WordPress & Webwork

WordPress steht vor der Tür

Nicht nur Weihnachten steht vor der Tür, sondern auch das Erscheinen der endgültigen und fertigen Version WordPress 2.7 naht. Derzeit firmiert die verfügbare Version noch als "WordPress 2.7-almost-rc-9965" und das scheint der geeignete Zeitpunkt zu sein noch einmal alle wichtigen Änderungen, die sich mit der kommenden Version ändern werden, aufzulisten. Die Vorfreude auf die Änderungen lohnt sich auf jeden Fall.

Design und Navigation

Das Design der kommenden Version ist weicher und die Farben überwiegend in Grautönen gehalten mit blau-türkisen Akzenten. Es gibt ein alternatives Farbschema, das auch die neue vertikale Navigation mit ihren Icons (WordPress-Icons: Das Volk hat entschieden) verändert. Die Navigation kann "eingeklappt" werden, so dass nur die Icons sichtbar sind und Menüunterpunkte nur mit Slide-Effekt (Neue Menüoptik für WordPress 2.7) sichtbar werden, wenn man mit der Maus über den Hauptpunkt drüberfährt.

DashboardÜbersicht

Das Dashboard ist generell überarbeitet worden, so dass man nun von hier aus auch die Möglichkeit hat mit "Quick Press" Artikel zu verfassen. Generell – auf fast allen Seiten vorhanden – kann man die Module auf der Seite nach belieben per Drag & Drop verschieben oder aber ein- bzw. ausblenden lassen ("Screen Options""Seitenelemente"). Es wird im Backend also deutlich persönlicher als bisher ;-)

Kommentare

Der Bereich der Kommentare ist vielleicht neben der neuen Navigation der Teil, der sich am auffälligsten verändert hat. Zum einen können Kommentare nun vom Betreiber an drei verschiedenen Stellen beantwortet werden (siehe dazu: Kommentare moderieren in WordPress 2.7) und zum anderen gibt es wesentlich mehr Einstellungsmöglichkeiten. So kann man jetzt global festlegen, ob die Kommentarfunktion nach einer bestimmten Zeit geschlossen werden soll. Zusätzlich kann man die Kommentare auch chronologisch aufsteigend – also wie die Blogartikel – sortieren und festlegen nach welcher Anzahl von Kommentaren diese auf einer neuen Seite erscheinen sollen.

Besonders interessant ist die neue Möglichkeit, dass man (sowohl als Betreiber als auch als Besucher) direkt auf Kommentare antworten kann. Diese werden dann in einer Baumstruktur (so wie man es aus Foren kennt; Stichwort: threading) dargestellt. Die Tiefe der möglichen Verschachtelung kann man in den Einstellungen festlegen. Ich denke, dass dies eine ausgezeichnete Möglichkeit ist, dass im Kommentarbereich noch leichter (und vor allen Dingen übersichtlicher) richtige Diskussionen entstehen können.

Artikel

Auch das Veröffentlichen von Artikeln haben die Entwickler von WordPress in der neuen Version komfortabler gestaltet. So ist der ganze Bereich individuell anpassbar (siehe auch "DashboardÜbersicht") und die Buttons des Moduls "PublizierenVeröffentlichen" kontextsensitiver als bisher. An wirklichen Neuerungen ist hinzugekommen, dass Artikel jetzt als "sticky" (Immer auf der Startseite) deklariert werden können, so dass sie aus dem sonstigen Artikel-Fluss herausstechen (siehe dazu: Dauerbrenner in WordPress 2.7). Beim Einfügen der Tags kann man sich jetzt auch die am häufigsten gebrauchten anzeigen lassen und muss hier nicht mehr auf ein Plugin zurückgreifen.

