Fahrplan für WordPress 6.0

Symbolbild: Die Zahl 6

WordPress 5.9 ist noch nicht abgekühlt, schon gehen die Planungen für WordPress 6.0 los bzw. werden konkret. Auf wordpress.org findet man schon einen Überblick, den ich euch hier einmal zusammenfassen möchte.

Das vorrangige Ziel ist es, die Möglichkeiten für die Anpassung von Themes mit Blöcken zu erweitern, wobei der Schwerpunkt auf Benutzerfreundlichkeit und Optimierung liegt. Mit der kommenden Version sollen die wichtigsten Gutenberg-Features abgeschlossen werden, wobei es weiterhin Anpassungen geben soll. Ganz konkret bedeutet dies, dass die folgenden Punkte auf der To-do-Liste für WordPress 6.0 stehen:

  • Erweiterung und Optimierung für das Full Site Editing bzw. des Template-Editors
  • Ein stärkerer Fokus auf Vorlagen
    • Vorlagen sollen beim Erstellen von Templates mehr im Mittelpunkt stehen.
    • Es soll einfacher werden, Vorlagen für Themes bereitzustellen.
  • Blöcke
    • Erweiterungen und Optimierungen für den Navigations-Block.
    • Mehr Blöcke, um Kommentare zu präsentieren.
    • Das Beitragsbild soll Teil von anderen Blöcken werden können, wie z. B. dem Cover-Block.
    • Der Zitat- und der Listen-Block sollen Kind-Blöcke erhalten können.
    • Verbesserung des Tabellen-Blocks.
    • Ein neuer TOC-Block (Table of Content – Inhaltsverzeichnis)
  • Mehr Möglichkeiten für Block-Autoren
  • Schrittweise Ermöglichung von FSE-Features auch für Nicht-Block-Themes.

Wovon noch keine Rede ist und worauf ich mich ehrlicherweise schon am meisten freue ist die Implementierung eines Systems zur gemeinschaftlichen Bearbeitung von Seiten und Beiträgen. Außerdem auch angekündigt, aber leider noch nicht in Sicht ist die Ermöglichung von mehrsprachigen WordPress-Websites ganz ohne zusätzliches Plugin.

Was denkt ihr über die künftige Entwicklung von WordPress? Freut ihr euch oder sehnt ihr euch nach der “guten alten Prä-Gutenberg-Zeit”?

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7 Kommentare

  1. Man kann WP auch mit Funktionen überladen. Vieles davon würde ich lieber über Plugins realisiert sehen, die ich mir laden und einrichten kann, sollte ich es benötigen.

  2. Die Freude ist schon lang dahin, spätestens seit Herr Gutenberg immer mehr WP Bereiche okkupiert und Blogger zu Blockern degradiert.
    Nun ist dieses FSE da, welches sich nicht nur wie eine Krankheit liest, sondern auch so anfühlt (ja habs getestet und trotz negativen Ergebnis ist es nicht positiv … oder so).

    Der Fahrplan 6.0 zeigt ja, dass es auf der Schiene weitergeht, WP rast ohne Rücksicht auf berufliche Vielschreiber, Journalisten, usw. in Richtung Webbaukasten. Bloß keinen Webdesigner mehr ranlassen, jeder klickt sich seine WP Site zusammen, fertig.
    Doch wie die täglich zig Meldungen in Foren zeigen, geht dieses Kalkül von Matt & CoKG nicht auf. Nutzer, welche schon monatelang an “Problemen” herumdoktern, welche einem Profi eine Minute kosten, sind von dem Blocksalat eh überfordert.

    Die genannte “Implementierung eines Systems zur gemeinschaftlichen Bearbeitung … sowie mehrsprachige WordPress-Websites ganz ohne zusätzliches Plugin” würde auch begrüßen.
    Aber: wie so viele nützliche Features, wie zB. “globale Stile”, “verbessertes Handling für Bilder” (s. https://www.perun.net/2021/12/17/wordpress-state-of-the-word-2021/) wird das irgendwie irgendwann irgendwo untergehen …

    Stattdessen wird WP eines Tages den PC zum Griller umfunktionieren können und Laptops zu Toastern. Gut möglich, wenn schwache Rechner jetzt schon die Lüfter hochdrehen, sobald der blockupierte Widgetbereich mit seiner Vorschauansicht eine Menge Strom verbrät …

    Zur Frage “sehnt ihr euch nach der “guten alten Prä-Gutenberg-Zeit”?” denke ich, habe ich ganz vage meine Meinung angedeutet, gell.

