de álcool e também mei quilo de
    sal. Após colocar todos e cada um dos ingredientes num recipiente, basta acomodar as latas/garrafas de cerveja
    e aguardar por vinda de 3 minutos. Você poderá proporcionalizar essas medidas conforme a quantidade de
    cerveja que pretende gelar.

    sal se dissollve facilmente na chuva e também reduz seu marca de frigoríficação.
    Pura, a chuva congela a respeiito de 0 ºC.
    Já a água comm sal precisa de uma temperatura menor, que é possível que chegar a dezenas de graus abaixo de
    zero. Quando sal é colocado no gelo, parte dos cubos derretem, roubando” calor durante a troca de estado físicoe esfriando a misrura como um todo.

    Além disso, sal dissolvido provoca umma reação endotérmica, isto é, reduz mas a tempratura
    da mistura. álcool possui um ppapel semelhante: derrete gelo roubando” calor e
    diminui ainda mais ponto de frigoríficação.

    É usado porque quando a temperatura permanecer abaoxo dee -9 ºC, sal perde algo do efeito, mass álcool não.

    De olho no relógio: alumínio é bomm condutor de calor,
    e 3 minutos são suficientes porque as latinhas mergulhadas encontrem equilíbriotérmico.
    Como a temperatura estaca menos zero, após alguns minutos, a bebida vai estar tão gelada que não vai entregar para sentir paladar e também periga gelificar.
    Deixe toalha de papel haurir muito a água, e também prontamente, ligeiro
    as cervejas para geladeira. A chuva no papel vai enregelar velozmente,
    formando uma categoria de gewlo que esfria a bebida.

    Pista: tomem cuidado, porque dependendo do freezer a cerveja pode gelar numa rapidez absurda, deixando suaa cerveja congelada, que não é legal.
    Mini Refrigerados USB Mais um gadget alcoólico par você não perder a maré dee tomar uma cervejinha geladésima
    no recreio ddo seu trabalho. Há nem tinha visto… a do nitrogênio é a melhor (moleza de achar) hahahahahha óptimo.
    adicionei aos favoritos…. E também que pergunta acolá
    em cima ddo Leandro. Não funciona com outras bebidas não, só cerveja que gela, as outras
    se colocar esquenta! http://cervejeiromestre.com.br/

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  44. Sebastian

    Vladimir, ich mache mir auch regelmäßig so meine Gedanken über WordPress. Das WordPress seinen Zenit überschritten hat, glaube ich allerdings nicht. Gerade das Thema Commerce wird von den Machern aktuell voran getrieben und ich denke, wenn Sie da gute Lösungen in Verbindung mit WooCommerce anbieten, wird sich der Marktanteil weiter erhöhen. Ich habe ehrlich gesagt die Befürchtung, dass WordPress zu einem Google der CMS-Welt wird. Sind wir doch mal ehrlich: nach Marktanteilen sind CMS wie Joomla oder Drupal nur noch Randerscheinungen ohne jegliches Gewicht.

    Das heißt jetzt nicht, dass ich die Entwicklung des "Produkts WordPress" gut finde. Der Weg zur eierlegenden Wollmilchsau ist in meinen Augen nicht gerade förderlich. Du sprichst die Performance an. Ja, in dem Punkt hast du absolut recht. Dazu kommen immer wieder Features, die einem als Standard aufgezwungen werden, die aber kaum jemand im Alltag nutzt. WordPress wird in meinen Augen immer mehr zur Bloatware. Dazu kann man SEO Meta Tags immer noch nicht ohne Plugin eingeben. Anscheinen soll man dafür eine Lizenz für Jetpack kaufen. Auch beim Thema Sicherheit gebe ich dir recht: Vor einiger Zeit tat sich ja bei der REST API eine große Sicherheitslücke auf. Insgesamt sehe ich die Entwicklung auch kritisch.

    Persönlich würde ich mir auch noch ein WordPress lite wünsche. Eine abgespeckte Version, nur mit Basis-Funktionen, ohne Emojis und sonstigen Schrott.

    ABER wie das immer so ist: Ich sehe aktuell keine wirklich Alternative für mich persönlich und meinen Kundenkreis, der vorwiegend aus KMU besteht. Da ist oft nicht das Budget vorhanden, um da viel "händisch" machen zu können. Ja, ich arbeite mittlerweile auch mit einem Page Builder (Elementor Pro). Dieser spart enorm Zeit und ich kann dem Budget meiner Kunden besser gerecht werden. Ich investiere dann lieber noch etwas Zeit in die Performance.

    Ich erlebe es oft: Die Kunden wünschen sich dies und das, was sie im Netz so sehen und wo sie denken, "dass sie das haben müssen". Da kann man sich den Mund fusselig reden, oft leider vegebens. Der normale Handwerker XY macht sich über Performance und auch die regelmäßige Pflege der Website keine großen Gedanken. Er will eine "schöne Homepage", schnell und möglichst günstig, so dass das Thema erledigt ist. So sind nicht alle, aber bei dem Großteil würde ich das so sehen.

    Und ehrlich gesagt mache ich bei einem Projekt irgendwann nur noch Dienst nach Vorschrift, wenn ich merke, dass ich da mit meinen Tipps nicht weiter komme: Der Kunde bekommt seine Homepage und ich mein Geld. Für rund die Hälfte meiner Kunden übernehme ich auch die technische und inhaltliche Betreuung. Bei anderen ist es eben make and forget. Damit kann ich auch leben. Ich kann und will "die (Webdesign-)Welt nicht retten." Mehr als anbieten kann ich meine Hilfe nicht. Wer nicht will, der hat schon.

  45. Dirk Lickschat

    Nein, auch ich glaube nicht, dass WordPress seinen Zenit überschritten hat. Eher glaube ich an die Weiterführung als professionelles CMS System. Was mag an Typo3 und Contao besser sein? Auch finde ich es nicht sonderlich kompliziert. Das einzige was wirklich nervt, ist der Wildwuchs in den Plugins im Zusammenspiel mit den Themes und deren Updates. Man kann schon froh sein, wenn nach einem Update alles reibungslos funktioniert!

    1. Waldo

      WordPress als Framwork zu bezeichnen ist schon sehr gewagt.

      Wer aus Entwicklersicht mal einen tiefen Blick vegleichend auf TYPO3 und WP geworfen hat, wird die Unterschiede erkennen.
      Plugins / Themes sind aus Entwicklersicht grausam programmiert, weil WP *kein* Framework ist.

      Wer da von TYPO3 kommt und schon mal EXSTBASE/FLUID unter die Lupe genommen hat, weiß was ein richtiges Framework ist.

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