Sehr interessant ist auch die neue Möglichkeit einen Artikel mit "Quick Edit" schnell zu bearbeiten. Dies ermöglicht einem in der Artikel- oder Seitenübersicht einen schnellen Zugriff auf wichtige Einstellungen, die man so schnell ändern kann ohne den Artikel oder die Seite selber dafür aufrufen zu müssen (siehe dazu: Artikel bearbeiten in WordPress 2.7). So kann man z. B. sehr schnell die Tags eines Artikels ändern oder auch die Kategorie, in die der Artikel einsortiert wurde.

Medien

Im Bereich der Medien wurde besonders das Einfügen von Bildern komfortabler gestaltet. So kann man in den Einstellungen festlegen welche Standard-Einstellung man bevorzugt, z. B. linksbündig als Vorschaubild. Diese Option wird dann automatisch ausgewählt sein, wenn man ein Bild in einen Artikel einfügen möchte. Natürlich kann man dann trotzdem eine andere Variante wählen. Und auch das ist einfacher, denn nun wird angezeigt welche Maße sich hinter den Bezeichnungen "Vorschaubild", "Medium", "Groß" und "Vollständige Größe" verbergen.

Neu ist auch die Möglichkeit Bilder in die Mediathek hochzuladen ohne sie in konkrete Artikel oder auf konkreten Seiten einzubinden.

Plugins

Plugins können ab der Version 2.7 nicht nur über das Backend von WordPress geupdatet werden, sondern auch installiert. Das betrifft sowohl Plugins auf der Plugin-Seite von WordPress, sondern auch gezippte Plugins, die man auf der eigenen Festplatte hat. Ich muss jedoch anmerken, dass diese Variante der Installation bis jetzt noch nicht funktioniert hat. Ich nehme an, dass diese Plugins nach einem bestimmten Muster gepackt sein müssen, damit WordPress sie auch entpacken kann. Bis jetzt habe ich darüber aber noch nichts näheres gefunden … kann da jemand mit näheren Infos aushelfen?

Core Update

Eine der spektakulärsten Neuerungen der kommenden Version ist wahrscheinlich die Möglichkeit WordPress selber über das Backend zu aktualisieren. Dies wird sicherlich wesentlich dazu beitragen, dass nicht mehr so viele veraltete WordPress-Versionen in Betrieb sind, da nun auch FTP-unerfahrene User mit ihrer WordPress-Installation immer auf dem aktuellsten Stand bleiben können.

Puh, ich hoffe ich habe nichts wesentliches vergessen. Hier nochmal alles bebildert:

Nachtrag:

Nach der Veröffentlichung musste ich leider feststellen, dass ein Lieblingsfeature von mir – das festlegen einer Standardgröße und -ausrichtung von Bildern – es nicht in die endgültige Version geschafft hat :-(

Einige Übersetzungen weichen auch von vorherigen Versionen ab, deswegen musste ich in dem Artikel noch ein paar Sachen streichen.

31 Reaktion(en)

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  2. Ralf

    da nun auch FTP-unerfahrene User…

    Also mit der Update-Funktion stehe ich ja ein wenig auf den Kriegsfuß. Zuerst hatte ich ein Problem auf dessen Lösung man erst einmal kommen muss.
    Jetzt funktioniert zwar das Update, aber auch wieder nicht. WordPress ist ständig der Meinung es läge eine noch aktuellere Version vor. Ich kann updaten bis der Browser qualmt, die Meldung verschwindet nicht.
    Ich denke da wird es noch reichlich Diskussionsstoff geben. Offensichtlich hängt die Update-Funktion im wesentlichen von der Serverkonfiguration ab.

    Ich glaube auch nicht das sich durch so eine Funktion die Anzahl an älteren WP-Installationen signifikant verringern wird. Wer ein WP-Blog installieren konnte (und das ist nun wirklich nicht schwer), der hätte mit einem Update auch keine größeren Probleme. Es gilt halt wie so oft im Leben: Never touch a running system.

