wordpress.com – Preiserhöhung und Funktionseinschnitte

Symbolbild: teuer

Einen kostenlosen Blog auf wordpress.com einzurichten, ist schnell gemacht.

Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: die Website kostet keine Hosting-Gebühren, technisches Vorwissen oder aber auch nur Verständnis für die Installation einer WordPress-Website wird nicht benötigt.

Die Nachteile aber auch. Sobald man seine Website individualisieren möchte, wird man von wordpress.com zur Kasse gebeten. Das Gleiche gilt auch für Websites, die einen Shop betreiben möchten. Denn die Bedingungen für eine kostenfreie Website sind klar umrissen:

  • kein individueller Domainname
  • keine Nutzung von Premium-Themes
  • keine Plugins
  • kein Premium-Support
  • kein WooCommerce (Shop)
  • nur 1 GB Speicherplatz (vorher 3 GB)
  • Werbung

Fun Fact: wordpress.com hatte zunächst nur 0,5 GB Speicherplatz sowie eine Begrenzung auf 10.000 Besucher im Monat beabsichtigt. Sogar für kostenpflichtige Pro-Accounts war eine Begrenzung auf 100.000 Besucher vorgesehen. Das wurde nun nach massiven Protesten zurückgenommen bzw. “aufgebessert”.

Der Grund für die de facto Preiserhöhung erklärt wordpress.com so:

Unsere Mission ist es, sowohl das Publizieren und den Handel zu demokratisieren als auch WordPress.com zum besten Ort der Welt zu machen, um eine WordPress-Website zu hosten. Unsere alten Pläne waren zu kompliziert und verwirrend. Unser Ziel bei diesen Änderungen war es, Folgendes anzubieten:

1. Einfache Preisgestaltung – Wir wollen vermeiden, dass wir mit dunklen Mustern oder Tricks versuchen, Kunden zu gewinnen, um dann im Laufe der Zeit die Preise zu ändern (was leider viele andere Hoster heutzutage tun).
2. Weniger Tarife – Wir wollen die Anzahl der Tarife reduzieren, um es den Kunden zu erleichtern, einen Tarif auszuwählen.
3. Zugang zu benutzerdefinierten Plugins und Themes – Benutzerdefinierte Plugins und Themes in allen bezahlten Tarifen verfügbar machen. Zuvor war dies nur in unserem alten $25/Monat Business-Tarif der Fall.

Wir sind uns bewusst, dass diese neuen Tarife wahrscheinlich noch nicht alle Fälle abdecken werden, und basierend auf Eurem Feedback arbeiten wir an Upgrades speziell für preissensiblere Kunden und an internationalen Preisen für bestimmte Regionen wie Indien und Brasilien.

Freie Übersetzung Forenposting

Streicht man einmal den üblichen Pathos, bleibt die Tatsache, dass wordpress.com sowohl eine Vereinfachung der Preisgestaltung angestrebt hat, wie auch eine Angleichung der Preise an die Konkurrenz. Auf das spezielle Eingehen auf “preissensible” Kunden sowie Kunden aus Regionen wie Indien und Brasilien bin ich gespannt.

Ganz unabhängig von der jetzigen und zukünftigen Preisgestaltung bleiben jedoch die nicht wegzudiskutierenden Nachteile einer wordpress.com-Website von einer eigenen Website, die mit dem CMS von wordpress.org läuft.

Jedes Extra, jede Individualisierung des Webauftritts kostet und man ist der Preispolitik von wordpress.com “ausgeliefert”. Auch aus datenschutzrechtlicher Sicht sind Websites, die bei wordpress.com gehostet werden, schwierig. Was aber oft das größte Problem darstellt, ist ein Umzug von wordpress.com

wordpress.com-Website umziehen

Während man bei einer Website, die mit wordpress.org auf dem eigenen Server läuft, ohne Probleme umziehen, also den Server wechseln kann, ist dies mit einer WordPress-Website, die bei wordpress.com gehostet wird, nicht ganz so einfach bzw. in dieser Form nicht möglich.

Mithilfe diverser Plugins oder aber auch manuell zieht man bei einem Serverumzug sowohl die Dateien um wie auch die Datenbank, man benötigt also Zugriff auf beides. Genau dies ist aber bei wordpress.com nicht der Fall. Es ist zwar möglich, mithilfe der WordPress-eigenen Exportfunktion eine Export-Datei zu erstellen und auch Medieninhalte können heruntergeladen werden, aber einen Zugriff auf die Datenbank hat man nicht. Gerade hier werden aber sämtliche Einstellungen einer WP-Installation gespeichert. Bei einem Umzug müssen diese also händisch eingestellt werden.

Fazit

Wer sich also bei wordpress.com eine Website zum Nulltarif einrichtet, sollte sich vorher überlegen, ob einem, die dort gebotenen Möglichkeiten reichen. Sollte man sich da unsicher sein und schon jetzt mit einer “Expansion” rechnen, sollte man überlegen, ob man nicht lieber in eine wordpress.org-Installation investiert.

Image(s) licensed by Ingram Image/adpic.

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