Facebook, Google, Twitter: statische Buttons

Beispiel einer Social-Button-Leiste Ich habe vor einigen Tagen darĂŒber berichtet, dass sich mittlerweile die obersten DatenschĂŒtzer der BundeslĂ€nder darauf geeinigt haben, dass das Einbinden von den social Plugins von Facebook, Google und Twitter unzulĂ€ssig sei.

Auch die 2-Klick-Lösungen und AufklĂ€rungsboxen helfen nicht, da die Webmaster in aller Regel nicht wissen was, wie und wann ĂŒbertragen wird. Die DatenschĂŒtzer sehen hier auf jeden Fall die Betreiber der Websites in Verantwortung.

Aus diesem Grund hat sich ZDNet entschieden die “dynamischen Buttons” zu entfernen und diese durch die statischen Buttons zu ersetzen.

Der Vorteil der statischen Buttons ist, dass im Vorfeld oder wÀhrend der Besucher eine Website besucht, keine Verbindung bzw. Datenaustausch zwischen der jeweiligen Website und dem Anbieter des sozialen Netzwerks stattfindet.

Erst nach dem man den Button geklickt und im nĂ€chsten Schritt die Nachricht abgeschickt hat, findet eine Übertragung statt.

Nach dem ich dies schon seit ein paar Wochen geplant habe, habe ich mich dazu entschieden heute die dynamischen durch die statischen Buttons zu ersetzen. Sicher, die rechtliche Problematik war ein Faktor, aber viel wichtiger war mir hier sehr bescheidene Performance der dynamischen Buttons.

Ich habe schon vor einigen Monaten im Artikel “Facebok: Like-Box entfernen & Website beschleunigen” beschrieben, wie sehr eine Like-Box von Facebook in der Sidebar, die Website ausbremst. Bereits in diesem Artikel habe ich schon angekĂŒndigt, dass die dynamischen Buttons irgendwann entfernt werden könnten.

Der Performance-Gewinn

Hier der Stand der Dinge vor dem Entfernen der Buttons:

Website-Performance mit den dynamischen Buttons

Im Einsatz waren ein statischer Xing-Button, ein Facebook-Like-Button, ein dynamischer Google-Plus-Button und ein dynamischer Twitter-Button. Die letzten drei habe ich durch statische Alternativen ersetzt und noch einen statischen Delicious-Button hinzugefĂŒgt.

FĂŒr die gleiche Seite gibt mir YSlow folgende werte aus:

Performance ohne dynamische Social-Buttons

Hier die Tabelle, damit man eine besseren Vergleich hat:

Aufrufe DateigrĂ¶ĂŸe Aufrufe (Cache) DateigrĂ¶ĂŸe (Cache)
Vorher 63 313,4 kbyte 15 46,5 kbyte
Nachher 47 134,5 kbyte 8 23,3 kbyte

Das Ergebnis ist ordentlich und wird noch verstĂ€rkt, wenn man bedenkt, dass ich fĂŒr Twitter und Facebook bereits sparsamere Varianten verwendet habe: siehe Artikel “WordPress: Flattr, Twitter, Facebook, Feedburner und Xing ohne Plugins“.

Fazit

Die statischen Buttons haben einige Vorteile. Zum einen eine viel bessere performance, zum anderen ist man rechtlich gesehen etwas sicherer und was man nicht vergessen darf, es war schon immer recht schwer die diversen dynamischen Buttons auch nur einigermaßen einheitlich in sein Layout zu integrieren.

Ich habe es ehrlich gesagt satt. Facebook, Google und Twitter verdienen mit Ihren Diensten gutes Geld. Dann sollen die auch bitte rechtlich einwandfreie Einbindemöglichkeiten bereitstellen und diese auch in Hinblick auf die Performance optimieren.

Es kann nicht angehen, dass z. B. Google die Geschwindigkeit eine Website als Ranking-Faktor ausruft und dann ein Button zur VerfĂŒgung stellt, der eine Website ordentlich ausbremsen kann.

Nachtrag: morgen folgt ein weiterer Artikel, mit Code-Beispielen fĂŒr die statischen Buttons in WordPress.

