Wie bereits schon von mir berichtet, soll heute im Laufe des Tages WordPress 5.0 mit Gutenberg veröffentlicht werden. Und je näher die Veröffentlichung rückt um so doller werden Meldungen von der Seitenlinie:

So our advice boils down to: if you can wait, wait.

Übersetzt heißt es Unser Ratschlag lautet also: Wenn du warten kannst, dann warte und steht als Meldung im Weblog von Yoast SEO, immerhin dem populärsten SEO-Plugin für WordPress.

Auch die Macher von WPML, einem recht populären Plugin für mehrsprachige Websites warnen vor zu schnellem Update auf WP 5.0:

Wait Before Updating to WordPress 5.0

Auch im Weblog von Advanced Custom Fields warnt man vor den Nebenwirkungen des Updates auf 5.0 und bittet die Nutzer um noch ein wenig Zeit.

Aber das ist nicht alles was man beachten sollte, daher auch das obere Vorschaubild 🤓. Es hat sich einiges im Aufbau und der Auswirkung des Classic-Editor-Plugins geändert. Hier eine Liste der Änderungen:

Changelog 1.0

  • Updated for WordPress 5.0.
  • Changed all “Gutenberg” names/references to “Block Editor”.
  • Refreshed the settings UI.
  • Removed disabling of the Gutenberg plugin

Das heißt, dass die Möglichkeit via Classic Editor den Gutenberg zu verstecken aus dem Plugin entfernt wurde. Wer also Gutenberg verstecken möchte, der sollte entweder nicht auf die neueste Version dieses Plugins aktualisieren oder eine Alternative wählen, wie zum Beispiel Disable Gutenberg.

Da momentan vieles mit heißer Nadel gestrickt wird, bitte ich darum meine Infos als das zu sehen, was sie sind: der momentane Stand der Dinge.

Bildnachweis: von Frank Holleman auf Unsplash

Divi: Premium-Theme für WordPress
Werbung

Geschrieben von Vladimir

Vladimir Simović, arbeitet seit 2000 mit HTML & CSS und seit Januar 2004 mit WordPress. Im Laufe der Jahre hat er diverse Fachbücher und Fachartikel publiziert.

  1. Zum Text „Wer also Gutenberg verstecken möchte, der sollte entweder nicht auf die neueste Version dieses Plugins aktualisieren.. “

    Der Satz in den Releasenotes betrifft mMn. nur die GB Plugin Version aber nicht die GB Core Version.

    Die GB Core Version kann man verstecken, aber nur WENN man nach dem heutigen Classic Editor 1.0 Update NOCHMAL einen extra Klick in der NEU dazugekommenen Einstellung „Allow users to switch editors“ macht, die standardmässig nämlich offenbar auf „Yes“ steht. Sorry fürs Geschrei, aber ich schreie hier grade.. 😉

    Das führt dazu dass 100.000de Installationen, die vorher Classic Editor 0.5 hatten und darin als Vorbereitung auf das 5.0 Update explizit GB abgeschaltet hatten und jetzt 5.0 installieren und das Classic Editor 1.0 Update nebenbei bekommen, plötzlich voller lustiger „Block Editor“ Links sind.

    Hier mein Bug Report:

    https://wordpress.org/support/topic/logic-bug-in-classic-editor-1-0/

    Antworten

    1. Danke für diesen Bericht!

      Krass! Man kann sich des Eindruck nicht erwehren, dass alles getan wird, um den Classic Editor zu verstecken bzw. verhindern, auch wenn vorher was anderes behauptet wird. Die ganze Einführung von Gutenberg vzw. WP 5 läuft ein bisschen nach dem Motto „Friss oder stirb!“.

      Antworten

      1. Das hartnäckige Nachhaken hat eine Veränderung bewirkt, im Classic Editor 1.2 steht „Allow users to switch editors“ jetzt standardmässig offenbar auf „No“, wenn man von 0.5 mit „Block Editor aus“ kommt. Danke an alle Unterstützer überall.

        Antworten

        1. Auch nett, konstruktive Kritik kommt offenbar nicht so gut an bei wordpress.org – wollte gerade einen Fix für einen PHP Fatal error: Cannot use string offset as an array im „Classic Editor“ Plugin posten:

          „ERROR: Your account has been disabled.“

          Nunja, darf sich jeder selbst seine Meinung dazu bilden…

  2. Danke für die Warnung, allerdings zu spät, jetzt kann ich ein Backup durchführen.
    Es hieß doch, der Gutenberg Editor würde nicht zwangsinstalliert werden und jetzt das.
    Was fürn Schei.., ich kann es nicht glauben!

    Antworten

  3. Wie gut, dass mir eine Blogger-Freundin diesen Link geschickt hat, bevor ich vorschnell auf den Installieren-Knopf gedrückt habe. Mein Problem ist, dass das Theme meiner Website vermutlich nicht mit WordPress 5.0 kompatibel ist, da es seit längerer Zeit nicht mehr supportet wird. Daher wäre ich für einen Tipp dankbar. Twenty Nineteen gefällt mir von der Optik nicht besonders.