    PS:
    Alles klar im Topf? ist meine öffentlich zugängliche Test-Installation von WP 2.7 (derzeit 2.7-almost-rc9965). Wer zu faul ist sich WP2.7 zu installieren (oder nicht die Möglichkeiten hat) und trotzdem sich die neue Version mal von hinten anschauen möchte, kann dies nach Anmeldung dort machen. Näheres steht unter den Menüpunkten "Wie Jetzt?" und "Regelkunde".
    Kleine Eigenwerbung ohne finanzielle Interessen am Rande. Ich hoffe es stört nicht.

  3. Perun

    @Ralf,

    Ich denke da wird es noch reichlich Diskussionsstoff geben. Offensichtlich hängt die Update-Funktion im wesentlichen von der Serverkonfiguration ab.

    Sicher, aber da sehe ich an sich kein Problem. Viele Hoster erlauben den Zugriff auf die .htaccess-Datei nicht und dennoch haben sich die sprechenden Permalinks rasend verbreitet und auch die Akzeptanz ist hoch.

    Hier sehe ich eher ein zusätzliches Qualitätsmerkmal bei der Suche nach einem geeigneten Hoster ("darf ich die .htaccess-Datei bearbeiten? Kann ich WP-Updates durchführen?"). Nur weil ein Hoster eine Funktion ganz oder teilweise blockiert, heißt es nicht das die Funktion schlecht ist.

    Wer ein WP-Blog installieren konnte (und das ist nun wirklich nicht schwer), der hätte mit einem Update auch keine größeren Probleme.

    Da muss ich dir widersprechen. Auch ich tat es mir manchmal mit den Updates schwer, weil es einfach bei WordPress bis jetzt sehr lästig war. Jetzt, wo man es, mit 1-2 Klicks erledigen kann, wird die Bereitschaft steigen das Update durchzuführen.

    Un du vergisst auch die Kundenaufträge. Jetzt kann der Kunde selber das Weblog updaten und muss nicht den Webworker neu beauftragen … und ich als Webworker kann dann etwas ruhiger schlafen, weil ich weiß dass die Kunden die Updates selber erledigen können.

  4. Ralf

    Die Anzahl der Hoster die eine Änderung an der .htaccess unterbinden dürfte gegen Null tendieren. Selbst auf Gratis-Webspace von ISPs ist das i.d.R. möglich. Die Verbreitung von sprechenden URLs dürfte eher andere Gründe haben. Suchmaschinenoptimierung zum Beispiel oder die Einsicht das eine sprechende URL besser ist als ein kryptischer Eintrag "?p=5".
    Zudem übernimmt WP seit Version Schlachmichtot die URL-Umformung selber. In der .htaccess müssen gar keine Einträge mehr vorgenommen werden.

    Und dies ist ja auch immer wieder Kernpunkt meiner Kritik. Manche Dinge sind einfach gut umgesetzt, z.B. das URL-Rewriting, andere, z.B. die Update-Funktion, halbherzig und schlecht.

    Ich bin zwar kein Webworker, wäre ich einer, würde ich als allererstes zusehen das meine Kunden die Update-Funktion nicht anwenden können. Warum? Weil das Backup der Datenbank immer noch manuell durchgeführt werden muss. Wie lange dauert es wohl bis dich einer deiner Kunden anruft und dir beichtet das er ein Update durchgeführt hat das dummerweise in die Hose gegangen ist (oder schlichtweg nicht funktioniert, nicht mit den nötigen Plugins zusammen arbeitet, usw), er aber bedauerlicherweise kein Backup der Datenbank gemacht hat? Spätestens ab diesen Zeitpunkt wirst du eine halbherzig umgesetzte Funktion verfluchen.