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10 Kommentare

  1. Was ich persönlich jedoch einfach toll an den dynamischen Buttons finde ist die Anzeige wie oft etwas gedrĂŒckt wurde.
    Darauf verzichte ich nur ungern. Zumal es User eher zum teilen anregt wenn diese sehen das schon 100 Leute vor ihnen drauf gedrĂŒckt haben. Kann ich immer wieder feststellen :/

  2. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Ich bin auch schon lang am ĂŒberlegen alles statisch einzubinden. Vor allem auch aus dem Grund, dass Google selber im PageSpeed ĂŒber den eigenen Code meckert was die Performance angeht.
    FB hatte ich schon nach der letzten großen Diskussion auf den Share-Button (anstatt des Like-Buttons) umgestellt … bin auf deinen Folgeartikel morgen gespannt, einen non iframe Lösung wĂ€re mir am liebsten.

    Danke
    maxe

  3. Habe das Thema auch langsam satt und ĂŒberlege, die dynamischen Buttons rauszuschmeißen. Bin gespannt auf deinen nĂ€chsten Artikel.

  4. Diese ganze Datenschutzgeschichte nervt langsam gewaltig. Ich freue mich daher auf deinen morgigen Artikel.

    Ich wĂŒrde da aber nicht nur Facebook, Google und Co. in die Pflicht nehmen. FĂŒr mich ĂŒbertreiben die DatenschĂŒtzer auch etwas in dieser Hinsicht. Man weiß bald nicht mehr, wie man es noch drehen soll. Im Internet werden nun mal Daten ĂŒbertragen.

    Wird eigentlich bei diesen Payback-Karten auch so ein Gewese gemacht? Fragen ĂŒber Fragen. 😉

  5. Da muss ich doch mal was grundsĂ€tzliches vom Stapel lassen. Diese ganze Social Button Sache sollte nach Sinn, Zweck und Zielpublikum ausgerichtet werden. Ich bin ein Alt-Konservativer und hatte bisher nur share buttons von share it pauschal in der Fusszeile eingesetzt. Effekt: “0”
    Seit Ende Oktober habe ich mir das Ganze mal nÀher angeschaut:
    google+ ist im deutschen Sprachraum nicht gebrĂ€uchlich. Alle Werte in den sites stehen auf “0”, warum auch immer, ergo: Fall beobachten.
    Ilse Aigner und ich*** mögen facebook nicht. FrĂŒher hat man sich ĂŒber die PKZ im Personalausweis der ex DDR aufgeregt und ĂŒber die Praktiken der VolkszĂ€hlung. Heute prĂ€sentieren viel zu viele Leute ihre Nase und ihren UnterwĂ€schelieferanten*** nebst diverser anderer Vorlieben freiwillig bei einer Firma die nicht deutschem Recht unterliegt. SpĂ€ter wundern Sie sich dann wenn 2000 fremde Leute zum Geburtstag vor der TĂŒr stehen und randalieren wenns kein Bier gibt. Ausserdem wird versucht durch das Anlegen von sites und shops quasi ein Netz im Netz zu errichten. Schön kontrollierbar und mit allerhand Regeln belegt und dank AbhĂ€ngigkeit auch schnell direkt zu monetarisieren.
    Überlegt euch bitte selbst ob ihr mit einem auslĂ€ndischen Unternehmen, dessen Startfinanzierung aus diskussionsfĂ€higen Quellen stammt und das von allen Grosskonzernen und von öffentlich rechtlichen Medien direkt und kostenlos gepusht wird, in Eurer Funktion als selbststĂ€ndiger Web-Unternehmer zusammenarbeitet. … Zumal wenn es euch bremst.
    Es ist aber nicht alles schlecht: Seit November 2011 nutze ich Twitter , zusammen mit einem neuen Template meiner Site, aktiv und kann feststellen das sich seitdem die Besucherzahlen und die Conversionrate stabilisieren. Interessante Inhalte, wie diesen Artikel, finde ich fast tÀglich. Aber auch hier gilt die SelbstbeschrÀnkung: Twitter Buttons gibts bei mir nicht auf jeder Seite. In diesem Sinne: Viel Spass mit Social Networking und Co.

  6. […] Viele dieser Informationen liegen in ausfĂŒhrlicherer Art und Weise nochmals auf Perun vor, von dessen Seite ich einiges meines bisherigen Wissens bezogen habe. Perun.net – Statische Buttons […]

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