    Viele Grüße Sabine

    Antworten

    1. Mehr als zwei Jahre keine Updates ist schon heftig, aber das muss nicht heißen, dass es Probleme gibt. Auf einigen von mir betreuten Kundenseiten läuft leider auch noch ein Theme, das über zwei Jahre nicht aktualisiert wurde. Sie laufen aktuell noch auf 4.9.8. Ich warte noch etwas, dann werde ich auch dort WP 5 aufspielen.

      Und Google Fonts in der Datenschutzerklärung nicht vergessen. 😉

      Antworten

  4. Hallo zusammen,
    ich glaube hier wird etwas falsch verstanden.
    Bei Update auf WordPress Version 5.0 wird das Gutenberg Plugin deaktiviert, wenn es installiert ist, da es ja jetzt im Core mit enthalten ist.

    Daher braucht das Classic Editor Plugin das Gutenberg Plugin nicht zu deaktivieren, da WordPress dies beim Update selbst erledigt.

    Aber ja, es scheint das man die Einstellungen nach dem WP updaten nochmal ändern muss.

    Antworten

    1. Bei WP 4.9.8 war Gutenberg ja noch nicht im Core, sondern ein Plugin. Mit einem Klick wäre es deaktiviert gewesen.

      Das „Classic Editor“-Plugin war bzw. ist doch dazu gedacht, die Gutenberg-Funktionen zu deaktivieren, sobald Gutenberg zum Core gehört. Also dazu, damit nach einem Update auf WP 5.0 „automatisch“ alles so bleibt, wie es ist.

      Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

      Ich hatte es beispielsweise schonmal präventiv installiert, damit das schon mal erledigt ist.

      Antworten

  5. Ich habe mal auf zwei kleinen Sideprojects das Update auf WP 5 durchgeführt und ich bin echt froh, dass ich auf meinen Projekten und allen Kundenprojekten den Classic Editor installiert hatte.

    Ich werde mit Gutenberg nicht warm und verstehe auch nicht, warum man den guten funktionierenden Editor durch so eine Katastrophe ersetzen musste. Aber gut, Mullenweg war ja schon immer für ziemlich „extravagante“ Neuerungen gut, die am Bedarf der Nutzer vorbei gingen.

    Wenn es doch nur eine ernstzunehmende Alternative geben würde. Alle anderen CMS sind ja mittlerweile leider nur noch Randerscheinungen. ClassicPress ist gut gemeint, wird sich wegen möglicher Kompatibilitätsproblemen meiner Meinung nach auch eher nicht etablieren können.

    WP hat es einem noch nie einfach gemacht, aber WP 5 ist für mich so das Windows 8 der WordPress-Welt.

    Antworten

    1. Wieso sollte es Kompatibilitätsprobleme bei ClassicPress geben? Ich frage das, weil ich es auch als mögliche Alternative sehe.

      Antworten

      1. Ganz einfach. Wenn ClassicPress sich komplett von WP löst und die Entwicklung unabhängig von WP fortsetzt, können sich die Schnittstellen für Plugins und Themes ändern und damit Fehler hervorrufen.

        Antworten

      2. Probleme KÖNNTE ich mir vorstellen, wenn z. B. Theme Developer wie StudioPress (vor einer Weile von WP Engine übernommen) und andere Ihre Produkte voll auf Gutenberg ausrichten.

        Ich warte aber erstmal ab, wie sich alles einspielt. Ich sehe erstmal keinen Grund irgendwie in Panik zu verfallen. Der Classic Editor soll ja anscheinend bis Ende 2021 unterstützt werden. Bis dahin kann noch sehr viel passieren.

        Wenn ich mir die vernichtenden Urteile zu Gutenberg im Netz so ansehe, könnte ich mir aber vorstellen, dass da noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. Mal sehen, ob Matt Mullenweg sein Ego überwinden kann.

        Antworten

      3. Hier noch eine Aussage von Tom Usborne, dem Kopf hinter GeneratePress, die es eigentlich auf den Punkt bringt:

        „As long as they stay compatible with WordPress themes and plugins, GP will be compatible. It’s not something we’ll go out of our way to support at this time though – GeneratePress is a WordPress theme, and we’re excited about the future of WP with the new editor“

        Antworten

  6. Hallo, ich kann mich dem Wehklagen hier nicht anschließen. Ich verwende Gutenberg auf mehreren Produktivseiten seit mehreren Monaten. Läuft. Ebenso habe ich mehrere Webseiten mit verschiedensten Themes heute auf WP 5.0 upgedatet. Läuft. Allerdings durchweg keine schwergewichtigen Ich-Kann-Alles-Per-Klick-Page-Builder-Themes. Bei keiner Seite gab es durch 5.0 Probleme. Bei der anscheinend „hippen“ Panik-Verbreitung zum 5er-Sprung habe ich jetzt den Eindruck, das Update auf 5.0 ist vielleicht das in der WP-Geschichte bestvorbereitete. Also, wer warten will, wartet halt. Es wird sicher noch länger für 4.8 und 4.9 Sicherheitsupdates geben! Und ansonsten: vor dem Update ein Backup (und wissen, wie man es einspielt) und sollte ein Plugin oder das Theme dann nicht laufen mit 5.0, wieder zurück auf 4.9.8 und der Theme- oder Plugin-Fabrik auf das Supportdach steigen – es war mehr als genug Zeit. Oder über einen Theme-/Plugin-Wechsel nachdenken. – Meine Erfahrung. Allen viel Erfolg.

