Diejenigen unter uns, die schon seit längerem im Blogging-Geschäft sind, erinnern sich wahrscheinlich noch sehr gut an die hitzigen Diskussionen, die es vor gut 14 Jahren gab, als Google mit nofollow einen neuen Wert für das rel-Attribut durchgesetzt hat.

Nun hat sich Google dazu entschlossen mit ugc und sponsored zwei neue Werte einzuführen und Änderungen an rel="nofollow" umzusetzen.

Was bringen rel=“sponsored“ und rel=“ugc“?

Das bedeutet, dass du in Zukunft deine Verweise mit rel="sponsored" kennzeichnen sollst, wenn es sich um Werbung, Links aus Partnerprogrammen oder ähnlichem handelt. Ein Beispiel hierfür wären Verweise im Rahmen des Amazon-Partnerprogramms.

Mit rel="ugc" sollen Verweise gekennzeichnet werden, die durch Nutzer-generierte Inhalte (engl. user generated content) entstanden sind. Beispiele hierfür wären Links aus der Kommentarbereich in WordPress und anderen CMS oder Verweise aus den Foren.

Wie bis jetzt üblich kann man das link-Attribut mit mehreren Werten ausstatten. Ein Werbe-Link, der aus dem Kommentar-Bereich eines Weblogs entsteht, könnte/sollte man folgendermaßen kennzeichnen:

<a href="link-partnerprogramm.html" rel="ugc sponsored">...</a>

Änderungen an rel=“nofollow“

Bei dem Wert nofollow wird es in Zukunft so sein, dass er für Google nicht mehr als eine Anweisung, sondern lediglich als ein Hinweis dient. Das heißt, dass Google sich herausnehmen kann diesen Links zu folgen oder auch nicht. Das bedeutet wiederum, dass nofollow -Links relevant für die Rankings werden können.

Diese Änderungen bringt allerdings ein paar mögliche Probleme und Nebenwirkungen mit sich auf die Joost de Valk näher eingeht. Auf jeden Fall bleibt SEO pannend.

Und was muss ich jetzt tun?

Die beiden neuen Werte sponsored und ugc sind, wie du im offiziellen Weblog nachlesen kannst, schon jetzt nutzbar. Die Änderungen an nofollow werden ab März 2020 in Kraft treten.

In Prinzip könntest du schon jetzt anfangen, die Verweise entsprechend mit den passenden, neuen Werten zu versehen. Was aber auf jeden Fall nicht notwendig wird – und das wird auch im offiziellen Blogartikel erwähnt – ist, dass die Betreiber von Websites bestehende Affiliate- oder Werbelinks von nofollow auf sponsored umetikettieren müssen.

Für alles andere, wie zum Beispiel, ob es dafür einen Plugin geben wird und wann das ganze auch in WordPress direkt integriert wird bleibt die bewährte Devise gültig: „Abwarten, Tee trinken und beobachten“.

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Geschrieben von Vladimir

Vladimir Simović, arbeitet seit 2000 mit HTML & CSS und seit Januar 2004 mit WordPress. Im Laufe der Jahre hat er diverse Fachbücher und Fachartikel publiziert.

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