WordPress & Webwork

WordPress-Projekte: was man Kunden im Vorfeld fragen sollte

Wie klappt die Zusammenarbeit mit Kunden besser? Welche Fragen müssen vor Beginn des Projektes geklärt werden?

Eines unserer Aufgabenfelder ist das Umsetzen von WordPress-Projekten für Kunden, also das Erstellen von Websites mit Hilfe von WordPress, sehr häufig geschieht dies in Form unseres WordPress-Starterpakets.

Damit am Ende der Arbeit alle mit dem Ergebnis zufrieden sind ist es essentiell im Vorfeld einige Eckupnkte abzuklären. Auf Elegant Themes erschien gerade ein Beitrag über genau dieses Thema und da die dort aufgeworfenen Fragen im Prinzip genau die sind, die wir unseren Kunden auch stellen, möchte ich Sie an dieser Stelle einmal genauer vorstellen:

Was soll mit der Website bezweckt werden?

Welche Inhalte sollen transportiert werden? Nur Informationen? Falls ja, wie ausführlich? Soll eine Interatktion mit den Kunden möglich sein? Falls ja, in welcher Form? Sollen neue Kunden geworben werden? Sollen Produkte verkauft werden?

Wie hoch ist das Budget?

Diese Frage mag auf den ersten Blick dreist wirken, sie ist jedoch essentiell. Oft herrscht ein völlig verzerrtes Bild darüber was "Sachen" kosten. Und oft ist es deswegen hilfreich, wenn Kunden uns ihren Budget-Rahmen mitteilen, so können wir passgenau zusammenstellen was möglich ist und was eben nicht. Oft ist es auch möglich kostengünstigere Alternativen zu finden. Eventuell muss eine Funktion nicht speziell programmiert werden, wenn es dafür schon ein Plugin gibt. Machmal ist ein angepasstes Premium-Theme völlig ausreichend und es kann auf den Design-Entwurf eines Grafikers verzichtet werden.

Kennt der Kunde WordPress?

Eine Frage, bzw. die Antwort darauf ist besonders essentiell wenn es um die weitere Kommunikation geht. Denn ganz wichtig ist, dass mein Kunde mich "versteht". Kann ich direkt von Templates reden oder sollten wordpress-spezifische Vokabeln besser übersetzt werden. Braucht der Kunde eine Schulung oder zumindest Unterlagen, damit er sich nach Abschluss des Projektes im Backend seiner Seite zurecht findet? All diese Faktoren beeinflussen auch den Kommunikationsaufwand während der Erstellung der Website.

Welche Webauftritte gefallen ihnen?

Wenn es keine klaren Vorgaben zum Layout gibt hilft es oft, wenn der Kunde einige Seiten nennt, die optisch (Farbgebung, Aufbau etc.) gefallen. Anhand dieser Websites kann man sich ein Bild davon machen wohin die Reise gehen soll.

Fazit

Bekommt man alle oben genannten Fragen beantwortet steht der Umsetzung eines WordPress-Projektes eigentlich nichts mehr im Wege. Denn die Antworten helfen einem Stolpersteienen aus dem Weg zu gehen und so sind am Ende alle zufrieden: Kunden und Dienstleister!

9 Reaktion(en)

  1. Simon Hengel

    Eine sehr schöne Auflistung, danke!

    Wobei man nach meiner Erfahrung schon bei Punkt eins viel Zeit mitbringen muss. Und oft ist es auch einfacher, mögliche Konzepte oder Funktionen vorzuschlagen, statt alle Möglichkeiten auszuloten.Sprich: Manchmal muss man den Möglichkeitsraum einengen, damit überhaupt eine Entscheidung fallen kann. Das ist jedenfalls meine Erfahrung (manchmal!).