    Antworten

    1. Hallo Claus,

      Einwände von Menschen, die auf Erfahrungen aus der Praxis stammen, als Wehklagen und hippe Panik zu betiteln deutet nach meiner Erfahrung darauf hin, dass man an einer ernsthaften Diskussion nicht wirklich interessiert ist. Oder täusche ich mich da vielleicht? 😉

      Antworten

  7. Ich verwende jetzt WordPress seit mehr als 10 Jahren und habe alle Updates immer eingespielt, schon wegen der Sicherheit.
    Auch diesmal habe ich – ohne überhaupt zu wissen was Gutenberg-Editor eigentlich bedeutet – das Update auf WP 5.0 durchgeführt.
    Mit Erstaunen betrachtete ich dann die Beiträge in der neuen Form und war nahe am Verzweifeln. Mit gutem Willen habe ich dann eine geraume Zeit damit verbracht den GB Editor zu verstehen und damit zu arbeiten.
    Leider musste ich dieses Vorhaben dann beenden, denn irgendwie kam ich damit nicht klar.
    Ein Backup einspielen oder die alte Version 4.8.9 wieder zu installieren war mein erster Gedanke und dann entdeckte ich das PlugIn Disable Gutenberg ver.1.4 von Jeff Starr, mit dem ich dann GB ausschalten konnte und mit meinen Classic Editor (TinyMCE) wieder wie gehabt arbeiten konnte.

    Antworten

  8. Ich verwende jetzt WordPress seit mehr als 10 Jahren und habe alle Updates immer eingespielt, schon wegen der Sicherheit.
    Auch diesmal habe ich – ohne überhaupt zu wissen was Gutenberg-Editor eigentlich bedeutet – das Update auf WP 5.0 durchgeführt.
    Mit Erstaunen betrachtete ich dann die Beiträge in der neuen Form und war nahe am Verzweifeln. Mit gutem Willen habe ich dann eine geraume Zeit damit verbracht den GB Editor zu verstehen und damit zu arbeiten.
    Leider musste ich dieses Vorhaben beenden, denn irgendwie kam ich damit nicht klar.
    Ein Backup einspielen oder die alte Version 4.8.9 wieder zu installieren war mein erster Gedanke und dann entdeckte ich das PlugIn Disable Gutenberg ver.1.4 von Jeff Starr, mit dem ich dann GB ausschalten konnte und mit meinen Classic Editor (TinyMCE) wieder wie gehabt weiterarbeiten konnte.
    Man wird sehen, was noch kommt!

    Antworten

  9. Meine Empfehlung ist, Gutenberg einfach mal auszuprobieren. Klar ist es ein anderes Arbeiten, als mit dem Tiny MCE. Es lohnt sich aber, sich damit zu beschäftigen, denn man wird mit einem sehr leistungsfähigen Autorensystem belohnt, mit dem man deutlich intuitiver und schneller arbeitet, als mit den meisten Page-Buildern.

    Antworten

    1. Wir probieren seit über einem Jahr jede Gutenberg Version intensiv aus, Du auch?

      Dabei stossen wir nach wie vor auf einfachste und auch abenteuerlichste Fehler und Probleme. Gutenberg ist alles andere als fertig. Die REST API ist unterdimensioniert und dem Konzept nicht gewachsen, das Thema „Responsive“ fehlt fast völlig, auch bei Accessibility fehlen grundlegende Dinge.

      Wenn man 2 Blogbeiträge mit 4 Absätzen Text und 3 Bildern in der Woche schreibt, dann mag Gutenberg „deutlich intuitiver und schneller“ sein. Wenn man WordPress ernsthaft nutzt, als CMS mit diversen Benutzerrollen usw., dann hat Gutenberg noch einen langen Weg vor sich.

      Und Schluss, habe fast meinen „don’t feed the troll“ Grundsatz vergessen…

      Antworten

    2. „[…]mit dem man deutlich intuitiver und schneller arbeitet, als mit den meisten Page-Buildern.“

      Für mich persönlich kann ich das nicht bestätigen, aber das ist auch subjektiv. Als Page Builder nutze ich Elementor Pro.

      Antworten

  10. Vielen Dank für die Info zum Stand der Dinge. Da ich mein Theme selbst zusammengefrickelt habe und einige Plugins laufen, werde ich (mindestens) bis zur 5.0.1 warten und dann auf einem lokalen Testsystem die Kompatibilität prüfen. Bis dahin sollten auch die Plugins auf einem neuen Stand sein.
    Die Erfahrung zeigt eben, dass der Early Adopter nicht immer auch am glücklichsten mit einer neuen Version ist.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.