    PS: Es gibt ja Classic Press, doch kaum jemand kümmert sich darum. Außer ich.

    1. Sehe ich ähnlich. Ich will einfach nur HTML (gut, Markdown wäre natürlich noch schöner) veröffentlichen können und einen auf HTML POST basierenden Kommentarbereich drunter haben. Ich will nichts “gestalten”.

  3. Moin zusammen,
    ich bin nur Blogger und natürlich habe ich die Umstellung auf das neue WP mit Gutenberg Blöcken mitgemacht (es macht langfristig keinen Sinn sich gegen neuen Entwicklungen zu stemmen). Meine anfängliche Offenheit wurde aber Zug um Zug getrübt mit der wachsenden Möglichkeiten. Von PlugIns die neue Blöcke ermöglichen lasse ich die Finger, das kann schnell zu einer Sackgasse oder Insellösung führen, was dann? Immer eng an WP selbst bleiben! Die Vielzahl der neuen Möglichkeiten bis hin zum Full-Site-Editing klingen toll (echt), fordern aber dem Nutzer einiges an Einarbeitung ab. Mir wird das mittlerweile zu viel ehrlich gesagt. Das überfordert mich als normaler Blogger.

    Früher habe ich gerne viel Zeit versenkt in individuelle Anpassungen des Themes. Diese Lebenszeit opfere ich nicht mehr. Ich nehme ein Standard-Theme und gut ist. Vielleicht in 4-5 Unterversionen weiter oder WP 7.0 wird das Full-Site-Editing einen gewissen Standart in WordPress erreicht haben. Dann probiere ich das als Endanwender vielleicht mal mein eigenes “Theme” zu bauen.

    Als Gutenberg aufkam, dachte ich, das die ganzen Theme Entwickler bald brotlos werden würden. Mittlerweile denke ich das Gegenteil. Das werden alles wichtige Lotsen werden, um die Anwender durch ihren selbst verkorksten Blöcke Dschungel auf den richtigen Pfad wieder zurückzuführen. Schön für die Freischaffenden, aber grundsätzlich eine zweifelhafte Entwicklung.

    VG Malte

  4. Das verklärte Gejammer der Ewig-gestrigen-Wer-braucht-das-schon… wird wohl nie enden…
    Gutenberg … Sackgasse … Insellösung.. ???
    Klingt einfach nur verklärt… Gerade Gutenberg ist doch genau das GEGENTEIL!
    Festgebackene überladene Themes oder Elementor & Co.

    Entwicklung braucht Zeit, aber das “Konzept” Gutenberg ist noch jung und doch schon schneller und schlanker als so manch in die Jahre gekommene digitaler Mottenkugeln.

  5. Ich habe als Webdesigner gut 1,5 Jahre lang erstmal weiter auf den Classic Editor gesetzt. Mittlerweile hat sich m.E. die Usability des Gutenberg aber Schritt für Schritt verbessert. Grundsätzlich begrüße ich, dass ich für komplexere Seitenlayouts weder Shortcodes noch ACF noch irgendwelche PageBuilder benötige = weniger Plugins, bessere Performance.
    Mit FSE – klingt wirklich wie ne Krankheit 🙂 – wird es hoffentlich genauso sein. Im Moment halte ich das für nicht ausgegoren, aber es wird sich verbessern mit der Zeit, denke ich.
    Das ich mich als Designer jetzt mehr darauf konzentrieren muss, wie ich Redakteuren alle Funktionen sperre, mit denen sie sich das Design (für das sie ja bezahlt haben!) nicht gleich wieder zerschießen können, nervt schon sehr. Zumal die Dokus ja echt noch rudimentär sind und man mehr googled, als sein Theme zu entwickeln.
    Aber ok, ich denke eben auch, das ist die Zukunft und es macht wenig Sinn, weiter auf PageBuilder zu setzen, die dann finally andere Probleme mit sich bringen. Insgesamt begrüße ich die Entwicklung, für mich wichtig ist aber, dass ich meinen Kunden die maximale Usability an die Hand geben kann, nämlich wie beim Classic Editor, einfach in den Bearbeiten-Modus zu gehen und losschreiben zu können.
    Patterns sind dabei mein bester Freund 🙂

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