  2. Susanna Künzl

    Diese Fragen stellen wir unseren Kunden im Vorfeld auch. Ich würde diese Frage aus dem Artikel auf elegantthemes.com noch hinzufügen: Question 2: What Do You Want Site Visitors to Do?
    Hier erhalten wir wertvolle Hinweise, die uns bei der Wahl des für das Kundenprojekt am besten geeignete CMS unterstützen. Wenn der Kunde oder seine mit der Website oder dem Shop betrauten Mitarbeiter nicht unbedingt auf WordPress (oder ein anderes CMS) eingeschworen sind (hier geht es um Akzeptanz und Schulungsaufwand), verwenden wir lieber das System, das die gewünschten Aktionen möglichst mit Bordmitteln bereitstellt. Das senkt die Entwicklung- und Pflegekosten. Je mehr Informationen uns der Kunde über die Funktion der Website, Aktionen der Besucher und Interaktion mit anderen Systemen (z.B. Zahlungssysteme, Warenwirtschaft, Feeds) gibt, desto genauer ist es möglich, das stabilste und langfristig kostengünstigste System zu empfehlen.

  3. Susanna Künzl

    Diese Fragen stellen wir unseren Kunden im Vorfeld auch. Ich würde diese Frage aus dem Artikel auf elegantthemes.com noch hinzufügen: Question 2: What Do You Want Site Visitors to Do? Hier erhalten wir wertvolle Hinweise, die uns bei der Wahl des für das Kundenprojekt am besten geeignete CMS unterstützen. Wenn der Kunde oder seine mit der Website oder dem Shop betrauten Mitarbeiter nicht unbedingt auf WordPress (oder ein anderes CMS) eingeschworen sind (hier geht es um Akzeptanz und Schulungsaufwand), verwenden wir lieber das System, das die gewünschten Aktionen möglichst mit Bordmitteln bereitstellt. Das senkt die Entwicklung- und Pflegekosten. Je mehr Informationen uns der Kunde über die Funktion der Website, Aktionen der Besucher und Interaktion mit anderen Systemen (z.B. Zahlungssysteme, Warenwirtschaft, Feeds) gibt, desto genauer ist es möglich, das stabilste und langfristig kostengünstigste System zu empfehlen.

  4. Jürgen Diermaier (CITYEDV.AT)

    Genau diese Fragen stellen wir bei unseren Projekten auch in einer ähnlichen Form, aber eben nicht nur bei WordPress Projekten. Es zeigt sich jedoch, dass sich WordPress in den letzten Monaten immer mehr durchsetzt und immer mehr der Wunsch in Richtung dieses Systems läuft.

    Aufgrund dessen haben wir uns auch auf WordPress, diverse Themes und die besten Plugins spezialisiert und können unseren Kunden eine perfekte Umsetzung Ihrer Vorstellungen bieten.

  5. Birgit Engelhardt

    Diese Fragen stelle ich auch – wobei meine Kunden meist gar keine Ahnung von Webseiten haben und sich die Frage nach den Vorkenntnissen meist erübrigt. Ich habe insgesamt eine 4 A4-Seiten lange Fragenliste (mit Platz für die Antworten). Da ist alles bei, Fragen nach bestehendem CD, checke ab, wer die Bilder liefert/recherchiert und herunterrechnet etc. etc. Hat sich als sehr praktisch erwiesen, diese Liste 🙂

  6. Sandro

    Ganz wichtig finde ich auch die Handhabung von Texten. Werden sie komplett geliefert, gibt es lediglich Initialtexte, sollen sie nach SEO aufbereitet werden? Mein Projektfragebogen umfasst ebenfalls 2 DIN-A Seiten. Das mag zwar für den Kunden viel wirken. Aber auch dadurch erkennt er, dass eine Webseite nicht so einfach herbei gezaubert wird und z.t. viel Arbeit sowie Strategie dahinter steckt.

  7. Pingback: Farbtrends 2015 » perun.net

  8. Frank Hamm

    Genau aus diesem Grund arbeite ich schon seit Jahren mit einem Fragebogen. Den schicke ich meinen potentiellen Kunden Digital im Vorfeld zu. So kann sich der Kunde in Ruhe zu dem einen oder anderen Punkt in Ruhe Gedanken machen.

    Früher hab ich das Teil gemeinsam vor Ort mit dem Kunden durchgearbeitet, aber ich habe die Erfahrung gemacht das Ziel der wichtigen Fragen spontan nicht beantwortet werden können.

    Bisher bin ich mit dieser Herangehensweise gut gefahren

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