Diese 3 WordPress-Trends solltest du im Blick behalten

Symbolbild: Fernglas

WordPress hat seit 2003 einen steilen und kontinuierlichen Aufstieg hingelegt. Das Ergebnis davon ist, dass WordPress den Markt der Content-Management-Systeme seit vielen Jahren klar dominiert. Eine Trendwende ist nicht in Sicht und es gibt momentan auch keine Konkurrenten, die dem System gefährlich werden könnten.

Eine Sache aber hat sich seit 2003 immer wieder geändert: Es gibt öfters neue Trends innerhalb des WordPress-Universums und daher schauen wir uns diese kommenden Trends näher an.

Bunt und mehr Farbe: Full Site Editing und Blockthemes

Mit WordPress 5.9 hat WordPress abermals eine Trendwende vollzogen. Die Zeit der WordPress-Themes, wie wir sie bisher kannten, ist ausgezählt und mit Twenty Twenty-Two gibt es zum ersten Mal ein Standard-Theme, das zu den sogenannten Block-Themes gehört. 

Die Block-Themes ermöglichen das Full-Site-Editing (FSE) und damit sind WordPress-Nutzer in der Lage, mit den gleichen Werkzeugen, mit denen auch Inhalte (Beiträge und Seiten) gestaltet werden, auch ganze Templates zu erstellen oder anzupassen. Das fängt bei der Gestaltung des Headers einer Seite an, führt über die detaillierte Ausarbeitung des eigentlichen Inhaltsbereichs bis hin zur Einrichtung des Footers. 

Alle Komponenten können nun wie bei “herkömmlichen” Pagebuildern angeordnet und gestaltet werden. Allerdings ist die Funktionalität noch nicht so umfangreich und benutzerfreundlich wie bei den bekannten Pagebuildern Elementor, Divi oder anderen. Dadurch aber, dass das FSE mit der Core-Funktionalität von WordPress kommt, ist eine bessere Kompatibilität gegeben und langfristig wahrscheinlich auch eine weitere Verbreitung.

Screenshot: Twenty Twenty-Two
Das neue Standard-Theme Twenty Twenty-Two beschreitet neue Wege

Das wiederum wird dazu führen, dass sich die Block-Themes langsam, aber sicher durchsetzen werden und somit gibt es neue Möglichkeiten sich, als Freelancer abzuheben. Ergreife die Möglichkeit, erstelle ein eigenes Block-Theme und lade es auf WordPress.org hoch. Damit hebst du dich von der Masse ab und die Chance steigt, dass auf dem neuen Markt Kunden auf dich aufmerksam werden.

Aber auch für die Nutzer wird es Änderungen geben, die dem Block-Editor zugutekommen. Neue Blöcke und neue Patterns bieten den Autoren viel mehr Möglichkeiten, den Inhalt zu gestalten. Das könnte allerdings wiederum zu neuen Herausforderungen führen, wenn Autoren nicht ausreichend gebrieft werden und durch die neuen Möglichkeiten im Editor, die Angaben aus der Corporate Identity respektive Corporate Design verletzen. Der Trend ist als positiv einzustufen, birgt aber auch Herausforderungen.

Schnell, schneller, Performance

Niemand wartet gerne, und niemand mag langsame Websites. Abseits von diesen gefühlten Wahrheiten wissen wir, dass zu langsame Websites zu Kaufabbrüchen und Unzufriedenheit führen und dass die Ladegeschwindigkeit einer der SEO-Faktoren ist. Das sind eine Reihe von wichtigen Gründen, um die eigene Website zu optimieren.

Screenshot: PageSpeed Insights
Das aktualisierte PageSpeed Insights von Google hilft dir bei der Performance-Optimierung deiner Website.

Darum wird im Jahr 2022 das Interesse an schnelleren Websites weiterhin steigen und ist nicht nur für Dienstleister, sondern auch für Betreibern von Websites ein Thema, mit dem man sich beschäftigen sollte. Wer als Betreiber dafür keine Kapazitäten hat, der sollte sich nach geeigneten Dienstleistern und passenden Webhostern umschauen.

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Weblog mit kleinem Eckladen: E-Commerce mit WordPress

Im Jahr 2015 hat die Firma Automattic das E-Commerce-Plugin WooCommerce aufgekauft. Automattic ist allerdings nicht irgendeine Firma, sie gehört dem WordPress-Gründer Matt Mullenweg und die Mitarbeiter dieser Firma arbeiten maßgeblich an dem Open-Source-Projekt WordPress.

Screenshot: WooCommerce
Eigener Webshop mit WordPress und WooCommerce.

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass im Web mehr möglich ist, als sich viele das vorgestellt haben. Dadurch wird das Interesse an Webshops weiterhin steigen. Auch dieser Trend bietet sowohl für Dienstleister, wie auch für die Nutzer neue Chancen. Belegt wird dies durch den deutlich gestiegenen Anteil des Umsatzes des Onlinehandels gemessen am gesamten Umsatz des Einzelhandels insgesamt.