    Eine Option sich vor dem Update ein Backup der Datenbank per Mail zuschicken zu lassen oder es als Download anzubieten wäre wirklich kein Problem gewesen. Sicher ist sicher. Gibt es aber nicht, lediglich ein Hinweis das ein Backup keine schlechte Idee ist. Das nenne ich halbherzig.
    Auch sehe ich es nicht wirklich ein warum man für ein (automatisches) Update einen FTP-Zugang benötigt. Ich kann in WP Bilder hochladen, dann kann ich auch Dateien hochladen. Und wenn ich Dateien hochladen kann, dann kann ich auch Core-Dateien hochladen und austauschen. Dazu benötige ich weder FTP-Zugangsdaten noch irgendwelche besonderen Servereinstellungen.
    Wie du an meinen Beitrag in meinem Test-Blog siehst ist die Funktion auch für erfahrene FTP-Anwender nicht einfach zu durchschauen. Die Angabe ftp://www.domain.de ist für mich gleichzusetzen mit http://www.domain.de:21. Es sind nur zwei unterschiedliche Schreibweisen, wobei die zweite die veraltete Schreibweise darstellt. Ich bezweifele mal ganz stark das heutzutage der Durchschnittsanwender noch Portnummern in der URL angibt bzw. weis was das :21 zu bedeuten hat. Mal ganz zu schweigen davon das jemand die Portnummer für die FTP-Verbindung auf die Schnelle kennt.
    Gut, viele Wege führen nach Rom. Leider ist WP sehr schweigsam warum der gewählte Weg nicht der ist, den WP gerne hätte. Die Fehlermeldungen sind wenig aussagekräftig. Auch konnte ich im Netz bis jetzt noch keinen einzigen Hinweis finden wie man die Update-Funktion von WP2.7 richtig nutzt. Vielleicht ändert sich ja in diesen Punkt noch etwas bei WP2.7, davon gehe ich allerdings erfahrungsgemäß nicht aus. Deswegen wird es in diesen Punkt wohl doch noch zu einigen Diskussionen kommen. Sei es wegen vergessenen Backups oder Funktionen die aufgrund mangelnder Anwender-Eingaben nicht funktionieren.

  5. Florian

    Super endlich muss ich nicht mehr bei meinen Freunden per ftp auf den Server und bei allen die gleichen Dinge updaten. Das hat genervt! Hoffentlich kommt bald das stable release! Dankeschön für die Info!

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  7. micha

    Hmm, ich muss im WP 2.7 keine FTP-Zugangsdaten mehr fürs Update eingeben. Die machen das wohl jetzt anders? Funktioniert jedenfalls auch bei einem lokal installiertem WordPress.

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  10. Boris

    Das war ja am Ende die bisher öffentlichste und längste Betaphase für eine 2.x-Version von WP. Ich hoffe dann mal, dass es nicht gleich drei Wochen später eine 2.7.1 zur Fehlerbehebung gibt. Und dann kurz vor Fasching schon die 2.7.2 …

    Es scheint jedenfalls, dass man sich ein paar Plugins sparen kann.

    Ich bin jedenfalls mal gespannt darauf, da ich bisher nur darüber gelesen, aber keine Beta installiert habe. :)

  11. Tom

    Ich glaub die Hoster werden sich ärgern. Mit momenta 16 MB Speicher werden die meisten Hostinganbieter dann nicht mehr weit kommen. Schon der letzte Update benötigt meistens 18MB.

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  15. Sergej Müller

    Ich habe jetzt versucht im WP-Backend das wpSEO Plugins als ZIP-Datei hoch zu laden. Es hat wunderbar geklappt. Nach dem Hochladen fragt dann WordPress, ob das Plugin aktiviert werden soll. Ein Ja reicht und schon ist die Erweiterung einsatzbereit.

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  25. Tino

    da nun auch FTP-unerfahrene User mit ihrer WordPress-Installation immer auf dem aktuellsten Stand bleiben können

    Und was machen die Leute, die kein FTP zur Verfügung haben, sondern einen Server der nur SSH Zugriffe erlaubt? Die müssen immer noch selbst Hand anlegen :(

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