Ich habe bereits im März 2014 und im November 2016 über den Marktanteil von WordPress geschrieben. Also höchste Zeit für einen weiteren Blick auf die Verbreitung von WordPress.

Als Grundlage für diesen Blick dient mir die Website w3techs.com. Mir ist die Kritik an den Zahlen dieser Website bekannt: unter anderem, dass nur die zehn Millionen Websites mit dem meisten Besucheraufkommen berücksichtigt werden. Aber leider hat von uns keiner bessere oder genauere Zahlen.

WordPress ist nicht mehr aufzuhalten?

Wenn man sich die aktuellen Zahlen anschaut, dann kann einem schon die Frage aufkommen, ob irgendein anderes CMS in naher Zukunft für WordPress eine ernsthafte Konkurrenz darstellen könnte.

Marktanteil von WordPress in Juli 2019

Nutzung allgemein und Marktanteil: WordPress vs andere

Was sagt die obere Grafik aus? Die Grafik bzw. die Tabelle besteht aus zwei Segmenten. Im linken Segment (usage) sieht man die Verbreitung der Top-5-Systeme allgemein. Das heißt, es werden auch statische Websites ohne ein CMS berücksichtigt. Wenn man diese Websites ausklammert und nur Websites berücksichtigt, die mit einem bekannten CMS betrieben werden, dann gelten die Zahlen aus der zweiten Hälfte der Tabelle (market share). In der folgenden Tabelle werden auch die statischen Websites berücksichtigt:

WordPress-Nutzung und Marktanteil seit 2011

Nutzung und Verbreitung diverser CMS seit 2011

Was aus den oberen Daten gut herauszulesen ist, ist die Tatsache dass die Zahl der Websites, die ohne CMS betrieben werden, kontinuierlich sinkt. Auf der anderen Seite wächst WordPress und zwar ebenfalls kontinuierlich. Dagegen konnten Joomla und Drupal ihre Anteile nicht halten.

Es gibt zwar Systeme wie Shopify, Squarespace und Wix die gute relative Steigerungen verzeichnen können, aber wenn ich das in absolute Zahlen übersetze, dann ist das äußerst gering. Alle drei Systeme zusammen hatten in in den letzten sechs Monaten einen Zuwachs von 0,5 Prozentpunkten. WordPress dagegen hatte im gleichen Zeitraum ein Zuwachs von 1,4 Punkten. Also fast das dreifache.

Daher bleibt die Frage nach wie vor aktuell: Gibt es auf dem Horizont ein Content-Management-System welches WordPress in absehbarer Zukunft gefährlich werden könnte?

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Geschrieben von Vladimir

Vladimir Simović, arbeitet seit 2000 mit HTML & CSS und seit Januar 2004 mit WordPress. Im Laufe der Jahre hat er diverse Fachbücher und Fachartikel publiziert.

  1. Für mich gibt es keinen Grund warum ich WordPress jemals verlassen sollte. Die anderen (habe Wix und Joomla schon kennengelernt) sprechen absolut nicht an! Umständlich, keine schöne Benutzeroberfläche, komplizierte Lösungen zum Ziel, keine gute Pluginauswahl.

    Ich liebe WordPress einfach! 🙂

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  2. „Was aus den oberen Daten gut herauszulesen ist“ … wenn man wie ich Blind ist, kann man aus der Grafik nichts herauslesen … Schade, das Barrierefreiheit auch bei den guten Autoren noch nicht zu 100% angekommen ist 🙁

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  3. Es erstaunt mich immer wieder, wie wichtig der WordPress-Community der Marktanteil von WordPress zu sein scheint. Der hohe Marktanteil – vor allem durch viele unbedarfte Blogger – erschwert vor allem eine technische Weiterentwicklung. Andere CMS setzen auf moderne PHP-Frameworks und schneiden alte Zöpfe ab, während bei WordPress schon ein neuer Editor für allgemeines Unbehagen sorgt, weil man einfach mal umdenken muss.

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