WordPress bleibt spannend

Obwohl WordPress im Sommer dieses Jahres 19 Jahre alt wird, schafft es dieses System immer noch für Spannung zu sorgen. Das ist einer von vielen Gründen, warum viele Menschen, dieses CMS so sehr mögen.

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8 Kommentare

  1. Jeder Artikel, welcher den Blockeditor in Tateinheit mit FSE nicht gleich in die Tonne kübelt, bringt mir ein Magengeschwür mehr.

    Wieder dürfen wir Angebote schreiben, wieder die schwere Entscheidung: WordPress oder ClassicPress? Wir müssen für den Kunden in Spe Jahre vorausdenken.
    Denn bisher hat noch jeder (vom Privatier bis zur öffentl. Verwaltung) unsere unverbindlichen Tests des Gutenzwergs mit gruseligen Metaphern kommentiert. “Wenn ihr das Ding aktiviert, schmeissen wir das Projekt komplett hin!”, meinte kürzlich ein Betreiber.
    Der ist nicht der einzige und ich will wegen dieses Klötzcheneditors niemanden verlieren.

    ClassicPress?
    ist auch keine Lösung, weil sich immer weniger Theme- und Pluginautoren mit dem “alten WP” abgeben. Immer mehr Plugins verabschieden sich aus CP Sites: “unterstützen WP Version 4.9.x nicht länger” steht da. Klar, die Hersteller liefern ans populäre WP, auch der Mullenweg zum Holzweg wird.

    Ich habe diese FSE auch getestet und es klingt zu Recht wie eine Krankheit. Das Handling ist grausam, die Ergebnisse ein Albtraum. Wir sind seit Erfindung des WWW dabei, vieles erlebt, doch Gutenberg und FSE ist der negative Gipfel.

    Im Ernst: Auf welche Nutzer zielt dieses Duo ab?
    Ich kann mir keinen Designer der ersten Stunde vorstellen, der damit gerne “arbeitet” und Nutzer mit 0 – wenig Erfahrung bringen damit auch nichts zustande.
    Doch Hauptsache, Mr. Mullenweg zwingt alle, mit Klötzchen zu spielen und drängt die echten Webworker aus dem Business …

    Wahrscheinlich sind 90% aller WP Nutzer mit einem der (um keinen Bit besseren) Page Builder unterwegs. Va. Elementor ist höchst beliebt und täglich schlagen die damit arbeitenden Fragesteller im WP Forum auf.
    WP hätte ein echtes CMS bleiben sollen; Webbaukästen gibt es genug, auch in den Spielzeugläden der Hoster usw.

    FAZIT: Vom Blogger zum Blocker; vom Webdesigner zum Klötzchenschubser *kotzsmilie*

    1. Ja, aber was hindert dich daran, auf der 5.9er mit den Plugins “Disable Gutenberg”, “Disable Block Widgets” und dem “Classic Editor” zu arbeiten?

      Klar kann man Angst davor haben, dass irgendwann der Classic Editor eingestellt wird. Aber bis Ende 2022 ist der gesichert. Und selbst wenn der dann irgendwann nicht mehr von WP supportet wird, wäre ich optimistisch, dass es genügend Anbieter geben wird, die diese Lücke schließen werden.

        1. Hallo Vladimir:
          2022 ist schnell vorbei und ich will mindestens 10 Jahre Ruhe vor Mr. Matt Gutenberg.

      1. Hallo xwolf:
        Nichts, auf allen Sites läuft eins oder mehrere der genannten Plugins. (Meist “Disable Gutenberg”). Dein Optimismus hilft mir sehr, danke.

        Doch meine Kritik geht weit über eine etwaige Einstellung aller Anti Gutenberg Helferlein hinaus: Je mehr Leute den Unsinn vom einfach zu bedienenden Webbaukasten glauben, umso mehr denken gar nicht mehr daran, sich Angebote von prof. Webworkern anzusehen.

  2. Auch aus Sicht eines “normalen” Bloggers ist die Weiterentwicklung von WordPress in eine völlig falsche Richtung gegangen. Usability (nicht zu verwechseln mit Accessibility) war noch nie die Stärke dieses Systems, aber inzwischen ist WordPress so ein unübersichtlicher Haufen, dass ich ernsthaft überlege, mein 13 Jahre altes Blog auf eine andere Plattform zu migrieren, bzw. migrieren zu lassen.

    Ich sehe WordPress als eine Entwickler-Spielewiese. Für Leute, die einfach Texte veröffentlichen möchten, und das in einem ansprechenden Design, ist WP definitiv nicht die richtige Software (mehr). Schade!

  3. Das Plugin “Disable Gutenberg” sowie “Disable Block Widgets” und dann “Classic Editor” sind mit die ersten Plugins, die wir dem Kunden aufspielen. Der Kunde bekommt um Gottes Willen nie das ganze Block-Zeug zu sehen. Ich kenne auch kaum Kollegen, die bei der Gestaltung auf Blocks setzen.

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